Welten an Drähten und wahre Namen 179, Dirk van den Boom – Live in Space

Kurz vor Weihnachten gab es ein gewaltiges Highlight für den SF-Fan in Secondlife: Dirk van den Boom – Live in Space.

Zum einen ist Dirk van den Boom schon mal für sich alleine ein Event und mit seinen über 100 veröffentlichen Büchern jemand, den man kennen sollte, wenn man deutschsprachige Military-SF und Space Opera mag.

Zum zweiten hat sich Barlok Barbosa mit der mit Abstand größten und beeindruckensten Kulisse selbst übertroffen. Und das will was heißen! Es gibt schon einige Videos aus Youtube, aber ein persönlicher Besuch lohnt sich: SLURL

Das Video von Natasch Randt:

Das Video von BukTom Bloch:

Es war also ein ganz gesonderes Event, in dem man extra im Shutte von einer Raumstation zum Raumschiff TITAN  anreisen durfte, um Dirk van den Boom aus dem jeweils zweiten Kapitel der noch unveröffentlichen Werke „Canopus“ und „Die Reise des Scythe – Aszendenz“ lauschen zu können.

Dirk van den Boom merkt man seine unzähligen öffentlichen Auftritte – unter anderem in Fernsehen als Politologe zum aktuellen Tagesgeschehen – an. Die Lesung war absolut professionel und fesslend.

Was für ein Erlebnis. Mir hab es ausgesprochen gut gefallen und die Bücher sind vorbestellt. Viel mehr Worte muss ich da glaube ich nicht mehr verliehern. Es war super.

Wer es nicht glaubt kann sich die erste Hälfte der Lesung auf Youtube ansehen:

Beim Mit-Veranstallter und Moderator Thorsten Küper gibt es noch mal eine Zusammenfassung des Abends. Die Brennenden Buchstaben haben wieder etwas ganz besonderes auf die Beine gestellt. SL wäre sehr viel ärmer ohne sie.

Und zum Schluss noch ein paar Bilder vom Event selbst:

Quelle: Thorsten Küper

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Perry Rhodan 2938 gelesen …

Perry Rhodan 2938 gelesen … und wenn man was nicht sofort erledigt …

So ganz einfach lässt sich Leo Lukas Werk nicht bewerten. Es zeichnet ein erschreckendes Bild eines totalitären Machtaparates, der unseren Helden an den Kragen will und auf der anderen Seite eine ehr lockere Runde unserer Galaktiker um Gucky und Farye Sepheroa-Rhodan.

Gucky entlockt dem Hort der Wahrheit die Geschichte des Kampfes der Union der Zehn gegen die einfallenden Thoogondu. Leo Lukas lässt uns dabei in tiefster Vergangenheit einen Angriff auf Wehrlose miterleben und dann doch noch einen Hauch von Hoffnung aufkommen.

Das gleiche Thema greift er in bei den Lockvögeln auf, die dieses mal von den Leuten fürs ganz Grobe, dem Menschen des Zweiten Solaren Imperiums, dem Galaktikern gestellt wird.

Ganz überzeugt mich der Roman nach den zwei wirklich außergewöhnlich guten Roman von Wim Vandemaan nicht – aber diese beiden Werke haben die Messlatte sehr hoch gelegt. Es ist alles etwas zu überzeichnet und zu karikiert um tief in die Geschichte eintauchen zu können. Die Intention steht etwas zu sehr im Vordergrund.

Dennoch ist der Roman unterhaltsam. Und wartet mit einer schönen Wendung auf, als die geopferten Bauern sich dann man Ende den ihnen zugedachten Rollen verweigern. Es ergibt an der Stelle einfach keinen Sinn mehr.

Ob es den Galaktikern am Ende etwas nützt? Wer weiß, Bilder können lügen.

In Summe war es unterhaltsam, aber mir fehlte die Immersion in die Handlung.

Für die Zyklushandlung war es ein größerer Schritt vorwärts und wir steuern wohl auf ein Treffen zwischen der Hauptgruppe um Perry Rhodan mit der RAS TSCHUBAI und der Gruppe um Gucky und Farye Sepheroa-Rhodan an Board der BJO BREISKOLL zu. Wobei diese beiden Schiffe keine großartige Rolle spielen, sondern kleinere Einheiten, die einen reduzierten Personenkreis erzwingen. Für die Handlung ist es von Vorteil, aber leider fehlt etwas das Flair der großen Schiffe. Ich hoffe da kommt noch was …

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Welten an Drähten und wahre Namen 178, „Reiten wir“ – Die grosse Westernlesung mit Anja Bagus, Sabine Schäfers und Alex Jahnke

Bei mir gibt es aktuell etwas Rezensions- und Berichtstau, aber die große Westernlesung mit Anja Bagus, Sabine Schäfers und Alex Jahnke in Second Life konnte ich mir dann doch nicht entgehen lassen.

Es war ein Erlebnis in Barloks wundervoller Kulisse den drei, sich aus einem Luftschiff abgeseilten Autoren zu lauschen. Wer nicht dabei war, hat definitiv etwas verpasst.

Mehr Berichte gibt es gesammelt beim Thorsten, der wieder gewohnt souverän durch den Abend führte.

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Perry Rhodan 2937 gelesen …

Perry Rhodan 2937 gelesen … und es war erschreckend, normal und bodenständig.

Was man als langjähriger Perry Rhodan Leser so als normal ansieht, ist schon erstaunlich. Die Geist-Reise der Drei von der Einsatzgruppe besteht hauptsächlich aus Rückschauen in die eigene Vergangenheit, besonders die des Münchner Ernst Ellert.

Diese Erinnerungsfetzen der drei Galaktiker lockern etwas die Lebensgeschichte des Thoogondu Khuulespiu auf, die episodenhaft von den unschuldig wirkenden Anfängen bis zum verbrechnerischen Größenwahn führen, der dann schließlich zum Zerwürfnis mit der Superintelligenz ES führt.

Das Erschreckende an dem Roman ist die Normalität und Zwangsläufigkeit mit der die ruhig dahin fließende Handlung aus einem helfenden Arzt einen Täter macht, der es bei einem hypothetischen Prozess auf die vorderen Plätze der Anklagebank geschafft hätte.

Wenn man sich selbst ehrlich fragt, an welcher Stelle man selbst diesen Weg verlassen hätte, die Antwort fällt schwer. Eines führt zum Anderen. Die Mittäter sind sympathische Wesen, denen bewusst ist, dass sie an nichts Gutem mitarbeiten, sich gegenseitig warnen, aber dennoch pflichtschuldig ihren Beitrag leisten.

Dieser Roman lehnt wohl stark an das Selbstverständnis der deutschen Nachkriegsgeschichte an. In der Form ist Wim Vandemaan ein Meisterwerk gelungen, der sich in puncto gehobener und gleichzeitig versteckter Sozialkritik nicht vor der guten SF des ehemaligen Ostblocks verstecken muss.

Es war also gleichzeitig eine meistens leichte, gut lesbare Lektüre mit einem schweren Hintergrund. An einigen Stellen wurde es dann allerdings erschütternd brutal. An den Stellen hat Wim Vandemaan dann mit einen sehr harten Kontrast gearbeitet.

Mann kann sich streiten ob nicht vielleicht etwas zu hart, aber ich finde es musste so deutlich werden um dann der folgen idyllischen Alltagswelt die unterschwellig mitschwingende Schuld mit zugeben.

Es war keine leichte Lektüre, aber eine die ich sehr genossen habe und die mich nachdenklich zurücklässt.

Ein über Roman, der weit über das hinausgeht, was man als belanglose Heftchenserie abtun könnte.

Ein Meisterwerk.

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Perry Rhodan 2936 gelesen …

Perry Rhodan 2936 gelesen … und es war Liebe, die sich etwas geziert hat.

Wim Vandemann ist in diesem Roman etwas die Quadratur des Kreises gelungen. Erstaunlich wie spannend und mitreißend ein Roman sein kann, der dermaßen verträumt und philosophisch ist.

Der Roman beginnt als Naturdokumentation, die mich wehmütig an die Heinz Sielmann Tierfilme meiner Jugend denken lassen. Farbenprächtige und sprachgewaltige Beschreibungen erzeugen eine dichte und tragende Atmosphäre, die einen in die Geschichte, den Roman hineinziehen. An manchen Stellen geht es ab und zu mit Wim Vandemaan durch, da erfordern die Sprachkunstwerke dann einen Moment des Innehaltens und Bewunderns. Spöttische Kritiker mögen selbiges dann schnell in die Ecke Geschwubbel stecken, aber das Faktum, das an diesen Stellen der Lesefluss ins zeitlupenartige übergeht, lässt sich leider nicht leugnen.

Aber die Mühen lohnen sich und der Leser wird mit einem sehr guten Roman belohnt, der die aktuelle Serienhandlung auf einen kommenden Höhepunkt zutreibt. Ganz sind wir noch nicht da, aber ich fiebere an dieser Stelle dem Folgeroman aus Wim Vandemanns Feder entgegen. Es steht das Versprechen der Lösung es ersten großen Zyklusrätsels im Raum und ich erhoffe mir, das sich ein großes Tor in die Vergangenheit der Milchstraßengeschichte öffnen wird.

Nachdem ich nun Roman und Autor ausgiebig gelobt habe, habe ich aber noch einen Aspekt, der mir an dem Roman stört. Es ist nicht gut, wenn sich der Leser die Frage stellen muss, warum ein 100 Meter durchmessendes gewaltiges Lebewesen ohne erkennbaren Grund in die nächste Kleingalaxis mitgeschleppt wird. Möglicherweise wurde diese Frage vor zig Wochen oder gar Monaten in einem Nebensatz beantwortet. Aber ich sehe es nicht ein, warum ich meinen Lesefluss unterbrechen sollte, um auf der Suche nach der Antwort stundenlang in der Wikipedia und meiner eigenen Heftesammlung zu versumpfen, anstatt den Roman der Woche weiterzulesen.

Warum der Autor und Expokrat Wim Vandemaan einen Dolan mitnimmt, kann ich sehr gut nachvollziehen – schließlich sind organische Raumschiffe konzeptionell hochgradig spannend und wenn etwas Sense-of-Wonder bieten dann sind das genau solche Exoten. Für den Leser ist aber nicht die Frage wichtig, warum der Autor etwas tut, sondern warum handeln die Figuren so, wie sie handeln.

Mir fehlt da einfach der handlungsbezogene Grund. Damit der Dolan mehr als eine – mir zwar sehr sympathische – Marotte ist, hätte er eine Funktion erfüllen müssen, die nicht durch eines der vorhanden konventionellen Schiffe abgedeckt werden können. Mit etwas Mühe lassen sich auch einem konventionellen Schiff einiges an Charme und Flair abgewinnen – dafür sollte man aber tiefer in solch ein Konstrukt abtauchen, als bei einem Toster oder Computer auf den An-Knopf zudrücken. An der Stelle gab es schon hoffnungsvolle Zeichen, aber die Regel im Autorenteam ist das leider noch nicht geworden.

In Summe hat mich der Roman bis auf den einen angesprochenen Schwachpunkt aber vollkommen überzeugt und ich fiebere dem nächsten Perry entgegen.

Und genauso soll das sein!

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