Perry Rhodan 2851 gelesen …

Perry Rhodan 2851 gelesen … und ich habe den Roman verschlungen.

Meine Hoffnung aus dem Kommentar zu Perry Rhodan 2850 hat sich erfüllt: Christian Montillon is back! Hat man seinen Romanen seit der Übernahme des Exposés doch etwas die Last des Amtes angemerkt, schreibt CM nun, als ob eine große Last von ihm abgefallen ist und er jetzt wieder befreit und kreativ seinen Spaß bei der Arbeit hat.

Mir hat der Roman jedenfalls eine Menges Spaß beim Lesen bereitet. Die Mnemo-Korsaren sind etwas speziell, aber als Fan von echter Science-Fiktion definitiv interessant, auch wenn nicht übermäßig ins Detail gegangen gegangen wird. Etwas Spannung muss schließlich bleiben!

Die Jenzeitigen Lande können definitiv mit der Stadt Allerorten mithalten, was den Sense-of-Wonder und die Faszination für diesen Ort angeht. Hier steckt eine Menge Liebe zum Detail und ein paar wirklich tolle Ideen hinter der Sache. Schön, dass dieses Mal die tollen Ideen eine Chance kriegen und nicht, wie in den Anfängen des 2700er-Zyklus, sinnlosem Geballer geopfert werden. Mir gefällt es!

Die Geschichte um Altan und seine „Mannen“, die zur Rettung von Lua Virtanen und Vogel Ziellos eilen ist spannend und phantasievoll, aber hat meinem Geschmack nach einen Hauch zu viel Deus ex Machina. Wobei die Figur des Wissenschaftlers Lothuld durchaus einen sehr schönen Vermittler zwischen Handlung und Leser abgibt.

Aber mal ehrlich: Atlan hat jede Hilfe nötig, wenn er gegen die Mnemo-Korsaren bestehen will. Es ist also keine übermäßig klare Sache, dass Altan mit wehender Arkonidenmähne von Sieg zu Sieg eilt. Da warten ein paar Überraschungen auf Atlan, alle anderen Figuren und natürlich den Leser. Aber die Erinnerungen daran kann er ja überall in der Veste Tau eintauschen – ich bin interessiert ;).

In Summe: ein schöner und spannender Roman, bei dem Christian Montillon zu seiner alten Form zurückgefunden hat. Wenn die Deus ex Machina sparsam eingesetzt wird, weiter so!

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ®  sind eingetragene
 Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Das BB E-Book Event 2016, Tag 1: Anja Bagus Lesung aus „Aether, Schwerter und Planeten“

Das BB E-Book Event 2016 hat mit jeder Menge schwungvoller Aktion aus Anja Bagus Ätherwelt Universum begonnen.

Unterstützt vom Selina Haritz und Thorsten Küper, ließ die Autorin ihre Heldin einen Bösewicht jagen und fangen, um dann gleich dafür auf die Strafbank geschickt zu werden. Aber Anja Bagus wäre nicht Anja Bagus, wenn hinter Türen in unaufgeräumten Aservatenkammern nicht noch Geheimnisse lauern würden …

Es war also ein gelungener, mit 32 Besuchern sehr gut besuchter,  Auftakt, in dem auch Barlok Barbosas grandiose Kulisse ihren Teil beigetragen hat. Klasse!

Mehr Bilder gibt es wie immer beim schnellsten Reporter in SL, in BukToms Blog.

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Das BB E-Book-Event 2016 – heute geht es los!

Das BB E-Book-Event 2016 – heute geht es los!

Dieses Jahr gibt es wieder ein volles Programm und es sind wieder viele hochkarätige Autoren und Vortragende mit von der Partie. Es wird wieder ein breites Spektum an Genres geboten und es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Einfach mal einen Blick ins Programm werfen und reinhören, es kostet nichts – lohnt sich aber 😉

Für Neueinsteiger in die Welt Lesungen im Cyberspace gibt es hier eine tolle Anleitung für die Teilnahme an Lesungen. Es ist sinnvoll spätestens zwei Stunden vor der Lesung mit dem Download und der Installation des Viewers zu beginnen und sich spätestens eine Stunde vor Beginn der Lesung dann auch in Second-Life anzumelden. Beim zweiten Mal ist die nächste Lesung dann nur noch einen Mausklick entfernt :).

Am Anfang reagiert Second Life sehr träge, was daran liegt, das erstmal alle Objekte der virtuellen Umgebung geladen werden müssen, einfach ein paar Minuten laden lassen. Beim nächsten Login geht dann alles deutlich zügiger, da der Cache des Viewers schon gefüllt ist. Sollten es trotzdem noch ruckeln, hilft es ungemein, die Grafik-Einstellungen auf Minimum einzustellen und dann später schrittweise wieder zu erhöhen, bis eine gute Einstellung für den eigenen Rechner gefunden ist.

Im YouTube-Channel der Brennenden Buchstaben kann man sich schon mal ein paar Ausschnitte vergangener Lesungen ansehen.

BBE-BookEvent2016

Quelle : kueperpunk2012.blogspot.de

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Gelesen: Harlan Ellison, „Ich muss schreien und habe keinen Mund: Erzählungen“

Es gibt einen Begriff, der meine Erfahrung mit den gesammelten Erzählungen von Harlan Ellison sehr treffend beschreibt, und das ist „literarisches Stockholm-Syndrom“.

Frei nach Winston Churchill erwartet einen in diesen Geschichten „nichts als Blut, Mühsal,Tränen und Schweiß“. Das ist also keine Lektüre, die man leichtfertig beginnen sollte. Dennoch bereue ich es nicht, bis zum Ende, trotz der Qualen, durchgehalten zu haben.

Neben der Erkenntnis, dass der Wert eines Erfolges sich vor allem durch die geleisteten Anstrengungen und Mühen definiert, gab es aber auch Momente, in denen sich Momente herauskristallisierten, in denen sich eine ganz besondere Qualität zeigte. Nicht unbedingt die zuweilen rücksichtslose Härte gegen die Charaktere und den Leser, sondern die Momente, in denen die Charaktere aus der Rolle des hilflosen Opfers in die Rolle des zurückschlagenden, kämpfenden Wesens kippen. Sie werden damit zwar ebenfalls ein Teil des Bösen, aber die Geschichten verlieren damit ihre deprimierende Hoffnungslosigkeit.

Ich lese diese Sammlung als E-Book und an dieser Stelle gibt es ein weiteres Ärgernis: das fehlende Inhaltsverzeichnis. Dieses E-Book hätte etwas mehr Liebe und Aufmerksamkeit vertragen können, als einfach nur den Text der Printausgabe in ein E-Book umzuwandeln. Das Medium Papierbuch und das Medium E-Book haben kleine, aber feine Unterschiede. Der Verzicht auf ein Inhaltsverzeichnis lässt sich ein einem Papierbuch deutlich besser kompensieren, ist aber im E-Book eine sehr ärgerliches Manko. Zumal es sich hier um eine Sammlung von Einzelgeschichten handelt und nicht um einen zusammenhängenden Roman.

Aber nun genug der Entschuldigungen. Es gibt einen Punkt, an dem meiner Meinung nach die Lektüre kippt. Oberflächlich betrachtet mag das die Kurzgeschichte „Ich suche Kadak“ sein, aber ich denke es passiert eine Geschichte vorher in „Todesvogel“. Hier passiert genau das, was ich schon erwähnt hatte: Der weibliche Hauptcharakter verlässt die Rolle des hilflosen Opfers und begibt sich auf die dunkte Seite der Welt, auf die Seite derjenigen, die kämpfen, die selber Böses tun.

Keine sonderlich edle Sache, aber ein wichtiger Wendepunkt, meiner Meinung nach. Und ich vermute das dokumentiert auch einen bedeutenden Wendepunkt im Leben und im Charakter des Autors Harlan Ellison. Seine Geschichten werden deutlich heiterer. Ja stellenweise sogar fast albern und klamaukig. Eine weitere wichtige Lektion oder Erkenntnis, die man aus dem Buch ziehen könnte: Mit Humor ist vieles erträglicher.

Ein Wort möchte ich noch zur letzten, preisgekrönten Geschichte „Mephisto in Onyx“ verlieren. War das wirkliche seine beste Gesichte? Die Wendung zum Schluss überzeugt mich nicht wirklich. Das mag an der Übersetzung liegen, aber ich vermute eher das mir der auftriumphierende Aufstieg des Phönix aus der Asche nicht gefallen hat, weil es der Autor es sich hier vielleicht etwas einfach gemacht hat. Etwas differenzierendes Feingefühl hätte diese Geschichte zu einem wahrlichen Harlan Ellison gemacht. Vielleicht war der Autor das Durchleben von Leid einfach nur Leid. So wie dem Autor dieser Rezension.

In Summe bleibt aber das Gefühl einem Meister des Erzählens gelauscht zu haben. Es gab wirkliche Momente des Staunens, auch wenn der Autor dem Leser nichts schenkt, sondern harte Arbeit vom Leser einfordert. Es ist keine Lektüre, die man leichtfertig beginnen sollte, aber warum besteigt man einen Berg? Weil er da ist. Aber man muss es trotz der tollen Aussicht vom Gipfel nicht zweimal machen.

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Perry Rhodan 2850 gelesen …

Perry Rhodan 2850 gelesen … und es war ein kosmisches Meisterwerk. Ein Roman in dem Wim Vandemaan und Christian Montillion gezeigt haben, was dieses Duo zustande bringen kann.

Die Jenzeitigen Lange sind endlich erreicht und dort erwartet den Leser eine bunte, phantastische Welt voller Welteninseln, die einem aus der „WIEGE DER LIEBE“ und in derselben Art her aus die Ringwelt Andrabasch in einem viel kleineren Maßstab bekannt sein dürften.

Neben dem Sense-of-Wonder kommt aber auch das Abenteuer nicht zu kurz, nein es wird sogar im höchsten Maße spannend. Und dort ebenfalls nicht trivial, sondern sehr menschlich, im guten, wie im schlechten Sinne.

Ein Roman, der, meiner persönlichen Meinung nach, einer der Besten ist, den ich in meiner bisherigen Perry Rhodan Historie gelesen haben, und das waren eine ganze Menge. Die Enthüllungen kosmischen Ausmaßes lassen auf weitere tolle Romane in dem Kontext hoffen, da bin ich wieder ganz Fan und einfach nur auf das Kommende gespannt. Besonders die Kombination aus großen kosmischen Zusammenhängen mit einer spannenden Handlung einzelner Personen machen für mich den besonderen Reiz der Serie aus. Die großen Raumschlachten und Truppenaufmärsche dagegen können ohne das dazugehörige Fingerspitzengefühl schnell unpersönlich und damit uninteressant werden.

In Summe: Es war eine Freude und ein Privileg so einen tollen Roman lesen zu können. Danke!

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ®  sind eingetragene
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