Der zweite Tag des FdL 2016

Der zweite Tag des FdL 2016 war in guter alter FdL Tradition etwas anstrengend aber auch schön. Im Halbstunden Takt ging es von einer Lesung zur nächsten und zwischen durch gab es einiges an Kunst zu bestaunen.

Soviel das man schwer jeden mit der gebührenden Weite würdigen kann, aber ich muss sagen, mir hat vieles sehr gut gefallen.

Den Anfang um 17:30 machte Xirana, bzw. ihr Kinderbuch „Amanda and the Snowman“ vorgetragen von Zauselina Rieko, da die Künsterlin selbst leider verkindert war. Es war nicht ganz meine Zielgruppe, aber es gab viele „Süß!“ Ruhe des – zu diesem Zeitpunktes – überwiegend weiblichen Publikums. Die Geschichte ist meiner Meinung nach eher für etwas jüngere Kinder geeignet, waren sowohl Lesung, Kulisse und das Buch selbst liebevoll gemacht.

Um 18 Uhr gab es dann mit Norbert Fiks für mich als Science-Fiction Fan das erste Highlight des Abends. Mit einer unglaublichen Ruhe und Gelassenheit und das bei seiner ersten Lesung überhaupt gab er zwei Kurzgeschichten aus der SF-Kursgeschichten Sammlung „Zeit für die Schicht“ zum Besten.

Die Geschichte „Der Zeitreisende, der zu spät kam“ kam mir bekannt vor, hatte aber eine nette Pointe, was denn so bei Zeitreisen alles schiefgehen kann. Die Kulisse zur Geschichte war für sich selbst etwas aufgeräumt, ergab aber mit dem Publikum zusammen einen tollen Schauplatz. Klasse, wie das Publikum hier ein integraler Bestandteil des Bühnenbildes wurde. Da bedurfte es keiner Pappkameraden als Statisten.

Die „Kurze Unterbrechung“ hat mir ebenfalls gut gefallen. Behandelt sie doch die Frage, wie weit sich weit fortgeschrittene künstliche Menschen von echten Menschen unterscheiden und ob man überhaupt so weit kommen lassen, sollte auf eine pointierte Art und Wiese. Besonders an der Wendung hat mir gefallen, dass der Zuhörer sich hier seine eigene Meinung bilden muss.

In Summe ein absolut gelungenes Lesungsdebüt. Gerne mehr davon!

Um 18:30 wurde es dann krimikuschelig. Sabine Schäfers lass mit Unterstützung von Zauselina Rieko und Thorsten Küper aus ihrem neuen Roman „Café Morte“. Es war eine interessante Mischung aus „Kuschel-Krimi“ und „Chick-Lit“. Ich würde mich jetzt nicht gerade zur Zielgruppe zählen, aber einer Autorin, der es geling gestandene Männer um die 50 mit einem Jugendbuch zu fesseln, der gelingt das auch mit einem Krimi, der etwas emotionaler daher kommt, als das mann das so gewohnt ist. Es war jedenfalls eine interessant und ungewöhnliche Perspektive auf ein Krimigeschehen.

Um 19 Uhr war ich dann selbst mit meinem neusten Werk „Hydorgol -Exil“ an der Reihe. Ich denke die Lesung kam gut an. Ich hatte dabei viel Unterstützung: von meinen beiden phantastischen Mitlesern Sabine Schäfers und Thorsten Küper, die die Charaktere zum Leben erweckten, von Buktom bei der Kulisse, der mit vielen Details hilfreich zur Seite stand und nicht zuvergessen Sina Souza, die mit ihren Bildern der Hydorgol-Serie ein Gesicht gibt. Mir hat es eine Menge Spaß gemacht und ich hoffe, dem Publikum hat es gefallen. Der Morse-Fisch scheint ganz gut angekommen zu sein, auch wenn er eher von der etwas rüpeligen Fraktion ist.

Um 19:30 war es mit Moewe Winklers Lyrik-Maschine Zeit für Kunst. Diese Maschine erschafft per Zufall aus Heinrich Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“ und Moewes Spam-Ordner interessante Dinge. Das sollte man sich unbedingt selbst in SL anschauen! Ich fand es ungeheuer lustig und erhellend. Klasse!

Zum nächsten Termin um 20 Uhr habe ich mich leider versprungen und bin leider nicht ganz pünktlich zu Peter Hohmanns Lesung aus Fantasy-Lesung aus Eherne Garde 1 erschienen. Das was ich mit gekommen habe hat mir aber gut gefallen. Eine sehr stimmungsvolle Geschichte, die am Anfang vielleicht etwas mit den typischen Fantasy-Fragmenten irritierte, aber dann doch zu fesseln wusste. Dass der Glaubenssprung gelungen ist, spricht für die Geschichte. Stimmig war ebenso die Kulisse.

Um 20:30 gab es einiges an Kulisse von Caroline M. Hafens Drachensichel zu bewundern. Hierhin hatte ich mich bei der vorhergehenden Lesung versprungen und die zahlreich wartenden Fans haben mich hier nicht sofort stutzig werden lassen. Leider gab es eine Voice-Panne bei der Autorin, so dass ihr Verleger Sean O’Connell einsprang. Die Geschichte konnte ihren Zauber daher erst ein paar Minuten später entfalten, aber das Warten hat sich gelohnt.

Bei der 21 Uhr Lesung von Real Wissdorf hat mir die Technik einen Streich gespielt, glücklicherweise aber erst kurz vor Schluss. In sandiger Kulisse entführten uns Rael Wissdorf und seine Mitleserin Idril Amat uns in die doch etwas blutrünstige Welt von „Yanthalbor“. Mir hat es gefallen, es hatte einen Hauch von Conan. Na nicht ganz, der hätte sich nicht mit so viel Technologie abgeben und die Story auf seine Art und Weise abgekürzt. Und das wäre dann doch schade gewesen.

Dieselbe Panne hat mir leider auch Zeit von Andrea Brückens zur 21:30 Uhr  Ausstellung abgeknapst. Was ich mit gekommen habe, war aber sehr spannend, da Andrea ihre Arbeitsweise mit Tinte und Papier sehr ausführlich und spannend erklärte und man  konnte somit einiges zu ihren Werken mehr erfahren. Die Ausstellung sollte man sich definitiv ebenfalls direkt in Second Life ansehen. Das neue Kreativdorf ist eh immer einen Besuch wert 🙂 – eine tolle Vor- und Ausstellung!

Von Bunt und farbenfroh ging es dann zur 22 Uhr Lesung zum Meister des Düstern, Jan-Tobias Kitzel. In Barlok Barbosas industriell-düsterer Kulisse entfaltete dann das „Glücksjahr“ aus der Anthologie Gamer seine besondere Kraft. Ich glaube mein Stapel der ungelesen Bücher wird noch eine Weile warten müssen, da schreit ein gutes Buch danach gelesen zu werden. Mein Tipp wäre sich das Buch mal etwas näher anzusehen, ich habe hier in SL schon ein paar sehr gute Geschichten daraus zuhören bekommen!

Etwas Pech zum 22:30 Termin hatte mal wieder Ataro Asbrink mit seiner Werkschau, der Termin wird heute am Sonntag um 16:30 nachgeholt. Und es ist alles Live und da trifft es Live-Demonstration dann besonders hart, wenn zusätzlich noch ein besonders hoher Zeitdruck herrscht.

Den Abschluss bildete dann die Komedy-Lesung von Thorsten Küper, der mit seiner – leider gekürzten – Performance den Abend entspannt ausklingen ließ. Es war also ein rundherum gelungener Abend und das trotz einiger technischer Pannen, den man aber mit dem Motto aller Mottos entspannt begegnen konnte. „No Panic“ oder „Entspannt waren alle Lagen des Lebens leichter. Für alle Beteiligten“.

Mir hat der Abend super gefallen!

Hier noch die Bilder des Abends …

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