Das BB Ebook Event 2014, die Lesungen des letzten Abends

So es ist vorbei, das BB E-Book Event 2014. Und es hat mit einem Feuerwerk aufgehört, im realen, wie im übertragenen Sinn.

Erst lass Jan-Tobias Kitzel im BB EBook Event Gebäude des Kafe Krümelkram aus „Froststurm“, dann gab es in Michael Iwoleits Night City gleich sechs Lesungen aus der Kurzgeschichten-Anthropologie „Exotische Welten“ des O’Connell Press Verlages.

Jan-Tobias Kitzel entführte uns in die Anfänge einer apokalyptischen Eiszeit, ausgelöst durch Experimente mit dem Klima. Es wurden Auszüge aus den Anfängen, aber auch ein paar Einblicke in das Leben nach dem Einbruch der mörderischen Kälte und dem damit verbunden Untergang der bisher bekannten Zivilisation geboten. Frostig, aber gut.

Die exotischen Welten dagegen boten für jeden Geschmack und jedes Genre einen Vertreter. Ich hatte schon mal in die Sammlung hineingelesen und es sind wirklich viele sehr gute Kurzgeschichten darunter.

Alice Andres, lass aus ihrer Geschichte „Das Licht Asgards“. Hier wird man in die mythologische Welt der nordischen Götterwelt entführt. Wer die Sagen kennt wird sich hier gleich heimisch fühlen und vielleicht das ein oder andere Deja Vú erleben.

Dennis Frey, lass aus seiner Geschichte „Das Geheimnis der Tengu“ und entführte uns damit in die japanische Mythenwelt. Sehr atmosphärisch aus der Sicht des Einheimischen geschildert, der sich nun mit einem Gajin aus dem viktorianischen England und den Fleisch geworden Mythen seiner eigenen Kultur herumschlagen muss. Ich habe die Geschichte schon ganz gelesen und sie sehr genossen.

Ulf Fildebrandts „Der kalte Schlaf“ ist eine weitere Perle aus der Kurzgeschichtensammlung. Eine sehr gelungene klassische Kurzgeschichte mit einem interessanten Twist am Ende, aber den werde ich jetzt nicht spoilern. Bisher eine meiner persönlichen Favoriten, aber ich habe noch nicht alles gelesen …

Susan O´Connells „Next Level“ kann man als Mischung aus Cyberpunk und Welten am Draht sehen. Man muss sich auf die Geschichte einlassen, dann erst entfaltet sie ihre wahre Stärke. Ein kleines Kunstwerk für das man sich Zeit und Muße nehmen sollte.

Anja Bagus lieferte mit „Mission Hoffnung“ wieder eine kraftvolle Geschichte mit starken Charakteren ab. Bis zu ihrer Geschichte bin ich noch nicht gekommen, aber das bisher gehörte weckt durchaus Lust sie zu lesen.

Sean O`Connells „Planet der Kinder“ erinnert mich etwas an eine der klassischen, amerikanischen Kurzgeschichten aus den 50/60 und etwas an Stanislaw Lems Solaris. Damit hängt die Messlatte natürlich sehr hoch, aber das bisher gehörte weckt ebenfalls Lust zu lesen ob das Ende das ist, was man vermuten könnte.

Also eine Sammlung, die man sich anschauen sollte, wenn man gute Kurzgeschichten liebt …

Das Feuerwerk am Ende steuerte Asmita Duranjaya bei und damit war dann das BB Ebook Event dann auch zu Ende.

Erschöpft, aber glücklich/erfolgreich bleibt da nur noch – neben den vielen direkt und indirekt Beteiligten – den beiden SL- und Literatur-Entusiasten zu danken, ohne die das alles nicht statt gefunden hätte:

Kirsten Riehl alias Zauselina Rieko und Thorsten Küper alias Kueperpunk Korhonen

Danke !

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Das BB Ebook Event 2014, die Lesung von Michael Meisheit und Anja Bagus

Habe ich gestern die moderne Technik gelobt? Grober Fehler – denn heute hat mich meine Internetleitung dann gleich genau passend zum vorletzten Lesungsabend des BB EBook-Events 2014 im Stich gelassen.

Leider ist mir dadurch Michael Meisheits Lesung teilweise entgangen. Als SF-Fan nun nicht mein Genre, aber das was ich mitbekommen habe war durch aus unterhaltsam und kurzweilig. Und das anwesende Publikum war begeistert.

Bei Anja Bagus erwartete einen dann eine umwerfende Kulisse von Bastian Barbosa. Das SL-Planetariums Team, bestehend aus Spectare Barbosa, Bastian Barbosa und Iseabailkeltori, hat sich mal wieder ins Zeug gelegt damit sich die Besucher des SL-Planetariums dort wohl fühlen. Ein gemütliches Schlösschen auf einer Waldlichtung und Aether – viel Aether.

Der Einstieg in die Lesung von Anja Bagus, mit Unterstützung durch Thorsten Küper bei den scenischen Teilen der Lesung, war liebevoll chaotisch und es ging dann auch gleich turbulent weiter, sowohl in der Geschichte als auch im Publikum. Wie im der Aetherherz-Serie kam es auch im Publikum zu spontanen Verwandlungen von normalen Avataren/Menschen in merkwürdige Geschöpfe.

Aber um nicht zu viel zu verraten: es bleibt immer noch spannend was den mit diesem Aether nun genau auf sich hat …

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Das BB Ebook Event 2014, Diskussion über Self Publishing und neue Literaturplattformen

Es war schon eine illustere Gruppe, die brennenden Buchstaben alias Kirsten Riehl (in SL als Zauselina Rieko bekannt) und Thorsten Küper (Kueperpunk Korhonen) mitten in der Woche für eine Podiumsdiskussion gewinnen konnten. Technisch etwas Neues und vorher noch nicht versuchtes, aber alles in allen doch gelungen.

Gäste der Diskusion waren Dennis Schmolk, einen der Macher von „Alles fliesst“, Self Publisher Michael Meisheit und Christoph Burstup Weiss der unter anderem für den ORF einige Artikel über SecondLife geschrieben hat. Leander Wattig war leider verhindert, aber auch so kam eine interessante Diskussionsrunde über das Thema Self Publishing zustande. Da man schon in SL war, wurden natürlich auch die Möglichkeiten dieses Themas eingeflochten.

Wenn wir schon mal beim Thema technische Möglichkeiten sind: ohne SL und eine gut funktionierende Internetverbindung im Hotel wäre dieses Event an mir vorbeigegangen. Beruflich ins tiefste Bayern verschlagen und mitten in einer Servermigration eine der unweigerlichen Leerlaufzeiten sinnvoll nutzen zu können – das ist einer der Vorteile wenn man mal eben mit den Avatarofon in den Cyberspace gehen und sich zum Kafe Krümelkram teleportieren kann. Man wieder eines der großen Themen der SF, das im Alltag der realen Welt gelandet ist. Aber das ist ein anderes Thema …

Wobei, ganz stimmt das nicht, denn auch das Thema Selfpublishing hat einiges mit Technik und deren Möglichkeiten zu tun. Um eine lange  Diskussion abzukürzen: ja das Internet hat den Büchermarkt erreicht und das Ebook hat ihn umgekrempelt oder wird es noch weiter tun. Je nach Sichtweise zum Guten oder zum Schlechten. Je nachdem auf welcher Seite des Kuchen man nun gerade steht. Ein weites Feld …

Es war auf jeden Fall  spannend mal jemanden zu zuhören, der es wirklich geschafft hat 30.000 Ebooks an den oder wahrscheinlich besonders die Leserin zu bringen. Und dann natürlich auch ein paar Fragen beantwortet zu bekommen. Zwei Punkte scheinen besonders wichtig zu sein: a) Qualität und b) gute Vernetzung mit der Leserschaft.

Ob jetzt Selfpublishing immer die beste Option für den Autor ist, eine schlagkräftige Alternative zum klassischen Verlag ist sie mittlerweile geworden, aber um Erfolg zu haben muss man dann auch noch das Zeug zum Verleger haben. Ein spannendes Thema, das uns allen wohl noch einige Zeit erhalten bleiben wird …

Wo diese Diskussionsrunde so gut geklappt hat, hoffe ich das die Brennenden Buchstaben das als Erfolgserlebnis ihrer jahrelangen, unermüdlichen Arbeit sehen und in Zukunft das ein oder andere spannende Thema in dieser Form aufgreifen. Es wird sich dafür bestimmt wieder ein ebenso großes Publikum finden …

Einen hab ihr sicher !

Als Tip: morgen am Samstag um 20:00 geht es mit besagtem Bestseller-Autor auf dem BB E-Book Event 2014 gleich weiter.

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Das BB Ebook Event 2014, Die Lesung von BukTom Bloch und Oliver Buslau

Heute am vierten Sonntag des BB E-Book Events 2014 ging es gleich wieder mit zwei Krimis weiter.

Den Anfang machte BukTom mit seinem JobCenter-Krimi „Geringe Mitnahmeeffekte“. Der Disclaimer wurde dabei  stilecht in der Badewanne gelesen. Schließlich wurde hier ein Ehrenwort gegeben und das gehört sich natürlich dabei die Tradition zu wahren.

Der Krimi ist schon etwas speziell, da er dabei tief in die Abläufe des Jobcenters abtaucht, die den Nichtbeteiligten an dem Prozedere so nicht bekannt sind, aber vielleicht sein sollten. So wurde hier humorvoll und eloquent von Buktom zwei Dinge mit einander verbunden, die sich nicht immer ganz leicht miteinander verbinden lassen: Unterhaltung und Aufklärung von Missständen. Wie schon gesagt etwas speziell, aber man sollte es sich vielleicht doch mal ansehen oder anhören. Die „geringen Mitnahmeeffekte“ gibt es, bis auf die Papierversion, frei und kostenlos.

Im Anschluss entführte uns dann Oliver Buslau mit seinem „Der Bulle vom Berg“ ins Bergische. Der bergische Philip Marlowe kämpft sich hier durch die Tücken der heutigen Zeit, als da währen Smartphones, Stress mit der Freundin und anonymen Rätseln im Spam. Sehr unterhaltsam, aber auch das bergische und seine reichhaltige Geschichte kommt nicht zu kurz und wie es sich für Solingen gehört, einem Kriminalfall unter Beteiligung von Schnittwerkzeug.

Unterhaltsame Grüße aus Solingen, kein schlechtes Rezept für einen unterhaltsamen und spannenden Krimi. Da könnte in Kürze wohl noch eine Rezension folgen …

Am Mittwoch den 21.05.2014 um 21:00 geht es dann übrigens mit einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde zum Thema Self Publishing und neue Literaturplattformen im Kafe Krümelkram weiter. Ein Termin den sich Interessierte unbedingt merken sollten.

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Oliver Buslau aus der SIM SL-Stuttgart:

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Das BB Ebook Event 2014, Die Lesung von Alex Jahnke, Frederic Brake und Marcus R. Gilman

Am Samstag des vierten Lesungswochenende des BB Ebook Events 2014 war geprägt von deutlichen Kontrasten.

Erst ging des bei Alex Jahnkes „Neues aus Neuschwabenland“ humorig mit der Reichsflugscheiben-Satire los. Passend zum Thema, bei dem sich von ein paar Jahren schon so mancher auf glattes Eis begeben hat, war die Kulisse dann auch von Eis geprägt. Aber es fehlten natürlich auch nicht die Reichsflugscheiben und die obligatorischen Pinguine, die als Schäferhund-Ersatz und als Ersatz für manch anderes herhalten mussten. Die Kulisse war wieder ein weiterer Meilenstein des Kulissenbaus von Barlok Barbosa.

Humor als Waffe gegen braunes Gedankengut – besser als das Thema den falschen Leuten ganz zu überlassen ist es allemal. Und so wurde dann doch einiges durch den Kakao gezogen was doch in der Antarktis ganz gut aufgehoben ist ….

[Hier mehr bei BukTom zu Alex Jahnke]

Gleich ein paar Meter weiter in der Kulisse von Kueperpunk Korhonen und Firlefanz Roxley (die sich jetzt so harmonisch in die Kulisse von Barlok einfügte, das es gar nicht auffiel, das die nicht von Barlok war. Das muss man erstmal hinkriegen, Respekt)  ging es dann deutlich ernster mit Frederic Brakes Kurzgeschichten aus den »dunkelste Stunden« weiter.

Keine leichte Kost, aber sehr eindringlich und gut geschrieben. Als Werkschau zum fünfjährigen Jubiläum gedacht, blieben nur die düsteren Kurzgeschichten als noch nicht veröffentlicht übrig. Verständlich, aber schade, da hier einige Kleinode ihr Dasein in der Schublade fristen mussten. Wahrlich dunkle Stunden, den diese Geschichten brauchen das Licht der Öffentlichkeit keineswegs zu scheuen. Wer gute Kurzgeschichten liebt, sollte sich keinesfalls von der Düsternis schrecken lassen und zugreifen!

[Hier mehr bei BukTom zu Frederic Brake]

Zum Abschluss des Abends wurde es dann noch so richtig geeky: Marcus R. Gilman lass bei den Meisterbastlern „Urban Haiku – Poetry for the Metroplex“. Es war für jeden was dabei und selbst der Moderator konnte es sich nicht verkneifen spontan eines in Chat beizusteuern 😉 …

Bilder zu Alex Jahnke:

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Bilder zu Frederic Brake:

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Bilder zu Marcus R. Gilman

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