So ein kleines Update auf der Liste der 5 Tipps für Autoren Seite.
Wer mag, sollte mal einen Blick auf die neuen Tipps werfen, es sind ein paar gute dabei …
So ein kleines Update auf der Liste der 5 Tipps für Autoren Seite.
Wer mag, sollte mal einen Blick auf die neuen Tipps werfen, es sind ein paar gute dabei …
Wie komme ich jetzt auf die Überschrift? Wie immer, wenn man keine gute, kurze Antwort auf den Lippen hat, sagt man: Gute Frage!
Ein Anlass war vielleicht der launige Artikel von Tom Hillenbrand: Lassen Sie mich durch, ich bin Schriftsteller. Ja launig, aber zum Schluss will man doch rufen: „Lieber Herr Chirurg, wenn es ihnen ernst ist, schreiben Sie ihren Roman, Ihre Geschichte.“
Warum?
Darum. Manche Geschichten wollen oder sollten erzählt werden. Und mal ehrlich? Niemand wird sterben wenn ihr Buch dann doch nichts taugen sollte. Das führt uns gleich zur nächsten Frage: Kann man vom Leute aufschneiden leben? Nun, wenn man ins Genre der Berufsmörder wechseln möchte, bestimmt!
Aufschneiden wird wohl nicht das Problem sein, zunähen und den Patienten nachher überleben lassen schon. Es hat einen Grund warum Ärzte das studieren und man nicht sofort mit einem Skalpel auf die Menschheit losgelassen wird.
Nun beim Schreiben ist die Situation anders. Niemand ist in dem Bereich so vollkommen unvorbereitet, schließlich hat fast jeder das Lesen und Schreiben in der Institution gelernt, die sich Schule nennt. Also aufschnippeln und zunähen klappt schon mal.
So jetzt muss der Patient, die Geschichte, die ganze Prozedur nur noch überleben. Und genau das lernt man eben nicht in der Schule. Wenn ich mal an meine Schulzeit zurückdenke, dann habe ich im Lateinunterricht mehr über Deutsch gelernt, als im Deutschunterricht. Oder sagen wir es mal so, ich habe plötzlich verstanden, was der gute Mensch da vorne mir erzählen möchte. Gut, ganz umsonst wird es wohl schon nicht gewesen sein, aber ganz ohne Eigeninitiative wird es nichts mit dem Selberschreiben.
Warum eigentlich?
Es gehört noch einiges mehr an Handwerk zum Schreiben eines Romans, als das was man so allgemein in der Schule beigebracht bekommt. Vielleicht bin ich jetzt unfair, denn ich beziehe mich jetzt auf meine persönlich gemachten Erfahrungen und die liegen schon eine ganze Weile zurück. Aber wenn man sich mit dem Schreiben und dem Veröffentlichen beschäftigt, stößt man doch auf eine äußerst merkwürdige Einstellung zum Thema Schreiben lernen. Verallgemeinert beschrieben lautet die in etwa:
„Schreiben ist angeboren und kann man es nicht lernen. Entweder man hat es oder nicht.“
Echt, wirklich? Goethe und Thomas Mann sind einfach so mit der Feder in der Hand aus dem Ei geschlüpft und waren sofort große Schriftsteller? Ich denke nicht, Tim! Auch jene werden, wie jeder andere Mensch auch, das Schreiben erst gelernt haben müssen. Gut, ich war jetzt nicht persönlich anwesend, aber mir ist bisher noch kein Fall bekannt in dem irgend ein Mensch sofort lesen und schreiben konnte, ohne es vorher gelernt zu haben.
Der große Fehler in dieser Diskussion ist schon mal, das eigentlich das falsche Wort für die Tätigkeit verwendet wird. Denn, was man wirklich bei der Erstellung eines Buchmanuskriptes tut, ist eine Geschichte erzählen. Das man es einem Blatt Papier oder einen Schreibprogramm erzählt, tut eigentlich nichts zur Sache. Man könnte es genauso gut einem Menschen erzählen und dabei ein Aufnahmegerät laufen lassen. Die Tätigkeit des Schreibens ist dabei eigentlich nur ein sekundärer Vorgang. Es ist bloßes Auf-Schreiben. Was wirklich zählt ist die Geschichte selbst, das sind die Charaktere und das Umfeld der Geschichte.
Und da kommen wir schon dem Kern des Problems näher, denn eine gute Geschichte erzählen, das kann wirklich nicht jeder. Ob man das lernen kann? Ob es jeder lernen kann? Vielleicht nicht, aber man kann es zumindest versuchen.
Was hilft ist vielleicht sich an die Geschichten zurück erinnern, die man selbst geliebt hat. Und die dann einfach mal in eigenen Worten nacherzählen. Eine Nacherzählung? Verdammt, ich habe es doch in der Schule gelernt!
Na ja, fast. Was bei mir wirklich geholfen hat, ein Manuskript zu erstellen, die Geschichte zu Ende zu erzählen, war auch nicht der Frey. Nicht falsch verstehen, der Frey war ein guter Einstieg, aber auch nicht der eigentliche Durchbruch. Der eigentliche Durchbruch war: ich WILL jetzt die Geschichte erzählen. Ob das jetzt gelungen ist oder nicht, mag jeder für sich selbst entscheiden. Schreiben ist wie eine Fremdsprache lernen. Grundlagen sind gut und wichtig, aber den eigentlichen Durchbruch erlebt man erst wenn man es wirklich selbst tut. Es ist der Moment in dem man sich bewusst wird, das man gerade in einer fremden Sprache gedacht hat.
Das Einlassen, das Tun ist wichtig.
Wie kriege ich jetzt den Bogen zum Schriftstellerführerschein? Man sollte vielleicht etwas früher mit dem Erlernen des Genschichtenerzählens anfangen. Vielleicht bekommt man damit die Leute, die im normalen Deutschunterricht untergehen. Ein Zettel, auf dem steht das man etwas kann ist, zumindest in Deutschland, eine ganze Menge wert. Wenn man einen Führerschein hat, fragt einem auch keiner mehr, ob man den Autofahren kann. Die Fahrkünste sind vielleicht nicht besonders gut und ob man vom Autofahren leben kann, steht auch auf einem anderen Blatt, aber die grundsätzliche Fähigkeit ist schon mal nachgewiesen.
Es wird jetzt nicht jeder ein Walter Röhrl oder ein Michael Schuhmacher, aber man bleibt zumindest auf der Straße. Meistens jedenfalls.
Was nach der Fertigstellung des Manuskript kommt, ist eine andere Geschichte, dazu vielleicht später mehr …
Als kleines Schmankerl bis dahin sollte man sich diesen Artikel gönnen. Zum Schluss aber doch noch ein gut gemeinter Rat: „Don’t give up your day job!“
Was du heute kannst erledigen … Ja, Ja. Wer kennt und hasst den Satz nicht?
Leider ist er nur zu wahr und so stieß ich heute auf Bilder die auf meiner Platte verweilenden, ohne das ein dazu würdiger Blogbeitrag das Licht der Öffentlichkeit erblickt hätte. Die Vernissage war gut besucht, allerdings stand ich dort etwas im Nebel. Im virtuellen, wie im übertragenden Sinne. Vielleicht habe ich aber auch nur die Ansprache zur Eröffnung nicht mit bekommen, wer weiß …
Ein anderer häufig gebrauchter Spruch ist: besser spät als nie. Wie habe ich schon so oft geschrieben,wie immer bei Kunst: nehmen Sie sich Zeit. Noch ist die Ausstellung zu besichtigen …
Für den Kunstkenner hier noch ein Hinweis auf den Bericht von FirleFanz Roxley zur Ausstellung.
Es gibt Dinge die sind einfach verrückt, oder auch nicht.
Die vor Begeisterung hell leuchtenden Augen der Buchverkäuferin hätten mich vorwarnen sollen: Das Teil ist wirklich ein Erlebnis!
Gut ihre ausdrückliche Empfehlung und Würdigung unterschlagen wir jetzt einfach mal, den mich hat die erste Seite im Ansichtsexemplar schon vorher überzeugt.
Nach shakesspearehaft gedrechselten Phrasen ein „Fiep Tüdelüt“ zu lesen, hat mich dann mitten im Laden laut auflachen lassen.
Was bei der Lektüre einem eindeutig klar wird, die Klassiker von Shakespeare kennt man nicht unbedingt, aber den ersten Star Wars (TM) Film hat man bei der Lektüre deutlich vor Augen. Es ist ein Erlebnis wie beide, so unterschiedlich erscheinenden Dinge zusammen gehen. Nahtlos, wie für einander gemacht.
Im Nachwort bestätigt sich dann die Vermutung. Ja, auch wie unsere großen deutschen Klassiker Goethe und Schiller, hat Mr. George Lukas sich … fleißig von Shakespeare inspirieren lassen. Es gibt schlimmeres!
Ich hab mich jedenfalls bei der Lektüre köstlich beömmelt (amüsiert).
PS: Dieses mal übrigens als Buch aus richtigen Papier. Den erstens das ist ein Buch das man sich getrost ins Regal stellen kann und zudem noch ein Hardcover. Ebooks haben ihre Vorteile, aber dekorativ in Regal zu stehen und ein Statement abzugeben gehört nicht dazu. Ebooks sind einfach nur zum Lesen gedacht.
Das Papierbuch wird durch das Ebook nicht verschwinden. Was verschwinden wird werden die billigen Softcover sein. Bücher die man nur einmal liest, dafür muss man keine Bäume fällen. Für die wirklich guten Bücher, die man freiwillig auch ein zweites, drittes oder zwanzigstes Mal liest, dafür ist immer Platz im Bücherregal.
Das TM Zeichen habe ich nicht hinbekommen, aber der Vollständigkeit halber: Als Rechteinhaber ist die Lucasfilm Ltd. & TM im Impressum des Buches aufgeführt.Leugnen ist zwecklos, das Thema Schreiben und das damit verbundene Drumherum lässt mich doch nicht ganz in Ruhe. Eigentlich sollte ich an meinen eigenen Projekten arbeiten, anstatt hier an diesem Blogartikel zu schreiben.
Wahrscheinlich ist das das Rezept der erfolgreichen Schriftsteller: es tun, anstatt zu viel darüber nachzudenken. Andererseits man lernt aus seinen Fehlern, nicht aus seinen Erfolgen. Warum über Dinge nachdenken, die funktionieren?
Stöbert man im Internet zu dem Thema wird man schnell fündig: Ratgeber und Diskussionen an allen Ecken und Enden. Mache gut, mache so eher nicht. Was mir relativ schnell aufgefallen ist: es wird fleißigst von einander abgeschrieben.
Kill your Darlings
late in, early out
Konflikt, Konflikt, Konflikt
Die gängigen Tipps werden wie ein Mantra fleißig wiederholt. Ganz falsch sind sie nicht, aber auch nicht die reine Wahrheit. Vieles ist über den großen Teich geschwappt. Verständlich, den dort wird Schreiben als Handwerk begriffen, das man lernen kann. Im Gegensatz zur vollkommen versnobten Meinung „Genie ist angeboren“, die man als klassisch Deutsch ansehen kann. Die Wahrheit liegt wohl, wie so oft, in der Mitte.
Nicht jeder wird, so viel wie er sich auch müht, es auf den Olymp schaffen, aber das ist bei weitem kein Grund es nicht zu versuchen. Ein kleiner bis mittlerer Berg ist machbar. Die Zeiten sind, wenn man es recht betrachtet, so günstig wie nie.
Um einen ganz bösen Satz zu zitieren: „Jeder Analphabet und sein Hund kann heute veröffentlichen“. Dieser Satz ist böse, hinterhältig und zu dem noch falsch. Ein Analphabet, der ein Buch geschrieben hat, ist nachher kein Analphabet mehr. Wie hätte er sonst Buchstaben zu Wörtern, Wörter zu Sätzen und Sätze zu einer Geschichte zusammen fügen können?
Gut, der Satz ist im übertragenen Sinne gemeint und überspitzt. Zwei Dinge stecken meiner Meinung nach dahinter:
Erstens: Ein Mangel an Qualität.
Das hängt wiederum an zwei Dingen. Mangelndes Handwerk und noch viel schlimmer: die Werke sind einfach noch nicht fertig!
Ich stehe auf Analogien, ich kann es nicht leugnen. Meine persönliche Analogie ist die des Schmieden eines Schwertes. Da folgen eine ganze Menge Schritte aufeinander. Erstmal man braucht die richtigen Ausgangsmaterialien, Werkzeug, eine Schmiede und natürlich das handwerkliche Können. Und natürlich Zeit und Konzentration.
Kein Meister ist je von Himmel gefallen. Man muss das Handwerk einfach lernen und das heißt üben, bewerten, korrigieren. Ein permanenter Prozess. Dabei arbeitet man zudem vom Groben ins Feine und schmiedet das Eisen solange es heiß ist. Dann wird gerichtet, kleinere Schwachstellen ausgebessert, gehärtet und dann geschliffen und poliert.
Diese Analogie funktioniert für mich, aber sie hat auch ihre Schwachstellen, bzw. es gibt für einige Aspekte bessere Analogien. Eine andere gute ist vielleicht die des Whiskymachens. Eine Menge Weichen für den Whisky werden schon gestellt, bevor der eigentliche Brand gestartet wird. Was für ein Getreide wird genommen, wie wird es gemälzt, mit Rauch oder ohne? Dann der Brand, das muss dann hoch konzentriert und zügig vonstatten gehen. Schließlich die Fassreifung. Da kommt es dann auf Ausdauer und Geduld an. Die Fässer sollte man aber cleverer Weise vor den Brand ausgesucht und fertig zum Befüllen haben.
Zurück zum eigentlichen Thema. Nein, kein Manuskript ist ein Rohdiamant und der Betrachter ist nur zu doof ihn in der Schlacke zu finden. Das Schwert ist krumm und nicht gehärtet, vom Schliff und Politur mal ganz abgesehen. Vor dem Brand hat man die tote Ratte nicht aus dem Gemälzten genommen. Da nützen einen dann die besten Zutaten und die besten Fässer nichts, ein Hauch von toter Ratte bleibt. Kurz das sind handwerkliche Fehler, die man vor der Veröffentlichung besser ausmerzen sollte.
Wer sehr viel Glück hat, hat einen Meister bei dem er/sie lernen kann. Dieses ist aber den meisten verwehrt. Es gibt aber Kurse, Schreibgruppen und gute Testleser. Hüten sollte man sich nur vor den Testlesern die auf Tote Ratte im Whisky stehen 😉
Wie gesagt es ist noch kein Meister von Himmel gefallen. Üben, üben, üben. Auch mit übertragenem Malen nach Zahlen anzufangen ist nicht falsch. Man sollte sich nur schnell wieder davon lösen und irgendwann zum freihändigen Malen übergehen, wenn man es auf den etwas höheren Berg schaffen will.
Zweitens: die Angst um das eigene Stück vom Kuchen
Besonders verbreitet bei denen, die von Kuchen leben müssen und absolut verständlich. Der Kuchen ist nicht beliebig groß und das Verteilungssystem war über Jahrzehnte ausgeklügelt und relativ stabil.
Nur, die Zeiten ändern sich und wer sich nicht anpasst, geht unter. Wobei anpassen nicht ducken sondern auch kämpfen bedeuten kann. Man sollte dabei nur die richtigen Schlachten schlagen.
Auf die vielen Hobbyschreiber zu schimpfen halte ich für ethisch grenzwertig und langfristig für tödlich. Denn das sind diejenigen, die lesen und sich für Literatur interessieren. Auch wenn es der „Hausfrauenroman“ sein mag. Auch den kann man gut schreiben. Ausgebildete Leser, die das Handwerk kennen und schätzen, bemerken den Unterschied zwischen gut und schlecht eher als der reine Konsument. Literatur nur für die oberen 10.000 Snobs, das erledigt sich irgendwann von selbst. Niemand fängt freiwillig mit Kafka als erste Lektüre an. Und mal ehrlich, mich hätte der in der Schule fast vom Lesen vergrault.
Auch auf das große A zu schimpfen ist nur ein Teil der Wahrheit. Ja, sie haben in den Staaten eine Wüste hinterlassen, aber das liegt nicht an Amazon, sondern an den Leuten die den Raubtierkapitalismus zum Kredo erhoben haben. Nachhaltigkeit ist hier das Stichwort. Ja, es muss auch Schutzzonen für die Kleinen und Schwachen geben, in denen die einen wachsen und die anderen genesen können. Was aber jetzt nicht weißt, das alles zur Schutzzone für die Dinosaurier erklärt werden sollte. Kundenfreundlichkeit und Geschäftssinn sind willkommen, Dumping und verbrannte Erde hinterlassen nicht!
Was auch heißt, das es absolut notwendig ist, den Nachwuchs zu fördern und zu bilden. Unter den Autoren, aber auch besonders unter den Lesern.
Analphabeten lesen nicht und kaufen keine Bücher!