… und sonst so?

Vorhin lauschte ich der vorgezogenen Halloween-Lesung der Brennenden Buchstaben. Das erste Mal nur Audio. Nicht mit Absicht, Second Life streikt gerade. Dafür habe ich meinen Viewer auf dem aktuellen Stand, für den Fall das SL wieder Anmeldungen erlaubt. Also wird es heute mal keine Bilder von virtuellen Personen geben.

Wobei das in seit längerer Zeit nur unregelmäßig passiert. Ebenso wie Buchbesprechungen oder gar Posts übers Schreiben selbst. Auf der Facebook-Seite und auf Twitter poste ich regelmäßig den Fortschritt der Arbeiten an Hydorgol 5. Unregelmäßig schaffe ich die eine oder andere Teelänge und es geht eigentlich gut voran. Mein Plan für den November ist den NaNoWriMo zu nutzen und wieder jeden Abend eine Teelänge vor dem Rechner zu sitzen und wieder mehr Routine und Flow in mein Schreiben zu bringen. Und mehr körperliche Bewegung und und und. Da werde ich mir wohl einen Plan machen müssen …

Die ersten Tage des NaNos werde ich dann gleich zwar schreiben, aber bestimmt nicht an meinem aktuellen Projekt, denn ich habe einen Platz beim Seminar „Stadt, Land, Asteroidengürtel“ an der BA Wolfenbüttel ergattern können. Was bedeutet, dass die Schreibaufgabe erledigt werden musste und der Reader fürs Seminar dann natürlich etwas Aufmerksamkeit erfordert. Die Schreibaufgabe sollte aus dem aktuellen Projekt stammen und das kam mir sehr entgegen, denn ein Kapitel, bzw. zwei Kapitel/Szenen passten wie die Faust aufs Auge und so galt es nur etwas Politur zu betreiben und eine knappe Beschreibung des Projektes zu erstellen, was erstaunlich leicht von der Hand ging.

Kurzzusammenfassungen, oder neudeutsch Pitschen, klappt dank der wöchentlichen Besprechung des aktuellen Perry Rhodan Heftes gut. Fast vielleicht ein bisschen zu gut.

Denn mir wird ab und zu die Frage gestellt: Muss ich Perry Rhodan gelesen haben, um Hydorgol zu verstehen? Die Antwort ist kurz und einfach: Nein.

Beides hat nur eine einzige Verbindung und das bin ich. Ich mag Science-Fiction. Lesen und Schreiben. Bei der deutschen SF kommt man um die Serie Perry Rhodan fast nicht herum. Es gibta aber einiges an guten Geschichten abseits der Serie, man muss nur die Augen offen halten.

Es ist fast so wie mit der Frage wo man den seine Ideen herbekommt. Augen und Ohren offenhalten und dann ist die Frage eher, wie wird man die wieder los 😉

Mal sehen wie das mit den guten Vorsätzen so klappt …

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Perry Rhodan 3036 gelesen …

… und den muss ich erstmal sacken lassen.

Bei Michael Marcus Thurners „Das telekinetische Imperium“ hat man eine ganze Menge Geschichten für den Preis von einer bekommen. Das macht es nicht unbedingt einfach zu lesen, vor allem, wenn man so oder so schon aus dem gewohnten Rhythmus herausgeworfen wurde. Für meine Verhältnisse bin ich spät dran mit der Lektüre und ich glaube, ich werde den Roman die Tage einfach nochmal in Ruhe lesen. Der Roman hat einiges zu bieten, mehr als normalerweise in einen Heftroman passt.

Short: Eine Gruppe Terraner um Donn Yaradua, Farye Sepheroa, Icho Tolot und Jalland Betazou erforscht die Sternenregion der Weemwelt und erkunden das telekinetische Imperium der Aanweem, das als bisher erste und einzige dem Ansturm der grauen Materie der Phersunenraumer standhält.

Wir durchforsten immer noch die von der grauen Materie verwüstete, zur Vecuia gehörenden Galaxie Ancaisin. Es ist immer noch mehr oder weniger ein Herumstochern in trüben Überresten, bis die Expedition der STARTAC SCHROEDER telekinetisch aus dem Linearraum gefischt wird. Der Roman lüftet relativ ausführlich das Geheimnis der Aanweem, die mir ausgesprochen gut gefallen haben. Mit viel Einfühlungsvermögen wird hier eine faszinierende außerirdische Lebensform und Gesellschaft besucht. Langsam tastet sich Michael Marcus Thurner an den Kern der Sache heran.

Sehr gefühlvoll schildert er auch das Verhältnis zwischen Donn Yaradua und Farye Sepheroa. Man bekommt also nicht nur eine SF-Naturdokumentation, eine Abenteuergeschichte, eine Raumschlacht, ein fremdes exotisches Imperium, sondern auch noch eine gefühlvolle angedeutete Liebesgeschichte, auch wenn sich beide Seiten doch/noch sehr zieren. Da bahnt sich was an und mir kommt der Verdacht, das könnte persönlicher sein, als der unbedarfte Leser so meinen mag.

In Summe ein toller, sehr vielschichtiger Roman, der zeigt, was alles in einen Heftroman passt, wenn man eine relativ lineare Haupthandlung mit viel Leben, Sense-of-Wonder und Liebe füllt.

Ein Kleinod, für das man Zeit und Muße braucht, damit es sich zur vollen Pracht entfalten kann.

Super!

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Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

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Perry Rhodan 3035 und PRMS 10 gelesen …

… und was hochfliegt, kommt irgendwann wieder runter.

Es mag damit zu tun haben, dass mein Urlaub zu Ende ist und mich der Alltag wieder in seinen Fängen hat, aber so wahre Begeisterung kam in dieser Woche nicht auf.

Angefangen mit PRMS 10 und Olaf Brills „Die Höllenfahrt der SOL“. Erschreckenderweise war dieses Mal die von Zeit zu Zeit doch etwas nervende Figur Mahlia Meyun ein kleiner Lichtblick, die gute Mahlia scheint der noch nette und empatische Teil der Verwandtschaft zu sein. Der Roman selbst war etwas antiklimaxisch. Quasi die Zigarette danach. Anstatt jetzt das große Böse, den Stellvertreter der Chaotarchen auf Evolux, kennenzulernen, erinnert dieser Roman an eine Episode aus Star Trek TNG. Nicht schlecht gemacht und mit dem einen oder anderen intellektuellen Bonbon, aber dann auch wieder austauschbar und etwas langweilig. So richtig hat der Funke da nicht gezündet. Wir erfahren so gut wie nichts über die Geister aus dem Chaos und die stattdessen wütende Gefahr ist nicht wirklich greifbar, eher metaphysisch.

In Summe war es kein schlechter Roman, aber ich hätte mir anstatt eines Durchschnaufens vor dem Finale hier eine nochmalige Steigerung des Tempos in der Handlung gewünscht. Die Anlagen dafür waren alle da, aber wenn man Enthüllungen kosmischen Ausmaßes verspricht, dann muss man auch Enthüllungen mit kosmischen/chaotarchischen Ausmaßen liefern, anstatt einer metaphysischen Nabelschau. So ganz hat der Roman also nicht bei mir gezündet.

Soweit zum erfreulicheren Teil des Lesewochenendes.

Kommen wir zur „Grauen Materie“ von Uwe Anton. PR3035 dreht sich wie schon der PR3034 um die Zustände in der Galaxis Ancaisin. Und ganz wie schon befürchtet, schlägt hier eine gewisse Ignoranz zur wissenschaftlichen/technischen Herangehensweise an das Problem zu. Es wird wieder, wie seit Heft 2700, eine alles überragende, alles vernichtende und nicht greifbare Gefahr heraufbeschworen, die sich dann gegen Ende wieder sang- und klanglos in Wohlgefallen auflöst, bzw. erstmal zur Seite schieben lässt. Und das ohne das plausibel zu erklären und zu erläutern.

Short: In der Galaxis Ancaisin bedroht die graue Materie die Welt der Whanau. Der ausgesandte Erkundungstrupp, dem u.a. Gry O’Shannon, Icho Tolot und der Onryone Jalland Betazou angehören, versucht ein Mittel gegen das Übel zu finden.

An und für sich bietet das Thema „Grey Goo“ einiges an Potenzial, wobei das Thema nicht neu ist und schon seit den 80. Jahren des vergangen Jahrhunderts und Jahrtausends behandelt wurde und wird. Amoklaufende Nanotechnologie (Assembler) und das ist „Grey Goo“ nun mal, lebt von Horror des bei lebendigen Leibes gefressen werden. Der Horror stellt sich aber erst ein, wenn man das konkret mitbekommt und dann noch die Zeit hat das aufzunehmen.

Grey Goo fängt an der Kontaktstelle an den aufzulösenden Körper aufzulösen, bzw. zu verarbeiten. Das passiert nicht in Nullzeit und auf einen Schlag, sondern das dauert etwas. Ganz wie der Atombrand der guten alten Arkonbombe.

Spannender wäre es also gewesen die Welt der Whanau auffressen zu lassen. Oder doch zumindest die Vorgänge auf den Messsonden/Versuchsobjekten deutlich ausführlicher zu schildern. Mittlerweile gehen mir diese jedwede Technik ausschaltende Effekte gehörig auf dem Zeiger, die jedwede Technik ausschalten und natürlich nur ein Lebewesen dieses wahrnehmen kann. Auch und besonders sind Lebewesen Wesen, die den gleichen physikalischen Effekten und Bedingungen unterliegen wie das bei Technologie der Fall ist. Wenn man höherdimensionale Effekte da erstmal außen vorlässt. Gut es ist nicht im Hypertaster zu sehen? In Ordnung. Ein Mensch kann den Effekt durch ein Teleskop betrachten, aber keine Aufnahmen davon machen? An der Stelle wird es dann grenzwertig. Gut das elektronische oder 5D Aufnahmeverfahren wird gestört, dann müsste aber etwas auf chemischer Basis Erfolg zeigen.

Das dieses etwas Zeit benötig und man nicht unbedingt die dafür nötige alte irdische Technologie aus Vor-Perry-Zeit am Mann hat, ist in Ordnung. Das man mit dem arbeitet, was man gerade hat, ist auch in Ordnung. Das hyperphysikalische Effekte höhere Technik ausschalten, ist auch in Ordnung. Mir fehlt aber ein gewisses Zeitfenster, in dem man etwas beobachten kann und dann auch einen, noch so kleinen, Ansatzpunkt bekommt.

Als Leser kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie die graue Materie zum Schluss dazu bewogen wird abzudrehen. Das Problem ist, das die Autoren und die Expokraten das wohl selbst nicht wissen. Hier fehlt schlicht und ergreifen das sauber ausgearbeitete (pseudo-)technologische Fundament.

Man kann sich vorstellen, dass die Lektüre dieses Perry Rhodans, trotz einiger durchaus vorhandener Bonbons der menschlichen Art, sich etwas zäh gestaltete. Dieser Uwe Anton wäre in meiner Vor-Kritiker-Zeit normalerweise auf dem Stapel der nur angelesenen Perrys gelandet.

Erst gegen Ende des Romans bekommt man etwas greifbareres und der Roman wird lesbarer.

In Summe wäre der Roman ohne Happy-End wahrscheinlich deutlich besser geworden, dafür hätte man die Gefahr aber (be)greifbar und damit auch in Maßen berechenbar machen müssen.

Mal sehen wie sich die folgenden Romane zu dem Thema so schlagen …

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Welten an Drähten und wahre Namen 183: Der Virtuelle Literaturcon 2019

Schöne Dinge gehen schnell zu Ende. Das Wochenende, der Urlaub und auch der 3. Virtuelle LiteraturCon. Mir hat der ausgesprochen gut gefallen.

Tolle Lesungen, phantastische Kulissen (fast alle direkt von Meister Barlok Barbosa selbst) und natürlich die wunderbare Moderation von Thorsten Küper, der auch diesen Event der Brennenden Buchstaben wieder Stimme und Gesicht geliehen hat.

Sehr schön ist dieses Mal wurde das Event nicht nur über Discord und Web-Radio (Radio Rote Dora) übertragen, es gibt auch zwei sehr ausführliche Mitschnitte des Events auf youtube.

Wer meine Lesung nachhören möchte wird im zweiten Video von ca 0:51 bis 1:19 Stunden fündig, aber es lohnen sich auch alle anderen Lesungen, die waren alle super bis erstklassig!

Tag 1 des 3. Virtuellen LiteraturCon:

Tag 2 des 3. Virtuellen LiteraturCon:

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Perry Rhodan 3034 gelesen …

… und ich fand ihn chillig.

Das war für einen Thurner schon sehr entspannt und hatte fast was vom anderen Thurner, dem ohne h, dem Maler. Das Grundsetting ist jetzt nicht wirklich neu: Perry reist in eine neue Galaxis und ist mal wieder der richtige Mann zur falschen Zeit am falschen Ort.

Short: Perry Rhodan reist mit der RAS TSCHUBAI in die Heimatgalaxis der Cairaner, nach ANCAISIN. Dort trifft er auf ein in Raum treibendes Schiff der Quantam. Ganz nebenbei muss er sich noch flüchtigen Mengen Grey-Goos erwehren.

Wobei man das mit dem richtigen Mann so wahrscheinlich nicht stehen lassen können, schon können aber nicht sollten, lassen sollte. Schließlich geht es hier auch um die Materialwissenschaftlerin Gry O’Shannon. Mir ist sie sehr sympathisch. Selbstbewusst, selbstständig, neugierig und auch ein bisschen vorlaut. Und zumindest in meiner Vorstellung ein ziemlich heißer Feger. Eine der interessantesten Figuren seit längerer Zeit.

Sehr gelungen sind auch die Quantam, als Spezies und mit den Figuren Moquert und Taquav auch gesellschaftlich und als Einzelfiguren. Da ist Michael Marcus Thurner ein gelungenes Spiegelbild der zur heutigen Zeit lebenden Menschen gelungen. Man möchte sich den ganzen Tag die Augen und Ohren zuhalten, aber dann gibt es auch wieder diese erwachsenen, sehr menschlichen Momente. Klasse!

Gut durch schimmernd dann auch die nebulöse Gefahr im Hintergrund. Gut ganz neu ist das Konzept nicht wirklich, wenn man an die Abruse oder an Grey-Goo denkt. Die Idee, dass die kosmische Müllabfuhr ihren Job so komplett verbockt hat und ihre eigene Heimat in eine tote Wüste verwandelt hat, hat was.

„Das Welten-vernichtende Ding ist doch noch gut.
Damit kann man doch noch was tun.
Warum sollte man das jetzt unnütz fachgerecht entsorgen?“
Klingt sehr menschlich.

Super Konzept, meine Befürchtung ist aber, das sich, basierend auf den Erfahrungen der letzten Zyklen, der Sense-of-Wonder nicht so recht entfalten wird. Man darf diese Dinge nicht nur unter literarischen Gesichtspunkten sehen. Das Genre heißt nicht umsonst Science-Fiction. Hier bedarf es einer tiefergehenden, tiefschürfenden Beschäftigung mit der Materie. In bisschen Mystery-Geschwubbel wird da nicht reichen wenn es mehr als eine oberflächliche und damit austauschbare, belanglose Geschichte werden soll. Man darf da auch mal gerne den Techno-Philosophen raushängen lassen. In diesem Fall ist sehr lobenswert, dass sich Michael Marcus Thurner erkennbar mit der Materie auseinandergesetzt hat, auch wenn die Materialwissenschaftlerin doch etwas übertrieben viel im Revier der Xenologin wildert.

In Summe ist das hier kein Action-Reißer, sondern ein intelligenter Roman mit Actionanteilen und deutlich mehr Science als man das so gewohnt ist. Mir gefällt es, es ist ein kleines Kunstwerk, eines von der Sorte für das sich die Serie liebe. In der Hoffnung, dass dieses einen Trend darstellt, gerne weiter so.

Klasse!

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