Die BB E-Book Event Interviews – Vorarbeiten …

Dieses Mal war die Sache nicht ganz so spontan wie die Interview-Serie zum FDL 2013, d.h. es war möglich schon mal etwas vorzubereiten.

Leider sind dabei die Beiträge in der Anzeigereihenfolge nach hinten verrutscht …

Hier geht es zum aktuellen Fay Ellison Interview

— Update —

Die Tücken der Technik … es gibt doch glatt eine Möglichkeit einen Veröffentlichungszeitpunkt zu setzen.

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Das Problem mit Lesungen in SL ist …

… das man außerhalb von SL wenig davon mitbekommt, wenn man außerhalb von SL wenig Werbung dafür macht! Aber dafür sind die Brennenden Buchstaben ja da, also poste ich die Einladung mal auf meinem Blog, denn:

Das hier hört sich schon mal nicht uninteressant an …

Lesung mit Erik L. Andros – Samstag, 12.04.14
Mi, Apr 09 2014 2:30:29 pm PDT

Huhuu alle,

ich freue mich ganz besonders am Samstag um 20 Uhr  Erik L. Andros mit einer Lesung auf bees heaven begrüssen zu dürfen. Als eBook Autor wird er uns sein aktuellstes Werk „Saurwa – The Beginning“ vorstellen.

Bekannt wurde er unter einem anderen Pseudonym, mit dem er Erotikgeschichten veröffentlichte.
Mit Saurwa – The Beginning betritt er das Reich der Science Fiction, ebenso fesselnd wie seine Erotikgeschichten, nur auf eine andere Art 😉

LM folgt.

LG
SumSum

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Der BB Ebook-Event Countdown 2014 – Burkhard Tomm-Bub

BukTom Bloch muss man in SL wahrscheinlich niemandem mehr vorstellen, denn er ist dort als Autor, Bibliothekar und als Streiter für die Rechte der Menschen unterwegs. Und natürlich als schnellster SL-Reporter auf vielen Lesungen und anderen Events dort zu finden. Er selbst wird auf dem eBook Event am 18.05.2014 um 20:00 im SL-Planetarium lesen.

Als jemand der viel in SL unterwegs ist, hatte der die Hünensphäre schon mal gesucht und sich dann ein Plätzchen für das Interview ausgesucht, das ich bisher für meinen Geheimtip gehalten habe – Der Mann hat Geschmack 😉

BukTom Bloch: Da gefällt es mir gut. Vorn Bäume – hinten SF!

Hydors Golem: ja sollen wir dann mal mit den interview anfangen?

BukTom Bloch: Ok … gern. Wenn es Dir so spät nicht zu anstrengend ist?

Hydors Golem: lacht – na zwei Stunden wird es wohl nicht noch mal dauern 😉

BukTom Bloch: Ja, las da flüchtig etwas beim Rausgehen in fb … 🙂

Hydors Golem: Es war spannend – Erstmal herzlich willkommen und vielen Dank das du dich für das BB Ebook Event interviewen lässt

BukTom Bloch: Danke schön -und immer gern! Du darfst auch alles fragen … ob ich alles beantworten kann … weiß ich diesmal nicht ganz genau … :-))

Hydors Golem: wie ist die Radio-Ausstrahlung deines Jobcenter Krimis gelaufen?

BukTom Bloch: Ich bin da sehr zufrieden. Fast pünktlich angefangen, Tonqualität fand ich auch gut. Man hatte auch nix „verschlimmbessert“ nur eine Handvoll Jingles dazwischen. Die Resonanz auf fb war im Vergleich sehr gut.

Hydors Golem:  Ah gut – beim letzten Interview zum FDL sagtest du ja beim nächster Gelegenheit würdest du gerne wieder selbst einen Geschichte/Roman beisteuern. Was der Jobcenter Krimi geplant oder ist der dir relativ spontan eigefallen?

BukTom Bloch: Damals hatte ich das so noch nicht im Hinterkopf …

Und warum ich das geschrieben habe – will ich mal so beantworten:

Manches im Leben belastet eine ja doch. Und da kann man ja zur Entspannung einen kleinen Krimi schreiben, oder so was. Das ist dann ja nicht das Verkehrteste. 🙂

Hydors Golem: es gibt deutlich schlechtere Arten !

BukTom Bloch: Eben, eben … :-))

Hydors Golem: Das eBook Event ist da bestimmt eine gute Gelegenheit den Krimi nochmal vorzustellen oder?

BukTom Bloch: So hoffe ich. Das Publikum ist ja da nicht unbedingt identisch. Ich hatte für die Radiosendung viel in facebook, Google plus, auf twitter, wkw und XING, etc. geworben. Dort sind sicherlich nicht alle SLer_innen. Und wenn einige, ist nicht gesagt, dass sie Zeit hatten.

Hydors Golem: Es gibt den Krimi ja auf vielen Plattformen als eBook und sogar als Hörbuch. Ist auch eine Papierversion geplant ?

BukTom Bloch: Die gibt es schon, ja. Ich habe mich etwas schwer damit getan, weil die ja dann nicht kostenlos ist. Immerhin habe ich meinen Gewinn auf 2 Cent pro Buch begrenzt. Die ich jeweils zusätzlich spenden werde für gute Zwecke. Zu haben ist das bei epubli – Ich habe s/w gewählt und Heftbindung. So ist der Preis gering, 3,58 Euro. Leider plus Versand. g*

Btw. habe ich auf eine ISBN verzichtet – damit ich frei bleibe die eBooks und die Hörbuchfassung zu verschenken.

Hydors Golem: Für ein Buch eigentlich nicht viel. Wie siehst du, abseits des kommerziellen Aspektes – der hier eher eine störende Rolle zu spielen scheint – das Verhältnis von eBook zum klassischen Papierbuch?

BukTom Bloch: Ja ich bin da ja etwas Exot, mit meinem hohen Unkommerzialitätsanspruch gegen mich selbst.  eBooks sind eine wertvolle Ergänzung zum Print, finde ich.  Man erreicht z.T. auch andere Menschen und das ist wichtig.

Ich verstehe aber auch Menschen, die das Haptische lieben. Da ist eigentlich SL prädestiniert eine gute Zwischenposition einzunehmen. SL ist da näher am „realen“ Buch als eBooks.

Hydors Golem: Du spielst dabei bestimmt auf deine Bibliothek hier in SL an oder?

BukTom Bloch: :-))

Ich wollte es wäre nicht zwingend so. Aber auf ernsthafte Mitbewerber warte ich leider immer noch im deutschsprachigen Raum. Ich würde mich drüber freuen!

Überhaupt könnte man die Buchtechniken noch perfektionieren, technisch. Aber auf unkommerzieller Basis. Die Techniken bei Pegasus sind nicht übel – bei den Umblätterbüchern arbeiten wir mit den scrapbooks von Björn Nordlicht

[13:36] Geringe Mitnahme – Effekte! – jobcenter-Krimi – 5Prim flüstert: Touch cover for menu

Hydors Golem: Ah das hört sich nach einem spannenden Thema an. Da traue ich mich fast nicht die nächste Frage von meinem Zettel zu stellen:

Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur normalen/realen Welt? Auch in Bezug auf die möglichen Kulissen hier bei Lesungen usw.

BukTom Bloch: Reale Welt – in Hinsicht auf Literatur? Beides ist sehr wichtig! Es wären noch viel umfassendere Verzahnungen möglich. Z.B. Real – Lesungen, die nach SL live gestreamt werden -und wo auch die SL – Hörer_innen hinterher fragen / diskutieren können – im Wechsel damit umgekehrt: in einer Buchhandlung / Bibliothek eine Einladung, bei der eine SL – Lesung auf einen großen Bildschirm gestreamt wird – und auch die realen Hörer_innen nach SL hinein fragen können. Dinge dieserArt. Und ja, ganz klar! Die Möglichkeiten für Kulissen sind in SL phantastisch!

Der literarische „Dialog der Welten!“

Hydors Golem: Ja da geht eine ganze Menge auch wenn es mit dem Ton bei solchen weltenübergreifenden Lesungen nicht immer ganz einfach ist …

BukTom Bloch: Nicht immer, ja. Aber es wird besser und besser. Da müssen wir dranbleiben.

Hydors Golem: Auf jeden Fall. Kannst du noch etwas zu den „Geringen Mitnahme-Effekten“ sagen, für die leute die die noch nicht kennen und auf den eBook Event die Gelegeheit nutzen möchten mal rein zu hören?

BukTom Bloch: Ja … ich habe z.b. den Disclaimer nicht in der Badewanne geschrieben.  * Hust * Insider … :-)) Also:

Die Handlung hat mit dem Jobcenter zu tun (hier: Workcenter). Es gibt eine Tote. Und zwei Verletzte, die in Gefahr sind …

Welcher der Erzählstränge von den eigentlichen Verbrechen erzählt – werden die Leser_innen selbst entscheiden müssen …

Hydors Golem: Ah das hört sich spannend an. Ich konnte ja mal kurz in das Hörspiel hinein hören – die Welt des Jobcenters hat schon so seine Eigenheiten, die außer den Beteiligten und Betroffenen nur wenigen bekannt sind. War das einer der Gründe für dich den Krimi zuschreiben?

BukTom Bloch: Das ist eine interessante Frage. Ich möchte mich da selbst zitieren …

Hydors Golem: gerne 😉

BukTom Bloch: Ausserdem Disclaimer:

„Da es mir fern lag, freundliche und fleißige Menschen in irgend einer

Form zu verärgern, oder zu beleidigen, schien es mir besser,

ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass dies nur ein harmloser, kleiner

Krimi ist, der gut und angenehm unterhalten soll.

Darauf gebe ich Ihnen mein Ehrenwort – ich wiederhole: Ich gebe

Ihnen mein Ehrenwort!“

Hydors Golem: Gut gut – Noch eine Frage zum Schluss : bist du vor den Lesungen aufgeregt oder eher entspannt?

BukTom Bloch: Hm. Eher aufgeregt würde ich sagen. Aber das gehört dazu und ist sogar ein wichtiger Teil des Reizes, finde ich – nach etlichen Sekunden, spätestens wenigen Minuten geht das immer weg – und das ist ein sehr gutes Gefühl! Manchmal habe ich aber während der Lesung ein Problem. Also wenn etwas für mich sehr Emotionales vorkommt. Das ist sicher etwas albern … aber es nimmt mich dann trotzdem nochmals „voll mit“. Wenn dann sogar die Stimme etwas bricht, usw. … Hm, hm. Aber so halbwegs habe ich zumeist noch immer die Kurve gekriegt.

Hydors Golem: Ich glaube das geht allen so – vor allem wenn die Handlung einem nahe geht oder man selbst tief in der Handlung steckt. Ich bin auf die Lesung gespannt.

BukTom Bloch: Das beruhigt mich ein wenig zu hören! 🙂

Ja, so eine gute Stimme wie der Hörbuchvorleser habe ich leider nicht – aber ich werde mein Bestes tun.

Hydors Golem: das ist ein gutes Schlusswort, vielen Dank das du hier in SL zum Interview hier warst.

BukTom Bloch: Immer gern! Dir Dank für das Unterfangen diese Interviews zu machen!

Hydors Golem: Gerne

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Buk

[Quelle Thorsten Küper – Kueperpunk BB eBook Event]

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Der BB Ebook-Event Countdown 2014 – Martin Barkawitz

Heute im Interview: Martin Barkawitz.

Auf meine Interviewanfrage habe ich eine sehr sympathische Email bekommen und gleich das Angebot zum Nachfragen genutzt. Martin liest am 11.05.2014 um 21:00 Uhr und man sollte sich das nicht entgehen lassen.

Ein historischer Krimi – das hört sich spannend an …

Hallo Markus,

ich bin mal so frei, dich zu duzen – sonst fühle ich mich so förmlich 😉

Ich würde die Fragen gerne per Mail beantworten, und da ich gerade Zeit habe, mache ich es sofort:

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum organisiert ihr das / warum nimmst du teil?

M. Ich halte das BB E-Book Event für eine hervorragende Möglichkeit, das Medium E-Book und die dahinter stehenden „Macher“ stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Allmählich spricht sich ja herum, dass das E-Book eine ernstzunehmende Alternative gleichermaßen für Newcomer und solche Oldtimer wie mich ist – trotzdem sind in Deutschland die Vorbehalte doch immer noch groß.

H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell?

M. Ich sehe mich als einen Erzähler, ich bin Story-orientiert – dabei ist es mir egal, ob eine Geschichte als Buch, E-Book, TV-Serie oder Computerspiel erzählt wird, solange sie mir gefällt. Ich stelle also nicht das geheiligte Medium Buch auf ein Podest, wie ich es bei manchen Kollegen erlebe. Trotzdem bin ich auch ein Hybrid-Autor, schreibe also sowohl Print-Romane als auch E-Books. Als Leser bin ich längst zum begeisterten Kindle-Benutzer geworden, weil ich auch gerne amerikanische Thriller lese – und die bekommt man eben also E-Book sehr günstig oder sogar umsonst. Was das Honorar angeht, so ist man mit E-Books natürlich wesentlich besser dran als mit Print-Titeln, jedenfalls wenn es um den prozentualen Anteil pro verkauftem Exemplar geht.

H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?

M. Ich muss gestehen, dass ich mich kaum im SL bewege, obwohl ich mich über die Einladung zum BB E-Book Event natürlich sehr gefreut habe. Ich hatte schon früher SL-Lesungen und fand die Kulissen immer ganz toll und liebevoll gemacht.

H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?

M: Ich lese aus meinem historischen Hamburg Thriller „Der Schauermann“, der im Jahr 1892 spielt. Klar, aufgeregt bin ich vor jeder Lesung, ob nun im SL oder in Fleisch und Blut – trotzdem macht es natürlich immer Spaß.

H: Kannst du vielleicht noch etwas mehr über den „Schauermann“ erzählen? Ich hatte vorhin eine Steampunkautorin im Interview, aber ich vermute es ist eher ein historisch korrekter Krimi oder? Hast du dafür viel recherchiert? Und wenn ja wie?

M: „Der Schauermann“ spielt in Hamburg vor dem Hintergrund der letzten großen Cholera-Epidemie auf deutschem Boden. Da ich selbst gebürtiger Hanseat bin und mich schon immer für die Geschichte meiner Heimatstadt interessiert habe, wusste ich grundsätzliche Dinge schon – beispielsweise, dass Hamburg in jenen Jahren ein großer Auswandererhafen für osteuropäische Emigranten auf dem Weg nach Amerika war. Da mein Protagonist ein Polizeibeamter – damals sagte man in Hamburg noch Konstabler oder umgangssprachlich „Udel“ – ist, habe ich viel über die damalige Polizeiarbeit recherchiert. Dabei stellte sich heraus, dass die Revierwachen 1892 noch nicht mit Telefonen ausgestattet waren, dafür aber mit Morsetelegraphen. Und die Uniform erinnerte an jene der berühmten Londoner Bobbys, was zu dem Hamburger Faible für alles Englische passt … Ein ernsthaftes Thema waren allerdings die starken sozialen Unterschiede zwischen dem Elend der sogenannten Gängeviertel und dem Prunk der Villenvororte. Und genau dieser Gegensatz ist es, der sich wie ein roter Faden durch den ganzen Roman zieht und durch die Personen Lukas Boysen und Anna Dierks verkörpert wird.

So, ich hoffe, das reicht,um die Leser heißzumachen 😉

H: Hört sich auf jeden Fall spannend an. Am 11.05.2014 um 21:00 Uhr in Barloks Hafen kann man sich überzeugen wie die Jagt nach dem Täter mit dem Telegraphen funktioniert. Barloks Bühnenbild wird bestimmt wieder für eine sehr atmosphärische Stimmung sorgen …

Das Bild für das heutige Interview zitiere ich mal vom Thorsten:

MartinBarkawitz

[Quelle Thorsten Küper – Kueperpunk BB eBook Event]

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Der BB Ebook-Event Countdown 2014 – Fay Ellison

Fay Ellison ist neu in SL mit dabei und wird am 27.04.2014 um 20:00 aus ihrem Roman „Experiment Ella“ lesen. Sie hat mir ihre Antworten auf meine Fragen via Facebook beantwortet und diese will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Wir haben übrigens sehr nett auf Facebook geplaudert, aber sie hat sich trotzdem nicht zum Interview nach SL locken lassen – beim nächsten Mal bestimmt 😉

– Was ist das BB E-Book-Event (für dich)? Warum organisiert ihr das/warum nimmst du teil?

Für mich ist das E-Book-Event etwas ganz Besonderes. Stellt es für mich doch eine Möglichkeit dar, mein noch junges Werk einem außergewöhnlichen Publikum vorzustellen. So erreicht man Menschen, die man sonst vermutlich niemals kennenlernen würde. Ich nehme gerne neue Herausforderungen an und Experimentieren liegt mir irgendwie im Blut. Und wie heißt es doch so schön? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich habe in den letzten Jahren auch die Herausforderung „Schreiben“ gemeistert, dann werde ich auch eine Lesung im Cyberspace unbeschadet überstehen. Wer weiß, vielleicht finde ich neue Leser oder neue Freunde oder beides.

– Wie siehst du das Medium E-Book im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, philosophisch aber auch kommerziell.

Erst waren da die Stimmen in meinem Kopf, die sagten: „Nee, das ist doch irgendwie nicht schön, Papier hat doch was Besonderes. Und dann sah ich mein kleines, völlig überfülltes Regal an und dachte: „Ja, aber liest du Bücher ein zweites Mal? Und wo lässt du die neuen Errungenschaften?“ Ich hatte keine Ahnung und ließ mir den Reader zu Weihnachten schenken. Ich habe es bis heute nicht bereut. Wenn ich kommerziell denken würde, dann hätte ich nie mit dem Schreiben angefangen, denn die wenigsten Autoren können davon leben. Ich habe ganz viel Spaß am Schreiben und freue mich, wenn ich meine Phantasien mit meinen Lesern teilen darf. Wenn man dann noch etwas positives Feedback bekommt, ist das fast Lohn genug. Allerdings darf man den kommerziellen Aspekt der E-Books auf keinen Fall unterschätzen. Ich denke, der Trend geht ungebrochen in diese Richtung. Wir Autoren haben davon natürlich auch einen Vorteil, denn die Tantiemen bei E-Books sind erheblich größer als bei Papierausgaben.

– Wie siehst du das Medium „SL“ im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?

Für mich ist SL in erster Linie eine Herausforderung. Ich habe mich vor der Einladung zum E-Book- Event nicht mit SL auseinandergesetzt, weil mein Computerverständnis schon beim Installieren scheiterte. Ich möchte mich hier besonders bei dem Veranstalter Kueperpunk Korhonen bedanken, der sicherlich so manches Mal in seine Tastatur gebissen hat, bis ich mit der Menüführung soweit zurecht kam, dass ich meine Figur bewegen konnte. Ich bin zweigeteilt, was SL betrifft. Einerseits finde ich die Möglichkeit, an Lesungen teilzunehmen, obwohl der Autor vielleicht in einer anderen Stadt lebt, klasse. Und auf der anderen Seite sehe ich Avatare, die reiner Phantasie entsprungen sind. Ich bin ein Mensch, der sehr viel an der Körpersprache seinem Gegenüber ablesen mag. Hier fühle ich mich vieler meiner Sinne beraubt. Nichtsdestotrotz freue ich mich, mein Buch hier vorstellen zu dürfen. Die Kulissen von SL sind außergewöhnlich, ich durfte letztens an einer Lesung teilnehmen, die in einem Kloster stattfand und besonders hatten es mir die tanzenden Nonnen angetan.

– Was liest du auf dem E-Book-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?

Ich werde meinen Thriller „Experiment Ella“, der am 24. März beim Begedia Verlag erschienen ist, bei SL vorstellen dürfen. Lampenfieber bei einer Lesung ist für mich wie prickelnder Champagner bei einem erotischen Dinner. Ohne Lampenfieber geht es einfach nicht, so war es schon immer. Mal sehen, ob es bei einer Lesung vom PC aus etwas anders wird. Eigentlich ist die Aufregung bei der Lesung auch nebensächlich, wichtig ist doch, dass meine Leser viel Spaß an dieser Veranstaltung finden und ich vielleicht auch einen Funken Interesse wecken kann. Wenn es dann am Ende noch einen feinen Gedankenaustausch gibt, dann bin ich zufrieden.

ExperimentElla

[Quelle Thorsten Küper – Kueperpunk BB eBook Event]

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