Welten an Drähten und wahre Namen 162, Trick or Treat – Halloween Horror in Bay Bourne

Passend zu Halloween gab es heute Trick or Treat – Halloween Horror in Bay Bourne.

Den Anfang ab 20 Uhr machten 4 Lesungen und 1x Comedy.

Petra K. Gungle eröffnte mit „Luvas Schlange“ das Event, befolgt von Wilfried Abels von der Deutschen Bahn ausgezeichneten Kurzgeschichte „Zwischenstopp“.

Dann durfte ich mit der Kurzgeschichte „Musik“ ein kleines Prequel zu „Hydorgol – Exil“ zum Besten geben.

Sabine Joey Schäfers „The Adventures of Nat & Joey – Inside Out“ war dann ein ganz besonderes Highlight des Abends. Sabine nutzte alles was SL so  an Möglichkeiten des Geschichtenerzählens hergibt. Voice, die Anzeige der einzelen Comic-Seiten auf der „Großleinwand“ und dann noch mit ihrer Streamperformance noch mal einen drauf zu setzten. Das war ganz große Klasse!

Thorsten Küpers „Nerdige Gedanken zum Thema Horrorfilme“ bildeten dann einen entspannten Abschluss des Lesungsteils. Thorsten ich kann dein Gruseln vor Horror nachvollziehen. Seit „Species“ gib es Leute die wollen sich nicht mehr neben mir im Kino sitzen 😉

Nach den Lesungen gab des dann das Live-Konzert von Aminius Writer. Wenn man die Gelegenheit hat sollte man sich das nicht entgehen lassen. Ich fand es klasse!

Zum guten Schluss legt dann noch DJ John Landfall auf. Wer sich beeilt bekommt vielleicht noch was von der Party mit …

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Perry Rhodan 2880 gelesen …

Perry Rhodan 2880 gelesen … und meine Meinung dazu ist geteilt.

Einerseits war es genau das richtige Maß an Handlung für den einen Roman, andererseits ist dennoch bei mir der Funken nicht übergesprungen. Mir persönlich hat es etwas an Schonungslosigkeit gemangelt.

Alle Elemente für einen knallharten Agenten-/Action-Roman waren vorhanden, aber es gab da einen Vogel zu viel. Und dessen Name war Yeron. Ob der jetzt wirklich hatte sein müssen? Diese etwas aufgesetzte Leichtigkeit passte nicht zu einem Ringen auf Leben und Tod.

Denn an und für sich geht es für das Aggregat und alle dahin Geflüchteten um ihre Existenz. Neben dieser atmosphärischen Unausgewogenheit stellte sich bei mir in der Handlung selbst nicht das Gefühl von Stimmigkeit ein. Neben dem offensichtlich aus heiterem Himmel zugeflogenen Krokk ging alles doch immer einen Tacken zu leicht und zu rund. Ich persönlich hätte mir da etwas mehr Friktion gewünscht.

Gut gefallen haben mir aber die Gyanli und besonders der Orthodox-Operator Wyhdoadr. Ein rücksichtsloser und arroganter Gegenspieler, quasi ein amphibischer Akone, zudem noch mit ein paar arkonidischen Einsprenkelungen. Jedenfalls skrupellos genug um sich eine Passage auf einem Rebellenschiff zu erpressen. Ich hätte mir vielleicht noch ein paar mehr Hintergründe gewünscht. Zum Beispiel wie Gyanli und Raumschiff zusammengekommen sind, ohne das der Rest der Besatzung das mitbekommen hat. Und wo die Schiffe herkommen, wenn die Gyanli alle höhere Technik unterbinden. Aber im Aggregat wirkten die Handlungen des  Orthodox-Operators nachvollziehbar.

Den Twist am Schluss fand ich klasse. Nicht schön für unsere Helden, aber gut gelöst.

In Summe hat mich Michelle Sterns Roman vor allem atmosphärisch nicht überzeugt.

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ®  sind eingetragene
 Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Welten an Drähten und wahre Namen 161, der Oktober 2016 SL-Schreibtreff

Vom Oktober SL-Schreibtreff lässt sich einiges berichten. Es ist eine Menge passiert und es kündigen sich weitere Ereignisse an.

Das Erste, was auffiel: Das Kreativdorf ist auf eine neue SIM umgezogen. Eine gut versteckte Parzellengrenze führte dann zu merkwürdigen Effekten beim Voice, was den Start des Treffens etwas verzögerte. Das sind so die Überraschungen im frisch bezogenem Heim, aber nichts was sich nicht mit ein paar schnell herbei gerezzten Sitzgelegenheiten lösen ließe. Zumal sich noch zwei neue Teilnehmer am SL-Schreibtreff einfanden.

Dann wurde es gleich richtig spannend, denn Thorsten Küper plauderte über den Artikel der brennenden Buchstaben im Börsenblatt und etwas über das Entstehen und Zustandekommen der Zusammenarbeit.

Mit dem rapide näher rückenden November wird dann natürlich auch der NaNoWriMo wieder akut. Der „National Novel Writing Month“, der klassischerweise im November stattfindet, hat zum Ziel 50.000 Wörter in genau diesem Monat zu schreiben. Über das Ob, Wie, Warum und allerlei Feinheiten entstand eine interessante Diskussion.

Natürlich kann dann auch die Frage nach dem Veröffentlichen der eigenen Texte. Selfpublishing und/oder Verlag. Kann man vom Schreiben leben und die Frage, ob des überhaupt sinnvoll ist sein Hobby zum Beruf zu machen. In der bunten Mischung, die den SL-Schreibtreff auszeichnet, gab es dort interessante Einsichten.

Auch über Geister in der Maschine, die SL als eigenes Lebensumfeld bietet. Manchmal auch mit einer eigenen Tragik, aber auch den Chancen und Möglichkeiten, die eine virtuelle Welt denen bietet, die sonst nicht mehr an einem sozialen Leben teilnehmen könnten.

Apropos Event: Am Samstag und Sonntag ist auch in SL Halloween. Am Samstag um 20 Uhr gibt es einige Lesungen beim Trick or Treat – Halloween Horror in Bay Bourne und am Sonntag um Äthert es wieder, denn Tanja Schierding wird  aus dem zweiten Roman ihrer Aetheragenten-Serie lesen.

Die Zeit ging mal wieder viel zu schnell auf dem Treffen vorbei, aber es war noch Zeit über das Entstehen von Ideen, die merkwürdigen Ideen von Nicht-Schreibern über das Entstehen von Ideen und dem unterschiedlichen Umgang mit Ideen zu plaudern. Etwas im After-Schreibtreff wurde dann noch intensiv über Kritik und Testleser geplaudert.

Es war wie jedes Mal toll mit Kollegen über das Schreiben zuplaudern und die Zeit war, wie immer, viel zuschnell vorbei. Ich wollte diese Institution, die Wilfried Abels ins Leben gerufen hat, nicht mehr missen!

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Perry Rhodan 2879 gelesen …

Perry Rhodan 2879 gelesen … und besser, aber ich habe da ein paar Anmerkungen.

Wie viel Stoff kann man in einen Roman quetschen, bevor sich keine Geschichte mehr entwickeln kann? PR 2878 hat gezeigt, was definitiv zu viel des Guten ist – während 2879 da fast das richtige Maß getroffen hat.

Der Roman fing gut an, nicht überwältigend, aber durchaus unterhaltsam. Die Rettung der Hogarthi vor dem Erstickungstod, das war mal zur Abwechselung bodenständige und glaubbare Technik. Ebenso die Beschreibung der anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten zwischen zwei Völkern, die sich vorher nie begegnet sind. Beides sind natürlich Mechanismen, die es seit Jahrzehnten in der Serie gibt, aber ich habe solche Dinge in letzter Zeit vermisst. Man kann es Uwe Anton nicht hoch genug anrechnen, dass er sich hier wirklich Gedanken gemacht hat, wie man eine Situation mit den vorhandenen Mitteln der Serie lösen kann.

Das Auftauchen der Staubtaucher, der Weg zum Aggregat und dann das Aggregat selbst. Das hat mir ebenfalls gut gefallen, das war in sich stimmig. Es gab zwar mit dem Aggregat, wie beim Atopischen Tribunal, mal wieder eine Parallelität zwischen dem Perryversum und meinem eigenen, seit einiger Zeit laufendem, Buchprojekt, aber ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass die zur Verfügung stehenden Elemente in der SF anscheinend endlich sind. Als Konzept ist das Aggregat stimmig und es erinnert mit seiner Lage natürlich an die Provcon-Faust.

Eigentlich hätte man den Roman jetzt mit dem Cliffhanger und der Erkenntnis, dass die Galaxis Orpleyed anscheinend über Jahrmillionen in der Zeit eingefroren ist, ausklingen lassen können. Das hätte einen, in sich runden und stimmigen Roman ergeben.

Dummerweise gab es da noch einen Handlungsstrang, der anscheinend noch unbedingt mit in diesen Roman hinein musste: der Lua Virtanen und Vogel Ziellos Handlungsstrang.

Meiner Meinung nach ein Thema, das definitiv in den nächsten Roman gehört hätte. Diesen Aspekt kann ich leider nicht erläutern, ohne die Überraschungen des Romans zu enthüllen. Ich bemühe mich so wenig wie möglich zu spoilern, aber an dieser Stelle lässt es sich leider nicht vermeiden. Natürlich braucht jeder Roman einen Gegenspieler, eine große Gefahr um genügend Konflikt aufzubauen. In diesem Zyklus sind das erstmal die Gyanli.

An dieser Stelle wird es dann unglaubwürdig. Das Aggregat ist ein geschützter und für die Gyanli unzugänglicher Ort. Jetzt tauchen gleich zwei Gruppen von Gyanli auf. Eine Gruppe als Gefangene, die andere Gruppe als getarnte Kommandoeinheit. Die Gefangenen kann ich mir zur Not noch erklären, aber die Kommandoeinheit hängt für mich im leeren Raum. Wie kommen die dorthin und sind handlungsfähig, wenn das Aggregat sich doch an einer Stelle befindet, für die die Gyanli keine Zugriffsmöglichkeit haben? Natürlich würden sie versuchen in den Staubnebel einzudringen und dort stranden, was plausibel die Gefangenen erklären würde.

Im Moment biete mir der Roman aber keine glaubwürdige Erklärung wie die Kommandoeinheit ins Aggregat eindringen konnte und gleichzeitig keine Flotte von Gyanli das Aggregat den Garaus macht. Es gäbe da natürlich Möglichkeiten der Erklärung, aber die hätte man in diesem Roman bringen müssen, anstatt eine weitere Handlung in den Roman zu quetschen, die selbst schon deutlich mehr Platz benötigt.

In Summe hätte das ohne den Lua und Vogel-Handlungsstrang einen runden, bodenständigen und unterhaltsamen Roman ergeben. So allerdings bleibt die Erkenntnis: Eine Person kann nur einen Weg auf einmal gehen.

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Welten an Drähten und wahre Namen 160, Rücksprung in die Realität

Nein, ich steige nicht aus den virtuellen Welten aus – ich wollte nur die Gelegenheit nutzen, mal etwas über „Nicht-Reale“ Welten zu sinnieren. Anlass ist ein Ereignis, das ich für fast unmöglich gehalten, aber doch für eine tolle Sache halte:

Kirsten Riehl und Thorsten Küper stehen mit „Was läuft noch in Sachen Literatur auf SecondLife?“ im Börsenblatt.

Meiner Meinung nach vollkommen verdient. Als Zaumgast und jemand, der selbst mal bei den Brennen Buchstaben lesen und mitlesen durfte, bin ich der Meinung den Einsatz der beiden kann man nicht genug loben und würdigen. Da steckt eine ganze Menge Engagement und Leidenschaft hinter den Lesungen im virtuellen Raum.

Das Wort „virtuell“ selbst wird gerne missverstanden. Virtuell ist etwas, wenn es nicht physikalisch vorhanden ist, aber dennoch seine Funktion und Wirkung entfaltet. Und genau das machen die Lesungen, Treffen der SL-Schreibgruppe oder die anderen unzähligen Events im Virtuellen.

„Die Hardware ist virtuell, aber ab dem BIOS ist der Rest real.“ Dieser Satz gilt für mich seit über 16 Jahren bei der Virtualisierung in der IT-Branche. Man mag darüber streiten ob Software real ist, aber das könnte man dann auch bei vielen physikalischen Größen tun. Vieles erkennt man nur anhand seiner Wirkung. Auf die Lesungen im Virtuellen bezogen: Das Lampenfieber vor der Lesung ist echt und sehr real. Man liest vor realen Menschen, auch wenn man nur ihren Avatar sieht. Wenn Kommentare im Textchat kommen, sind diese so real oder unreal wie die Kommentare, die man während einer Lesung im realen Raum nach der Lesung oder hinter vorgehaltener Hand hört. Und nicht zuvergessen die fleißigen Hände im Hintergrund, die im realen Raum die Bestuhlung machen, das Lesepult aufbauen und vielleicht sogar den Raum passend dekorieren: Im Virtuellen steckt hinter den Lesungskulissen eine reale Person, die mindestens genau so viel Arbeit mit der Lesungsumgebung hat, wie die Leute, die reale Lesungen vorbereiten.

Zwischen virtuellen und realen Lesungen gibt es zwei Unterschiede. Ersten man muss sich immer das Glas Wasser für die Lesung selbst hinstellen, dafür ist man – nach Überwindung der ersten Anlaufschwierigkeiten – mit einem Mausklick in der Lesung.

Eine Stunde kann für den Anlauf knapp werden, besser ist es man probiert diese neue und ungewohnte Umgebung deutlich früher aus. Eine Livelesung ist an sich schon spannend genug. Besucht einfach mal vorher eine Lesung der Kollegen und schaut euch das Prozedere in Ruhe an. Aus eigener Erfahrung: Ohne halbwegs ordentliche Hardware kann es krampfig werden, es ist nun mal eine 3-D-Umgebung und dafür benötigt man ein System, das ein gewisses Minimum an Grafikleistung mitbringt.

Aber nun genug zur Technik und kommen wir zu etwas wirklich Schockierendem: Die Geschichten selbst sind immer virtuell. Die hat sich jemand ausgedacht und zu Papier gebracht – egal ob das Papier jetzt real oder virtuell ist. Obwohl keine physikalische Entität, entfalten diese Geschichten ihre Wirkung.

Wenn diese Geschichten den gut geschrieben sind, entführen sie den Leser in ihre ganz eigenen Welten. Jeder Roman ist Fiktion, so vertraut einem diese Welt auch vorkommen mag, die sich im eigenen Kopf gebildet hat. Virtuelle Welten sind also eine uralte Sache, sie reichen bis zu dem Zeitpunkt zurück, an dem die erste ausgedachte Geschichte erzählt worden ist. Ob es da schon ein Lagerfeuer gab? Wer weis.

Die Welt wäre jedenfalls ein trauriger und ärmer Ort ohne sie. Ob nun auf einen realen oder virtuellen Trägermedium. Toll wäre es, wenn die realen Kreativen auch real für ihre Mühen be- und entlohnt werden. Auf gut deutsch: Lobt die Autoren und kauft ihre Bücher, wen euch die Lesung gefallen hat! Mir ist jedenfalls noch kein virtueller Schriftsteller begegnet …

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