Perry Rhodan 3017 gelesen …

… und den fand ich ziemlich cool.

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Bully gibt Perry Widerworte! Der gestrenge Karl-Herbert Scheer würde, ob dieser Zeilen, wohl in Grab rotieren. Und mal ehrlich, wenn mich eines an der Serie seit den ersten Silberbänden gestört hat, dann war es die Unterwürfigkeit vor dem großen Perry Rhodan. Das war ziemlich cool wie Susan Schwartz Bully als gereiften Charakter zeigt.

Short: Bully schafft es die Cairanier davon zu überzeugen, ihn mit der THORA ins Sonnensystem einfliegen und auf dem dritten Planeten landen zulassen. Perry reist inkognito mit und sieht sich die Nicht-Ganz-Erde im Detail an.

Wie Bully das schafft die Cairaner davon zu überzeugen ihn nach 400 Jahren ins Sonnensystem zu lassen, das muss man einfach selbst lesen, um es zu glauben. Es war ein Fest.

Dort gelandet, gibt es noch das eine oder andere lange vermisste technische Schmankerl, was durch aus nett aber jetzt noch nicht abendfüllend war, da noch nicht ausgiebig im Einsatz verwendet. Aber was nicht heißt, dass das nicht noch im nächsten Roman kommen kann.

Ein weiteres Highlight dagegen war definitiv Perrys Trip auf Iya. Etwas steampunkig angehaucht, aber es konnte durchaus mit Arndt Ellmers gelungenen Außerirdischen Darstellungen oder einem Michael Marrak Kanon mithalten. Etwas mehr Einsatz von Technik, bzw. Schilderung davon wäre nett gewesen, aber lassen wir die Kirche im Dorf. Die Geschichte hat dann doch Vorrang vor den Wünschen eines Technik/SF-Fans.

Wirklich cool aber war der Teil, der Fast-Erde Iya. Gut in der Dimension wird das wohl ausschließlich auf dem Mist der Expotrachen gewachsen sein, aber das war der erste Roman, in diesem Zyklus, in dem ich das Gefühl hatte alle Beteiligten (inklusive mir als Leser) haben verstanden, worum es in diesem Zyklus wirklich geht. Eine ziemlich abgefahrene, mystische Sache und THEZ, bzw. Zeitreisen/Retroversion ich hör dir trapsen.

Sehr cool!

In Summe würde ich sagen, das hier war der Roman, den ich als Meilenstein im Zyklus sehe. Sowohl in Bezug auf die Zyklushandlung, als auch im endlich mal erfolgreichen Zusammenspiel zwischen Expo- und Romanautor. Wobei Susan Schwartz Gongolis Roman mir auch schon gut gefallen hat.

Bleibt am Ball, denn so macht Perry Rhodan Spaß!

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Perry Rhodan 3016 gelesen …

… und das war stellenweise richtig coole SF!

Bei diesem Perry Rhodan Roman war ich erst skeptisch, dann von der Experimentierfreude des Autors Michael Marcus Thurner sehr angenehm überrascht. Wenn man glaubt, man kennt den Autor, entdeckt der einfache eine neue Seite an sich selbst. Es gibt Schlimmeres 😉

Short: Perry Rhodan ist im Ephelegonsystem und besucht dort seinen alten Freund Icho Tolot auf desen Weltraumfestung. Das alleine wäre natürlich langweilig und so kommt noch unangemeldeter Besuch vorbei …

Hm, soweit so konstruiert. Ich verstehe ja, das Perry Rhodan Abenteuer-SF ist, aber muss das jetzt wirklich so plump eingestielt werden? Ja, das Setting ergibt soweit Sinn, aber mir persönlich fehlt es da etwas an der Motivation für den „Besuch“. Sowie fehlt mir etwas der Hintergrund für den neuen Zyklus, wenn man ihn den komplett für sich alleine stehen lässt, ohne ihn in den größeren Metazyklus einzubetten. Nur Fan-Service alleine bringt es ohne eine sinnige Rahmenhandlung auch nicht.

Ja, Icho Tolots Raumfestung bietet den einen oder anderen Sense-of-Wonder, aber ich als Haluter würde mich dort doch etwas unterfordert vorkommen. Nur Training in so einer kleinen künstlicher Umgebung, da hatte die USO mehr Platz für deutlich kleinere Wesen. Man mag es herauslesen, so ganz überzeugt bin ich von dem Teil des Romans nicht.

Deutlich interessanter war da der Antagonist Thosen Musay. Ein etwas skurriler Zeitgenosse, der sich auf der Suche nach Kunden zu ein paar neuangesiedelten intelligenten Pilzen verirrt. Offensichtlich hat das erstmal gar nichts mit der eigentlichen Haupthandlung zu tun, spielt aber seinen Charme aus. Man entdeckt neue Seiten an Neu-Terrania, die man sonst eher nicht zusehen bekommt und taucht tief in die Gesellschaft des Planeten ab. Offensichtlich hat der Informationsmediator Thosen mehr als nur ein Problem und steckt seine Nase in Dinge, die ihm mehr als nur ein paar Schrammen einbringen kann. An der Stelle wird es dann interessant, den der Erzähler ist eindeutig nicht zuverlässig. Ich finde das hervorragend gelöst und genau richtig für diese Figur und das dahintersteckende Thema.

Wobei wir beim Thema Organoiden wären. Es wurde schon beim letzten Roman von einigen Lesern bemängelt, das Perry Rhodans eigenes Organoid aktuelle keine größere Rolle spielt, obwohl man eindeutig festgestellt hat, das er sich eines eingefangen hat. Die Gefahr, die von diesen heimtückischen Dingern ausgeht, ist ersichtlich und auch seit Jahrhunderten der neuen LFG gekannt. So ganz passt das nicht zusammen. Es ist absehbar, dass dort noch was in der Richtung kommen wird. Ich hoffe, es gibt nicht irgendwann eine Duschszene mit Perry und es war alles ganz anders!

Mir fehlt da etwas die Konsistenz in der Behandlung der Gefahren und der eingesetzten Technologie. Ich denke in puncto Umgebung, Technologie und den Zyklusablauf wäre es nötig, dieses in Autorenteam noch tiefer und breiter zu streuen, um ein einheitliches und vor allem konsistenteres Bild zu bekommen.

Wobei mir wieder in den Anfängen der Serie wären. Das Solare Imperium z.B. war einerseits aus terranischer Sicht ein fast schon utopischer Entwurf, krankte vom erzählerischen her aber an der Überlegenheit der Terraner. Wir haben jetzt die gefühlte 27. Invasion einer fremden Macht vor uns und immer noch wird die Milchstraße auf dem falschen Fuß erwischt. So langsam wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn man etwas daraus lernen würde …

Na eine Utopie ist eine Dystopie, die noch nicht gescheitert ist, ich vermute stark, dass wir uns aktuell im vierten Teil des Thez-Großzyklus befinden, auch wenn das wohl niemand anderes so sehen mag …

In Summe war aber schon einiges an cooler SF mit dabei und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Michael Marcus Thurner hat sich jedenfalls mit der Technologie Mühe gegeben, auch wenn das Gesamtbild noch nicht ganz rund wirkt.

Ich habe „In den Augen des Riesen“ mit Spannung und einigem Vergnügen gelesen.

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Perry Rhodan 3015 gelesen …

… und diesen Leo Rhodan gleich zweimal.

Es passiert mir selten, dass ich einen Perry Rhodan zweimal lese, sonst wäre ich wohl noch in den Zweitausendern. Wenn dann, war er wirklich gut oder ich habe keine Idee, was ich hier über den Roman schreiben soll.

Letzteres traf für Leo Lukas „Raptus Terrae“ zu, wenn gleich nicht nur. So habe ich immerhin den direkten Vergleich von E-Book am Donnerstag zum Papier am Samstag. Und immerhin kriegt man gleich zwei Geschichten in einem Band …

Short: Bully lässt sich von Perry die Geschichte der letzten 500 Jahre aus der Nase ziehen und Hulio Kørkgaard erlebt den Raub Terras aus nächster Nähe.

Hatte mich der erste Durchlauf nicht sonderlich vom Hocker gerissen, so entfaltet Leo Lukas Roman beim zweiten Durchlauf unter dem Sonnenschirm im Freien seinen besonderen Charme. Der Hunger nach Neuem ist gestillt, wenn gleich in stellenweise doch homöopathischen Dosen. Ein paar Fragen werden beantwortet und einige mehr neue tun sich auf.

Diesen Roman kann man, denke ich, ungestraft als Schlüsselroman des aktuellen Zyklus bezeichnen, auch wenn hier die handwerkliche Regel „Show, don’t tell“ im Kreis geviereckt wurde. Das wäre vielleicht mit viel Fantasie auch anders gegangen, aber ich befürchte, dem gesetzten Altleser wäre das dann viel zu abgedreht gewesen. Nun einen Tod muss man sterben und einen Weg gehen, wenn man zum Ziel kommen will. Wir haben einiges erfahren, wenn auch nur aus zweiter oder dritter Hand. Die wirklich interessanten Zeiten sind an uns vorbeigegangen, aber noch ist nicht aller Tage Abend auf Terra. Ich verschiebe meine Klagen über verschenktes Potenzial auf einen weiter in der Zukunft der Serie liegenden Zeitpunkt. Vielleicht kommt das dicke Ende ja, wie im letzten Zyklus, ganz zum Schluss.

Was mir gut gefallen hat, sind natürlich die vielen versteckten Schmankerl, mit denen, ich hoffe nicht nur mir, Leo Lukas den Roman versüßt hat. Und die sehr locker, nur zeitlich eingebundende Geschichte von Hulio Kørkgaard.

In Summe bin ich bestens unterhalten worden, habe einige Leckereien kosten dürfen und bin froh, das Leo Lukas diesen Roman gleich als Dessert gereicht hat und weniger als bierernstgemeinten Hauptgang.

Im zweiten Anlauf: Super!

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Gelesen: Die Heilerin von Hangay von Michael Tinnefeld & Gerhard Huber aus der Perry Rhodan Fanedition.

Mein Stapel der ungelesenen Bücher starrt mich strafend an, aber ich muss zugeben, ich war neugierig, nachdem ich in der SOL 94 sowohl die Unrechte Wanderer Kurzgeschichten von Michael Tinnefeld & Gerhard Huber, als auch die etwas harsche Kritik zur „Heilerin von Hangay“ gelesen hatte.

Man mag es anhand des Tempos vermuten, der Roman ist mit 93 Seiten kurz und knackig und gut am Stück zu lesen. Das Thema ist ambitioniert und gut umgesetzt, lebt aber natürlich von der Wendung am Schluss, so das ich nicht auf alle Details eingehen kann ohne zu spoilern.

Was gleich auf den ersten Seiten auffällt: Die Geschichte lässt sich eigentlich gut lesen und ist spannend, aber das Gefühl das hier etwas nicht stimmt, kommt relativ schnell auf. Das ist natürlich auf der einen Seite Absicht, auf der anderen Seite aber auch handwerklich bedingt. Was mir auffällt: Es wird viel geredet. Oder um auf den Punkt zu kommen: Es wird zu viel geredet.

Eine der goldenen Regeln des Schreibhandwerks ist und bleibt „Show, don’t tell“. Ich sehe viele redende Köpfe vor mir, aber nur etappenweise reale Umgebung. Es entsteht der Eindruck eines Kammerspiels. Die Protagonisten sterben wie die Fliegen, aber ohne wirklichen technischen Widerstand oder fühlbaren Überlebenskampf.

Möglicherweise eine Frage der Perspektive. Da hätte vielleicht eine deutlich nähere Perspektive mit mehr Sinneseindrücken geholfen und besonders deutlich mehr Interaktion mit der Umgebung. Der schürzenjagende Raumpilot hätte sich dafür angeboten, die Ansätze waren definitiv vielversprechend. Zum Schluss hin, gab es keinen wirklichen Grund, ihn unterwegs so sang- und klanglos sterben zu lassen. Hier wurde, meiner Meinung nach, eine große Schlussszene mit der Heilerin selbst vergeben – durchaus in Kombination mit der stattfinden Endkombination.

Die Technik kam meiner Meinung nach etwas zu kurz, so ganz plastisch waren die Ausfälle nicht beschrieben.

In Summe aber war der Roman aber auf hohem Niveau. Der Spannungsbogen war gut gewählt, die Idee des Romans klasse und mit einer Menge Witz und Charme, die sich auch und besonders in der Traitank-Szene und dem Nakken widerspiegeln. Noch kein handwerklich perfekter Roman, aber mit Potenzial.

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Perry Rhodan 3014 gelesen …

… und da war noch etwas Luft nach oben frei.

Normalerweise, würde ich sagen, blüht Michelle Stern bei schwierigen Stoffen auf. Bei diesem Roman eher nicht so wirklich. Was mir gut gefallen hat, ist das komplexe Thema und einiges an guter technischer SF. Weniger das komplette Ausbleiben jedweden Konflikts in der Auflösung des Romans.

Short: Perry und Bully sind mit der THORA auf dem Weg ins Ephelegonsystem. Vorher aber haben sich die Terraner eine fünfte Kolone eingefangen und versuchen am Ende nicht in die Hände der Cairaner zu fallen.

Das Thema Infiltration, schlafende Agenten und fünfte Kolonne war eigentlich gut umgesetzt und hatte eine wirklich gute Wendung. Die cairanischen Organoide sind eine heimtückische Waffe, der man aber mit etwas gründlicheren und vor allem zwingend einzuhaltenden Kontrollen durchaus Herr werden könnte. Soweit gehe ich aber mit der Geschichte dacor, wenn man von einem Katz- und Mausspiel ausgeht. Es war eine spannende und durchaus lesenswerte Agentengeschichte mit durchaus gut fundierter SF. Der PSI-Tara war vielleicht etwas over-the-top, als Ersatz-Gucky aber eine durchaus witzige Idee, die etwas mehr Fleisch vertragen kann.

Dancer und Schafner hatten ihren Charme, waren aber vielleicht etwas übertrieben leichtfüßig unterwegs.

In Summe eigentlich kein schlechter Perry, wenn da das große Aufwischen am Ende gewesen wäre. Sang- und Klanglos fügt sich alles ohne irgendeinen Konflikt zusammen und alles ist gut. Ja es war vorbereitet, aber nicht desto trotz lauten die drei Regeln für Spannung nun mal: Konflikt, Konflikt und ja richtig noch mal Konflikt.

So finde ich mich auf dem Cover als Kritiker doch ganz gut getroffen. Leichte Schmerzen bei der Lektüre, da war noch Luft nach oben.

Ich denke, den Expokraten darf man hier keinen Vorwurf machen, da war eine Menge Potenzial drin, wobei das Umschwenken einiger Charaktere zum Abschluss des Romans durchaus glaubwürdig vorbereitet war aber dann nicht wirklich gezündet hat. Etwas innerer Konflikt hätte da nicht geschadet …

Wirklich gespannt bin ich aber dennoch auf den Roman 3015, hier wurde in Osnabrück auf den 3. Perry Rhodan Tagen Großes versprochen.

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