Perry Rhodan 2853 gelesen …

Perry Rhodan 2853 gelesen … na überblättert trifft es dieses Mal mehr.

Vielleicht tue ich Oliver Fröhlich damit unrecht, aber dieses Schema habe ich ein paar Mal zu oft gelesen. Anstatt einem die Wunder des Hauses Addaru erleben zu lassen, geht es zurück in babylonische Vorzeit. Dem erfahrenen Perry Rhodan Leser wird klar, das es sich hierbei um eine Scheinwelt handeln wird, in die es unseren Held Altan verschlägt und in der ihm ein Extrasinn hilfreich zu Seite stehen wird.

Für die Fans Altans (pseudo)-historischer Romane sicherlich ein Fest, aber in meinem Fall nicht das was ich mir erhofft und erwartet hatte. Wobei ich sagen muss, das ich viel nur grob überflogen habe, hat mich aber der Schluss dann noch etwas versöhnt. Oliver Fröhlich schlägt einen sehr schönen Bogen zu den Anfängen des Romans und er wartet am Schluss dann doch mit ein paar Überraschungen auf.

In Summe: der Roman war jetzt nicht das was ich gerne gelesen hätte, aber Fans der Atlan Zeitabenteuer sollten definitiv auf ihre Kosten kommen. Mich hätte der Roman vielleicht mit einer etwas anderen Reihenfolge der Abläufe und etwas weniger aus der Gesamthandlung herausreißenden Historismus begeistern können. Aber man kann es halt nicht immer jedem Recht machen. Ich bin mir sicher der Roman wird einige Fans glücklich machen.

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ® sind eingetragene
 Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Das BB E-Book Event 2016, Tag 8: Die Lesung von Jan-Tobias Kitzel

Das dritte Wochenende des BB E-Book Events 2016 begann mit der Lesung von Jan-Tobias Kitzel aus seiner gerade im entstehen begriffenen Serie „Ceres One“. Für Fans von Future-Noire definitiv einen Blick wert.

Dieses Mal hat SL den Voice-Server vorher crashen lassen, so das die Lesung perfekt über die Bühne gehen konnte. Jan hat in seiner eigenen Kulisse gleich zwei Episoden gelesen gelesen. In der ersten geht es um einen Prolizei-Detective kurz nach dem zweiten Weltkrieg in den Staaten in bester Philip Marlowe Tradition um dann in der zweiten Episode den Bogen in die Zukunft zur Raumstation Ceres One zu schlagen. Das erinnerte etwas an Bud Rogers, aber ich vermute es steckt mehr dahinter als reiner Zufall, aber das wird wohl erst Episode Drei enthüllen …

Ich denke man kann auf „Ceres One“ gespannt sein, auch wenn man sich noch etwas gedulden muss.

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Das BB E-Book Event 2016, Tag 7: Der April SL Schreibtreff 2016

Im Rahmen des BB E-Book Events war der SL-Schreibtreff im SL-Kreativdorf natürlich ausgesprochen gut besucht. Fast hätte ich keinen Platz mehr gefunden 😉

Dazu haben sicherlich auch die wirklich interessanten Gäste beigetragen, den dieses Mal konnten Wilfried Abels und Thorsten Küper die Lektorin Nadine Muriel, die Autorin Anja Bagus und den Literaturblogger Georg Sandhoff begrüßen.

Dieses Mal standen somit natürlich das Thema Lektorat an erster Stelle, aber auch der Dauerbrenner Selfpublishing und noch frisch vom letzten brandaktuellen Skandal: Das Thema Plagiate. Ich fand die Diskussion sowohl informativ als auch spannend.

Ehe man es sich versah waren dann wieder zwei Stunden im Flug vergangen. Glücklicherweise habe ich es mir angewöhnt gleich zu Anfang einer Veranstaltung ein paar Bilder zu machen, denn dieses Mal war ich so im Thema, das an Bilder machen nicht zu denken war und ich denke das ging nicht nur mir so.

Es war also für Schreibbegeisterte ein hochinteressanter Abend. Den dritten Donnerstag im Monat sollte man sich also rot im Kalender abkreuzen.

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Das BB E-Book Event 2016, Tag 6: Die Lesungen von Judith Vogt und Alex Jahnke

Nach dem der Samstag im Zeichen des Horrors stand, ging es beim gestrigen 6. Tag des BB E-Book Events 2016 um Alternativwelt-Phantastik.

Ich muss, sagen das war dann doch mehr mein persönliches Beuteschema.

Zuerst entführte uns Judith Vogt im wahrsten Sinne des Wortes in eine alternative Welt, in der eine Eiszeit die Entdeckung Amerikas durch die Europäer unterbunden hat und damit die dortigen Zivilisationen nicht durch einfallende Conquistadores hat untergehen lassen. Eine Vorstellung die natürlich die Fantasie anregt und Spannung erzeugt, wie es den für die entführten Europäer in dieser anderen neuen Welt wohl weitergeht. Die Kulisse hat dieses Mal BukTom erschaffen und dabei noch kostenlose Sekundärliteratur aus seiner SL-Bibliothek Pegasus bereitgehalten. Insgesamt absolut gelungen!

Zum Schluss des Abend entführte uns dann Alex Jahnke mit seiner zweiten Reichsflugscheiben-Satire „Liebesgrüße aus Neuschwabenland“ erneut in die Antarktis. Allerhand Skurriles aus dem Dunstkreis der rechten Verschwörungstheoretiker und Esoteriker wurde hier entlarvend auf die Schippe genommen. Und habe ich das schon erwähnt? Es gab Pinguine 😉 ! Die Kulisse hat dieses Mal wieder der Meisterbaumeister des SL- Kreativdorfes Barlok Barbosa beigesteuert.

Also ein schöner Abend, mit dem man das zweite Wochenende des BB E-Book Events entspannt ausklingen lassen konnte. Mir hat es gefallen.

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Schreiben ist Schreiben … kein Plotten für Entdecker!

Der letzte Beitrag zu dieser Rubrik liegt nun schon eine ganze Weile zurück und das wäre auch noch eine Weile so geblieben, wenn ich nicht Marcus Johanus Blogartikel zum Thema „Plotten für Autoren, die Plotten hassen: Die »›Ja, aber …‹ und ›Nein, und …‹«-Methode“ gelesen hätte. Man war ich geladen.

Eine ganze Weile habe ich Die Schreibdilettanten gerne während längerer Autofahrten gehört und da waren viele wirklich interessante und spannende Folgen mit dabei. Deswegen schaue ich auch öfter gerne mal auf Marcus Johanus Blog vorbei. Dieses Mal allerdings regt sich in mir das Bedürfnis vehement dem dort Geschriebenen zu widersprechen.

Der Ansatz für diesen Beitrag ist lobenswert und mag auch vielleicht dem einen oder anderen wirklich helfen, denn wie Marcus richtig George R.R. Martin sinngemäß zitiert, es gibt die Entdecker (Gärtner) und die Architekten (Plotter). Allerdings hat Marcus hier den Teil mit den Abstufungen dazwischen ausgelassen. Die Reinform des einen oder anderen gibt es, aber es gibt eine ganze Menge mehr zwischen den beiden Extremen. So wie auch George R.R. Martins Erklärung auch nur eine Erklärung ist: seine Persönliche.

Es gibt nicht DEN WEG, sondern es gibt den Weg, der für einen persönlich funktioniert. Dieser Weg kann für den nächsten schon wieder vollkommen unbrauchbar sein. Das macht die Sache so schwierig und spannend. Wäre das nicht so, würde jeder ein Stephen King oder ein George R. R. Martin sein.

Also halte ich jetzt mal den Ball etwas flach und beziehe es auf erstmal nur auf mich. Ich kenne einige Autoren, die deutlich mehr in Richtung des Extrems des reinen Entdeckers gehen und dennoch gute und spannende Romane schreiben. Mich selbst würde ich als entwickelnden Autor bezeichnen. Um das weiter zu erläutern, komme ich gleich zum ersten Aufreger:

„Gärtner […] hassen es meisten, zu wissen, wie ihre Geschichten ausgehen, bevor sie mit dem Schreiben des Manuskripts beginnen, weil sie dann ihr Interesse an dem Projekt verlieren.“

Nicht nur meistens, die Geschichte ist mit dem Ende zu Ende. Wenn man das Ende genau kennt, dann ist es keine Entdeckungsreise mehr. Genau um diese beiden Punkte geht es ja beim entdeckenden Schreiben: die Reise und das Entdecken. Das ist eine vollkommen andere Sicht auf die Welt, als die der Plotter. Die einen schlagen sich mit oder ohne Machete durch den Dschungel, die anderen bauen eine Straße anhand abgesteckter Pflöcke durch den Dschungel. Um bei diesem Bild zu bleiben, ob der versteckte Tempel im Dschungel gefunden wird, liegt hier nicht an der Methode, sondern an dem dafür nötigen Fingerspitzengefühl und Aufmerksamkeit.

Ja, der Entdecker kann am Tempel vorbei irren, aber auch der Wegebauer kann mit seinem Bulldozer über den Tempel planieren, ohne ihn zu bemerken.

Die beiden Schwachpunkte, die im Artikel aufgeführt sind, die ich hier mal mit
a) kein roter Faden
b) keine Wendungen und mangelnder Konflikt
zusammenfasse, sind allgemeine Fehler und ebenfalls nicht in der Methode begründet.

Mir persönlich passiert es sehr selten, das ich wirklich mal nicht weiter weis. Das größte Problem eines kreativen Schriftstellers sind nicht zu wenig Ideen, sondern zu viele. Meiner Meinung nach ist das größte Vorurteil der Plotter über die Entdecker, das sie unvorbereitet auf ihre Reise gehen würden. Niemand mit etwas klarem Verstand geht ohne die richtige Ausrüstung, Kenntnisse über die erwartete Umgebung und die passenden Gefährten auf eine Expedition. Dafür muss man weder das genaue Ziel noch jeden Grashalm auf dem Weg kennen. Die Richtung reicht dann vollkommen. Alles andere entscheidet man nach Lage vor Ort.

In einer guten Geschichte gibt es drei Dinge, die sich gegenseitig beeinflussen: Die Umgebung, die Charaktere und der richtungweisende Konflikt. Jeder Autor hat hier seinen persönlichen Schwerpunkt, bei dem er ansetzt. Hier hat dann natürlich auch das Genre einen gewissen Einfluss, aber jeder Roman ist eine fiktive Geschichte, selbst wenn sie vorgibt, aus dem realen Hier und jetzt zu stammen. Auch eine vermeintlich bekannte Umgebung ist ein Weltenbau, auch wenn man das nicht immer so wahrnimmt.

Also zu Punkt 1: Hat man eine Welt mit genügend Details und lebendige Charaktere ergibt sich aus dem angesetzten Konflikt der Weg ganz von selbst. Und glauben Sie mir, Charaktere können eigenwillig sein, der eine will links, der andere will rechts. Die Brücke über den Fluss hat auch keiner in Stand gehalten und was dieser komische Knilch mit dem Blassrohr vorhat, hängt auch davon ab, ob seine Frau letzte Nacht nett zu ihm war oder nicht. Möglichkeiten über Möglichkeiten, man muss sich nur entscheiden und weitergehen.

An dieser Stelle: Stephen Kings Aussage das man zwei oder drei Stunden am Tag, und das jeden Tag, schreiben soll, war meiner Meinung nach sehr ernst gemeint. So bleibt man im Flow und eins kommt zum anderen. Die Salamitaktik funktioniert hier nicht, da man dabei nicht warm wird und in den Schreibfluss kommt.

Damit wäre für die Entdecker unter uns auch Punkt 2 abgehandelt. Wir bauen keinen Weg, wir nutzen das Terrain, in dem wir uns bewegen. Wenn man die drei goldenen Regeln von Frey für einen spannenden Roman (Konflikt, Konflikt und noch mal Konflikt) beachtet, dann wird es auch ein spannender Roman mit überraschenden Wendungen. Hinter dem nächsten Busch kann wer weis was lauern. Eine giftige Spinne oder Schlange, ein verwunschener Tempel voller Schätze, eine willige Jungfrau in Nöten oder ein hungriger Kannibale, den seine Frau ganz gewaltig genervt hat. Oder die junge Dame ist seine Frau. Möglichkeiten über Möglichkeiten.

Womit man als Entdecker wirklich ein Problem hat, ist meistens das Ziel. Das aber nur so lange, bis man sich klar wird, die Reise an sich ist das Ziel. Da hilft einem die beste Karte, d.h. Plot nichts. Für den wilden unentdeckten Dschungel gibt es keine Karten. Da helfen nur die richtige Ausrüstung und die nötige Flexibilität, sich auf die Gegebenheiten einzustellen. Und ein Kompass. Aber meistens reicht ein gutes Bauchgefühl und Erfahrung.

Schreiben ist wie Sprechen und Denken, man lernt es nur, wenn man es selbst tut. Die fundamentale Aussage von Stephen Kings „On Writing“ ist: schreiben, schreiben und nochmals schreiben. Fehler gehören dabei zum Lernprozess, es gibt keine Abkürzungen ohne Blut, Schweiß und Tränen.

In dem Sinne möchte ich Marcus zitieren „Schreibt […] !“

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