Das Hydorgol-Wochenende vom 23. bis zum 24.05.2015

Wer das nächste Wochenende noch nichts vor hat – schließlich ist bei den Brennenden Buchstaben Lesepause – der kann sich am kommenden Wochenende kostenlos mit Hydorgol eindecken.

Am Samstag dem 23.05. und am Sonntag dem 24.05.2015 gibt es sowohl den Roman „Hydorgol – Der Alpha Centauri Aufstand“ als den Nachfolgeroman „Hydorgol – Inquisition“ bei Amazon kostenlos.

Wer hat noch nicht? Wer will nochmal?

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Schreiben ist Schreiben … phantastische Kurzgeschichten an der BA Wolfenbüttel

„Klassische Ideen neu interpretieren. Die phantastische Kurzgeschichte“ so lautete das Motto des Seminars, das vom 15. bis zum 17. März 2015 an der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel stattfand. Natürlich wieder unter der bewährten Leitung von Klaus N. Frick, Uwe Anton und Olaf Kutzmutz. Eine Kombination, die das gesamte Spektrum der Literatur abdeckt, vom Redakteur über den Autor und Übersetzer zum Literaturwissenschaftler.

Die zur Seminarvorbereitung eingereichten Kurzgeschichten der Teilnehmer wurden somit aus den unterschiedlichsten Winkeln und Perspektiven abgeklopft, gewogen, und für zu leicht befunden 😉 . Neben Form und Inhalt stand dann auch die Frage nach der Inspirationsquelle an, schließlich ist das Motto des aktuellen Programms der BA Wolfenbüttel „Klaut!“ – das, verständlicherweise, nicht in allen Aspekten auf volle Begeisterung bei den Profis stieß.

Natürlich gab es auch wieder Schreibaufgaben für die Teilnehmer, die sich am Ende des Seminars zu einer Kurzgeschichte fügten, ohne das dieses expliziert so angekündigt worden war. Die knallharten Zeitvorgaben bei meinem letzten Seminar an der BA Wolfenbüttel ließen die Zeitvorgabe „40 Minuten“, zumindest für mich, paradiesisch klingen. Das Maß wahr wohl gut gewählt, denn die Ergebnisse waren wohl eine deutliche Steigerung zu den eingereichten Hausaufgaben.

Aber natürlich wurde nicht nur gearbeitet, auch der anschießende obligatorische informelle Austausch über Kunst, Literatur, Gott und die Welt kam nicht zu kurz, war aber etwas kompakter als bei meinem letzten Seminar.

Alles in allen eine Veranstaltung die fordernd aber auch fördernd war. Und nach einem etwas längeren Schlaf des rechtschaffend Erschöpften sage ich:

Immer wieder gerne!

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Perry Rhodan 2804 gelesen …

Perry Rhodan 2804 gelesen … und er hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Gelesen haben ich ihn natürlich schon am Donnerstag als E-Book, schließlich war Feiertag und leider hatte der Briefträger an den Tag kein Heften für mich.

Nun nach dem fulminanten »Der unrechten Wanderer« vom Michael Marcus Thurner waren die Erwartungen bei mir hoch. Die Befürchtung, das es ein Deja Vu zu Perry Rhodan 2704 werden würde, der bei mir in Bezug auf den 2700er Zyklus das Fass bei mir zum Überlaufen gebracht hat, bewahrheitete sich nicht. Ganz in Gegenteil.

Nach Raumschlacht um Raumschlacht in den Vorgängerromanen war es eine nette Abwechselung mal einen Roman zu lesen, der ein hauptsächlich ein Gefühl der Erbauung zurückließ.

Besonders gut befallen hat mir der Part um den Kerouten Oupeg. Eine einfühlsame Geschichte mit einem vielleicht etwas melodramatischen, aber sehr poetischem Ende.

Mir hat der Roman ausgesprochen gut gefallen. Ein Kandidat für die Ruhmeshallen der Serie!

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ®
 sind eingetragene Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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BB E-Book Event 2015, ein Ausschnitt aus der Lesung von Hydorgol – Inquisition

Wer die Lesung von „Hydorgol – Inquisition“ auf dem BB E-Book Event 2015 verpasst hat, beim Thorsten Küper gibt es einen Ausschnitt der Lesung.

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Schreiben ist Schreiben – Loslassen

Einen Roman zu schreiben ist eine langwierige Sache. Die gängige Analogie ist: Eine Kurzgeschichte ist ein Sprint und der Roman ist ein Marathon. Meine persönliche Meinung dazu ist: Das ist falsch.

Nun nicht richtig falsch, aber auch nicht richtig richtig. Das Verhältnis stimmt meiner Meinung nach schon, aber die Dimensionen sind falsch. Ein Roman hat keine 42,195 Kilometer, er hat 400, 800 oder gar 4000 Kilometer. Das läuft man nicht mal eben an einem Tag und schon gar nicht, ohne sich zwischen durch mal eine kleine Pause zu gönnen.

Eine Kurzgeschichte kann man an einem Tag und am Stück schreiben, aber das wird dann kein 100 Meter Sprint, sondern ein 400 oder 800 Meter Lauf. Es gibt absolut keinen Grund herablassend auf die Kurzgeschichte zuschauen, den eine gute Kurzgeschichte ist 800 Meter Vollgas. Sie ist ein Edelstein, den es perfekt zuschleifen gilt, damit er seine volle Pracht entfalten kann. Der Roman ist dagegen ein auffälliges Stück Geschmeide, das aus vielen Edelsteinen und noch mehr edlem Metall bestehen sollte. Da muss jetzt nicht jeder Stein perfekt geschliffen sein, damit es trotzdem ein schönes Gesamtwerk ist. Das Metall hält alles zusammen und bildet damit das Gerüst des Ganzen. Zur Not geht es auch ganz ohne Edelsteine. Natürlich ist das Optimum das alles perfekt verarbeitet und jeder Stein perfekt geschliffen ist. Aber es fällt natürlich nicht so auf, wie bei dem einzelnen Stein, den man da unter die Lupe legt.

Wie üblich schweife ich etwas ab, was bei einem Roman eine Stärke sein kann und in der Kurzgeschichte tödlich ist. Beim Roman kommt es, der langläufigen und verbreiteten Meinung nach, darauf an am Ball zu bleiben. Es ähnelt einer Pilgerreise. Man läuft seine Strecke und erlebt den Weg. An dieser Stelle kommt, was kommen muss: Es gibt die Läufer und es gibt die Erleber. Die Diskussion was jetzt der bessere Weg ist, ist eine müßige: man ist was man ist. Ja, ich gebe es zu, ich bin ein entdeckender Schreiber. Meine Planung für jeden einzelnen Schritt des Romans hält sich in Grenzen, andererseits habe ich zwei Mal meine Pilgerreise erfolgreich abgeschlossen. Ich bin zweimal am Ziel angekommen und die Ergebnisse sind käuflich zu erwerben. Soweit so gut.

Natürlich bin ich dabei auch mal in einer Sackgasse gelandet und habe fünf Kapitel mitten im Projekt entsorgt, weil es in die falsche Richtung ging. Und ja das erste Ende ist jedes Mal – zurecht – im Mülleimer gelandet.

Hätte mir planendes Schreiben nicht einiges erspart? Ich hab es ganz am Anfang versucht und es war eine absolute Katastrophe. Es ist schlicht und ergreifend nicht meine Vorgehensweise. Der strikte Plan, wann was geschrieben werden sollte, war absolut tödlich für die Kreativität und die Motivation. Dennoch hat entdeckendes Schreiben natürlich auch seine Nachteile. Abgesehen vom Begriff selbst, aber dazu später. Es besteht immer die Gefahr, dass man sich verrennt und nicht da ankommt, wo man hin will. Das kann sogar gut sein, denn der Weg dorthin klar, logisch und ohne Handlungsbrüche ist. Und man einen tollen Abschluss gefunden hat.

Man kann aber auch an der Fähre zur Insel Mallorca landen, obwohl man eigentlich nach Andalusien wollte. Was macht man dann? Das kommt wohl auf den Startpunkt an. Kommt man aus Wien, kein Problem es liegt auf dem Weg. Kommt man aus Paris, ist es ein kleiner Umweg und sollte zu verschmerzen sein. Bei Madrid als Startpunkt sieht das schon ganz anders aus. Das war einfach die falsche Richtung. An der Stelle sollte man sich dann eingestehen, dass einfach immer weiter geradeaus laufen einen nicht an das gewünschte Ziel bringt. Und dann ist wird es hart. Fünf Kapitel wegzuwerfen ist nicht einfach, aber dreißig Kapitel sind das halbe Buch. Das schmerzt.

Nun bei meinem aktuelle Projekt habe ich natürlich die 30 Kapitel nicht weg geworfen. Ich habe ein neues Projekt mit dem gleichen Namen angefangen. Und siehe da, es läuft sich gleich viel leichter und beschwingter, wenn man ein besseres Gefühl bei der Sache hat. Etwas nachbessern ist in Ordnung, aber bei Zusammengeschustertem muss man dann noch sagen, ne daraus wird nichts Ordentliches mehr.

Loslassen kann ungemein befreiend sein. Der Ballast ist weg, aber die Erfahrung bleibt.
Ein tolles Schlusswort, oder? Na fast, eine Sache habe ich noch: entdeckendes Schreiben. Ich halte das genauso unglücklich aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt wie „Show, don’t Tell“. „Zeigen, nicht Erzählen“ was sagt das aus? Meiner Meinung nach besser wäre „Erleben lassen, nicht mitteilen.“ eine vielleicht passendere Übersetzung. Das Erzählen hat im deutschen meiner Meinung eine ganz andere Bedeutung und Tradition. Den Grundsatz für spannende, mitreisende Geschichten kannten schon die alten Sagen. Man findet das auch in den Märchen der Gebrüder Grimm. Nichts bahnbrechend Neues also. Das kann aber auch schnell langartig und ausufernd werden. Die Deko braucht kein eigenes Spinn-off, da reicht dann vielleicht ein einzelner Nebensatz.

Zurück zum „entdeckenden Schreiber“. Ich bin mit dem Begriff wahrscheinlich genau so unglücklich wie Sabine Schäfers in ihrer Reihe „Schreibtipps für Bauchschreiber“, den schließlich verwendet sie den Begriff „Bauchschreiber“. Ist das also nur was für Bauchmenschen? Ich behaupte nein. Schließlich bin ich ein diplomierter Maschinenbau-Ingenieur und damit ein Kopfmensch. Zahlen, Berechnungen, Konstruktionen all das sollte perfekt passen, bevor man wo möglich Menschenleben aufs Spiel setzt. Dennoch sollte man immer zusätzlich eine Überschlagsrechnung mit dem guten Rundungsdaumen machen. Ein Komma kann schnell mal verrutschen.

Warum schreibe ich dann jetzt nicht planend und ich komme trotzdem ans Ziel? Zuerst: nachvollziehbare  Überraschungen in einem Roman sind gut! Zweitens der Begriff „entdeckender Schreiber“ ist für mich falsch. Ich bin ein „entwickelnder Schreiber“. Das ist ähnlich, aber nicht das gleiche. Obwohl man etwas auswickelt und dabei dann das vorher Verhüllte entdeckt. Ich weis von welchen Startpunkt ich aus losgehe. Ich weis wohin ich will. Was ich nicht weis, ist was mich alles auf dem Weg erwartet. Es macht für mich den besonderen Reiz aus in dem Moment eine Lösung zu entwickeln, in dem der Weg einem ein Problem stellt.

Was hier den guten Ingenieur vom einem schlechten unterscheidet, ist das man unterscheiden kann ob etwas, trotz Schwierigkeiten, zu einem Guten gebracht werden kann, oder ob der Ansatz schon falsch war. Loslassen kann da Ressourcen für die guten Dinge freimachen.

In dem Sinne: Neuer Weg, neue Hindernisse. Das Leben ist zu kurz für Stückwerk.

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