Der BB Ebook-Event Countdown 2014 – Oliver Susami

Heute im Interview: Oliver Susami.

Thorsten Küper ist es wieder gelungen einen neuen Autor nach Second Life zu locken. Oliver Susami scheint dem Paranormalen sehr aufgeschlossen und so war der Schritt in die Welten der Metaversen dann doch kein allzu erschreckender – oder es wird dann erst so richtig gruselig …

Live kann man Oliver Susami am 25. April um 21 Uhr im Kafe Krümelkram erleben, wo er das BB E-Book Event dann auch eröffnet.

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum nimmst du teil?

OS: Für mich ist die Teilnahme an so einem Event eine völlig neue Erfahrung. Als mich Thorsten Küper vor einigen Wochen fragte, ob ich eine virtuelle Lesung in Second Life halten würde, da war meine erste Reaktion: „Hä? Second Life? Gibt es das noch?“ Meine zweite Reaktion war dann: „Okay, warum nicht? Könnte interessant werden“ Viel nachgedacht habe ich ehrlich gesagt nicht, bevor ich zugesagt habe.

H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.

OS: Mein Hauptproblem mit dem Ebook ist, dass ich gerne in der Badewanne lese und dazu neige, beim Lesen etwas langatmiger Passagen in eine Art Halbschlaf zu verfallen. Meine Freundin macht sich Sorgen, dass ich irgendwann in der Badewanne ertrinke und ich kann ihr noch so oft erklären, dass dies schon aufgrund meiner Körperbaus (ich bin 1,88) fast nicht möglich ist.

Das Problem ist ein anderes: In meinen Halbschlafphasen kommt es zu einem langsamen Herabsinken des Buches bzw. des Readers in das Badewasser. Beim Buch ist das nur ärgerlich, beim Reader ist es scheiße.

Abseits dieses Problems: Ich denke, dass Ebooks das Papierbuch nicht ablösen werden, beide Medien haben eigene Qualitäten. Bei Büchern, die ich wirklich liebe, ist es mir wichtig, sie „greifbar“ im Regal stehen zu haben. Bücher allerdings, von denen ich weiß, dass ich sie nur einmal zur Unterhaltung lesen werde, lese ich eher in digitaler Form. Das spart Platz und Papier.

Und seien wir doch mal ehrlich: Die Werke, die den Ebook-Markt prägen, sind größtenteils trivale Unterhaltungsliteratur. Das muss man sich nicht ins Regal stellen und dafür müssen auch nicht unbedingt Ressourcen verbraucht werden.

H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?

OS: Wie gesagt: Ich wusste bis vor einigen Wochen nicht einmal, dass es Second Life noch gibt (sorry). Ich selbst war auch noch nie in Second Life unterwegs, kriegte nur diesen Hype vor einigen Jahren mit. Allerdings habe ich keine Vorbehalte gegenüber virtuellen Welten. Wer diese der realen Welt vorzieht – gerne, warum nicht.

Grundsätzlich denke ich, dass virtuelle Welten in den nächsten Jahrzehnten an Bedeutung gewinnen werden, ich kann mir sogar vorstellen, dass Menschen irgendwann komplett in virtuellen Welten leben werden, während ihre realen Körper von Pflegediensten betreut werden. Wurde garantiert schon von irgendwelchen Science Fiction-Autoren so beschrieben. Falls nicht: Hiermit reserviere ich dieses Thema für ein kommendes Buch!

H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?

OS: Ja, ein bisschen aufgeregt bin ich schon. Aber ich schenke meiner Aufregung nicht zu viel Beachtung und lasse das einfach auf mich zukommen. Bei Vorträgen bin ich immer aufgeregt, aber wenn ich erst einmal angefangen habe, dann läuft es meist ganz gut.

Ich werde einen Abschnitt aus meinem letzten Buch „Vierter Stock Herbsthaus“ lesen. Außerdem vielleicht eine noch nicht veröffentlichte Kurzgeschichte, ich finde es immer schön, etwas „Ganzes“ lesen zu können. Aber das muss noch mit den Organisatoren abgeklärt werden.

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[Quelle Thorsten Küper – Kueperpunk BB eBook Event]

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Der BB Ebook-Event Countdown 2014 – Frank Sorge

Heute im Interview: Frank Sorge.

Eines der Urgesteine der Literaturszene in SL nahm sich, trotz der Umstellungswehen eines Rechnerwechsels, meiner Interviewfragen an und es sind kurze, aber auf den Punkt kommende Antworten geworden. Man merkt das Frank Kurzgeschichten schreibt und diese Literaturform beherrscht. Mit wenigen Worten viel zu sagen ist schwieriger als es sich anhört …

Live kann man Frank Sorge auf den BB E-Book Event am 04.05.2014 um 20:00 im Kafe Krümelkram erleben.

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum nimmst du teil?

FS: Das letzte E-Book Event ist mir in guter Erinnerung. Derzeit kann man außerdem gar nicht genug Werbung für E-Books machen, da sich das alles noch entwickelt.

H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.

FS: Für meine RL-Lesungen benutze ich jetzt fast seit zwei Jahren einen Reader, vorher habe ich schwere Rucksäcke mit Ausdrucken herumgetragen. Vor allem ist es praktisch, für mich persönlich. Philosophisch ist es wohl egal, worauf die Buchstaben stehen, die konsequente Weiterentwicklung der Steintafel. Kommerziell muss man vielleicht die fragen, die wirklich viele E-Books verkaufen oder ganz darauf setzen. Meine bescheidenen Erfahrungen deuten eher daraufhin, dass es für den Autoren kaum einen Unterschied macht.

H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?

FS: Ich habe seit 2008 jedes Jahr Lesungen in SL gemacht und bin immer wieder erstaunt über die Wirkungskräfte der Immersion. Gerade die Kulissen, der Ort, die Avatare, die Sounds und der Chat machen die Live-Wirkung einer virtuellen Lesung aus, obwohl alle vor dem Computer sitzen. Ohne das kann man auch Videostreamen, was vergleichsweise langweilig ist.

H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?

FS: Ich lese aus meinem neuen Buch „Degeneration Internet“ – die Kurzgeschichten-Essenz meiner letzten zehn Jahre Alltagserfahrungen mit dem Internet. Der Titel klingt vielleicht ernster, als es ist, die Geschichten sind alle für lustige Abendveranstaltungen entstanden. Und wer schon auf einer SL-Lesung von mir war, hat sicher bemerkt, dass es eines meiner wichtigsten Themen ist (neben Döner).

Ganz ohne „Lampenfieber“ geht es nicht, bei virtuellen Lesungen simuliere ich ein bisschen Aufregung z.B. damit, erst sehr spät alle Einstellungen auf meinem Computer vorzunehmen, damit ich in meinem Arbeitszimmer gleich in Live-Stimmung komme. Die meiste Aufregung entsteht bei mir in ungewohnten Situationen, und dazu gehören Lesungen in SL aber definitiv nicht mehr.

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[Quelle Kueperpunk BB E-Book Event 2014]

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Der BB Ebook-Event Countdown 2014 – Thorsten Küper

Heute habe ich jemand im Interview, ohne den es vor und hinter der Bühne, wenn schon nicht nicht, dann doch nicht so gut funktionieren würde: Thorsten Küper, alias Kueperpunk Korhonen.

Vor und hinter der Bühne unermütlich im Einsatz und nun im Interview:

H: Erstmal vielen Dank, das zu dich interviewen lässt

KK: Ist mir ein Vergnügen und wir unterstützen die großartige Vorarbeit, die Du durch diese Serie leistest, sehr gern.

H: Danke, aber ohne Zauselinas und deine ganze Organisation gäbe es das ganze Event ja nicht. Was bedeutet dir (euch) das Event und warum organisiert ihr das?

KK: Wir haben das BB E-Book Event zum ersten Mal im letzten Jahr organisiert und das noch dazu sehr spontan und kurzfristig. Für uns ist es eine Möglichkeit, unsere Begeisterung für das Medium Buch und in diesem Fall für E-Books mit unserem Literaturprojekt zu etwas Neuem zu verbinden. In diesem Jahr wollen wir alles noch professioneller gestalten. Und so haben wir die Möglichkeit, möglichst viele Autoren und Verleger zusammen zu bringen und zu schauen, was sich daraus entwickelt.

H: ja es sind ja schon eine ganze Menge Autoren dabei. Ähnlich wie beim FDL, aber nicht in so kompakter Form.

KK: Das macht es „leichter verdaulich“ und für uns auch nicht ganz so anstrengend, obwohl wir das FdL natürlich sehr mögen.

H: .. und die Autoren haben dann nicht ganz so die Qual der Wahl, eine halbe Stunde ist ja schnell vorbei – wenn man sein Herzensprojekt dem Publikum vorstellen möchte.

KK: Richtig, wir haben hierbei auch die Möglichket, noch etwas mit den Autoren zu sprechen. Das ist vor allem für die wichtig, die zum ersten Mal in SecondLife auftreten und vielleicht auch noch etwas skeptisch sind.

Wir können beim E-Book Event besser auf jeden einzelnen eigehen. Und: Im Laufe der vier Wochen hat man die Chance, ihnen persönlich noch einmal an ihrem Stand zu begegnen. Wir versuchen nach Möglichkeit Zeiten festzulegen, an denen man Autoren an ihrem Buchstand treffen kann.

H: Das hört sich gut an – wie bei Messen und Cons?

KK: Das ist die Idee, ja. Das hat eigentlich schon im letzten Jahr ganz gut funktioniert.

H: Du bist ja selbst (wie Zauselina) Autor und ich nutze mal die Gunst der Stunde: Wie entstehen deine Geschichten? Planst du die akribisch, oder entstehen die eher beim Schreiben?

KK: Ich fange ehrlich gesagt niemals an zu schreiben, bevor ich das Ende der Story kenne. Aber es stellt sich vielfach so dar, dass sich die Story im Verlaufe des Schreibens stark verändert. Das ist auch Sinn der Sache. Ich möchte nur vermeiden, dass mir nach einem guten Anfang die Puste ausgeht. So etwas ist sehr ärgerlich, wenn es passiert.

H: Passiert es dir das einer der Protagonisten sagt: Ne, das mach ich nicht! Denk dir was anderes aus?

KK: Ja, irgendwie schon, das kommt vor. Meine Protagonisten sind manchmal netter als ich es in bestimmten Situationen wäre. Meistens sind sie aber bösartiger.

H: Hehe, ja seit „Gregors Smartphone“ bade ich mein Handy nicht mehr im Tee …

KK: hahaha, ja, die werde ich heute Abend noch mal lesen.

H: Ja, super – kannst du uns verraten wo?

KK: Man muss aber sagen, dass das eine Story ist, die ich nur für das Comedy Programm geschrieben habe. Äh das ist der Witz, ich muss mich teleportieren lassen. Ich habe den Namen vergessen.

H: Ups. Na sonst teleportiert du ja eher die Leute zur Lesung, da sollte das mal drin sein …

KK: ja, ich wurde diesmal eingeladen.

H: Wie siehst du eigentlich das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt in Punkto Lesungen? So aufwendige Kulissen wie in SL dürfte es bei einer Lesung in RL ja eher selten geben?

KK: Ich sehe gar keine so dramatischen Unterschiede. Das Autoren-will-ich-live-sehen-Gegenargument ist keines. Dann muss man auch Fernseher und Radio ausschalten und am besten gleich das Buch einmotten. Im Gegenteil: Wo könntest du schon mit einem Autor wie Thomas Thiemeyer oder Karl Olsberg von Angesicht zu Angesicht sprechen.

H: Und das noch ohne lange Reisen

KK: Ich würde das noch kurz weiter ausführen wollen ;-). Es ergibt aber neue Möglichkeiten, was die Lesungen selbst angeht: Szenische Lesungen mit mehreren räumlich getrennten Sprechern sind kein Problem mehr.

Jennifer B. Wind und ich lesen einen Dialog, obwohl sie in Wien sitzt und ich in Herne. Automatic Quandry alias Robert Keller spielt live in Oakland, während ich in Herne lese.

Das geht mit diesem Medium perfekt. Die Kulissen kommen noch hinzu, richtig.

H: ja die Lesungen waren wirklich beeindruckend. (Ich hoffe Jennifer B. Wind ist wieder fit)

KK: Es geht ihr wieder besser, ja. Schöne Grüße von hier aus!

H: Prima, die Lesung war wirklich hervorragend gelesen.

KK: Sie ist eine hervorragende Schauspielerin. Und anscheinend generell ein Multitalent. Sie bestätigt wieder einmal meine Faustregel: Man findet jede Menge interessante Leute in SecondLife und OpenSIms.

H: Das auf jeden Fall!

KK: Oder man holt sie rein.

H: Ja das ist schon beeindruckend, wie es dir gelingt immer neue Autoren nach SL zu holen – Ist das mit der Zeit einfacher geworden?

KK: Die ersten Autoren hat Zauselina in SL aufgespürt. Zu Hype Zeiten tummelten sich etwas mehr hier, weil sie ebenfalls die Idee hatten, dieses neue Medium zu nutzen. Aber wenn man nett fragt und ein wenig erklärt, was man hier macht, sind viele schnell interessiert.

Zauselina stellt mir gerade reizenderweise Kaffee und Kuchen vor die Nase! Ich hab es ziemlich gut.

Oliver Buslau und Frank Sorge waren meines Wissens nach so ziemlich die Ersten.

Und ja, es wird einfacher. Sie fragen teilweise schon von selbst nach. Das ist neu!

H: Grüße an Zauselina! – Wow , das ist bestimmt ein tolles Gefühl wenn die Arbeit mit den Brennenden Buchstaben solche Früchte trägt

KK: Meinst du den Kuchen oder die Freiwilligen. Ich grinse gerade.

H: beide 😉

KK: Jep.

Jedenfalls ist es nicht so, dass man das alles für eine Stammzuhörerschaft von zwei Personen macht, von denen man eine selbst ist.

 H: Ja die Lesungen sind immer gut besucht und werden immer öfter auch über SecondRadio ausgestrahlt. Wie siehst du eigentlich das Medium Ebook im Vergleich zum Klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziel.

KK: Ja,.es wäre auch schade, wenn alles NUR SecondLife ist. Ich sehe unser ganzes Projekt nicht nur auf den virtuellen Raum begrenzt.. Wir sind schon darauf spezialisiert, einfach weil solche Veranstaltungen leichter organisierbar sind. Aber nicht umsonst findet während dieses E-Book Events auch eine Realveranstaltung statt. Das Steampunk Event in Monheim am Samstag, den 26. April.

Viele lieben die Buchhaptik, ich an sich auch. Aber ich kann es nicht leugnen: Meine Lesegewohnheiten haben sich verändert- Ich lese nicht mehr so viel auf Papier, ich genieße es einfach mehr, selbst was auf die Beine zu stellen. Deswegen bin ich auch offener geworden. Hier im Regal liegt ein Kindle.

Und er wird benutzt. Was noch hinzu kommt:

Das E-Book verändert die Literaturlandschaft komplett. Ab sofort kann jeder mitmischen. Egal ob begabt, oder weniger begabt. Das ist eine völlig neue Situation.

H: Ja es ist mittlerweile sehr einfach geworden ein Ebook herauszubringen – Was aber auch wieder mehr Raum für kürzere Werke schaft oder?

KK: Ja. Ein schönes Beispiel: Im deutschsprachigen Raum ist die Science Fiction Kurzgeschichte vor kurzer Zeit für tot erklärt worden. Interessanterweise auch durch einige Autoren, die genau damit eingestiegen sind und diese Form früher propagiert haben. Durch das E-Book ändert sich das. Die großen bringen keine Sammlungen mehr raus. Haben sie schon seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr. Ah, die kleinen Verlage verlieren auch das Interesse? Egal, dann mache ich mein eigenes E-Book draus.

H: Ein spannendes Thema, das wahrscheinlich auch auf der Diskussions-Runde zum Thema Ebook zur Sprache kommen wird oder?

KK: Ja, davon gehe ich aus – aber da wird es natürlich auch um die virtuelle Welt gehen und was sich damit in Sachen Buch anfangen lässt.

H: Neben Lesungen sind da ja noch weitere Dinge möglich, wie z.b. BukToms Bibliothek, oder der Nachbau der in den Romanen geschilderten Welten.

KK: Stimmt, all das ist möglich.

H: Wobei ich dann doch lieber zum Lesen ein Buch oder einen Reader zur Hand nehme. Ein wirklicher Durchbruch wäre es da wohl wenn ich mir SL auf dem Tablett oder via Datenbrille mit auf das Sofa nehmen könnte.

KK: Das kommt ja vielleicht mit der Oculus Rift. Aber SecondLife mit aufs Sofa nehmen, ach, ich weiß nicht …

H: das ist vielleicht noch etwas Zukunftsmusik – aber es sind schon andere Dinge wahr geworden …

KK: ich tu nur so vernünftig. Her mit der Hardware !!!!

H: hehe – ich würde da auch nicht nein sagen. Auch wenn du dieses Mal (glaube ich) nicht selbst auf dem BB liest – Bist du (als Host) vor den Lesungen aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?

KK: Also den Tag über nicht, aber in den letzten Minuten werde ich kribbelig. Dann bin ich auch ziemlich giftig. Frag mal Zause. Soll halt alles funktionieren. Und dann gibt es Veranstaltungen, da bin ich mir nicht sicher, ob das alles so funktioniert. Da bin ich unter Umständen auch vorher schon mal unruhig.

H: … ah doch auf den Steampunk Event, oder?

KK: RL ist das natürlich stärker. Da muss ich den Leuten ja ins Gesicht sehen, wenn alles schief läuft.

Das Steampunk Event ist natürlich schon noch etwas anderes. Die größte Sorge ist immer die, ob wir den Autoren ein Publikum bieten können. Versprecher machen mir da keine Angst.

Etwas tröstlich war da das Posting eines bekannten Autors vor wenigen Tagen bei Facebook. Obwohl bekannt, trotz großem Verlag fanden sich bei seiner Lesung unter 10 Zuhörer ein. Das ist deprimierend.

Ich selbst habe mittlerweile zweimal Lesungen mit Null Publikum erlebt. Allerdings im RL. Einmal auf einer Jedi Convention (denen geht Literatur am Arsch vorbei solange nicht Han Solo auf dem Cover ist) und dann im letzten Juni bei der Nova Jubiläumslesung in Wuppertal.

H: Na geht einem dann schon nahe … bisher hatte ich bei meinen Lesungen immer Glück das doch eine ganze Menge Leute da waren, aber wie Bernhard sagte, das ist dann die dunkle Seite der Medallie

KK: Es kann immer mal passieren. Muss man mit leben.

H: Aber wenn Leute da sind und dann noch interessierte Fragen stellen – ist das ein tolles Gefühl. In SL können die Fragen/Anmerkungen ja sofort in das Chat-Fenster getippt werden – so hat man die auf jeden Fall nicht vergessen bis es Zeit für die Fragen ist.

KK: Absolut, das ist Klasse. SL hat eine Metaebene, auf der die Zuhörer schon während der Lesung diskutieren können, ohne den Autor zu stören. Bernhard Giersche hat das, glaube ich, schon erwähnt.

H: Hast du noch etwas was dir beim/zum BB Ebook Event noch besonders wichtig ist?

KK: Viele neue interessierte Gäste anzulocken.

Und ich hoffem dass bei den Lesungen und Diskussionen neue Ideen entstehen und sich neue Zusammenarbeiten ergeben.

H: Das ist doch fast schon ein gutes Schlusswort: neue Gäste und neue Zusammenarbeiten.

KK: Sehe ich genau so.

H: Ich bedanke mir herzlich, dass du dich von mir hast interviewen lassen

KK: Und wir möchten uns noch einmal herzlich für diesen großartigen Interviewcountdown bedanken, der eine wunderbare und wie wir finden auch professionelle Einleitung in das BB E-Book Event 2014 darstellt. Vielen Dank, Markus, wir und auch die Autoren finden das toll!

H: Gerne – ich lerne dabei auch viel und viele neue und interessante Kollegen kennen

KK: Das ist ja auch die Idee dabei.

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[Quelle Kueperpunk BB E-Book Event 2014]

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Der BB Ebook-Event Countdown 2014 – Bastian Barbosa

Heute im Interview: Bastian Barbosa.

Als Betreiber des SL-Planetariums ist er schwer beschäftigt, da dort ein Event das nächste jagt. Zu dem ist Bastian dafür bekannt, das er lieber im Hintergrund wirkt und sich nicht gerne selbst ins Rampenlicht steht. Trotzdem hatte er Zeit für ein Interview zum BB E-Book Event 2014.

BB: Hallo Markus, kann ich dir helfen?

H: Hallo Bastian, ich sehe du baust gerade um …

BB: Bin fertig

H: Ja, ich mache ja gerade wieder eine Interview-Serie für die Brennenden Buchstaben und wollte fragen, ob ich dich dafür interviewen dürfte.

BB: Ich bin doch niemand besonderes Markus. Nur ein ganz kleiner Mensch.

H: Na eigentlich schon – ich wollte ein Kulissenbauer-Special machen  und ein paar Lesungen sind ja auch bei dir wie ich auf der Veranstaltungs-Liste gesehen habe.

BB: Ja, ich stehe eigentlich gar nicht so gern in der Second Life Öffentlichkeit. Ich mach das nicht um als grosser Kulissenbauer bewundert zu werden.

Mir macht das eigentlich einfach nur Spass, das ist meine Motivation.

H: Was sich vielleicht viele fragen: Wie entstehen die Ideen für die Kulissen? Wie eng ist da die Zusammenarbeit mit den Autoren?

BB: Wenn der Autor eine ganz bestimmte Kulisse haben möchte, dann versuche ich immer diese zubauen. Dabei kann die Zusammenarbeit schonmal sehr intensiv sein. Meist habe ich nur ein paar wenige Vorgaben bekommen von Küper – die ich dann erschaffe und wenn mir die eine oder andere Idee dazu noch in den Kopf kommt, dann versuche ich sie zu verwirklichen und einzubauen. Man kann dann doch schon so ein wenig seine Kreativität ausleben…

H: Wie aufwendig sie die Arbeiten da so? (Aus eigener Erfahrung verfliegt die Zeit beim Bauen ja…)

BB: Das kann sich schon mal auf einen ganzen Tag ausweiten. Wenn dann noch spezielle Dinge gebraucht werden, können es ein paar Tage werden. Und die Zeit verfliegt, ja man ist ganz erstaunt das man schon 4 Stunden vor dem PC sitzt.

H: Das stimmt, ich kenne das. Der „Rohbau“ ist relativ schnell fertig – aber die Details, das dauert dann. Ist das bei dir ähnlich?

BB: Ja, das ist bei mir auch so. Die Zeit vergeht wie ihm Fluge. Ja, die Details können schon Zeit in Anspruch nehmen.

H: Gibt es was das du immer schon mal bauen wolltest und etwas was du nie bauen würdest?

BB: Hm – etwas was ich schon immer mal bauen würde wollen. Naja einen Sternenzerstörer. Wäre cool! Ich fürchte da reichte die Sim aber nicht und ob BukTom damit einverstanden wäre – ich muss ihn erstmal fragen.

Etwas was ich nicht bauen würde? Ich glaube da gibt es nichts …

H: In letzter Zeit taucht ja der Begriff Mesh öfter auf. Arbeitest du auch damit oder weiterhin mit Prims?

BB: Ich arbeite mit Mesh. Ist aber so eine Sache. So eine Mesh-Objekt kann schnell viele Prims haben. Wenn man aber dadurch Prims sparren kann, verwende ich Mesh…

H: So richtig verstanden was Mesh ist, habe ich noch nicht, kannst du das vielleicht mit einfachen Worten erklären – falls es geht.

BB: So genau kann ich dir das auch nicht sagen.

– Hier gab es eine kleinere Pause, da schon das nächste Event begann. Also etwas Zeit für Recherche … –

H: Zum Thema Mesh: Könnte man das so beschrieben, das man bei Mesk komplexe Freiformflächen mit einem externen Programm erzeugt und dann nach SL importiert? Im Gegensatz zum Bauen mit Prims, den einfachen Grundobjekten, die man auch sehr gut direkt in SL verbauen kann? Das Leben wird beidem wahrscheinlich erst so wichtig durch die dazu passende Textur eingehaucht …

BB: Ja das ist sehr gut.

H: Die Letzte Frage: – Wie lange nach der Lesung kann man die Kulissen noch besichtigen? Fällt es schwer die für die nächste Lesung dann wieder abzubauen? Bei dir habe ich gesehen, das du durch verschieben von Ebenen in SL-Planetarium recht schnell umbauen kannst, das relativiert diese Frage wahrscheinlich etwas …

BB: Also mir fällt es schon schwer eine gute Kulisse dann wieder verschwinden zulassen. Wo man doch auch einige Zeit darin verbracht hat. Stehen lassen kann ich sie leider nur bis zur nächsten Veranstaltung, was ja dann doch schon sehr bald in der Regel ist …

H: Ja, bei dir jagt ja eine Veranstaltung die Nächste. Vielen Dank das du trotzdem Zeit für ein Interview hattest

BB: Vielen dank für dein Interesse.

H: Gerne. Man kommt doch immer gerne zum Ort der ersten Lesung zurück 😉

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[Quelle Kueperpunk BB E-Book Event 2014]

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Der BB Ebook-Event Countdown 2014 – Alex Jahnke

Heute im Interview Alex Jahnke, bekannt als verantwortlicher Chef-Redakteur und Herausgeber des Clockworkers. Lesen wird er am 17.05.2014 um 20 Uhr aus seiner Reichsflugscheiben-Satire „Neues aus Neuschwabenland“.

Der Ort wird noch bekannt gegeben – es wird aber wohl wieder eine spektakuläre Kulisse von Barlok Barbosa werden …

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum nimmst du teil?

AJ: Darauf gekommen bin ich durch eine Einladung von Kueperpunk, wofür ich sehr dankbar bin. Ich mag solche Events abseits der Mainstream-Kultur, bei der man selber auch viele unbekannte Perlen entdecken kann und von Autoren hört, auf die man sonst wahrscheinlich nie aufmerksam geworden wäre.

H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.

AJ: Ich bin ein ausgesprochener Bibliophiler und kämpfe täglich mit dem Problem, dass ich zu wenig Wände für meine Regale habe. Trotz dieser Liebe zu Gedrucktem, bin ich auch vom Ebook begeistert. Beide Medien habe ihre Vorteile, die man nicht gegeneinander stellen sollte oder gar einen Grabenkampf führen. Bücher haben eine Haptik, einen Geruch und es ist schon fast ein sinnliches Erleben sich durch einen alten Foliaten blättern. Man mag das Datennostalgie nennen, aber auch Vinyl ist trotz vieler Traueranzeigen nie gestorben. Ebooks überzeugen durch ihre praktischen Vorteile, die letzte Lesestelle wird sich gemerkt und die Gefahr vom Reader im Bett beim Lesen erschlagen zu werden ist relativ gering. Gerade wenn es mir nur um die Geschichte geht, bevorzuge ich das Ebook – Heftromane sind da ein sehr gutes Beispiel. Mittlerweile lese ich eigentlich auch lieber auf einem Ebook-Reader als in einem Buch und ärgere mich oft, dass ich für ein gekauftes Papierbuch nicht das Ebook dazu bekomme.

Kommerziell halte ich ich die einfache und schnelle Möglichkeit des Selfpublishings für einen echten Gewinn in der Literatur. So können auch unbekannte Autoren ihr Werk in die Öffentlichkeit bringen und ihre Leser finden, die bei einem normalen Verlag vielleicht nie eine Chance gehabt hätten. Die Chance muss gar nicht mal an der Qualität der Geschichte liegen, sondern einfach daran, dass Verlage mit Manuskripten überflutet werden.

H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?

 AJ: Anfänglich war ich skeptisch, ob eine Lesung in einem virtuellen Raum wirklich funktioniert. Aber nach meinem ersten Versuch dort, war ich mehr als positiv überrascht, wie gut es dort funktioniert. Zum einen rein praktisch, weil die Zuhörer keinen großen Aufwand treiben müssen, um teilzunehmen und daher oft deutlich interessierter sind. Vor allem überzeugt aber die ganz eigene Atmosphäre in SL. Wann hat man schon mal die Möglichkeit in einer passenden Kulisse zu lesen? Bei einer normalen Lesung ist man oft froh, ein Glas Wasser zu bekommen, aber in SL bekommt man eine ganze Welt dazu und Zuhörer, die sich ebenfalls oft in die passende Kleidung geworfen haben.

H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?

AJ: Ich werde aus „Neues aus Neuschwabenland“ lesen, ein satirisches Tagebuch des Adjutanten der letzten geheimen Nazibasis in der Antarktis – das natürlich nur auf reinen Fakten beruht.

Aufregung gehört zu jeder Lesung, man ist natürlich gespannt, wie das Publikum reagiert und ob das Buch gefällt. Man müsste schon sehr abgebrüht sein, diese Aufregung nicht zu haben. Lampenfieber ist es allerdings nicht, da ich in SL auch den Vorteil habe, in gewohnter Umgebung zu sein und daher deutlich entspannter bin.

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[Quelle Thorsten Küper – Kueperpunk BB eBook Event]

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