Das BB Ebook Event 2014, die Lesung von Frank Sorge

Heute im Biergarten des Kafe Krümelkrams: Nerdfinger … sorry Frank Sorge.

Damit ging es dann gleich mit den Degenerationserscheinungen, verursacht durch das Internet, los. Meine brennende Frage: zwei krumme Zeigefinger, ist man dann Doppelnerd?

Der Mausfinger, Gutenberg, was man so aus SMS deuten kann, was so alles Sprachliches aus dem Munde der Jugend quillt und natürlich der Döner. Letzter aber nur in der Nachbesprechung, denn dazu wird es einen besonderen Band geben.

Nicht Bierernst gemeint, aber köstlich unterhaltsam wurde man in die Untiefen des Internets gelotst, die man sonst großzügig umschippert. Alleine die Schlagwörter zum Herrn Gutenberg (ja noch „zu“ aber nicht mehr Dr.), dafür alleine lohnt es sich einen Blick in Frank Sorges neues Buch „Degeneration Internet“ zu werfen. Zumal man für kurze Zeit (eine Woche) das Ebook kostenlos bekommt.

Das Publikum lauschte gebannt und interessiert. Besonders der Teil mit der Jugendsprache und der SMS-Deutung traft wohl einen Nerv der anwesenden Lehrerschaft, aber auch da hat Frank Sorge was im Angebot. Denn eigentlich mag er die Jugend und findet, sie kommuniziert mehr als früher. Er gibt deswegen auch Schreibkurse für den Nachwuchsautor. Lobenswert und keine vergebene Mühe … aus eigener Erfahrung.

Und natürlich gleich einen Blick ins Buch geworfen und gleich über den Anfang gestolpert:

„Sitz doch nicht immer vor dem Ding.

Mutter“

Woher kennt Frank Sorge meine Mutter?

Mehr Bilder bei Oli Pennel auf seiner Facebook Seite

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Das BB Ebook Event 2014, die Lesung von Bernhard Giersche

So, die heutige Lesung von Bernhard Giersche auf den BB Ebook-Event  muss ich erst mal sacken lassen …

Dieser Karl Grothner ist echt ein Früchtchen, zum Fürchten. Ein echter Unsym- und Psychopath, der in jedem klinischen Test wohl die volle Punktzahl bekommen würde.

Nach fachkundiger Meinung des Autors, der in seinem realen Leben schon in Abgründe der menschlichen Seele schauen konnte, ein gar nicht mal so unrealistisches Charakterbild. Gruselig wird es dann, wenn Thorsten Küper Karl noch seine Stimme leiht und damit diesen Geist zum Leben erweckt. Jetzt nichts für zarte Gemüter, aber durchaus was für Fans des Genres.

Bei der anschließenden Entführung genau dieses Karls hält sich dann die Sympathie des Publikums mit dem „Opfer“ dann natürlich auch in Grenzen. Ich schwanke noch, ob ich den Karl jetzt für realistisch oder überspitzt aus dem Lehrbuch gezogen halte, die Interaktion mit seinem Entführer wurde kurz angedeutet und ich kann nicht verleugnen neugierig zu sein, wie sich die Geschichte zwischen den einzelnen, gelesenen Ausschnitten zuträgt.

Wer Dürrenmatts „Die Physiker“ mag, ich glaube hier könnte man einen Roman finden, der das Zeug für großes Kino hat. Ab- und tiefgründig zugleich …

Wie die vorhergehenden, zeigen diese Lesungen, dass das Event hochkarätig besetzt ist und einen Besuch in der virtuellen Welt lohnt.

Unser rasender Reporter BukTom war heute leider verhindert, aber OliPennel hat heute diese Lücke mit einigen Schnappschüssen auf Facebook füllen können.

— Ups und beinahe das Bühnenbild im SL Planetarium von Bastian Barbosa zu erwähnen vergessen, aber das fügte sich jetzt so harmonisch in die Stimmung der Lesung ein. Eine Punktlandung!

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BB Ebook-Event 2014 – Das zweite Wochenende!

am Wochenende ist auf dem BB Ebook-Event 2014  wieder was los.

Und zwar heute am Samstag, den 03.05.2014 um 20:00 im SL-Planetarium, es liest Bernhard Giersche aus „Karl – ausgeliefert“ und das im Duett mit Thorsten Küper. Das sollte man sich auch bei dem Wetter draußen nicht entgehen lassen (beim mir scheint die Sonne aus einem komplett blauem Himmel) …

Morgen am Sonntag, den 04.05.2014 ab 20 Uhr: Frank Sorge liest live im Kafe Krümelkram aus „Degenaration Internet – Surf- & Klickgeschichten“.

Das hört sich nach einem weitern Spitzen-Lesungswochenende an …

Wie komme ich jetzt dahin, ich bin neu hier? Die Tips hier sollten immer noch funktionieren …

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BB Ebook-Event Interview 2014 – Sean O’Connell

Heute ein weiterer Nachzügler in Interview: Sean O’Connell.

Wo bei Nachzügler eigentlich das falsche Wort ist, denn gerade startet er mit seinem brandneuem EBook-Verlag durch. Ich habe schon mal ein paar Kurzgeschichten aus »Exotische Welten« gelesen und muss sagen – sehr süffig!

Mehr aus den „Exotischen Welten“ werden Sean O´Connell und einige weitere Autoren am 25.05.2014 um 21 Uhr in Michael Iwoleits World Culture Hub lesen.

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum nimmst du teil?

Sean: Das ist wie im Real Life ein Ort an dem Autoren und Leser auf eine – wie ich finde – sehr produktive und fruchtbare Weise aufeinander treffen. Hier wird gelesen und geredet. Was mir am besten bei der Second Life Sache gefällt ist die Tatsache, dass dabei niemand hunderte Kilometer im Auto hin und her fahren muss um dabei zu sein. Großartige Erfindung.

H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.

Sean: (lacht) Meine Frau Susanne und ich haben gerade einen Ebook-Verlag gegründet. Ich glaube, jede Antwort wäre jetzt sehr mehr als parteiisch. Wenn ich es trotzdem versuchen soll: ich liebe die Haptik und den Geruch von Büchern, gar keine Frage. Das ist etwas Einzigartiges. Aber ich glaube, dass dem Ebook mit seinen Readern und Lese-Apps die Zukunft gehört. Und damit meine ich nicht nur als Medium, sondern auch als Instrument zur Liberalisierung des Marks, der seit Jahrhunderten in fester Hand war und nun aufgebrochen wird. In ein paar Jahren steht wahrscheinlich im Buchgeschäft kein Stein mehr auf dem anderen. Es wird jedenfalls sehr spannend und die Leser dürfen sich endlich auf Titel freuen, die nicht von sogenannten Gatekeepern reguliert werden.

H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?

Sean: Die Second Life-Hypephase (bis 2007/2008) habe ich bewusst verpasst. Das war nichts für mich. Heute stehe ich der virtuellen Welt von SL aufgeschlossener gegenüber, ein idealer Ort für Lesungen. Und ja, Kulissen können meine Gastgeber bauen, das glaubst du nicht. Ich glaube, ich hatte bislang die besten Kulissen ever! Keine Ahnung. Sie waren großartig. Wirklich großartig. Und dann denke ich im Vergleich an die Lesungen im RL mit kleinen Tischen und unbequemen Stühlen in muffigen Räumen. Da ist SL ein wahrer Luxus!

H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?

Sean: Wir – meine Frau Susanne und alle beteiligten Autorinnen und Autoren, die am 25. Mai am Abschlussabend des Ebook-Events dabei sein werden – haben eine brandneue Phantastik-Story-Anthologie im Gepäck. Titel: »Exotische Welten«. Und was soll ich sagen: auf diese Geschichtensammlung bin ich ganz besonders stolz. Nicht nur, weil sie die erste Publikation in unserem eigenen Verlag O’Connell Press ist, sondern weil alle Beteiligten über sich hinausgewachsen sind und herausragende Stories geschrieben haben, die alle das »Sense of Wonder«-Gefühl tief in die DNA ihrer Geschichten verankert haben. Deswegen bin ich nur aufgeregt vor Begeisterung und nicht vor Lampenfieber.

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[Quelle Kueperpunk BB E-Book Event 2014]

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BB Ebook-Event Interview 2014 – Jennifer B. Wind

Ja richtig, der Countdown ist eigentlich vorbei, da das BB E-Book Event ja schon begonnen hat. Aber es wäre schade das Interview mit Jennifer B. Wind nicht zu bringen. Anders als beim FdL ist das BB E-Book Event kein festgefügter Block, sondern es ist noch etwas Luft zwischen den Lesungen. So hier schon einer der angekündigten Nachzügler:

Wer Jennifer B.Wind auf ihrer letzten Lesung in SL verpasst hat – selbst schuld! Die war absolut spektakulär.

Ihren Stand kann man auf dem BB E-Book Event bewundern und die Autorin dort persönlich treffen. Es wird noch eine Lesung vor ihr in Kürze kommen …

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum organisiert ihr das / warum nimmst du teil?

JBW: Ich finde das ist eine tolle Sache, ich freue mich sehr dabei zu sein und war auch gleich Feuer und Flamme für die Veranstaltung und habe auch brav überall Werbung gemacht. Denn ich erreiche somit Menschen, die es nie zu einer meiner Lesungen nach Österreich schaffen würden, entweder weil sie zu weit weg wohnen oder durch Krankheit nicht mobil sind. Außerdem ist es auch für mich praktisch. Ich kann das ganz gemütlich von zu Hause aus alles erledigen, egal ob ich am Stand stehe und die Fragen meiner Leser/innen beantworte oder ob ich eine Lesung halte. Computer, Headset und Ruhe reichen vollkommen, ich könnte sogar im Pyjama lesen. *lach* Und eine Buchmesse ohne Drängerei und ohne rumlaufen zu müssen ist einfach megageil, oder?

H: Wie siehst du das Medium E-Book im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.

JBW: Aus zuverlässiger Quelle weiß ich, dass bei Bestsellerautoren schon circa ein Drittel als E-Book verkauft werden, Hörbücher liegen bei 5 bis 12 Prozent und der Rest ist Print. Ich denke, das wird sich in den nächsten Jahren noch recht verschieben, vielleicht auf 50/50, gut möglich aber auch, dass sich das Verhältnis umkehrt. Wobei ich glaube, da Europa grundsätzlich an alten Dingen länger festhält, es hier noch länger dauern wird bis das Image des E-Books besser wird. Vor allem, da es jetzt auch sehr gute E-Book Verlage gibt, mit viel Know How und Spitzenlektorat, sodass das E-Book mehr Anerkennung bekommen wird. Einige Jahre lang wird noch sehr viel veröffentlicht werden, aber nur die guten Autor/innen und professionell gemachten E-Books werden sich halten.
Ich verstehe jeden, der lieber Printbücher liest, ich sammle sie immer noch. Allerdings habe ich auch seit Herbst einen Reader und muss sagen, ich bin total begeistert. Es ist irrsinnig praktisch, der Reader ist leichter als jedes Taschenbuch und braucht kaum Platz in der Handtasche. Folglich habe ich ihn immer dabei. Eben war ich über zwei Wochen im Spital und konnte 19 Bücher lesen, ohne eines einpacken zu müssen. Das ist ein Wahnsinnsvorteil, auch für den Urlaub. Früher war der halbe Koffer mit Lesestoff voll, jetzt komm ich mit einem viel kleineren Koffer aus.
Im Reader selbst kann ich mir die Schrift einstellen und auch die Schriftgröße, ich kann mir Notizen machen und etwas hineinschreiben, und es gibt keine Eselsohren. 😉

H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?

JBW: Wie schon oben gesagt, ermöglicht mir dieses Medium ganz leicht, viele Menschen auf meine Bücher aufmerksam zu machen, die nicht in meinem Umkreis leben. Ich war schon als Jugendliche ein Computer- und Technikfreak und deshalb tu ich mir da leichter als andere, mich auf diese Welt einzulassen. Die Kulissen sind der Hammer! Das ist mir schon bei den Lesungen aufgefallen, die ich besucht habe, bevor meine eigene Lesung anstand. Barlok leistet hervorragende Arbeit, ich bin jedes Mal total geplättet, was er sich alles einfallen lässt und über die Zusatzfeatures, wie zum Bsp Schwimmwesten und Helm zu Uwe Laubs Lesung oder die Bootsrundfahrt bei meiner Lesung, wofür er extra ein wundervolles Klosterareal gebaut hat. Einfach genial. Küperpunk und Zauselina sind tolle Moderatoren und Organisatoren, die ich sehr schätze. Küperpunk ist auch sehr offen für neue Sachen, deshalb konnte ich ihn bei meiner Lesung einspannen, eine zweite Person zu lesen. Das war einfach der Hit und hat unglaublich viel Spaß gemacht. Das ist ein weiterer klarer Vorteil von Second Life Lesungen. Man kann unglaublich viel ausprobieren, was in Real Life gar nicht gehen würde. Und für mich ist es irgendwie auch keine irreale Welt, weil ich weiß, dass hinter jedem Avatar eine reale Person steckt.
Es ist kein seelenloses Computerspiel sondern eine Möglichkeit sich zu treffen, auch wenn man weit entfernt wohnt und miteinander abzuhängen, zu plaudern und zu spielen. Aber ich war früher in einer Rollenspielclique und auch auf LARP Partys, ich mag es mich zu verkleiden, hab jede Menge Mittelaltergewandung und Steampunk-Klamotten zu Hause, und ich schlüpfe gern in andere Rollen, schon alleine deshalb bin ich in Second Life gut aufgehoben.

H: Was liest du auf dem E-Book-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?

JBW: Ich lese aus meinem Thriller „Als Gott schlief“ der am 25. April 2014 erschienen ist, und aus meinem zweisprachigen Serial „Blutige Orchideen – Bloody Orchids“, das dieser Tage in deutscher und englischer Sprache erscheinen wird. Da ich schon einige Lesungen hinter mir habe, unter anderem in großen Theatern, und eben auch meine erste Second Life Lesung schon erfolgreich absolviert habe, hält sich das Lampenfieber in Grenzen. Wovor ich allerdings immer Angst habe ist, dass niemand kommt 😉 *lach* auch bei den Real Life Lesungen ist meine größte Panik immer die, alleine dort zu stehen oder nur mit einer Handvoll Leute. Aber ansonsten bin ich immer sehr gut vorbereitet und gebe immer mein Bestes, egal wie es mir gerade geht. Ich freue mich schon sehr auf den Event und werde zweimal die Woche abends an meinem Stand stehen und freue mich auf jeden, der vorbei kommt.

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[Quelle Kueperpunk BB E-Book Event 2014]

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