Perry Rhodan 2995 nicht als Heft gelesen ….

Um es kurz zumachen, trotz Abo wird es dieses Mal eine E-Book-Rezension. Kein guter Start für Uwe Antons „Die uneinnehmbare Festung“ mit einem etwas verstimmten Leser, der sich den Roman dann nochmal als E-Book kaufen musste …

Entschädigt dann wenigstens der Roman für das anfängliche Ungemach? Die Kurzfassung der Antwort ist: teilweise.

Short: Atlan und Tamareil kehren mit Verstärkung durch Zau, den Tryzom-Mann, und seiner Erziehungsberechtigen Mahnaz Wynter in den Dakkarraum zurück und suchen dort den aktuell zuständigen Vertreter GESHODs.

Der Einstieg in den Roman war jedenfalls vielversprechend. Direkt in medias res, Action, Spannung, exotische Aliens, ein guter Schuss Humor und eine Umgebung, die auf reichlich mehr Schönes dieser Art hoffen ließ. Gut, es hatte zwar nichts direkt mit der aktuellen Zyklushandlung zu tun, aber es hat definitiv Spaß gemacht diesen Anfang zu lesen.

Bis zu dem Punkt, an dem die traurige Realität einen wieder eingeholt hat und der Erklär-Bär anfängt zu steppen. Und viel schlimmer: nicht mehr damit aufhört. Man muss nicht alles für jeden bis ins kleinste Detail erklären. Die Geschichte muss in sich konsistent sein, dann aber den Leser in die Handlung hineinziehen und idealerweise erst bei Wort Ende wieder loslassen.

Wobei der Konflikt zwischen Tamareil und Mahnaz Wynter durchaus einige schöne Momente und deutliches Potenzial für reichlich Spannung bot. Das nächste Thema ist dann unser uralter unsterbliche Arkonide mit seinem Extrasinn. Wenn 25.000 Jahre du alt, junger Padavan, auch du wirst vergesslich. Wozu hat man eine Nervensäge, die einen vor Fehlern bewahren soll, wenn die sich nicht mal eine einfache Checkliste für einen Ausflug ins Ungewisse merken kann? Gut, Atlan hat beschlossen, dieses Mal zu improvisieren, aber eine Art Empfehlungsschreiben vom Baal Haddhunis, da hätte man dran denken können.

Aber mit zwei Dakkarspur-Mutanten und lange trainierter Improvisationsgabe kann man sich ja auch so durchwursteln.

Was den Roman dann am Schluss rettet, ist dann ausgerechnet der Antagonist. Was für ein arroganter Sack! Ich fand den klasse. In bester Bösewichtmanier plaudert er alles Wissenswerte über sein Komplot, GESHOD und die Hintergründe aus.

Mit Perry Rhodan und dem Leben versöhnt warte ich auf das, was und ob mir der Wind dann so nächste Woche ins Haus weht.

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ® sind eingetragene
Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Perry Rhodan 2994 gelesen …

Perry Rhodan 2994 gelesen … und ist das jetzt schon des Rätsels Lösung?

Wim Vandemaans „Engel und Maschinen“ kommt auf leisen Solen daher, hat es aber in sich. Auf die sich, deutlich über dem Normalen bewegenden, phantastschen Welten WV muss man sich ein lassen und der Geschichte etwas Zeit geben. Die Rahmengeschichte wirkt auf den ersten Seiten etwas kryptisch, löst sich aber am Ende wunderbar auf.

Deutlich bodenständiger gehen dann die Helden der Geschichte, Opiter Quint und Ernst Ellert bei iherer Erkundung der phantastischen Stadt Aures zu Werke.

Short: Optiter Quint und Ernst Ellert erkunden die Stadt Aures und forschen den Ursprüngen Adan von Aures nach.

Das erste Rätsel des Romans ist für mich immer noch der Dolan. Was will Wim Vandemaan damit? Es ist immer noch kein sich aus der Handlung ergebender Grund erkennbar. So wirkt das doch etwas spleenig.

Deutlich durchdachter wirken dagegen die Schilderungen der Stadt Aures mit ihren Bewohnern. Recht sympathisch ist der einheimische Reiseführer, der von der Erde des Jahres 1904 gerettete Curd Lincoln. Dieser führt die Gruppe von Wunder zu Wunder der Stadt Aures, bis sich schließlich das Archiv der Stadt für sie öffnet. Ein gewisser Usher Lightfoot lässt dabei tief in die Anfänge des Adam von Aures blicken. Ebenso wie sich ganz am Anfang der Reise die Herkunft der Losungen des Technomadis klären.

An der Stelle fügen sich die ausgelegten Spuren des Großzyklus ab PR 2700 zu einem recht stimmigen Bild zusammen und die Lösung des Zyklusrätsels erscheint zum Greifen nahe.

Wer die bisherigen Puzzlesteine zusammen zählt, kommt dann relativ schnell auf den Gedanken, das Adams Motivation aus der Stadt Aures selbst entspringt. Der Rest des Zykluses könnte an dieser Stelle recht linear und unspektakulär seine Auflösung finden.
Wäre da nicht noch die vierte Dimension der Raumzeit, die Zeit selbst. Eines der Standard Paradoxien des Reisens durch die Zeit ist: Wenn jemand in die Vergangenheit reist um ein Ereignis ungeschehen zu machen, welchen Grund hatte der Zeitreisende, wenn er Erfolg hatte, in die Vergangenheit zu reisen? An der Stelle wären wir wieder bei Thez und dem atopischen Tribunal – und natürlich bei ES oder seinem Schützling/Nachfolger.

Es muss also noch etwas kommen, das die Verletzung des Vertrages zwischen ES und der Stadt Aures erklärt. Ich vermute der Grund oder Anlass kommt aus der Zukunft.

Ob diese Theorie am Ende des Zyklus trägt, wird sich wohl erst mit Perry Rhodan 2999 (oder im folgenden Zyklus klären 😉 ).

Gute und anspruchsvolle Unterhaltung war Wim Vandemaans Roman auf jeden Fall. Leise aber gut.

Klasse!

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Perry Rhodan 2993 gelesen …

… und das war mal was anderes!

Es geht mit großen Schritten auf das Zyklusende zu und noch einiges harrt der Aufklärung. Susan Schwartzs „Das bittere Aroma der Gestirne“ würde ich nicht wirklich unter dem Punkt rasanter Zyklusfortschritt verbuchen und ich hatte an Anfang so meine Bedenken, ob dieser Typ Roman an der Stelle im Zyklus so günstig ist. Zumal wir schon die eine oder andere Weltenbrandgeschichte hatten.

Short: Die parthenogenetischen Merakylan stehen als Volk vor dem Untergang. Der Weltenbrand triff das noch weit von der Raumfahrt entfernte Volk im Mark. Terranische Explorer beobachten das Volk und sind passend zur Stelle, als sich der Spross OCCNATTAR an die Aussaat macht.

Bei diesem Roman schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Eines ist enttäuscht über die Unterbrechung im Fluss der mitreißenden Zyklushandlung, das andere freut sich über die phantastisch gut geschilderte Gesellschaft der Merakylan.

Auf diese (fast) ausschließlich weibliche Gesellschaft der Merakylan muss man sich einlassen. Der Erzählstil ist ruhig und es geht hier um die leisen, feineren Töne. Die nah am Ideal einer utopischen Gesellschaft lebenden Echsenwesen schmecken Licht und sind damit natürlich besonders hart vom bitteren Licht des Weltenbrandes getroffen, der ihre Gelege und Neugeborenen sterben und sie selbst unfruchtbar macht.

Jede(r) geht anders mit solch einer Situation um und so zieht sich ein Riss durch die Schwesternschaft der Merakylan. Auf der einen Seite versucht die Bürgermeisterin Davatti zu retten, was zu retten ist, während sich andere der Endzeitstimmung hingeben und einige wenige auf Rache und Vergeltung sinnen.

Als dann die Gemeni genau passend auftauchen und anfangen den Planeten mit Keimen ihrer Sporen zu impfen kommt es zu Eskalation. Die Enttarnung der verkleideten Terraner macht es dann nicht unbedingt einfacher.

So gelungen die Merakylan und auch die beobachtenden Terraner geschildert werden, die Gemeni bleiben farblos, ihre Wundertechnik kann ihren Sense-of-Wonder nicht entfalten. An der Stelle fehlt die Auseinandersetzung der technisch begabten Merakylan mit dieser an Magie grenzenden Technik. Zumal sie keinen wirklichen Kontakt damit haben, da ab dort alles über die Terraner und den sich sehr im Hintergrund haltenden Perry Rhodan läuft.

Ja es kommen ein paar Fakten, zyklusrelevante Anspielungen, aber in diesem Roman wirken sie eindeutig als Fremdkörper, da die Merakylan nicht mehr als Perspektivfiguren mit einbezogen sind. Als verantwortliche Bürgermeisterin hätte z.B. Davatti auf einem Besuch bei den Gemeni bestehen können …

In Summe aber ein Muss für den SF-Fan, der auf die klassische soziologische Seite dieses Genres steht.

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Perry Rhodan 2991 und 2992 gelesen …

Leo Lukas Roman 2991 „Die Eismönche von Triton“ habe ich mit Vergnügen gelesen. Etwas abseits des vorgegebenen Pfades der Haupthandlung hat LL sich einfach mal die Zeit und die Freiheit genommen um seine Stärken auszuspielen: Humor und das Lebendigwerdenlassen von Lebensgemeinschaften. Es mag vielleicht etwas zu viel des guten Bieres gewesen sein, aber ab und zu muss das Mal drin sein.

Short: Im Orbit von Neptun und seinem Eismond Triton geht es dem Aggregat Etain, der FLORENCE LAMAR und Lotho Keraete ans Leder.

Entspannung bei einem strammen Programm an Aufgaben, die der Roman abhandeln muss, klingt erstmal paradox und so lassen sich nicht alle Handlungselemente vollständig durch die Brille des bierbrauenden Mönchs betrachten. An der Stelle kommen dann die anderen Charaktere des Klosters, wie die z.B. die Äbtissin Canan Peck oder das eine oder andere passende Mitglied der Klostergemeinschaft zum Zug. Zu dem wo Perry Rhodan draufsteht, ist dann ab und zu auch mal Perry Rhodan drin und der eine oder andere Mausbiber.

Als Fazit war es nicht ganz das, was die außergewöhnlich guten Vorgängerromane vermuten ließen, aber dennoch ein Lesevergnügen für sich. Mich hat der Roman bestens unterhalten.

Bei Michelle Sterns Perry Rhodan 2992 „Vergessenes Selbst“ bin ich mir noch nicht ganz sicher was ich von dem Roman halten soll. Hier sind wohl zwei Romane in einen gequetscht worden.

Short: Wir schauen dem Aggregat Etain beim Schwinden des Selbst zu und kriegen Besuch von den Sprossen YETO und SHINAE den Gemini.

Der Etain Handlungspart überzeugte durch die gefühlvolle Darstellung der ebenfalls nicht biologischen Person Aurelia, während das Aggregat Etain genauso geheimnisvoll bleibt wie zu Anfang des ersten Auftauchens.

Mit deutlich mehr Handlung fand ich persönlich den Besuch des Spross YETO überzeugender. Wieder ist der Retter des Universums Gucky mit von der Partie, dieses Mal in Begleitung vom weitgereisten Unsterblichen Atlan, der Frau mit mehr oder weniger weithergeholten Geschichten Tamarell und dem Mutanten Donn Yaradua. Bei Letzteren habe ich mich gefragt, warum genau dieser Mutant mitgenommen wird. Es klärt sich, wenn auch nicht wirklich befriedigend.

Deutlich verlockender sind aber die Ausblicke auf das bevorstehende Erwachen GESHODs und den Sternensaatspross OCCNATTAR.

Ich bin gespannt, was da noch alles auf den gewogenen Perry Rhodan Leser zukommt.
Der Endspurt läuft und bisher sieht es nach einer Punktlandung aus. Läuft!

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Perry Rhodan 2989 und 2990 gelesen …

Perry Rhodan 2989 und 2990 gelesen … und es geht ums Aggregat

Nicht nur, aber an der Stelle ist die offensichtlichste Verbindung zwischen den Romanen. Beide Romane haben mir auf ihre eigene Art und Weise sehr gut gefallen.

In Uwe Antons PR 2989 kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen zwei beeindruckenden Antagonisten, dem selbsternannten Maghan der Tefroder Vetris-Molaud und dem dritten Kardinalfaktor des Weltenbrandes, Adam von Aures. Hier triff ein Gegen-Rhodan auf einen modernen Taurec. Das kann also für einen von beiden nur ins Auge gehen, wenn selbst ein zum Haluter mutierter Bostich als besserer Kickstarter für den Weltenbrand endet.

Ich muss mich an der Stelle als Fan der Figur Taurec outen und meine Sympathien liegen daher beim Adauresten. Ich bin mir sicher, er hat einen guten Grund für den Weltenbrand, wer immer Adam von Aures auch geschickt haben mag …

Diesen hochgradig spannenden Triller schildert Uwe Anton größten Teils aus der Sicht eines Manns auf einem lebensgefährlichem Posten: dem Agenten Mirash Lato vom TLD. Mir hat die Figur gut gefallen und eines ist garantiert, wenn man keinen Zellaktivator trägt: Das Leben kann kurz werden.

Es ist also für einigen Nervenklitzel gesorgt, auch wenn der Anfang das Thema Feuer mehr aus der metaphorischen, als der technischen Sicht schildert. Immerhin unternimmt Uwe Anton den Versuch, auch wenn er dabei nur bis zur Hälfte über die Ziellinie kommt. Loderndes Feuer entsteht durch einen Kamineffekt, der auf natürlicher Konvektion beruht. Kein Schwerefeld, keine durch Dichtedifferenzen entstehende Strömungen. Aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau, der Roman überzeugt durch großes schriftstellerisches Können.

Susan Schwartz dagegen entführt uns in PR 2990 mit Rhodan II in ganz andere Welten. Wobei ich den ersten Teil des Romans besonders stark fand. Schnell wird klar, hier stimmt irgendwas nicht. Erinnerungslücken, periodisch wiederkehrende Déjà-vu, täglich grüßt der Therapeut. Aber auch ein Perry Rhodan aus einem anderen Universum lässt sich nicht so einfach aufhalten. Er will in sein eigenes Universum zurück.

An manchen Stellen geht es später vielleicht etwas glatt und gut geölt über die Bühne, aber dieser Perry überzeugt durch seine Menschlichkeit. Der Roman unterhält und liest sich kurzweilig, wobei der Schwerpunkt hier mehr auf Konzepten, Ideen und menschlichen Begegnungen liegt, als auf reiner Spannung, die durch mehr Reibung, Konflikte, Dinge die auch mal schiefgehen, stärker hätte ausfallen dürfen. Aber auch das ist Jammern auf hohem Niveau …

Zum Jammern gibt es in letzter Zeit erfreulich wenig Grund, die Serie Perry Rhodan zeigt sich zum Zyklusende von ihrer besten Seite.

Was will man mehr?

Wissen wie es weiter geht natürlich. Große Klasse!

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