Perry Rhodan 2976 ge… ehrlich gesagt nur überflogen.

Eigentlich wollte ich mich ja in die Reihe der stummen Genießer zurückziehen. Das habe ich immer noch vor, und so wird mein Kommentar zum aktuellen Roman von Michael Marcus Turner kürzer als sonst.

Worum geht es? Von dem was ich quergelesen habe erstmal um zwei futuristische E-Gamer und eine alleinerziehende Maulwurfmenschin. Soweit so sozialkritisch.

Eigentlich bin ich für dieses Thema empfänglich, allerdings muss mich die Geschichte dann auch von Anfang an fesseln, wenn ich ohne zusätzliche Motivation, wie „ich muss den jetzt doch lesen, da eine halbwegs seriöse Rezension dabei herauskommen soll“, diesen Roman komplett und zu Ende lesen soll.

Und genau das passiert hier nicht. Der Anfang muss knallen, um unseren Lieblings–Chefredakteur zu zitieren. Mir fehlt die Immersion in die Geschichte, das Lebendige, das Greif-, Riech- und Fühlbare für das MMT bekannt ist.

In Summe hätte man die Kernaussage in Bezug auf den Zyklus mit „Und es gab ein Jammern und Klagen in der Galaxis“ am Ende von PR2975 erschlagen können.

Hier passen weder der Anfang, noch die Immersion in die Geschichte, noch die Einbettung in den Zyklus.

Vielleicht hätte sich das bei einer intensiven Lektüre des Romans noch geändert, aber da bei mir das „Müssen“ fehlt, hoffe ich auf einen bessern nächsten Roman in der nächsten Woche.

Die Anfänge müssen knallen, sonst wird es schwer …

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Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Perry Rhodan 2973, 2974 und 2975 gelesen …

Short 2973: Ein Haluter wandert durch die Alpen und kämpft mit dem Stasis-Syndrom. Im Zirkus der Zerstörung fröhnt er seiner Leidenschaft, dem Entertainment. Ganz nebenbei findet die politische Auseinandersetzung zwischen der LFG-Regierung und dem Techno-Madi statt. Und ganz am Schluss taucht die FLORENCE LAMAR auf.

Man mag sich fragen, was ein Haluter im Trachtengewand zur Serienhandlung beiträgt, wo nun doch mal langsam Butter bei die Fische der Zyklushandlung kommen sollte. Die Frage ist berechtig, aber an sich hat mir der Roman dann doch gefallen, weil er das Heft auf ein sehr menschliches Niveau zurückbringt. Die Frage nach den letzten Tage oder Wochen vor dem Unausweichlichen, dem eigenen Tod. Ich hoffe, wir müssen uns keine Sorgen um Uwe machen.

Es war mal was anderes, aber immersiv. Es war eines der Hefte, in dem Terra so etwas wie real, greif- und erlebbar wurde, eben weil es um ein Einzelschicksal geht; das hebt diesen Roman dann wieder angenehm aus dem aktuellen Schnelldurchlauf hervor.

Short 2974: Die FLORENCE LAMAR, das Schiff Lotho Keraetes wird erkundet. Altan und Gucky treffen dort auf die schöne Famile, das Aggregat Etain und schließlich auch auf Lotho Keraetes selbst. Das Schiff ist auf dem Weg nach Wanderer, an dem auch Adam von Aures und Bostich ein Interesse haben.

Adam von Aures, Bostich und Lotho Keraestes arbeiten dann scheinbar oder wirklich zusammen, wärend Altan und Gucky die Sache eher beobachten.

Besonders hat mir die Schilderung der FLORENCE LAMAR, das Aggregat Etain und ansatzweise die auch die schöne Familie gefallen, die dann, im Gegensatz zum Aggregat Etain, etwas distanziert und unpersönlich war. Es mag schmückendes Beiwerk zur eigentlichen Handlung gewesen sein, hatte aber einiges an Flair.

Dieser Susan Schwartz Roman hatte was, und zwar Sense-of-Wonder. Sehr schön, weiter so.

Short 2975: Es geht Wanderer und Bostich ans Leder.

Diese Pery Rhodan habe ich gestern Abend, trotz bisher anstrengender Arbeitswoche mit wenig Schlaf, am Stück gelesen. Und das ist definitiv ein gutes Zeichen.

Man mag sich darüber streiten, was sich die Expokraten dieses Mal wieder dabei gedacht haben, aber an der Leistung Kai Hirdts gibt es wenig bis nichts auszusetzen.

Wären es nicht noch 24 Hefte bis zum Zyklusende, ich würde sagen das Zyklus-Rätsel wird in den nächsten ein, zwei Heften aufgelöst. Ich bin mal gespannt, was da noch so alles kommt.

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In eigener Sache: Berufsbedingt wird bei mir die Zeit für meine eigenen Projekte weniger und ich muss mich entscheiden, was ich mit meiner Freizeit und meinen Kräften wirklich anstellen möchte.

In der Zeit, die ich an diesen Rezensionen sitze, fehlt mir bei meinem eigenen Schreibprojekt. Ich sehe keinen weiteren Punkt, den ich nicht schon mehrfach seit PR2700 ausführlich, in aller epischen Breite und Länge, öffentlich kundgetan hätte. Der große innere Antrieb fehlt somit.

Falls es nichts akut Besonderes mehr zu sagen gibt, spare ich es mir den Stein den Berg heraufzurollen und würde mich wieder in den Kreis der stillen Genießer zurückziehen und das ganze ehr bei einem Bier in gemütlicher Runde diskutieren wollen.

Das Leben ist kurz, man sieht sich …

dav

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Perry Rhodan 2972 gelesen …

Perry Rhodan 2972 gelesen … und es passiert eine ganze Menge in dem Roman.

Auf diesen Roman muss man sich einlassen, um ihn genießen zu können. Es ist am Anfang nicht ganz leicht, die einzelnen Schauplätze richtig einzuordnen, und ich hatte meine Schwierigkeiten mit dem etwas arg schnell vorspulenden Handlungsverlauf.

Short: Atlan schafft den Sprung aus der Galaxis Cetus durch Fitz Klems zu Ellerts Penrose-Prisma-Anhänger in die heimatliche Milchstraße. Dort angekommen, trifft er schließlich auf Perry Rhodan um dann mit Tamarells und Guckys Hilfe den Geistfäden der toten Thoogondu in das vom Terranova-Schirm abgeschottet Sol-System anzutreten. Ab da wird es dann spannend.

Wir haben noch 27 Hefte bis zum Zyklusabschluss und der Kreis zum ersten Heft des Zyklus ist mehr oder weniger geschlossen. Was mag da noch alles kommen? Ein paar Punkte sind ja noch offen: Die Flotte der Thoogondu steht in der Milchstraße; die Gemini der Superintelligenz GESHOD machen sich im Moment rar, sind aber noch nicht vergessen. In der Galaxis Cetus stehen Silos mit Proto-Eiris herum, die wohl für ES oder seinen Post-dys-chronen-Scherung-Plan noch eine gewaltige Rolle spielen sollten. Der Punkt dys-chrone Scherung schlägt dann den Bogen zurück zu THEZ und seinem atopischen Tribunal. Das sollte sich in diesen Heften eigentlich noch recht entspannt zu Ende erzählen lassen – wenn, ja wenn da nicht dieser Mini-Zyklus um die Sternengruft mit KOSH dem Lot und seinen Versuch sich dem Chaotarchen Cadabb zu entziehen.

In Summe bleiben da eine ganze Menge Fragen offen und die Theorie, dass dort ein verwegener Langzeitplan von ES und den Kosmokraten im Hintergrund abläuft, erscheint mir recht plausibel. Wer weiß? Lassen wir uns überraschen.

Verena Themsen drück jedenfalls gewaltig auf‘s Gaspedal um Atlan von Ort zu Ort und damit von Puzzle-Stein zu Puzzle-Stein für das eigentliche Abenteuer des Romans kommen zu lassen. Für meinen Geschmack geht es zu schnell voran, als das die einzelnen Stationen Eigenleben und Flair entwickeln konnten. Es war ein pflichtbewusstes Durchhuschen.

Meine einzige Hoffnung ist, das damit die Zyklushandlung wieder im Zeitplan ist und es in einem Tempo vorangeht, in dem wieder Flair und Spannung aufkommen können.

Lassen wir uns überraschen …

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Perry Rhodan 2970 und 2971 gelesen …

Perry Rhodan 2970 und 2971 gelesen … und Oliver Fröhlich hat da einiges rausgeholt.

Ich muss zugeben, ich bin gespalten, was die Doppelromane 2970 und 2971 angeht. Ich hatte meine Schwierigkeiten mit beiden Romanen und dennoch hat Oliver Fröhlich es geschafft da einiges an Spannung und Lesevergnügen aus dem Stoff herauszuholen.

Short: Während sich Galatiker und die Robotflotte der Thoogondu am Pulsar Funkellicht gegenüberstehen und durch ein Transmitterportal aus dem fernen goldenen Reich weitere Schiffe der Thoogondu eintreffen, erbittet die Tochter des Gondus Narashim, Puorengir Asyl und erzählt die Geschichte ihrer Flucht vor der Neuen Gilde.

Angefangen mit dem Prolog, der seine Wirkung erst bei Kenntnis der Romanhandlung entfaltet, brachte Oliver fröhlich das durchaus sportlich zu nennende Soll an Handlungssträngen zügig hinter sich, um dann die eigentliche Geschichte um die Flucht der neuen Gondier Puorengir in der ihr gebührenden Breite zu erzählen. Diese wurde dabei immer spannender, um dann den Grad an Immersion und Qualität zu erreichen, den das lange und zähe Vorgeplänkel im Goldenen Reich eigentlich hätte bieten sollen.

Rückwirkend kann man mit diesen Doppelroman dem Ausflug ins Goldene Reich noch einiges abgewinnen. Den Freunden des Mysteryromans mag das gefallen, mir nicht. Wie schon im ersten Zyklus des Expotachen-Duos ChrM-WiV hätte man dort Einiges kürzen und eher zum eigentlichen und spannenden Kern der Geschichte vorstoßen können. Mal sehen, ob das Augenmaß im 5. nach 3000 kommenden Zyklus eher passt, so langsam sollte es genug geübt sein …

Im zweiten Roman PR2971 flackert die Geschichte um Puorengir noch einmal zu einem kurzen aber intensiven Leuchten auf, erreicht aber nicht mehr die Immersion, mit der sie in PR2970 glänzen konnte.

Dafür schreitet die Zyklushandlung mit großen Schritten voran und der Schauplatz Funkellicht und besonders die Geschehnisse auf der Steuerungsstation entwickeln noch einiges an Spannung und Flair.

In Summe krankt es mal wieder an zu viel Stoff, der in zwei Romanen abgearbeitet werden muss – man sieht aber auch, dass es trotzdem möglich ist Romane zu verfassen, die einen für längere Zeit ihn ihren Bann ziehen können.

Ich bin es leid meinen Aufruf an die Expokraten zu wiederholen: gebt den Autoren die Chance gute Romane zu schreiben. Eine gute Geschichte für einen Heftroman. Man kann nur einen Weg auf einmal gehen, mehr kannibalisiert sich.

Habe fertig.

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Schreiben ist Schreiben … zurück ans Zeichenbrett

Heute ist der Tag, an dem ich mich wieder als Schrittsteller/Autor fühle. Warum?

Lassen wir die ewige und eigentlich vollkommen belanglose Frage nach dem Unterschied zwischen dem Schriftsteller und dem Autor beiseite und kommen wir zum Kern der Frage; warum zweifelt man an seinem Selbstverständnis?

Zwei Bücher sind – wie auch immer – veröffentlicht, zwei weitere sind fertig oder so gut wie fertig. Was hat dann dazu geführt, dass man sich nicht als Schriftsteller/Autor fühlt?

War es der Zweifel am eigenen Werk? War es der darauf folgende Zweifel am eigenen Können? War es der darauf folgende Zweifel am eigenen Selbst?

Man ist Schriftsteller/Autor wenn man schreibt. Punkt. Wirklich? Warum dann die Zweifel? Im Amerikanischen ist ein Schriftsteller/Autor „The Writer“ und „If the writer writes, he/she is a writer.“ So einfach, so simpel, so elegant?

Nicht wenn man aus einer anderen, komplexeren und damit auch komplizierteren Sprache kommt. Man ist kein „Schreiber“, man steht nicht in der Tradition des intellektuellen Geistes hinter dem Pharao. Im strengen Sinne des Wortes ist man als Schriftsteller der Zulieferer für die Verlags/Literatur-Manufaktur-Kette.

Fragen über Fragen und dennoch kommt man, oder eigentlich nur ich, nicht weiter. Was fehlt? Wenn ich ehrlich mit mir selbst bin: ich vermisse die Frage nach des Pudels Kern, die Seele der Sache, über die man – besser: ich – schreibe.

Diese Situation ist mir nicht unbekannt und mein eigentliches Selbst, der Ingenieur, hat dafür eine Lösung: Wischen wir alles vom Tisch und fangen wir am Zeichenbrett von vorne an. Bin ich in das Projekt ohne eine Geschichte gestartet, die erzählt werden muss, hat die Sache etwa keine Seele?

Nachdem ich mir mein altes Notizenbuch aus den Anfängen des Projektes vorgenommen habe, lautet die Antwort: nein. Es gab eine Grundidee, ein Thema, die Frage nach dem Kern der Dinge. Das Problem ist, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, ich alle diese Dinge habe ich auf dem langen Weg und vieler Wirrungen unterwegs verloren.

Und so heißt es zurück ans Zeichenbrett und zurück zu einer Geschichte, die erzählt werden muss.

Was es nicht heißt, ist das alles was in Jahren und zwei NaNoWriMos entstanden ist wegzuwerfen und nochmal das Rad des Neuanfangs zudrehen. Es heißt, dass was man hat, zu beenden und später nochmal mit der Seele im Sinn zu überarbeiten.

Und was noch viel wichtiger ist: Es heißt, die Geschichte zu Ende zu erzählen. Und damit steht das nächste (Teil-) Projekt im Raum. Das was der eigentliche Kern des Schriftstellers/Autors ist: Das nächste Projekt, auf das man sich freut. Die Geschichten, die alle noch erzählt werden müssen.

Die großen Dinge, die großen Fragen, das Wichtige.

Der Weg, der noch vor einem liegt.

Die Reise beginnt wieder, das Gefühl des Schriftstellers/Autors ist wieder da. Und das gar nicht so kleine Notizbuch, das im Notfall wieder auf den richtigen Weg zurückführt.

Veröffentlicht unter Hydorgols Welten, Lesung/Literarisch, philosophisches, Technisches | Verschlagwortet mit | 1 Kommentar