Welten an Drähten und wahre Namen 107, 2015 fängt spacig an

Erst Mal frohes neues Jahr. Ich hoffe, es sind alle gesund und munter im Jahr 2015 angekommen.

Nun zumindest im SL Kreativdorf fängt es gut an, und zwar in Joe’s Café. Dort läuft zurzeit noch die »Sci-Fi New Years Party«.

Also die Gelegenheit sich in sein Space Sci-Fi Outfit zu begeben und eine Runde virtuelle abzuzappeln.

Hier ein paar Eindrücke:

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Der Rest von 2014, was Virtuelles, was Reales und was Fremdgeblogtes

Der 31.12. und wieder ist bald ein Jahr um. Eigentlich lief es ganz gut, aber ab und zu kommt das dicke Ende zum Schluss dann doch. Und das muss man dann erstmal verdauen.

Aber die wichtigste Lektion im Leben, und die habe ich beim Rugby gelernt, ist:

Fallen tut jeder, wichtig ist, dass man nachher schnell wieder aufsteht.

Das Spiel geht dann für einen Moment ohne einen weiter, aber beim nächsten Gedränge ist man dann wieder mit dabei. Gut einmal tief durchschnaufen und sich einen Überblick über das Geschehen zu verschaffen schadet auch nicht.

Aber nun genug gejammert. Na eigentlich noch nicht, den leider habe ich zwei Ereignisse in SL verpasst, bzw. von einem nur noch die Aftershow-Party mitbekommen. Diese beiden Events waren zum einen Thorsten Küpers Lesung am 27.12.2014 und die Finisage der Kunst-SIM LEA19, dem Gemeinschaftsprojekt von Firlefanz Roxley, Moewe Winkler und ChapTer Kronfeld. Beides Events die in der Rückschau doch wieder ordentlich was her gemacht haben. Aber es gibt ja glücklicherweise einige Blogger, die über Literatur- und Kunstevents in den Metaversen berichten. Etwas Konkurenz und Vielfalt, finde ich, ist eine gute Sache. Wobei ich kein Freund des Wortes Metaversum bin, ich bin da eher Pragmatiker und würde es als Telepräsents-Platform mit atemberaubenden Möglichkeiten bezeichnen. Gut TePlahMö klingt auch irgendwie doof, bleiben wir bei virtuellen Welten.

Aber wenn wir schon Mal bei abstrusten Abkürzungen sind: Pegedia. Das Ausmaß dieses Unsinns hat wohl nicht nur mich erschreckt. Gut finde ich das dieses Erschrecken nun auch in vernehmbarer Form kundgetan wird. Denn seien wir mal ehrlich, das sind Trittbrettfahrer, die versuchen Profit aus dem Leid und den Problemen anderer zu schlagen. Kein Asylbewerber hat Harz-4 eingeführt oder vernichtet Jobs, in dem er Firmen zuschanden managed oder Jobs möglichst weit weg out-sourced. Den Flughafen Berlin-Brandenburg oder die Elbphilharmonie hat auch kein Asyl-Bewerber verbockt. Das tun andere und auf die sollte man sein Augenwerk richten. Sich da einen Schwächeren herauszupicken und als Sündenbock aus dem Dorf zutreiben, löst kein einziges Problem. Die eigentlichen Probleme bestehen weiter und werden sogar noch schlimmer, da „man hat ja nichts Falsches gemacht“ und man den Murks ja „nur gut genug kommunizieren“ und als Erfolg deklarieren muss. Probleme löst man mit Lösungen, die wirklich helfen und nicht mit Umdefinition der Problemstellung. Dabei darf man sich auch mal gerne an die eigene Nase fassen und sich fragen ob Geiz-ist-geil am Schluss wirklich so geil ist.

So zum Schluss aber noch was Erfreuliches: Der Zauberspiegel hat einen Blogbetrag von mir für gut befunden und veröffentlicht. Thematisch passt er hier sogar hervorragend mit rein: Machmal muss man einfach mal damit aufhören in der schweigenden Masse mitzuschwimmen und den Mund aufmachen.

Es gibt noch Menschen die zuhören und Dinge, die nicht gut gelaufen sind, beim nächsten Mal besser machen. Das gibt doch Hoffnung für 2015.

In den Sinne wünsche ich allen einen guten Rutsch und ein gutes Jahr 2015.

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Welten an Drähten und wahre Namen 107, Weihnachtsfeier bei den Brennenden Buchstaben mit einer Lesung von Ulf Fildebrandt…

Weihnachtsfeier bei den Brennenden Buchstaben mit einer Lesung von Ulf Fildebrandt. Nun so stand es in der Ankündigung.

Aber auch mit Moewe Winkler, Chapter Kronfeld, BukTom Bloch, Zauselina. Moewe Winkler hatte ihre Cyperfische mitgebracht, die den Abend mit einem Weihnachtslied eröffneten. Ganz klassisch ging es dann mit BukTom Block weiter, der mit einem tiefsinnigen Gedicht über das Wesen der Bäume begann und klassisch schloss. Sehr poetisch.

Dann ging es mit Chapter Kronfeld und seinen Zahl-Nebensätzen weiter. Die immer beim Meister des virtuellen Zen natürlich nicht ohne die Absurdität und Illusion des Seins aufzuzeigen. Der Weg ist das Ziel und den beherrscht Chapter Kronfeld.

Bevor dann die Hauptlesung des Abends anfing verzauberte dann noch Zauselina Rieko das Publikum mit ihrer Lyrik. Egal ob längeres Gedicht oder Haiku niemand konnte sich dem entziehen.

Natürlich auch nicht der Autor der Ulf Fildebrandt der aus seinem Roman „Dunkelwärts“ lass. Und das natürlich vollkommen freiwillig, auch wenn Zauselina Rieko und Thorsten Küper eine ihrer wunderbar düster, ironischen Streitstücke zum Besten gaben. Dieses Mal waren aber beide erschreckend harmonisch. Muss wohl an neuen Baseball-Schläger gelegen haben ;).

Den hätten dann auch die Charaktere aus „Dunkelwärts“ bestimmt gut auf ihrer Reise ins kalte Dunkel gebrauchen können. Wer weis schon was da für Geschöpfe auf einen lauern.

Kurz zusammengefasst ein gelungener Abend, der den hektischen und vielleicht auch nicht immer ganz harmonischen Alltag vergessen ließ und einen auf Weihnachten einstimmte.

Natürliche gibt es wieder einen Bericht vom schnellsten SL-Reporter im BukTom Blog.

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Welten an Drähten und wahre Namen 106, Hummer ante Druckschleuse 2

Die Lesung von „Ein Hummer vor den Toren“ von Thorsten Küper war wirklich ein epochiales Ereignis. Und natürlich sollte man noch einen Blick auf die phantastische Kulisse von Barlok Barbosa werfen, die die Latte für Wow noch mal eine ganzes Stück höher gelegt hat. Unglaublich, aber es geht tatsächlich noch. Das spiegelt sich natürlich auch in einem tollen Video und einigen weiteren Berichten über das Event wieder. Die gibt es beim Autor selbst, bei Joey (Sabine Schäfers), Michael K. Iwoleit und wie schon erwähnt bei BukTom Bloch.

Und hier nochmal das tolle Video vom Youtube Channel der BrennendeBuchstaben für das ClaireDiLuna das Audio- und Video-Material gestellt hat. Vielleicht macht das ja Lust doch noch mal einen Viewer für SL zu installieren und live an solch einem Event teilzunehmen. Eine Gelegenheit gibt es in diesem Jahr noch beim Weihnachtsevent der Brennenden Buchstaben. Wie man sieht, es lohnt sich und ist jetzt auch gar nicht so schwierig.

 

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Welten an Drähten und wahre Namen 105, Hummer ante Druckschleuse

Das Wochenende der gesonderten Events. Gab es gestern die Eröffnung des World Culture Hubs mit Führung, Kunstausstellung und Lesungen, so wurde heute ein Gesamtkunstwerk geboten: Thorsten Küpers „Der Hummer vor den Toren“. Die Kurzgeschichte stammt aus der Anthologie „Tiefraumphasen“, die im Begedia-Verlag erschienen ist.

In der grandiosen, von Barlok Barbosa gebauten, überlebensgroßen Kulisse (unbedingt noch ansehen, solange sie noch da ist!) wurde nicht einfach nur vorgelesen. Was schon recht beeindruckend sein kann, wenn jemand wie Thorsten Küper liest, nein es wurde szenisch gelesen. Gut, das gab es schon mal im kleineren Rahmen, aber noch nie mit solch einem großen Cast:

  • Shady: Frederic Brake
  • Cronstetten: Bernhard Giersche
  • Babatunde: Michael Iwoleit
  • Sigorsky: Bernar LeSton
  • Alejandro: Markus Gersting
  • El Bogavante, Drek und der Erzähler: Throsten Küper

Etwas Sorgen wurde sich dabei um Bernhard Giersche gemacht, der so überzeugend die Rolle des strebenden Konzernbosses gab, dass sicherheitshalber nochmal nachgefragt wurde, ob es ihm den gut ginge. Das tat es dann aber auch. Es war „nur“ eine grandiose schauspielerische Leistung.

Ich hoffe, das Publikum hat die Vorstellung genossen, mir hat es jedenfalls unglaublichen Spaß gemacht an der Lesung teilhaben zu dürfen. Gerne wieder.

Einen Bericht und Bilder vom schnellsten SL-Reporter BukTom Bloch gibt es noch nicht, es wird wohl noch fleißig in der grandiosen Kulisse fotografiert …

Hier geht es mit Teil2 weiter …

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