Das kommende FDL 2015

Wenn man mich fragt, was denn den besonderen Reiz von einer virtuellen Welt wie Second Life ausmacht, da fällt mir einiges ein: Kunst, Literatur und phantastische gestaltete Umgebungen, sei es als Kulisse für ein Lesungsevent oder einfach nur, um der eigenen Phantasie ein erlebbares Abbild zu geben.

Nun das hört sich erstmal etwas abstrakt an, aber ab den 02.10.2015 bis zum 04.10.2015 muss man sich nicht auf mein Wort verlassen, man kann es selbst live erleben, und zwar auf dem von Zauselina Rieko und Thorsten Küper ins Leben gerufenem FDL 2015.

Das FDL 2015 ist wie gewohnt wieder ein strammes Programm durch Kunst, Literatur und Musik. Es sind wieder viele bekannte Autoren, Künstler und Musiker mit dabei, es wird also wieder hochkarätig.

So und nun genug geschwärmt, ich muss mir langsam mal überlegen, ob es bei meiner Lesung Kapitel 49 oder Kapitel 52 aus „Hydorgol – Inquisition“ werden wird. Eine ganze Menge Kriterien waren zu berücksichtigen und die beiden Kandidaten haben es in die engere Auswahl geschafft. Wer die Wahl hat, hat die Qual …

(Eine Anleitung für kurzentschlossene Neueinsteiger gibt es hier)

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Perry Rhodan 2821 gelesen …

und ich kann mir ein „Es geht doch!“ nicht verkneifen.

Meine Kritik an 2820 fiel harsch aus und die Frage, ob das jetzt die Autorin oder die Expotarchen verbockt haben, ist irgendwie müßig. Der Roman 2821 von Marc A. Herren dagegen hat mir Lesevergnügen bereitet und mich auch nicht dumm in der Gesamthandlung herumstehen lassen.

Gleich auf den ersten zwei Seite wird klar, worum es geht. Gut, natürlich wurde in 2820 das Umfeld aufgebaut und der Leser in die neue Situation eingeführt. Allerdings nicht so, dass ich als Leser das hätte akzeptieren können. Ein kurzes Zwiegespräch zwischen Atlan und der ATLANC gleich an erster Stelle hätte ausgereicht um diesen Handlungabschnitt für den Leser in der Gesamthandlung zu verorten. So fing die Handlung irgendwo mitten im Nichts an. Vielleicht habe ich früher das selber an machen Stellen gefeiert, aber das war unter anderer Exposee-Leitung. Mein Vertrauen, das auch exotische Einschübe relativ schnell einen Sinn ergeben, muss erst wieder erworben werden.

Aber nun genug zur Kritik an übergeordneten Ablauf und nun zum Roman selbst. Mir hat er gefallen. Selbst Atlan und sein Extrasinn wurde durch Marc A. Herrens Humor zu einem Punkt der mir gefallen hat. Was mich sonst immer gewaltig am Sinn dieser arkonidischen Eigenart hat zweifeln lassen, wurde hier sympathisch. Besonders gefallen hat mir auch der Ausflug in die Synkavernen und den dortigen phantastischen Lebensräumen.

In Summe vielleicht kein perfektes literarisches Meisterwerk, aber genau das, was die geschundene Seele zumindest eines Perry Rhodan Fans erfreut. Mann, Mann so viel Potenzial und so viel Gutes in der Serie, aber in Summe springt die Serie über die Latte und reißt sie dann doch mit irgendeiner Unachtsamkeit oder irgendeinem Blödsinn. Etwas mehr Konzentration. Bitte!

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ®  sind eingetragene
 Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Gelesen: M. John Harrison: Licht

Wenn der Stapel un- oder nur angelesener Bücher nichts Erquickliches vergibt, dann gibt es immer noch gute Bücher, die man schon mal gelesen hat.

M. John Harrisons Licht steht auf der Liste der 10 Bücher, die mich geflasht haben, und das vollkommen zurecht. Der Roman bewegt sich gleichzeitig auf drei parallelen Ebenen und verknüpft Cyberpunk mit harter SF und einem Touch von Hardboild/Noir. Trotz des komplexen Aufbaues fühlt man sich allerdings nie verloren, sondern wird von der zukünftigen Welt des 24. Jahrhunderts gefangen genommen. Eine High-Tech- und Low-Life-Welt, in der Würfeln der Weg zu Ziel sein kann und alles oder nichts funktioniert.

Wenn 08/15 langweilt, bei M. John Harrisons Licht kann man einen Quantensprung machen.

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Perry Rhodan 2820 (nicht) gelesen …

Nach redlichem Bemühen: NEIN.

Es tut mir etwas leid um Michelle Stern, aber dieser Roman zündet bei mir einfach nicht. Vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen befinden wir uns in einer offenbar weit entfernten Zukunft das Atopenschiffes ATLANC.

Wie, warum, wieso? Mir erschließt es sich nicht. Es ist schon lange her, das ich einen Roman angefangen zur Seite gelegt habe, aber dieser Handlungsstrang kommt vollkommen aus dem Nichts. Und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob er irgendeine Relevanz haben wird. Ein unrühmlicher Rückfall in die schlimmsten Unsitten aus dem 2700er-Zyklus. Der Roman an sich mag gut sein, aber ich kann keine übergeordnete Handlung erkennen, die einen Hauch von Sense-of-Wonder erahnen lässt.

Diesen Kelch werde ich wohl unausgetrunken an mir vorübergehen lassen. Ich muss nicht hinter jedem abgefahrenen Zug auf die Gleise springen.

Sorry, aber mich überzeugt das nicht – da hat das tolle Cover mehr versprochen. Es ist wohl ein Fall von vorher zuviel gelobt …

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ®  sind eingetragene
 Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Perry Rhodan 2819 gelesen …

Bei der Lektüre von Perry Rhodan musste ich an meine Kommentare zur Diskussion über Band 2817 in einer der einschlägigen Facebook-Gruppen denken.

Die Tiuphoren, ein ausschließlich kriegerisch und nomadisch lebendes Volk, das bei mir mehr Fragen aufwirft, als das es beantwortet. Zumindest wenn man sich intensiver mit dem Konzept beschäftigt und es etwas weiter spinnt. Das muss Uwe Anton im Band 2819 wohl ähnlich gesehen haben, denn hier kommt bei den Tiuphoren einiges an Tiefenschärfe hinzu. Einige meiner Fragen werden durch die Nebenhandlung des Tiuphoren Peccym Moaxec geantwortet. Dadurch ergibt sich dann doch ein stimmigeres Gesamtbild. Nun es reicht noch nicht an die „Endlose Armada“ heran oder an „die Horden von Garbesch“, aber zusammen mit der Haupthandlung um einen unglaublich gereiften Gucky ergibt das einen wirklich hervorragenden Roman.

Ich hätte Perry und Gucky fast nicht wiedererkannt, die beiden Figuren hatten in diesem Roman über das übliche Maß hinausgehend Charakter und Komplexität. Und natürlich kann man sich da streiten, ob das jetzt jedem gefallen muss und ob das jetzt dem Bild entspricht, das man sich selbst von den Charakteren gemacht hat. Mir hat es jedenfalls gefallen, das dieser Roman einiges an Lebendigkeit und Komplexität zur aktuellen Handlung hinzugefügt hat und es selbst auch war.

Gerne mehr in der Richtung!

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