Welten an Drähten und wahre Namen 66: Moewe Winklers Ausstellung Inside the Loop

Nach jeder Menge Literatur wurde es mal wieder Zeit für etwas Kunst. Heute war dazu die Gelegenheit, denn heute eröffnet Moewe Winkler ihre Ausstellung „Inside the Loop“ bei den Meisterbastlern in SL.

Die Vernissage fand in der Markthalle der MBK Sim statt und wurde von zahlreich anwesenden Fachpublikum hoch gelobt. Ich bin zwar kein Fachmann, mir haben sie Objekte als solche und die harmonische Einbettung in die Ausstellungsumgebung aber ebenfalls ausgesprochen gut gefallen.

Ein Besuch ist die Ausstellung allemal wert und ist noch die nächsten zwei Monate in Markthalle der MBK Sim zu besichtigen.

Wie immer bei Kunst: nehmen Sie sich Zeit und genießen sie …

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Welten an Drähten und wahre Namen 65: Der Juni SL-Schreibtreff

Heute mal in etwas kleiner Runde, aber nicht weniger interessant: Der Juni Schreibtreff. Klein, aber fein.

Neben angeregten Diskussionen über diverse Schreibthemen/Techniken, und natürlich über die virtuellen Welten, lass heute Sabine Schäfers über ihr neustes Projekt. Ein Jugendroman der die Protagonistin nach Hawaii entführt. Wie sich das für einen Schreibtreff gehört, wurde dabei natürlich die ein oder andere Anmerkung gemacht – aber das gehört zum Schreiben einfach mit dazu.

Fünf gestandene Männer lauschen gebannt der Geschichte eines 15 jährigen Mädchens. Ich glaube man muss nicht mehr sagen um die Qualität der Geschichte zu verdeutlichen. Mann hätte sich die Geschichte niemals freiwillig ausgesucht, aber wenn man schon mal da ist …

Sonstige Themen waren natürlich High-Fidelity, Lesungen in der virtuellen Welt und was dabei so alles passieren kann. Hier konnte natürlich Thorsten Küper mit Insiderwissen betragen. Aber wie heist es doch so schön, was auf dem Schreibtreff passiert bleibt auf dem Schreibtreff 😉

Es war wieder ein gelungener Abend, den man sich als am Schreiben Interessierter nicht entgehen lassen sollte. Vor allem wenn das nur einen Mausklick entfernt ist und dabei die hunderte von Kilometern zwischen den Teilnehmern zu dem halben Meter bis zum Monitor schrumpfen. Wo sonst geht das schon …

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Das Bild gehört nicht zum Abend mit dazu, aber  …. Näheres in Kürze 😉Snapshot_004

 

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Schreiben ist Schreiben und Schnaps ist Schnaps?

Wer kennt es nicht – den Gipfel erklommen, die Aussicht genossen, vom Berg abgestiegen und dann … ja nichts.

Nicht wirklich nichts, aber eine Leere. Blut, Schweiß und Tränen sind vergossen, man kommt sauber aus der Dusche und sagt sich: gut war’s. Dann nach einer Weile, ist die Euphorie verflogen und der Alltag zieht wieder ein. Und die Frage wo ist der nächste Berg zum Besteigen. So lange es einen nächsten, höheren Berg gibt, den man bewältigen kann, ist alles gut – Aber was kommt danach?

Passiert mir nicht, ich habe immer ein Eisen im Feuer? Gut für Sie. Nun es hat selbst Schriftsteller wie Ernest Hemingway dahin gerafft. Was es genau gewesen sein mag, seine eigene Geschichte schloss auf jeden Fall mit einem Knall. In wahrsten Sinne des Wortes. Und die Liste von Künstlern die sich selbst das Leben nahmen ist lang, sehr lang.

Warum? Warum fallen so viele Schriftsteller und Künstler dem Alkohol oder anderen Extremen zum Opfer? Zum einen, man braucht einen Antrieb wenn man vorwärts kommen will. Wenn die Geschichte nicht erzählt werden muss, dann wird sie nicht erzählt – damit steht man schon mal etwas unter Druck. Dann sind und müssen Schriftsteller und Künstler besonders sensitiv und sensibel gegenüber ihrer Kunst sein, wie sonst ließen sich die Feinheiten und Nuancen herausarbeiten, die Banales vom Besonderen unterscheidet. Dann noch ein weiter Faktor: Unsicherheit, ungeregeltes Einkommen, die nervenzerfetzende Spannung, kommt mein Werk an? Will es überhaupt jemand? Also getriebene Seelen, die ab und zu mal Trost brauchen und ihn nicht immer bekommen. Da ist Tragik nicht weit entfernt.

Auf der anderen Seite: Storys werden mit Storys verkauft. Würden die Werke Vincent van Goghs Bilder solche astronomischen Summern erziehen, wenn er sich nicht das Ohr abgeschnitten und solch ein tragisches Leben geführt hätte? Keine Frage, die Bilder sind gut – aber wirklich solche Summen wert?

Er ging pünktlich zur Arbeit hatte ein gutes und geregeltes Auskommen und starb halbwegs zufrieden im Kreise seiner Familie? Interessiert keinen. Ist langweilig. Also zum Verkaufen muss dann eine andere Story her.

Dann: Alkohol enthemmt. Da werden dann auch mal wilde Geschichten erzählt oder die Wahrheit. In vino veritas. Ein kleiner Stups kann den Staub aus dem Getriebe schütteln. Was aber natürlich nicht heißt das man das zu oft und mit dem Vorschlaghammer tun sollte. Das Gehirn ist ein fein abgestimmter Apparat. Eine Uhr muss man auch nur einmal mit dem Vorschlaghammer reparieren und dann nie wieder.

Wie bin ich jetzt auf das Thema gekommen? Ach ja: Schriftsteller und Alkohol. Von Absinth über Gin, Rum, Whisky bis zum Zwetschenbrand. Der Whisky war’s. Noch so etwas wo sich die Sicht auf die Dinge mit der Zeit verändert. In der Jugend: Grauenhafter Billigfusel den sich Schnösel zum Angeben hinter die Binde gegossen haben. Mit viel Eis und Cola oder noch schlimmer: pur. Jetzt mal ehrlich, es gab Alternativen!

Dann viel später, mal einen wirklich guten probiert. Es war ein Glen … aber nur welcher? Auf die Liste von Glen’s geschaut und schnell vor der Masse von Glen’s kapituliert. Viel später, man zappt sich so durch Youtube und findet da zwei doch nicht ganz unbekannte Schriftsteller über Whisky reden. Ob das alles jetzt so Hand und Fuss hat, wer weiß, aber es ist auf jeden Fall unterhaltsam. Und Whisky ist schon ein bisschen der van Gogh unter den Spirituosen: Gut, aber jetzt immer das viele Geld wert?

Auf jeden Fall kriegt man da tolle Storys dabei zuhören. Wenn von Torfrauch benebelt, der Held auf einer Leder bestrabsten Ananas in den Sonnenuntergang reitet ….

Egal ob das Zeugs gut ist, ich hab gerade Kopfkino. Und damit wären wir wieder am Anfang und der Kreis schließt sich …

PS. Noch was. Einer der besagten Schriftsteller versucht gerade ein Ebook für 18 Euro an den Mann und die Frau zu bringen. Nüchtern betrachtet: Es mag gut sein, es mag sehr gut sein, aber 18 Euro?

Jetzt mal ehrlich, dafür muss das Buch dann verdammt gut sein!

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Welten an Drähten und wahre Namen 64, 2. Geburtstag der METROPOLIS Academy

ja lange nicht mehr in Metropolis gewesen, da einen das BB E-Book Event 2014 in SL doch auf Trab gehalten hat.

Und so habe ich das lange Wochenende genutzt um mal wieder auf meiner Baustelle Nova Dehli in Metropolis vorbei zu schauen. Durch puren Zufall wurde ich dann auf den zwei tägigen Geburtstagsevent der METROPOLIS Academy aufmerksam.

Chapter Kronfelds Lyriklesung habe ich leider verpasst, aber Thorsten Küpers Komedy/Cabaret-Lesung habe ich mir dann doch nicht entgehen lassen. Ein Programm mit einer Mischung aus Neuem und Bekannten in gewohnt gekonnt bissiger Darbietung.

Den musikalischen Abschluss bildet heute DJ Phaandor auf der Tanzfläche. Wer sich beeilt – noch läuft die Party …

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Das BB Ebook Event 2014, die Lesungen des letzten Abends

So es ist vorbei, das BB E-Book Event 2014. Und es hat mit einem Feuerwerk aufgehört, im realen, wie im übertragenen Sinn.

Erst lass Jan-Tobias Kitzel im BB EBook Event Gebäude des Kafe Krümelkram aus „Froststurm“, dann gab es in Michael Iwoleits Night City gleich sechs Lesungen aus der Kurzgeschichten-Anthropologie „Exotische Welten“ des O’Connell Press Verlages.

Jan-Tobias Kitzel entführte uns in die Anfänge einer apokalyptischen Eiszeit, ausgelöst durch Experimente mit dem Klima. Es wurden Auszüge aus den Anfängen, aber auch ein paar Einblicke in das Leben nach dem Einbruch der mörderischen Kälte und dem damit verbunden Untergang der bisher bekannten Zivilisation geboten. Frostig, aber gut.

Die exotischen Welten dagegen boten für jeden Geschmack und jedes Genre einen Vertreter. Ich hatte schon mal in die Sammlung hineingelesen und es sind wirklich viele sehr gute Kurzgeschichten darunter.

Alice Andres, lass aus ihrer Geschichte „Das Licht Asgards“. Hier wird man in die mythologische Welt der nordischen Götterwelt entführt. Wer die Sagen kennt wird sich hier gleich heimisch fühlen und vielleicht das ein oder andere Deja Vú erleben.

Dennis Frey, lass aus seiner Geschichte „Das Geheimnis der Tengu“ und entführte uns damit in die japanische Mythenwelt. Sehr atmosphärisch aus der Sicht des Einheimischen geschildert, der sich nun mit einem Gajin aus dem viktorianischen England und den Fleisch geworden Mythen seiner eigenen Kultur herumschlagen muss. Ich habe die Geschichte schon ganz gelesen und sie sehr genossen.

Ulf Fildebrandts „Der kalte Schlaf“ ist eine weitere Perle aus der Kurzgeschichtensammlung. Eine sehr gelungene klassische Kurzgeschichte mit einem interessanten Twist am Ende, aber den werde ich jetzt nicht spoilern. Bisher eine meiner persönlichen Favoriten, aber ich habe noch nicht alles gelesen …

Susan O´Connells „Next Level“ kann man als Mischung aus Cyberpunk und Welten am Draht sehen. Man muss sich auf die Geschichte einlassen, dann erst entfaltet sie ihre wahre Stärke. Ein kleines Kunstwerk für das man sich Zeit und Muße nehmen sollte.

Anja Bagus lieferte mit „Mission Hoffnung“ wieder eine kraftvolle Geschichte mit starken Charakteren ab. Bis zu ihrer Geschichte bin ich noch nicht gekommen, aber das bisher gehörte weckt durchaus Lust sie zu lesen.

Sean O`Connells „Planet der Kinder“ erinnert mich etwas an eine der klassischen, amerikanischen Kurzgeschichten aus den 50/60 und etwas an Stanislaw Lems Solaris. Damit hängt die Messlatte natürlich sehr hoch, aber das bisher gehörte weckt ebenfalls Lust zu lesen ob das Ende das ist, was man vermuten könnte.

Also eine Sammlung, die man sich anschauen sollte, wenn man gute Kurzgeschichten liebt …

Das Feuerwerk am Ende steuerte Asmita Duranjaya bei und damit war dann das BB Ebook Event dann auch zu Ende.

Erschöpft, aber glücklich/erfolgreich bleibt da nur noch – neben den vielen direkt und indirekt Beteiligten – den beiden SL- und Literatur-Entusiasten zu danken, ohne die das alles nicht statt gefunden hätte:

Kirsten Riehl alias Zauselina Rieko und Thorsten Küper alias Kueperpunk Korhonen

Danke !

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