Gelesen, bzw, gesehen: Die SOL94 und das Ende von „Game of Thrones“

SOL 94

Christina Hacker hatte in Alexandra Trinleys PRFZ-Newsletter vollmundig die SOL 94 als neuen Meilenstein angekündigt. Und was soll ich sagen: Es ist definitiv ein Quantensprung! Nicht nur vollständig in Farbe, sondern auch inhaltlich überzeugt das Mitgliedermagazin der Perry Rhodan Fanzentrale. Ich stöbere gerne in den Ausgaben der SOL, aber diese Ausgabe habe ich dieses Mal fast vollständig an Stück gelesen.

Angefangen über die kurzen, aber auf den Punkt kommenden Worte des Vorsitzenden Nils Hirseland geht es zu den Reflexionen zum Genesis-Zyklus von Matthias Hettler. Ich muss zugeben, ich bin da etwas befangen, aber diese Ausgabe seiner Kolumne ist seine bisher Beste. Kürzer, schneller in den Inhaltszusammenfassungen auf den Punkt kommend und in der Synthese eloquent. In Summe also sehr angenehm zu lesen. Dr. Robert Hectors Ausführungen zu Superintelligenzen und kosmischen Zusammenhängen im Genesis-Zyklus runden die Rezensionen zur Erstauflage dann ab.

Ein besonderes Vergnügen sind immer die Interviews in der SOL, seih es das mit Andreas Eschbach von Alexandra Trinley oder mit Rainer Schorm von Christina Hacker. Auch dieses Mal gab es einen langen Blick hinter die Kulissen und man erfuhr das eine oder andere Interessante über die Macher der Serie.

Ausführlich berichtet wurde über das Perry Rhodan Event zum 3000. Heft in München. Mit insgesamt sechs Beiträgen war es dann in Summe doch etwas redundant, bot aber dennoch den einen oder anderen interessanten neuen Blickwinkel auf das Event.

Ein etwas anderer Blickwinkel war auch „Rot wie Rhodan“ in dem Norbert Fiks akribisch und unterhalten wie immer, den Ursprüngen von Perry Rhodans (möglichen) Namensherkünften auf den Grund ging.

Ein besonders Highlight waren dieses Mal aber die abgedruckten Texte für mich. Besonders gefallen hat mir die Geschichte aus zwei Blickwinkeln von Gerhard Huber und Michael Tinnefeld. Ja, ich weis es sind zwei Kurzgeschichten, behandeln aber dasselbe Ereignis aus jeweils entgegengesetzter Sicht. Am Anfang brauchte ich etwas um in die Geschichte hereinzukommen, aber die Wendungen waren wirklich großes Kino. Etwas harsch dann vielleicht auch die Kritik von Thomas Harbach zum gemeinsamen Werk „Die Heilerin von Hangay“ der beiden Autoren Tinnefeld und Huber in der Fanedition. Ich glaube der Roman ist mal einen längeren Blick wert …

Deutlich milder war der Rezensent Harbach dann mit den beiden Planetenromanen Nr.31 & 32 von Robert Feldhoff.

Überzeugend waren dafür noch die Kurzgeschichte „Fast nicht mehr wahr“ von Dieter Bohn oder Bullys Nachruf auf Bostich von Ralph Keim. Ebenfalls ganz großes Kino.

Zu meiner Schande muss ich gestehen zu Christina Hackers NEOisiert nicht viel beitragen zu können, ich hänge immer noch in den 60ern von NEO fest. Ebenso wäre es unfair Jörn Isenbergs „Projekt Vertigo“ zu rezensieren, da Steampunk mir persönlich etwas zu retro ist, auch wenn es da natürlich ein sehr interessantes Spannungsfeld zwischen Nostalgie und Science-Fiktion gibt.

Fehlen dürfen aber keines Falls noch die Erwähnung der 15 jährigen Perrypedia-Jubiläums bei dem gleich die Macherin Aki Alexandra Noffz selbst zu Wort kommt, noch die Reisen des Mausbibers Gucky durchs Fandom oder das Rhodan-Familen-Autogramm von Prof. Dr. Gunnar Teege. Sowas gehört zum Fandom einfach mit dazu. Oder genauer: Ohne solch ein Engagement ginge es nicht!

In Summe also ein echter Meilenstein und Quantensprung, den das Team um Chefredakteurin Christina Hacker da auf die Beine gestellt hat. Ich bin schwer beeindruckt.


Game of Thrones

Beeindruckend war auch das Finale der Fernsehserie „Game of Throns“, das ich an dieser Stelle natürlich nicht spoilern will. Mit Staffel 7 und 8 hatten die beiden Macher der Serie die etwas undankbare Aufgabe das überbordende Leben des Autors George R. R. Martin in ein plausibles und befriedigendes Ende zu pressen. Ich würde sagen es war etwas gepresst, zum Schluss aber doch überzeugend, auch wenn sich hier zeigt, dass das Medium Film nicht nur seine Stärken, sondern auch Einschränkungen hat. Beim Thema Innenansichten kann ein derart sensorisches Medium dann noch das Buch nicht ganz ausstecken, auch wenn sich die Gewohnheiten doch deutlich Richtung der hervorragend erzählten und gemachten Serien verschiebt.

Ich kann mit dem Ende definitiv leben und glaube, das es schon im Sinne des Meisters selbst war. Wenn er ein anderes Ende gewollt hätte, tja George du hättest es selbst schreiben können …

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2 Responses to Gelesen, bzw, gesehen: Die SOL94 und das Ende von „Game of Thrones“

  1. Norbert Fiks sagt:

    Danke für die ausführliche und überschwängliche Rezension der SOL. Das kriegt man ja nicht alle Tage zu hören.

  2. Pingback: Gelesen: Die Heilerin von Hangay von Michael Tinnefeld & Gerhard Huber aus der Perry Rhodan Fanedition. | Hydorgol

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