Welten an Drähten und wahre Namen 131, das SOS-Kinderdorf Griechenland Wochenende – Teil 2

Am zweiten Tag des SOS-Kinderdorf Griechenland Events wurde es poetisch und philosophisch.

In passender Kulisse führte Dings Digital ausgehend von den griechischen Philosophen durch die Zeit und zeigte, wie stark europäisches Denken und Dichten von den Griechen beeinflusst wurde. Seien es die antiken Römer, die Philosophen der Aufklärung wie z.B. Voltaire oder die klassischen deutschen Dichter und Denker im erweiterten Sinne.

Unglaublich wie modern und aktuell vieles wirkt, wie z.B. die Parabel von Fuchs und Igel.

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Welten an Drähten und wahre Namen 130, das SOS-Kinderdorf Griechenland Wochenende

Griechenland, ein Thema das die Gemüter erhitzt. Zu dem Thema kann und sollte man vielleicht noch einiges sagen. An dieser Stelle geht es zuerst natürlich um die Aktion von BukTom Bloch und dem Team des SL-Planetariums: Ab dem heutigen Donnerstag bis zum Sonntag finden Benefizveranstaltungen zur Unterstützung der SOS-Kinderdörfer in Griechenland statt. Denn, wie immer, trifft es die Schwächsten am härtesten, während die Schuldigen an der Misere ihre Schäfchen längst ins Trockene getrieben haben werden.

Eine besonders gelungene Zusammenfassung/Übersicht dieser Aktion findet man im Echt-Virtuell-Blog. Neben vielen Hintergrundinformationen gibt es auch noch eine hervorragende Übersicht über die noch kommenden Events.

Den heutigen Abend bestritt Sandra Baumgärtner mit ihrer Lesung. Die tolle Kulisse für den Abend hat Bastian Barbosa beigesteuert. Eine tolle Einstimmung auf die Abenteuer von „Vampi – Die kleine Vampierfledermaus“ und der Kurzgeschichte aus der Anthologie UMRAY. Ein großer Kontrast von einer Geschichte ab 4 Jahren bis zu einer doch düsteren Dystropie, die einem das Schnitzel auf dem Teller schlecht werden lässt. Beide Beiträge waren sehr gelungen und ich denke, ein intensiverer Blick auf die Geschichten lohnt sich. Zum Ende der Lesung stand dann die Autorin und der Verleger von „UMRAY – Die Anthologie“, Joachim Sohn den interessierten Publikum Reden und Antwort. Moderiert wurde der Abend wieder souverän von Thorsten Küper.

Ich würde sagen, es war ein klasse Abend und ein gelungener Auftakt zum SOS-Kinderdorf Griechenland Wochenende. Die anderen Termine sollten sich ebenfalls lohnen. Schauen Sie vorbei und spenden Sie, es ist für den guten Zweck!

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Perry Rhodan 2814 gelesen …

Und ich fand den Roman von Verena Themsen nicht ganz so leicht zugänglich wie die beiden vorhergehenden Romane von Andreas Eschbach. Gingen die beiden Romane 2812 und 2813 runter wie Öl, so explodierte gleich im ersten Absatz eine ganz andere Welt in meinem Kopf. Die ersten Sätze sind mehr Lyrik als Prosa. Diese Sätze sollte man sich vielleicht in einer ruhigen Minute noch mal auf der Zunge zergehen lassen. Wundervoll!

Dann wird man profan in die Welt eines Ich-Erzählers gerissen. Natürlich denkt man dabei sofort an Atlan und an viele wirklich schlechte Stellen mit Atlan. Die erste Person ist nicht einfach und erfordert ein unglaubliches Fingerspitzengefühl, soll das ganze nicht angeberisch und prahlerisch wirken. Aber der Erzähler der Handlung ist Germo Jobst und das war eine gute Wahl, find ich. Zweifel und Schwächen machen diese Figur interessant und in meinen Augen auch sympathisch. Atlan war da nie so meins.

Beides also sehr gelungene Ansätze, allerdings reißt einen der Wechsel zwischen diesen Welten doch etwas aus dem Lesefluss. Wobei mir der Handlungsteil des Ich-Erzählers Germo Jobst dann doch mehr zugesagt hat. In den guten alten Zeiten der Serie hätten beide Stränge je einen Roman bekommen und meiner Meinung nach auch absolut verdient. Gut, in einem vierteiligen Mini-Zyklus ist dafür leider nicht genug Platz und so musste hier beides in einem Roman.

Allerdings schafft die Figur der „Kyber-Spinne“ Miuna Lathom eine Brücke zwischen diesen beiden Welten. Vielleicht hätte diese Figur noch etwas mehr Screentime bekommen können, aber das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau.

Meiner Meinung nach ein hervorragender Roman und ich freue mich auf den Fortsetzung nächste Woche.

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Gelesen: Heliosphere 2265 (1 bis 3) von Andreas Suchanek

Beginnen wollte ich diesen Artikel mit den Post, der mich auf Heliosphere aufmerksam gemacht hat, aber leider ist die schneller im täglichen Datenwust der sozialen Netzwerke verschwunden, als das sich mir die Stelle hätte merken können. Ein Schicksal, das wohl auch viele Werke von (Hobby-)Schriftstellern teilen, die ihre Werke als Selfpublisher herausbringen und dann in der Masse der Publikationen untergehen – bei einigen muss man wohl sagen: leider.

Nun es war eine der mittlerweile verteufelten Gratisaktionen auf Amazon: „Band 1 bis 3 der Serie Heliosphere 2265 für einen kurzen Zeitraum gratis“. Nun da ich seit einiger Zeit mit Zug und S-Bahn pendle und ab und zu mal auf einer abgelegenen S-Bahn Station strande, bzw. auf die nächste S-Bahn warten muss – die dann des Öftern über eine viertel Stunden auf sich warten lässt – nun die Gelegenheit sich die Zeit sinnvoll mit gutem Lesestoff zuvertreiben. Ganze Romane fragmentieren da doch stark, aber Kurzgeschichten und kürzere Einzelepisoden einer Serie lassen sich in den kürzeren Zeitfenstern gut lesen.

Und ich muss sagen, Heliosphere 2265 ist auch für den Nicht-Hardcore-Military-SF-FAN einen längeren Blick wert. Leicht und flüssig geschrieben entführt es in den Leser an Board des neusten und mit einem neuen und experimentellen Antrieb ausgerüsteten Schiffs der Menschheit. Nun es hätte auch ein stinknormaler Antrieb sein können, den bisher konnte ich nicht erkennen das der einen wirklichen Unterschied gemacht hätte. Solche kleinen Ungereimtheiten fallen öfter auf, aber der Spannung und Handlung schadet das nicht wirklich. Es mag keine Hochliteratur sein, aber es ist genau das Richtige um sich die Zeit zuvertreiben, wenn man mal wieder in diesen metallenen Röhren zwischen dem Zentrum der Zivilisation und dem Outer-Rim hin- und herpendelt.

Definitiv einen Blick wert und das nicht nur wegen des Covers von Arndt Drechsler. Es muss ja nicht immer schwerverdauliche Kost sein …

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Perry Rhodan 2813 gelesen …

und der Roman erfüllt die hohen Erwartungen, die 2812 geweckt hat. Andreas Eschbach zeigt hier, wie SF und ein guter Perry Rhodan Roman meiner Meinung nach aussehen sollte: Eine komplexe und gut konstruierte Umgebung mit Patina und einigen ziemlich schmutzigen Ecken (im übertragenen Sinne). Hervorragende, d.h. lebendige, ausreichend komplexe und nachvollziehbare Antagonisten.

Und dann auf der anderen Seite die einsamen Rebellen gegen das System, die dann – in guter alter Perry Rhodan Tradition – von einer mysteriösen Macht im Hintergrund unterstützt werden. Der Sense-of-Wonder kommt hier definitiv nicht zu kurz. Kurz hier kommt alles das zum Vorschein, was ich seit Band 2700 schmerzlich vermisst habe. Weniger Dodos und Deus-Ex-Machina-Wunderwürmer und mehr solide Struktur mit glaubwürdigen und komplexen Antagonisten. Vielleicht verklärt da die Zeit vieles, aber solche Handlungsstränge waren mal Standard in der Serie. Der 2700er-Zyklus und auch der 2800er-Zyklus hatten und haben sehr vielversprechende Ansätze, aber irgendwie verlaufen diese Ansätze sich in etwas unterkomplexen Strukturen. Es gibt sehr viele wirklich hervorragende Einzelromane, der Überbau ist phantastisch, aber in der Mitte passt es nicht wirklich. Vielleicht fehlte dort etwas der Mut, die Handlungs-Ideen konsequenter und mit größerer Tiefe umzusetzen.

So, nun genug geschimpft, Teil 3 und 4 folgen ja noch, und wenn ich an Verena Themsens Einstiegsdoppelband denke, bin ich voller Hoffnung, dass der Mini-Zyklus ein Kleinod der Serie sein wird.

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