Welten an Drähten und wahre Namen 88, Susanne O´Connells „Die Prophezeiung der Volturne“

Heute war die Lesung von Susanne O´Connell aus „Die Prophezeiung der Volturne“ in einer spektakulären Kulisse von Barlok Barbosa.

Ja das hört man ziemlich oft über Barloks Kulissen und es ist echt der Hammer, wie er es schafft da noch immer wieder einen drauf zusetzen. Wie macht er das nur? Wer es nicht glaubt, einfach mal bei der nächsten Lesung in einer seiner Kulissen vorbei schauen. Einfach klasse!

Klasse war auch die Lesung von Susanne O´Connell aus ihrem Roman „Die Prophezeiung der Volturne“. Mit viel Herzblut vorgetragen und so atmosphärisch, dass man gleich mit in diese fremde Welt gezogen wurde. Die Erotik-Scene war vielleicht nicht ganz jugendfrei, aber wer sieht das schon so eng 😉 die war auf jeden Fall mit eines der Highlights des Abends.

Das Publikum war zu Recht begeistert …

Mehr natürlich beim schnellsten SL-Reporter BukTom Bloch.

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Die 10 Bücher die mich geflasht haben Challenge …

Na, da bin ich doch glatt nominiert worden, und zwar vom Thorsten Küper.

Die 10 Bücher, die mich geflasht haben. Leider habe ich ein fürchterliches Namensgedächtnis und so ist von vielen, vielen gelesenen Büchern nur des Pudels Kern hängen geblieben, wie heißt es doch so schön: Namen sind Schall und Rauch.

Ich geh die Sache mal chronologisch an, man macht schließlich eine Entwicklung durch nun nicht jedes Buch flasht einen in jedem Alter, entweder ist man dem Buch entwachsen oder man ist noch nicht bereit dafür.

Geschichten habe ich schon immer geliebt und so war der erste Flashmoment, als ich kaum des Lesens mächtig in der Stadtbibliothek auf folgendes Buch stieß:

1. Mark Brandis: Bordbuch Delta VII

Ab dem Moment war Klein-Markus für die Menschheit verloren. Die Kinderabteilung war in puncto SF schnell ausgelesen, dann kam die richtige SF Abteilung ein Stockwerk höher an die Reihe. Wobei ich mich, wie ein Süchtiger durch alles gelesen habe, was ich in der Bibliothek an SF und Fantasy in die Finger kriegen konnte. Es war viel und schnell gelesen. Asimow mit seinen Robotergeschichten ist als Name hängen geblieben, aber auch Lem weil er mich damals überfordert hat oder die Gebrüder Strugatzki, besonders geliebt habe ich auch die amerikanischen Kurzgeschichten aus den späten 50ern und frühen 60ern. Und dann der nächste Flashmoment:

2. Karlheinz & Angela Steinmüller: Andymon

Die meisten Bücher liest man nur einmal, das habe ich bestimmt 6 Mal am Stück gelesen. Natürlich in der Westversion, die sich zumindest im meiner Erinnerung doch von der 1989 DDR-Version unterscheidet, die ich später gebraucht erstanden habe. Der Roman hat wohl einen Nerv beim pubertierenden Jugendlichen getroffen.

Dann natürlich der Meilenstein, der für lange Zeit mein absoluter Lieblingsroman war:

3. Frank Herbert: Der Wüstenplanet.

Habe ich mich vorher mit 60 Seiten die Stunde durch Berge von Papier gefräst, so hat mich dieses Buch das langsame Lesen gelehrt. Früh am Anfang wurde einem schnell klar wer diesen Roman nicht aufmerksam und voll konzentriert liest, der ist hier schnell verloren. Und so ging es dann mit gemütlichen 20 bis 25 Seiten die Stunde durch dieses epochale Meisterwerk. Und natürlich durch die folgenden 5 weiteren Bände. Band 2 „Der Herr des Wüstenplaneten“, dünn aber ok. Band 3 „Die Kinder des Wüstenplaneten“ definitiv unglaubliches Geschwafel. Band 4 „Der Gottkaiser des Wüstenplaneten“ definitiv ein Kandidat für die Top 10, aber es kommen ja noch ein paar Bücher mehr. Band 5 „Die Ketzer des Wüstenplaneten“ und Band 6 „Die Ordensburg des Wüstenplaneten“, ebenfalls gut und mehrmals gelesen.

Und nun der Kandidat, der den Wüstenplaneten von Platz eins verdrängt hat:

4. Vernor Vinge: Ein Feuer auf der Tiefe.

Ein Werk, das den Rahmen des bisher Bekannten gesprengt hat. Wer nicht verstanden hat wie das Internet funktioniert, hier bekommt er es erklärt. Dann natürlich das Zonenmodel: Die Gedankenlehren Tiefen, das Langsam, das Jenseits und schlussendlich das Transzenz. Die Pest, die sich aus dem Transzenz in die Tiefe frisst und dabei jede Zivilisation auf ihrem Weg überrollt. Topfpflanzen als stahlharte Raumschiffskapitäne. Ein abgesandter Apparat, der von seinem Schöpfer, einer Superintelligenz, mit göttlicher Weisheit vollgestopft wird. Und das währent selbige Superinteligenz von der Pest bei lebendigem Leib verschlungen wird. Dann natürlich die Klauen, Rudelwesen kurz vor dem Langsam in ihrer mittelalterlichen Welt. Nie war es schöner wenn das Universum zum Teufel geht. Klasse.

Dann ein Werk, das es geschaft hat noch mal einen Flashmoment zu erzeugen in dem es das Bekannte sprengt:

5. M. John Harrison: Licht.

Ein Roman wie ein Quanteneffekt. Mit herkömmlicher Konvention nicht zu erklären. Man navigiert sich mit Würfeln durch Raum und Zeit. Gestern ist mit heute und Morgen verschränkt. Klasse.

Dann mal was ganz anderes: eine Biografie. Eine die aus dem Meer von Selbstbeweihräucherung mit Witz und gesunder Selbstironie heraussticht:

6. Linus Torvalds: Just for Fun.

Als Linux-Fan natürlich ein Muss, aber auch ein Vergnügen.

7. John Scalzi: Krieg der Klone.

Wer hat diesen Buchtitel verbrochen? Spoilert der doch gleich den ersten Twist an frühst möglicher Stelle. Gut „Krieg der alten Männer“ hätte mich jetzt nicht umbedingt zum Kauf animiert. Was schade gewesen wäre, denn hier entsteht durch Witz und ein Augenzwinkern ein neues Genre: intelligente Military-SF, die sich nicht unter der Bettdecke verstecken muss. Wobei man die folgenen drei Bände fairerweise mit hinzurechnen muss.

8. Charles Stross, Singularität.

Ja „Singularität“, nicht „Accelerando“. Eine wilde Reise in das Land, in dem es Telefone vom Himmel regnet und für eine Geschichte die wildesten Wünsche erfüllt. Klasse. „Glashaus“ vom selben Autor hat es auch fast in die Top 10 geschafft. Ein toller Perspektivwechsel und ein Sprung zurück in die späten 50er, frühen 60er Jahre.

9. Richard Morgen: Das Unsterblichkeitsprogramm

Gnadenlose, knallharte Aktion. Gut mit den richtigen Spielzeugen kann jeder den Rambo raushängen lassen, aber ein Envoi der Quell zitiert? Den sollte man besser nicht auftauen, wenn man selbst keine reine Weste hat, besonders nicht wenn man zu den obersten 10.000 gehört.

So und nun das letzte Buch für die Top 10

10. J.R.R. Tolkin: der Herr der Ringe

Klar das Buch gehört auf eine solche Liste. Wobei man sagen muss: der Anfang, der na wie soll ich es sagen, der geht so gar nicht. Ich habe mich tapfer durch die erste Hälfte des ersten Buches gequält und das Buch dann in die Ecke gepfeffert. Und das ist wörtlich zunehmen. Erst Jahre später habe ich es, durch die Behauptung das es danach besser wird, doch noch mal in die Hand genommen. Und ja sobald die Kurzen durch die Hecke waren, ab da war es dann eine Erleuchtung.

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Und dann gibt es da noch ein paar Bücher, die mich vielleicht nicht geflasht haben, aber doch einen so tiefen Eindruck hinterlassen haben das sie doch irgend wie mit in die Liste gehören. Wobei man sagen muss, das das Ergebniss wohl nicht wirklich im Sinne des Autors liegt:

Erich von Däniken: Wir alle sind Kinder der Götter

Meine Eltern haben sich ernsthafte Sorgen gemacht, als ihr Filius dieses Machwerk gelesen hat. Aber das war  vielleicht meine wichtigeste Erkenntnis in meinem Leben: Man darf nicht alles glauben, was man so ließt. Selberdenken sollte man sich von Niemandem abnehmen lassen. Etwas gesunder Menschenverstand entlarft dann doch so manchen hanebüchenden Unsinn …

Und dann sollte man noch die Bücher erwähnen, die nicht nur nicht gut waren, sondern so mittelmäßig, das in mir der Verdacht aufkeimte: Sowas wird verlegt und gedruckt? Das kriegst du besser hin. Na einen Versuch ist es wert.  Wobei das jetzt durchaus ernst gemeint ist: Man lernt mehr aus Fehlern als aus Erfolgen. Wobei das auch nicht immer klappt.

Nominierungen folgen …

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Die Lesung vom Jan Brechmann und Oliver Uschmann. „Ein Fliesenleger fugt sich durch“.

So das war sie, die erste Lesung von „Ein Fliesenleger fugt sich durch“. Und da sach mal einer in St. Vit ist nix los.

Weit gefehlt, in der mit vierzig Leuten vollbesetzten Baustelle war eine ganze Menge los. Das Publikum hat Tränen gelacht als Jan Brechmann und Oliver Uschmann gemeinsam einige Auszüge aus dem Buch „Ein Fliesenleger fugt sich durch“ vortrugen.

Normalerweise bin ich kein Fan von Doku-Soaps, aber diese hier war unglaublich witzig und zudem noch mit Niveau. Da kommen dann so Dinge vor wie in Gruben versenke Gabelstabler, versehentlich eingemauerte Kätzchen (natürlich gerettet!) und allerlei merkwürdige Zeitgenossen. Spätestens bei den beiden lieblichen Haushunden Ronny und Calvin (ein Pitbull und ein Staffordshire und zudem noch formerly known als Göbbels und Richthofen), die „ausgebildet in einer Spätabteilung des Dritten Reiches und jetzt im Nazi-Aussteiger-Programm“ wird einem klar, das kann sich einfach niemand ausdenken, das ist der reale Wahnsinn in der tägliche Arbeitswelt eines Handwerkers. Das reale Leben.

Aber es war nicht alles nur lustig, es gab auch ernste Momente die tief in die Seele der heutigen Zeit blicken ließen, wie z.B. die Mutter der es lieber ist wenn ihr Sohn den ganzen Tag vor dem Computer sitzt und sich nicht der realen Welt da draußen stellt. Aber am bemerkenswertesten ist es doch wie der Fliesenleger Jan mit diesen Situationen umgeht. Sehr menschlich und dabei nicht seinen Humor verlierend. Und zudem noch ein Philosoph, denn wie sagte er auf die Frage eines renitenten Kunden, ob es Gott gäbe:

„Klar gibt es Gott.“

„Was bei dem ganzen Mist? Guckt doch!“

„Klar, Gott hat die Fliesen gemacht. Und dann hat er die Mathematik gemacht. Damit das dann mit den Fliesen passt.“

Diesen schlagenden Gottesbeweis habe ich jetzt auch nichts mehr hinzuzufügen, als den nächsten Satz in dieser Unterhaltung zwischen Fliegenleser und Kunden:

„Rechnung kommt per Post.“

Apropos real, die Lesung war mal nicht in Second Life, sondern real. Wobei der Nachteil der dafür notwendigen physikalischen Anreise durch ein fulminantes Drei-Gänge-Menü mehr aus ausreichend wieder wett gemacht wurde. Die beiden Veranstalter des Events die „raummanufaktur“ Vorbohle | Gersting haben sich hier ebenfalls nicht gespart und ein Edel-Handwerker Essen auffahren lassen. Und wie sich das für eine reale Lesung gehört, gab es dann auch gleich die Gelegenheit nach der Lesung von der ebenfalls anwesenden lokalen Buchhändlerin reale und natürlich kunstvoll vom Autor signierte Bücher zu erwerben. Wobei dann noch die eine oder andere Anekdote den Besitzer wechselte.

Also ein durchaus gelungener Abend. Ich bin auf die nächsten Lesungen bei der Raummanufaktur gespannt …

Wer es nicht glaubt, hier gibt es einen Ausschnitt aus der Lesung:

Und hier noch ein paar Bilder von der Lesung:

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Welten an Drähten und wahre Namen 87, Lesung Selma J. Spieweg aus „Clockwork Cologne“ & BukToms „Coverworld“-Ausstellung

Heute im SL-Planetarium lass Selma J. Spieweg aus ihrem bisher unveröffentlichtem Roman „Boris&Olga – Tod dem Zaren“ aus der Clockwork Cologne-Reihe. Das Interview fand noch zwischen Autorin und dem Moderator Thorsten Küper statt.

Da die Internetleitung der Autorin in den Bummelstreik trat sprang Thorsten Küper ein und trug die Geschichte des von Kölner-Quantenschraubern gepimten russischen Cybersoldaten Boris und seiner anarchistischen 12 Gegenspielerin Olga vor.

Sehr atmosphärisch und so eindringlich, das mein Laptop dann auch gleich an der spannendsten Stelle der Strom ausging. Und natürlich darf an dieser Stelle auch nicht das phantastischen Bühnenbild von Bastian Barbosa vergessen werden. Klasse!

Mehr Bilder natürlich wieder beim schnellsten SL-Reporter BukTom Bloch selbst. Dieses Mal auch im übertragenen Sinn, denn gleich im Anschluss fand die Eröffnung seiner ebenfalls phantastischen Ausstellung Coverworld statt.

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Hier in paar Impressionen aus der Ausstellung Coverworld:

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Welten an Drähten und wahre Namen 86, Kernzerfalls-Punk

Nach längerer Zeit hat mich mal wieder die Lust gepackt was zu konstruieren. Es hätte ein Raumschiff werden sollen, aber dann kam mir der Gedanke wie würde ein Raumschiff mit dampfbetriebenem Antigrav aussehen?

Mit Kohle würde das wohl nicht genügend Energie geben, also muss was mit mehr Dampf her. Was wäre wenn eine Zerfallsreaktion für die Energie und gleich für den Auftrieb sorgen würde? Klar braucht man da eine Abschirmung gegen die Strahlung und so entstand er fast von alleine: der Münchhausen.

Der ist schwer und teuer, also wird der Rest von fleißigen Zimmermännern aus Holz gebaut. Eine Tesla-Spule für den Blitztelegrafen und einen guten alten Lastenkran zur Beladung.

Fehlt nur noch eine passende Geschichte dazu…

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