Das BB-E-Book Event 2019 Tag 1, 2 und 3

Wenn man sich auf meinen Blog verirrt, könnte man auf die Idee kommen das sich hier wenn nicht alles, so doch das meiste um die Serie Perry Rhodan dreht. Das war mal anders. Vor einer langen Zeit – jedenfalls nach Maßstäben des Internets.

Wer mag, sollte sich gerne mal die Frühzeit des Blogs ansehen. Dort wird man viel über Science-Fiction, Lesungen, fast ausschließlich in virtuellen Welten und etwas über diese Welten im Allgemeinen finden. Ein Name wiederholt sich dabei recht häufig: Thorsten Küper und die brennenden Buchstaben, die er zusammen Zauselina Riko, alias Kirsten Riehl, betreibt. Das hat einen einfachen Grund:

An den beiden führt kein Weg vorbei, wenn es um Lesungen im Virtuellen geht. Leider hat die Sichtbarkeit etwas mit dem Verschwinden des Kueperpunk-Blogs aus dem öffentlich sichtbaren Raum verloren. Mir jedenfalls fehlt diese zentrale Anlaufstelle für Lesungen im virtuellen. So ganz kann und will ich mich nicht auf die wenigen großen sozialen Netzwerke verlassen. Ja, sie bieten einige Vorteile, können aber auch so mir nichts, dir nichts, wie Google Plus, verschwinden oder mal spontan alles Virtuelle mit dem Bade auskippen wie Facebook.

Auf der wirklich empfehlenswerten Website von Maddy Gynoid lässt sich aber die Liste der Veranstaltungen des BB-Ebook-Events 2019 finden.

Den ersten Tag mit der Vorstellung der Skoutz-Midlist mit der Lesung von Stella Delaney und Comedy von Kueperpunk habe ich leider verpasst. Es läßt sich aber ein Youtube-Video der Veranstaltung von der Villa finden.

Die folgenden Lesungen konnte ich dann aber live genießen. Angefangen bei Jan-Tobias Kitzels Noire/Mystery-Weltraumkrimi „Ceres One“. Das war mal was anderes. Gewohnt düster aber mit einem neuen Horror-Element. Ich glaube, das lohnt einen längeren Blick. Den Abend schloss dann das SL-Schreibtreffen von Wilfried Ables mit einer wirklich gelungener Bericht über seinen Besuch der Leibziger Buchmesse von Jens Gehres.

Die Lesungen am gestrigen Samstag bestritten zwei erfahrene Könner ihres Genres, zum einen Bernhard Stäber mit einer wirklich guten und hervorragend gelesenen Geschichte und zur weiten Lesung des Abends Achim Stößer, die mit ihren humorigen Aliens den Tag entspannt ausklingen ließen.

Heute Abend geht es mit Frederik Brake und Francis Bergen weiter. Frederik Brake ist ein alter Bekannter, der für Qualität bürgt und das schöne an virtuellen Lesungen ist, es gibt neue Geschichten und neue Autoren zu entdecken. Ich bin also gespannt, was mich heute Abend erwartet.

Einen Besuch ist es auf jeden Fall wert, ob „nur“ über Discord oder im Zusammenspiel mit SL.

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Perry Rhodan 3007 gelesen …

… und auch dieser Roman war ein „Donnerstagsroman“

Eines vorweg: Auch diesen Roman habe ich schon am Donnerstag komplett gelesen, was schon mal ein gutes Zeichen ist. A) das Abo funktioniert erfreulich gut und b) der Roman war gut lesbar.

Short: Atlan ist auf der Suche nach der Posbi-Dunkelwelt Culsu um die RAS TSCHUBAI reparieren zu lassen. Um den Weg dorthin zu finden, benötigen sie einen Lotsen, der sie dorthin führt. Auf der Raumstation WHELLER versuchen sie, Kontakt zu den Posbis aufzunehmen, stoßen dabei aber auf den Posbi-Diktator.

Michelle Stern hat ihren eigenen Weg gefunden um aus der Fülle an gesetzten Dingen ihre eigene Geschichte zu entwickeln.

Ganz vorne weg wären dabei die beiden eigentlichen Hauptpersonen des Romans: auf Seiten der ZA-Mannen/Frauen die etwas abgedrehte Marli Willka, die mir ausgesprochen gut gefallen hat. Sie übernimmt stellenweise die Führung in der Handlung, hat aber auch ihre eigenen Dämonen, die sie dann wieder erden. Ein paar Dämonen mehr plagen dann die andere Seite. Nicht nur der ominöse Posbi-Diktator selbst, sondern auch alle anderen Posbis der Station.

An der Stelle war das Thema Post-Weltenbrand-Gesellschaft wirklich hervorragend umgesetzt. Selbst die zwangsläufig etwas exotischere Art der Posbis wirkte darin sehr menschlich und nachvollziehbar. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen, wie auch die Schilderung der Umgebung auf der Raumstation selbst.

Die eigentliche Handlung hatte vielleicht den einen oder anderen Stolperstein, die aber nicht so schlimm waren, als das sie mich aus der Handlung geworfen hätten. Um mich selbst zu zitieren: „Entspannt sind alle Lebenslagen einfacher. Für alle Beteiligten.“ Lassen wir also die Kirche im Dorf. Es war vielleicht nicht der Jahrhundertroman, aber durchaus lesbar und unterhaltend.

Bei der Zyklushandlung stehen wir noch ganz am Anfang, aber diese Episode ergibt auch in einem übergeordneten Ablauf ihren Sinn. Entweder gewöhne ich mich an den neuen Zyklus oder die Handlung findet ihren Weg.

Hoffen wir das die nächste Woche diesen positiven Trend fortsetzt …

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ® sind eingetragene
Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Perry Rhodan 3006 gelesen …


… und über den Roman muss ich noch mal nachdenken.

Meistens beginne ich eine Rezension mit der ganz subjektiven und persönlichen Frage „Hat mir das gefallen, was ich gelesen habe?“. Die zweite deutlich wichtigere Frage „Warum ja, warum nein?“, folgt dann, soweit ich sie mir beantworten kann, eher gegen Ende.

Das obligatorische „Worum geht in dem Roman?“, wird gefolgt von der Frage der Relevanz im Zyklus und dann natürlich wie hat der Autor es umgesetzt.

Bei diesem Roman stehe ich etwas verwirrt da. Es gab viel Schönes, wie die ON-Piraten, die Desintigratorwürmer, das Team aus Perry und Tenga. Der Oxtoner, die beiden Wurmreiter zum Schluss. Und dann gab es einige Momente, in denen ich das Heft für einen kurzen Moment verwirrt zu Seite gelegt habe. Fast scheint es so, als ob Uwe Anton sich selbst die Frage gestellt hat, was soll das hier (alles) überhaupt werden? Gegen Ende des Romans muss ich sagen, er hat die Kurve noch so halbwegs gekriegt.

Short: Auf dem Weg zu Wega wird die BJO BREISKOLL von Linearraumtentakeln aus dem Liniarraum geholt und Perry stürzt sich zusammen mit dem Singanesen Tenga in den Schlund eines großen Wurmes.

Die Frage nach dem „Warum macht Perry das?“, hat mich etwas beschäftigt. Ich spekuliere mal wild herum und würde behaupten das stand so im Expose und der Autor war da auch erstmal etwas verwirrt und musste erst einen Weg für sich finden, wie man das zum Funktionieren bekommt. An sich fand ich die Ideen in dem Roman witzig und das Ganze hatte viel Potenzial, das dann auch stellenweise hervorblitzte.

Das eigentliche Problem liegt meiner Meinung wie es sich konstant, bis auf die löbliche Ausnahme des Zyklusendes von Genesis, durch diese Expo-Epoche zieht: an der Vermittlung der Vision von den Expokraten zum Autorenteam. Wie sieht diese neue Post-Weltenbrand-Galaxis aus? Was war während des Weltenbrandes? Wie funktioniert das Leben des Einzelnen in welcher sich entwickelnden Gesellschaft?

Wim Vandemaan hat den Durchblick und die Visionen, Christian Montillon hat die witzigen und abgedrehten Einfälle. Die Autoren können gute Romane schreiben, wenn sie denn die Chance dazu bekommen. Woran es fehlt, ist mal wieder und immer noch der Mittelbau. Ein einheitliches Bild der Umgebung und des darin tobenden Lebens. Wohin geht die Reise? Es reicht nicht, wenn die Expotarchen das wissen, die Autoren müssen sich sicher darin bewegen können.

Sowas muss bei allen Beteiligen sitzen, bevor man mit Band Eins eines Zyklus anfängt. Das ist kein Automatismus.

In Summe, würde ich sagen war der Roman gut, aber mit ein paar Fragezeichen. Beim Zyklus stelle ich mir die Frage, wurde da viel Potenzial verschenkt? Warum nicht mitten im Weltenbrand anfangen? Etwas mehr Mut zur Dystrophie hätte meiner Meinung nach nicht geschadet, ganz im Gegenteil.

Die jährliche Autorenkonferenz im Ehren, aber ein mehrtägiger Vor-Zyklus-Workshop wäre vielleicht eine Idee …

Eine kleine Anmerkung zum Permanent-Linearraum-Antrieb: So ein System funktioniert nur, wenn er aus mehreren unabhängigen Antrieben besteht, die zusammen arbeiten und somit eine Einheit ausfallen kann oder noch viel wichtiger gewartet, repariert oder ersetzt werden kann. Ein Antriebs-Cluster oder Clusterantrieb. Was dann auch die Anzahl der einzelnen Tentakel erklären könnte. Ein cooles Konzept, das vielleicht das eine oder andere Wort mehr verdient hätte. Was uns zu Standardproblem Nr. 2 führt: Etwas viel Handlungsstränge für einen Roman. Diese Episode hätte locker für einen Doppelband oder einen 4er-Block getaugt …

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Welten an Drähten und wahre Namen 181: Stopp den Uploadfilter!

Lange, lange ist es her das ich was zum Thema virtuelle Welten geschrieben habe. Das Thema ist es aber wert denke ich:

Wer möchte kann gleich hier zur Pedition zum Urheberrecht bei Change.org bewegen.

Dreister Weise übernehme ich den Text der Organisatoren, dann habt ihr vielleicht noch die Chance teilzunehmen.

„Heute Abend ab 20 Uhr: Die große Demonstration gegen die Urheberrechtsreform in Second Life

Genau an dieser Stelle. SLURL: https://maps.secondlife.com/secondl…/Port%20Genieva/…/153/22

Unser Discord-Server: https://discord.gg/P3x79Xw „

Ein „paar“ virtuelle Avatare mit realen Menschen dahinter sind schon mal anwesend (52 Avatare auf einer SIM sind hart an der Grenze des technisch machbaren).


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Perry Rhodan 3005 gelesen …

… und Andreas Brandhorst macht keine halben Sachen.

Gastromane haben meistens eine Gemeinsamkeit: Der neue Autor bekommt etwas besonderes, meistens auch eine Stelle, an der er oder sie nicht sonderlich viel kaputt machen können. Sei es eine Jugendgeschichte einer Figur, eine nette Seitenepisode oder einen entspannten Ritt auf einer Qualle von der Landestelle zum nächsten Transmitter.
Andreas Eschbach kann man da schon mehr machen lassen, schließlich kennt der sich mit Perry Rhodan mittlerweile gut aus. Bei Andreas Brandhorst war ich also gespannt, was mich dort erwartete. Und ich muss sagen, ich bin überrascht, das war ein Roman, ein Handlungsabschnitt, den so auch ein langgedienter Teamautor geschrieben hätte. Keine Extrawürste, keine ungefährliche Stelle; das war ein vollwertiger Perry Rhodan mit all seinen Schwierigkeiten und Herausforderungen. Und Andreas Brandhorst hat hier einen hervorragenden Perry-Rhodan-Roman geschrieben. Wer Andreas Brandhorst etwas kennt, der weiß, das macht der Autor immer so. Es geht immer mit vollem Einsatz und voller Konzentration an den nächsten Roman.

Short: Perry Rhodan, der Singanese Tenga und der Mutant Donn Yaradua reisen quasi inkognito mit einer Delegation der aktuellen LFG zum Extremplaneten Tellus, wo während des Dolan-Krieges ein Stützpunkt des Solaren Imperiums war. Eine Archäo-Kampagne der Shenpadri hat dort das verschollene Terra entdeckt.

Man merkt, dass Andreas Brandhorst in seiner regulären Schreibtätigkeit ausgewachsene Romane schreibt: Es gibt eine Einführung in das Umfeld, die Personen werden vorgestellt und die Ausgangssituation wird so beschrieben, das man sich dort zuhause fühlt. Kurz man wird als Leser dort abgeholt, wo man eigentlich immer abgeholt werden sollte, vor dem eigentlichen Anfang der Geschichte. Möglicherweise brauchte das der Autor selbst um in den Perry Rhodan Kosmos eintauchen zu können, aber ich habe das sehr genossen, so viel Flair und Atmosphäre täten den aktuellen regulären Romanen auch nicht schaden.

Gut gefallen haben mir die Shenpadri, deren Fremdheit mit viel Liebe zum Detail geschildert wurde. Der Hinweis auf den Dolan-Krieg lässt erahnen, was wohl noch so unter dem auftauenden ewigen Eis liegen mag, was aber etwas kurz kam. Dafür kam der Sense-of-Wonder definitiv nicht zu kurz. Da hat sich Andreas Brandhorst was charmantes einfallen lassen. Was verrate ich an der Stelle natürlich nicht.

Eines kann ich aber definitiv verraten: Ich hatte den Roman schon am Donnerstag komplett gelesen und ihn sehr genossen. Das lasse ich mir gerne öfter gefallen, auch wenn der Perry sonst eher das wohlverdiente Wochenende einläutet.

In Summe also ein hervorragender Roman, der sich vor keinem anderen Roman, der Perry Rhodan Serie verstecken braucht. Voller Atmosphäre und Sense-of-Wonder, spannend und hervorragend geschrieben, was will man mehr?

Mehr solche Romane natürlich. Das war super!

Anbei noch ein Link auf Sechs Fragen an Andreas Brandhorst zu seinem PR-Roman 3005 von Roman Schleifer auf der PROC Homepage.

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