Heute mal keine Science Fiction …

Heute geht es mal nicht um Science Fiction, leider.

Dachte man, man sei mit dem Kirchenaustritt dieser Organisation entkommen, sieht man sich im nähren Umfeld eines Besseren belehrt. Ein mittelalterlich anmutendes Possenstück nahm dort seinen Lauf. Eine beliebte und kompetente Kindergärtnerin heirate. Man meinte die Kirche sollte darüber froh sein, stattdessen wird sie entlassen.

Begründung: sie war vorher geschieden. Wie erklärt man das nun den betroffenen Kindern? Wie gut, das ich persönlich das jetzt nicht muss, denn bei mir stellt sich ehrlich gesagt dafür auch kein Verständnis ein.

Das Schlimmste daran: Es ist bei Leibe kein Einzelfall, sondern häufig vorkommende Realität. Es ist schon erstaunlich welche Macht eine Organisation ausüben kann, die ihre Einrichtungen zu Großteil von Staat finanziert bekommt und dafür dort ungebremst gegen, mittlerweile allgemein akzeptierte, gesellschaftliche Maßstäbe handeln kann.

Ein Versuch der kindgerechten Aufarbeitung drüben bei Benno Feuerohr.

 

Veröffentlicht unter Lesung/Literarisch, philosophisches, Real Life | Kommentare deaktiviert für Heute mal keine Science Fiction …

Brauchen wir eine neue Science-Fiction?

Der Artikel von Günter Hack aus dem Feuilleton der FAZ liegt schon länger bei mir auf dem Schreibtisch. Eigentlich hatte ich schon längst darüber schreiben wollen, aber manche Dinge sollte man vielleicht in Ruhe reifen lassen.

Es steckt ein Funken Wahrheit in dem Artikel. Trotz einiger Schwächen und berechtigter Gegenargumente zum Artikel durchaus ein lohnenswerter Denkanstoß – meine erste spontane Meinung.

Eines der inhaltlich schlagkräftigsten Gegenargumente war: Diese neue SF gibt es doch schon!

Meine erste spontane Reaktion war: wo? Meine zweite war: will ich die wirklich lesen?

Was fordert der Autor hier eigentlich für eine SF? Und warum?

Wenn ich den Artikel richtig deute, wird eine SF gefordert, der einen Entwurf von dem schafft, wie es eigentlich sein sollte. Etwas das man selbst ersterben möchte, kurz die Urgroßmutter der Phantastischen Literatur: die Utopie.

Wahrlich, die ist wirklich selten geworden. Mir fällt dazu eigentlich nur Thomas Morus Utopia ein. Es mag eine Bildungslücke meinerseits sein, aber das Gegenteil von Utopie, die Dystopie ist das beherrschende Setting. Neben dem gütigen Diktator des sich im Omnipotenz-Rausch befinden Helden.

Kann die Utopie wirklich eine gute SF-Story sein oder werden? Kauft einem das ein Mensch von heute wirklich ab? Die Rosa-Watte-Version, alá Rosamunde Pilchner oder Harry Potter auf jeden Fall (Ok – ist jetzt keine SF).

Gehört es nicht zum guten Ton in der SF allen Heilsversprechungen zu misstrauen oder gar sich in der Dystopie wohlig zu wälzen? Ist der Rebell, der sich gegen das böse Oben behauptet, nicht der Held?

Wer könnte der Held der Utopie sein? Der gütige Diktator? Eindeutig nicht, denn das wird aus einer Utopie, die nicht funktioniert oder auf Abwege gerät? Genau: die Muster-Dystopie. Der sich permanent bemühende Streiter für das Gute und Gerechte? Schon viel besser. Nur wo gegen streitet der? Genau: gegen das unvermeidliche Scheitern einer Utopie, die nicht permanent auf ihre Utopizität, ihr Gut sein, überprüft und korrigiert wird. Und auch da ist das Scheitern möglich und vielleicht sogar wahrscheinlich.

Eine gesunde Portion Misstrauen gegenüber Utopien ist wahrscheinlich eine der besten Waffen im Ringen um einen Zustand der den der Utopie anstrebt.

Bleibt also am Ende nur der normale Mensch, der sich um das Gute und Gerechte müht, sich aber bewusst ist, dass er auf einem schmalen und steinigem Grad wandert. Wie der gute alte Sisyphos. Am Ende lautern dann doch wieder Erschöpfung und Aufgeben. Wenn man es nicht schafft die Fackel an den Nächsten weiter zu geben. Oder unsterblich ist. So wie z.B. Perry Rhodan.

Perry Rhodan? Der Deserteur, der sich zum gütigen Diktator aufgeschwungen hat? Ja, genau der! Der Vorteil an der – relativen – Unsterblichkeit ist, dass man sich wandeln kann und muss. Was der fiktive Held in seinen 52 Jahren realer Leserzeit kontinuierlich getan hat. Eines ist ihm aber geblieben: Der Wille zum Guten zu handeln. Nicht immer ohne berechtigtes Misstrauen an diesem Vorbild. Aber ohne ein gewisses Sendungsbewusstsein hätte es die Serie nicht bis in die heutige Zeit geschafft. Die goldenen Zeiten eines William Voltz sind vielleicht vorbei, das Thema Utopie ist aber top aktuell, auch wenn es eine Atopie geworden ist …

Was jetzt aber nicht heißen soll, dass man es sich im Schatten es übermächtigen Weltenbaumes Perry Rhodan – oder anderer Serien, wie z.B. Star Trek usw. – allzu bequem machen sollte: Selbst ist der Schreiberling und das Gute mit Besserem zu übertrumpfen – nun ein Versuch kann jedenfalls nicht schaden. Und falls es schiefgehen sollte: Eine guter Weltuntergang geht immer …

Weiter zu Teil 2

Veröffentlicht unter Lesung/Literarisch, philosophisches | 3 Kommentare

Welten an Drähten und wahre Namen 53, Aether für alle !

Heute ging es steampunkig lustig zu. Es mag am Aether oder an der reichhaltigen Schwarzwälder Kirschtorte gelegen haben. Aber es gibt deutlich schlimmeres als gut gelaunte Streampunks. Der Lesung hat es gut getan.

Anja Bagus lass heute mit Unterstützung von Thorsten Küper aus ihrem ersten und zweiten ihrer bisher erschienen An­na­belle Ro­sen­herz Romane. Erst wurde man ins Baden Baden von 1910 zum Kaffeeklatsch entführt und dann brillierte Thorsten Küper als Whisky liebendes Heinzelmännchen, der sich als Hausgeist ausgab.

Das Publikum war jedenfalls begeistert und Anja Bagus hat ein paar neue Fans hinzu gewonnen. Die Serie wird sogar verfilmt:

Snapshot_001

Snapshot_002

Snapshot_003

Snapshot_006

Snapshot_007

Snapshot_008

Snapshot_009

Snapshot_010

Snapshot_011

Snapshot_012

Snapshot_013

Snapshot_014

Snapshot_015

Snapshot_016

Snapshot_018

Snapshot_019

Snapshot_020

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Welten an Drähten und wahre Namen 53, Aether für alle !

Welten an Drähten und wahre Namen 52, MOYA – WoW!

WoW! Das war meine erste Reaktion, als ich einen Blick auf das Video der Entstehung des Touristen Büros von Moya Land in RL auf der Arte Genova das erste Mal sah. Gefunden wurde dieses Schmuckstück in Quan Lavenders Blog.

Und der Eindruck blieb. Der Künstler hat 4 volle Sims gestaltet und das was ich bisher gesehen habe ist absolut einen Besuch wert. Und wie immer: Nehmen Sie sich Zeit mit!

Falls jemand bisher noch keinen Grund gefunden haben sollte, sich einen SL-Client zu installieren, hier wäre einer: Auf nach MOYA Land!

Snapshot_002

Snapshot_003

Snapshot_004

Snapshot_005

Snapshot_006

Snapshot_007

Snapshot_008

Snapshot_009

Snapshot_010

Snapshot_011

Snapshot_012

Snapshot_014

Snapshot_015

Veröffentlicht unter Kunst #Art, Virtuelle Welten | Kommentare deaktiviert für Welten an Drähten und wahre Namen 52, MOYA – WoW!

Welten an Drähten und wahre Namen 51, Miniaturen – Lyrik und mehr

Teil Eins fand vor und in Moewe Winklers Lyrik Labor statt. Es lasen Zauselina Rieko, Chapter Kronfeld, Stefan Enke und Markus Becker. Moewe Winkler führte dann anschließend durch ihre atemberaubende Installation lyrischer Datenschnipsel des neu gestalteten Lyriklabors.

Anschließend ging es über interaktive Trittsteine weiter zum Biergarten des Kafe Krümelkrams, wo Teil Zwei der Lyriklesungen stattfand.

Es ging Schlag auf Schlag, man kam fast nicht mit dem Applaudieren hinterher. Definitiv ein Highlight für Lyrikbegeisterte in Second Life!

Mehr Bilder natürlich in BukToms Blog.

Snapshot_001

Snapshot_002

Snapshot_003

Snapshot_004

Snapshot_006

Snapshot_007

Snapshot_008

Snapshot_009

Snapshot_011

Snapshot_012

Snapshot_015

Snapshot_016

Snapshot_017

Snapshot_019

Snapshot_020

Snapshot_021

Snapshot_022

Snapshot_023

Snapshot_024

Snapshot_025

Snapshot_026

Snapshot_027

Snapshot_028

Veröffentlicht unter Kunst #Art, Lesung/Literarisch, Virtuelle Welten | Kommentare deaktiviert für Welten an Drähten und wahre Namen 51, Miniaturen – Lyrik und mehr