Perry Rhodan 2972 gelesen …

Perry Rhodan 2972 gelesen … und es passiert eine ganze Menge in dem Roman.

Auf diesen Roman muss man sich einlassen, um ihn genießen zu können. Es ist am Anfang nicht ganz leicht, die einzelnen Schauplätze richtig einzuordnen, und ich hatte meine Schwierigkeiten mit dem etwas arg schnell vorspulenden Handlungsverlauf.

Short: Atlan schafft den Sprung aus der Galaxis Cetus durch Fitz Klems zu Ellerts Penrose-Prisma-Anhänger in die heimatliche Milchstraße. Dort angekommen, trifft er schließlich auf Perry Rhodan um dann mit Tamarells und Guckys Hilfe den Geistfäden der toten Thoogondu in das vom Terranova-Schirm abgeschottet Sol-System anzutreten. Ab da wird es dann spannend.

Wir haben noch 27 Hefte bis zum Zyklusabschluss und der Kreis zum ersten Heft des Zyklus ist mehr oder weniger geschlossen. Was mag da noch alles kommen? Ein paar Punkte sind ja noch offen: Die Flotte der Thoogondu steht in der Milchstraße; die Gemini der Superintelligenz GESHOD machen sich im Moment rar, sind aber noch nicht vergessen. In der Galaxis Cetus stehen Silos mit Proto-Eiris herum, die wohl für ES oder seinen Post-dys-chronen-Scherung-Plan noch eine gewaltige Rolle spielen sollten. Der Punkt dys-chrone Scherung schlägt dann den Bogen zurück zu THEZ und seinem atopischen Tribunal. Das sollte sich in diesen Heften eigentlich noch recht entspannt zu Ende erzählen lassen – wenn, ja wenn da nicht dieser Mini-Zyklus um die Sternengruft mit KOSH dem Lot und seinen Versuch sich dem Chaotarchen Cadabb zu entziehen.

In Summe bleiben da eine ganze Menge Fragen offen und die Theorie, dass dort ein verwegener Langzeitplan von ES und den Kosmokraten im Hintergrund abläuft, erscheint mir recht plausibel. Wer weiß? Lassen wir uns überraschen.

Verena Themsen drück jedenfalls gewaltig auf‘s Gaspedal um Atlan von Ort zu Ort und damit von Puzzle-Stein zu Puzzle-Stein für das eigentliche Abenteuer des Romans kommen zu lassen. Für meinen Geschmack geht es zu schnell voran, als das die einzelnen Stationen Eigenleben und Flair entwickeln konnten. Es war ein pflichtbewusstes Durchhuschen.

Meine einzige Hoffnung ist, das damit die Zyklushandlung wieder im Zeitplan ist und es in einem Tempo vorangeht, in dem wieder Flair und Spannung aufkommen können.

Lassen wir uns überraschen …

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ® sind eingetragene
Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Veröffentlicht unter Perry Rhodan, Rezensionen | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Perry Rhodan 2972 gelesen …

Perry Rhodan 2970 und 2971 gelesen …

Perry Rhodan 2970 und 2971 gelesen … und Oliver Fröhlich hat da einiges rausgeholt.

Ich muss zugeben, ich bin gespalten, was die Doppelromane 2970 und 2971 angeht. Ich hatte meine Schwierigkeiten mit beiden Romanen und dennoch hat Oliver Fröhlich es geschafft da einiges an Spannung und Lesevergnügen aus dem Stoff herauszuholen.

Short: Während sich Galatiker und die Robotflotte der Thoogondu am Pulsar Funkellicht gegenüberstehen und durch ein Transmitterportal aus dem fernen goldenen Reich weitere Schiffe der Thoogondu eintreffen, erbittet die Tochter des Gondus Narashim, Puorengir Asyl und erzählt die Geschichte ihrer Flucht vor der Neuen Gilde.

Angefangen mit dem Prolog, der seine Wirkung erst bei Kenntnis der Romanhandlung entfaltet, brachte Oliver fröhlich das durchaus sportlich zu nennende Soll an Handlungssträngen zügig hinter sich, um dann die eigentliche Geschichte um die Flucht der neuen Gondier Puorengir in der ihr gebührenden Breite zu erzählen. Diese wurde dabei immer spannender, um dann den Grad an Immersion und Qualität zu erreichen, den das lange und zähe Vorgeplänkel im Goldenen Reich eigentlich hätte bieten sollen.

Rückwirkend kann man mit diesen Doppelroman dem Ausflug ins Goldene Reich noch einiges abgewinnen. Den Freunden des Mysteryromans mag das gefallen, mir nicht. Wie schon im ersten Zyklus des Expotachen-Duos ChrM-WiV hätte man dort Einiges kürzen und eher zum eigentlichen und spannenden Kern der Geschichte vorstoßen können. Mal sehen, ob das Augenmaß im 5. nach 3000 kommenden Zyklus eher passt, so langsam sollte es genug geübt sein …

Im zweiten Roman PR2971 flackert die Geschichte um Puorengir noch einmal zu einem kurzen aber intensiven Leuchten auf, erreicht aber nicht mehr die Immersion, mit der sie in PR2970 glänzen konnte.

Dafür schreitet die Zyklushandlung mit großen Schritten voran und der Schauplatz Funkellicht und besonders die Geschehnisse auf der Steuerungsstation entwickeln noch einiges an Spannung und Flair.

In Summe krankt es mal wieder an zu viel Stoff, der in zwei Romanen abgearbeitet werden muss – man sieht aber auch, dass es trotzdem möglich ist Romane zu verfassen, die einen für längere Zeit ihn ihren Bann ziehen können.

Ich bin es leid meinen Aufruf an die Expokraten zu wiederholen: gebt den Autoren die Chance gute Romane zu schreiben. Eine gute Geschichte für einen Heftroman. Man kann nur einen Weg auf einmal gehen, mehr kannibalisiert sich.

Habe fertig.

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ® sind eingetragene
Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Veröffentlicht unter Perry Rhodan, Rezensionen | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Perry Rhodan 2970 und 2971 gelesen …

Schreiben ist Schreiben … zurück ans Zeichenbrett

Heute ist der Tag, an dem ich mich wieder als Schrittsteller/Autor fühle. Warum?

Lassen wir die ewige und eigentlich vollkommen belanglose Frage nach dem Unterschied zwischen dem Schriftsteller und dem Autor beiseite und kommen wir zum Kern der Frage; warum zweifelt man an seinem Selbstverständnis?

Zwei Bücher sind – wie auch immer – veröffentlicht, zwei weitere sind fertig oder so gut wie fertig. Was hat dann dazu geführt, dass man sich nicht als Schriftsteller/Autor fühlt?

War es der Zweifel am eigenen Werk? War es der darauf folgende Zweifel am eigenen Können? War es der darauf folgende Zweifel am eigenen Selbst?

Man ist Schriftsteller/Autor wenn man schreibt. Punkt. Wirklich? Warum dann die Zweifel? Im Amerikanischen ist ein Schriftsteller/Autor „The Writer“ und „If the writer writes, he/she is a writer.“ So einfach, so simpel, so elegant?

Nicht wenn man aus einer anderen, komplexeren und damit auch komplizierteren Sprache kommt. Man ist kein „Schreiber“, man steht nicht in der Tradition des intellektuellen Geistes hinter dem Pharao. Im strengen Sinne des Wortes ist man als Schriftsteller der Zulieferer für die Verlags/Literatur-Manufaktur-Kette.

Fragen über Fragen und dennoch kommt man, oder eigentlich nur ich, nicht weiter. Was fehlt? Wenn ich ehrlich mit mir selbst bin: ich vermisse die Frage nach des Pudels Kern, die Seele der Sache, über die man – besser: ich – schreibe.

Diese Situation ist mir nicht unbekannt und mein eigentliches Selbst, der Ingenieur, hat dafür eine Lösung: Wischen wir alles vom Tisch und fangen wir am Zeichenbrett von vorne an. Bin ich in das Projekt ohne eine Geschichte gestartet, die erzählt werden muss, hat die Sache etwa keine Seele?

Nachdem ich mir mein altes Notizenbuch aus den Anfängen des Projektes vorgenommen habe, lautet die Antwort: nein. Es gab eine Grundidee, ein Thema, die Frage nach dem Kern der Dinge. Das Problem ist, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, ich alle diese Dinge habe ich auf dem langen Weg und vieler Wirrungen unterwegs verloren.

Und so heißt es zurück ans Zeichenbrett und zurück zu einer Geschichte, die erzählt werden muss.

Was es nicht heißt, ist das alles was in Jahren und zwei NaNoWriMos entstanden ist wegzuwerfen und nochmal das Rad des Neuanfangs zudrehen. Es heißt, dass was man hat, zu beenden und später nochmal mit der Seele im Sinn zu überarbeiten.

Und was noch viel wichtiger ist: Es heißt, die Geschichte zu Ende zu erzählen. Und damit steht das nächste (Teil-) Projekt im Raum. Das was der eigentliche Kern des Schriftstellers/Autors ist: Das nächste Projekt, auf das man sich freut. Die Geschichten, die alle noch erzählt werden müssen.

Die großen Dinge, die großen Fragen, das Wichtige.

Der Weg, der noch vor einem liegt.

Die Reise beginnt wieder, das Gefühl des Schriftstellers/Autors ist wieder da. Und das gar nicht so kleine Notizbuch, das im Notfall wieder auf den richtigen Weg zurückführt.

Veröffentlicht unter Hydorgols Welten, Lesung/Literarisch, philosophisches, Technisches | Verschlagwortet mit | 1 Kommentar

Perry Rhodan 2969 gelesen …

Perry Rhodan 2969 gelesen … und dieser Susan Schwartz hat mir gefallen.

Es ist immer noch unverkennbar ein Susan Schwartz, also eher leichtfüßig in der Umsetzung aber der Roman war dennoch spannend und unterhaltsam. Eine Raumschlacht, Perry Rhodan und die RAS TSCHUBAI, ein Gucky-Kommando-Unternehmen, ein Sichu Dorksteiger-Kommando-Unternehmen, eine geheimnisvolle Raumstation, was will man mehr?

Short: Perry Rhodan fliegt den Pulsar Funkellicht an, an dem sich zwei gewaltige Raumflotten der Thoogondu und der Milchstraße gegenüberstehen. Ein abgesetztes Signal offenbart den Standort einer seit langer Zeit in einer Sonne versteckten geheimen und geheimnisvollen Raumstation. Sichu Dorksteiger und Gucky machen sich auf zur Erkundung.

Formal sind das Mal wieder viel zu viel Punkte, aber Susan Schwarz hat alles harmonisch und gekonnt auf den Punkt gebracht. Vielleicht etwas auf Kosten der Atmosphäre und der Tiefe der Dialoge, aber die Handlung schreitet zügig voran und es gibt noch eine zkyluslenkende Überraschungen kurz vor Schluss.

Gut gefallen habt mir Perry Rhodans und die Admiralin Ruth Dunjanas kleiner Machtkampf am Anfang des Romans. Auf der Station der zurecht misstrauische Vater Noorod – wer wäre das in der Situation nicht? Und Sichu Dorksteiger bei der Erkundung in der Station, ob wohl sie da meiner Meinung nach etwas kurz kam. Der Kampf mit der Stationspositronik hätte gerne etwas ausführlicher und in die Tiefe gehend sein dürfen.

Die Geschichte mit dem kleinen Thoogondu-Mädchen hat mir am Anfang sehr gut gefallen, das war sehr athmosphärisch, glitt aber ab der Stelle, an der Gucky auftaucht etwas ins Kitschische ab. Gucky hatte später seine Momente, hat mich aber nicht wirklich vom Hocker gerissen.

Ebenso wenig vom Hocker gerissen haben mich die Dialoge. Die Ansätze waren gut und witzig, blieben aber doch recht flach.

Mit etwas weniger Stoff wäre da deutlich mehr Atmosphäre drin gewesen, aber ich denke, Susan Schwartz hat das Beste aus dem Exposé gemacht – und ich bin gut dabei unterhalten worden. Lassen wir die Kirche also im Dorf, es war ein guter Perry.

Die Serie und die Handlung sind auf Kurs, die Romane spannend und unterhaltsam, was will man mehr?

Nächste Woche mehr davon, natürlich 😉

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ® sind eingetragene
Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Veröffentlicht unter Perry Rhodan, Rezensionen | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Perry Rhodan 2969 gelesen …

Perry Rhodan 2967 und 2968 gelesen …

Perry Rhodan 2967 und 2968 gelesen … und beide in einem Schwung!

Genau das sollte bei einem Perry passieren: Man greift zum Heft, schlägt es auf, beginnt zu lesen und wundert sich, warum man so plötzlich auf der letzten Seite angekommen ist.

In beiden Romanen geht es um das Auftauchen von thoogondunischen „Robot“-Pentasphären unter dem Kommando von Eins-das-Ganze. Die Frage „In welcher Beziehung steht eure Gemeinschaft zu dem Wanderer?“, erinnert nicht nur stark an die Frage „Seit ihr wahres Leben?“, sondern zeitigt bei Nichtbejahung genau die gleichen unangenehmen Konsequenzen wie im Posbi-Zyklus, wenn diese Schiffe über eine arme und mehr oder weniger unbedeutende terranischen Kolonie herfallen.

Hier schließt sich der Kreis zum Band 2900 und der HaLem-Armee, wenn man die Ereignisse auf der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN mit einbezieht. Ob das nun ein Plan B oder der ursprüngliche Plan der Thoogondu ist, ist schwer abzuschätzen. Fakt ist das nun nach dem Scheitern der Goodwill-Mission ins goldene Reich und die Übernahme der USO andere Seiten aufgezogen werden. Fakt ist, es ist unglaublich spannend, den nun geht es ans Eingemachte.

Was sich so abstrakt anhört, erweckt Michael Marcus Thurner wie immer sehr atmosphärisch und nah an den Charakteren zum Leben. In beiden Romanen gestimmt eine Hass-Liebe-Beziehung zweier Charaktere das Geschehen. Einmal zwischen Vater und Sohn, dann im zweiten Roman die zwischen einer geschassten menschlichen Soldatin und einem bluesschen Positronik-Genie. Wobei mir die zweite Geschichte noch besser gefallen hat als die erste. Ging es im ersten Roman sehr um mitltärisches, so war das Einsatzkommando auf dem Pentasphären-Raumer noch deutlich näher am Geschehen. Neben der sehr einfühlsam geschilderten Beziehung hat mir gefallen, dass der Positronikspezialist Yüs Ghysars die Möglichkeit hatte mit der Positroniken der Pentasphäre, bzw. des Roboters Hoppatoon, zu interagieren. Es war vielleicht nicht ganz hundertprozentig stimmig, geht aber definitiv in die richtige Richtung!

Der Umgang mit Technik darf in einer Science-Fiction Serie gerne mal etwas tiefer als reines Knöpfendrücken gehen.

Mir hat das ausgesprochen gut gefallen. Klasse!

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ® sind eingetragene
Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Veröffentlicht unter Perry Rhodan, Rezensionen | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Perry Rhodan 2967 und 2968 gelesen …