Welten an Drähten und wahre Namen XVIII, spontane Märchenstunde

Kurz nach 20 Uhr meldete sich Hydors Smartphone mit einem Pling. Eine neue Nachricht:

Heute um 20:00.

Rubeus Helgerud liest das H.C. Andersen Märchen vom hässlichen Entlein. im Bells

Ok definitv NICHT mein Genre, aber soviel Spontanität muss dann doch mit einem Spontanbesuch belohnt werden. Und es hat sich gelohnt, hervoragend vorgelesen muss ich sagen. Die anderen 10 Zuhörer haben sich leider etwas versteckt …

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— Update —

Und unten in Kulturkaffee gehts wieder mit Musik weiter

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Welten an Drähten und wahre Namen XVII, Luftholen vor dem FDL 2013

Nun nach einer ganzen Reihe von Events in SL wirft  das FDL seine Schatten vorraus. Dieses Wochenende scheint ruhiger zu sein. Eine Stille in SL wie vor dem großen Sturm. Nun denn, noch ist etwas Zeit sich für den geballten Ansturm von Kunst und Kreativiät vom 17.–21. Oktober 2013 zu wappnen.

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( Quelle Kueperpunk)

Es wird mein erstes FDL werden, da ich erst seit ein paar Monaten dabei bin. Nun die einfach Möglichkeit „mal eben“ eine Lesung mitzunehem war doch zu verlockend. OK ein Hauch Langeweile war mit im Spiel, aber Muße ist unabdingbare Vorraussetzung für Kreativität und Kunst. Besonders bemerkt man das natürlich wenn man gerade mal keine Zeit hat oder der Akku aus sonstigen Gründen leer ist. Wie ging der alte chinesischen Fluch noch mal? „Mögest du in interessanten Zeiten leben“ …

Nun das diesjährige Thema ist Pixelgedanken“. Pixel, was sind das für komische Dinger? Erstmal ein Wort aus der Computersprache. Die kleinste Einheit des Dings auf das Sie genau in diesem Moment gerade starren! Früher waren diese Einheiten so grob, das sich heute der Begriff verpixeln eingebürgert hat. Als ob man je etwas anderes sehen würde, auch wenn die Pixel mittlerweile so klein geworden sind, das man sie fast nicht mehr wahr nimmt.

Aber die Frage man der kleinsten Baustein – dem Atom, den Elementarteilchen, den Quanten, dem Quantenschaum – stellen sich Menschen schon seit der Antike. Nun die theoretische kleinste Größe scheint im Plancksches Wirkungsquantum zu liegen, dem Pixel unseres Universums. Vielleicht ist unsere Realität an sich auch nur eine Sim von vielen Sims, die auf einem großen Vektor-Quantencomputer läuft. Nennen wir ihn einfach mal … Das Universum.

Ok, da ging wohl der SF-Autor mit mir durch, aber das wäre jetzt nicht das erste SF-Element, was von der Wirklichkeit eingeholt worden wäre …

— Update —

eine Frage habe ich jetzt doch noch: wo ist der verdammte Teleport-Knopf für RL?

 

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Welten an Drähten und wahre Namen XVI, Nippes & Worldbuilding

„Warum hat mir keiner gesagt das Worldbuilding süchtig macht?“

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Dieser Aufschrei ließ ich mal einen Blick auf die Baustelle von Michael Iwoleits neuen Projekt werfen: The World Culture Hub. Ein definitiv interessantes und bedeutendes Projekt, das eine Bereicherung für das Kreativdorf in SL sein wird. Denn seien wir mal ehrlich, was wäre Science-Fiction ohne die vielen, vielen übersetzten Werke?  Als Jugendlicher habe ich SF förmlich inhaliert und muss sagen die wirklich gute kann aus den USA, UK und den damaligen Ostblock (Oder mußte so tun – wenn man an die englischen Pseudonyme deutscher Schriftsteller denkt). Und ehrlich gesagt – bis auf ein paar Ausnahmen – fehlt mir auch jetzt noch einfach die Tiefe im Englischen um die Romane wirklich würdigen zu können, von allen anderen Sprachen mal ganz abgesehen.

Aber zurück zum Worldbuilding.

Nun das Worldbuilding süchtig macht kann ich auf dem Gebiet der SF definitiv bestätigen. Ein erstes Aha-Erlebnis war es dann als die Geschöpfe meines Geistes passend zur Lesung als virtuelles Modell in SL-Planetarium erleben zu können. Schon damals dachte ich mir: Wow, das wäre ein tooles Mittel um die eigenen Welten als Autor selbst erleben und damit dann die eigenen Ideen auf den Zahn zufühlen. Zwar nur virtuell, aber realistisch genug. Nun die SF lebt genau davon, sich Gedanken über mögliche und unmögliche Welten zumachen, in die Menschen hinein schlittern können.

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(Quelle BukTom Bloch)

Dann gab es noch jede Menge tooler Locations, passend für Lesungen und andere Events hergerichtet. Luftschiffe, Raumstationen und vieles andere mehr, der Fantasie waren und sind da keine, oder kaum Grenzen gesetzt. Und das nicht nur in SL, sondern auch auf den freien Grids. An den Brennenden Buchstaben und am Namen Thorsten Küper kommt man in dem Zusammenhang einfach nicht vorbei (Und will es natürlich auch nicht).

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Hier noch ein paar Impessionen der Sim – der leider durch RL verpassten indisch/pakistanischen Lesung – neben ein paar wirklich Abgrund tief hässlichen Megastores, war dort auch das ein oder andere Kleinod zu finden:

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so genug für heute mit einem Sonnenuntergang vor der wilden Küste des Kreativdorfes.

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Es gibt noch so viel über Worldbuilding in SL zu berichten, da wird bestimmt noch das ein oder andere Special kommen …

 

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Welten an Drähten und wahre Namen XV, Paris Obscur

Manchmal lohnt es sich spontan Einladungen in SL zu folgen. Heute ist definitiv solch ein Fall gewesen. Bastian und Spectare Barbosas SL-Planetarium war heute ab 22:00 Uhr die Bühne für einen außergewöhnlichen Sänger: Paris Obscur.

In atmosphärischer Kulisse gab es heute außergewöhnlich gute Musik der düsterern Art. Reinhören lohnt sich!

Hier ein paar Impressionen:

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Rezi. Bernhard Giersche: Das letzte Sandkorn – Gott, oder was kommt nach dem Ende?

Am zweiten Tag der Cyberpunks for Life Lesungen lass Bernhard Giersche aus seinem Erstling „Das letzte Sandkorn“. Nun eine Lesung kann nur einen sehr begrenzten Ausschnitt eines Buches zeigen, eigentlich fast nur ob man den Stil des Autors mag.

Was sich mir ins Gedächtnis gebrannt hat, waren die lebendigen und jeder auf seine eigene Art sympatischen Charaktere. Auf dem Pixelgrillen kam dann natürlich auch die Frage, die jeden Autor und Schriftsteller in seinem Innersten zernagt (zumindest die, die frisch geworfen haben) : „Und wie hat es dir gefallen?“ Nun wie versprochen hier die Antwort auf die damals nicht ehrlich zu beantwortende Frage (da noch nicht gelesen): Gut.

Insgesamt gut, aber etwas Kritik muss sein. Die Charaktere sind glaubwürdig und lebendig. Die Handlung zieht sich am Anfang etwas. Trotz oder vielleicht gerade wegen des gerade stattfinden Weltuntergangs. Vielleicht bin ich einfach auch nur der andauernden Weltuntergänge überdrüssig. Es scheint bei der aktuell gelesenen deutschen Science Fiction das Thema zu sein. Trotz brennender Städte, Autos und großkalibriger Fortgewegungsmittel kommt nur leichte Spannung auf. Wahrscheinlich liegt das etwas an der Perspektive, die doch – bei allem Realismus – stellenweise deutlichen Abstand zum Geschehen hält. Und – vor allem am Anfang – die Unzahl von Personen, die gleich dahin gerafft werden, bevor man als Leser eine Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Eine Collage der Apocalypse.

Man sollte das Buch dann doch eher als nachdenklich-philosophisches Werk sehen, denn als Thriller. Dort spielt es seine Stärken dann doch aus. Und der Schluss versöhnt für ein paar Wiederholungen bei den Motiven.

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