Perry Rhodan 2920 gelesen …

Perry Rhodan 2920 gelesen … und es gab gleich einen Cliffhanger auf der ersten Seite. Oh Mann Leo, war der wirklich nötig?

Nun über diesen Punkt kann man sich streiten, muss man aber nicht. Ab der zweiten Seite geht es dann recht linear weiter. Die RAS TSCHUBAI nähert sich den Orionslanden, einer Kleingalaxis die etwas oberhalb der Hauptgalaxis gelegen ist. Von dort geht es mit der BETTY TOUFRY weiter um Zweiten Solaren Imperium.

Perry tastet sich langsam und vorsichtig an die eigentliche Hauptwelt heran und bekommt so einen ganz guten Einblick ein die Art und Weise wie das ZSG mit seinen Mitbewohnern in der doch recht dünn besiedelten Kleingalaxis umgeht.

Die Parallelen zum goldenen Reich der Thoogondu sind nicht vor der Hand zu weisen. Aber hier ist eher der Weg das Ziel. Und der hat mir gefallen.

Leo Lukas gelingen mitreißende Episoden, aber was mir besonders gut gefallen hat, ist das „Glückskind“ Ulvik Gallodoro. Ein sehr sympathischer Simplizissimus der das Unheil gerade zu anzuziehen scheint und dennoch seinen Weg findet. Spannend wird es dann natürlich, wenn dann Pechvogel Ulvik und der vom Schicksal auserkorene Perry aufeinandertreffen. Einer von beiden wird den kürzeren ziehen müssen und auch der gute Ulvik ist einem bis zu dem Moment ans Herz gewachsen.

Leo Lukas wäre nicht Leo Lukas, wenn er das aktuelle Zeitgeschehen nicht in irgendeiner Art und Weise mit in den Roman einfließen ließe. Mich hat es an der Stelle nicht gestört und es war für einen Schmunzler gut.

Etwas Geschmackssache waren dann allerdings die auftretenden Khuluntur, an der Stelle gleitet es vielleicht doch etwas weit vom Pfad der Seriosität in Richtung halbstark ab. Das hatte dann doch etwas viel von Schulhofgebahren an sich.

In Summe ist dieser Roman durchaus gelungen. Er bietet einiges an Flair und Unterhaltung – genau das Richtige um entspannt in das Wochenende zu starten.

Mir hat‘s gefallen.

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ® sind eingetragene
Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Perry Rhodan 2919 gelesen …

Perry Rhodan 2919 gelesen … und hier fügen sich einige Puzzlesteine zusammen.

Dieser Roman ist der Schlüsselroman für die Serienhandlung der Zyklen der aktuellen Expokraten. Er lüftet einige Geheimnisse um das Atopische Tribunal und ES. Wie sich der Sternengruft.Zyklus in das Gesamtbild integriert liegt für mich im Nebel, aber vielleicht kommt da ja doch noch Großes auf uns zu. Ich bin nach diesem Roman da mal vorsichtig optimistisch.

Zum Roman selbst: Es war ein typischer Wim Vandemaan. Hervorragend geschrieben, von der Konzeption her eine so philosophische und tiefgründige Science-Fiction, dass der eine oder andere vielleicht Schwierigkeiten hat, die Weiten des Genres noch dem Genre selbst zuzuordnen; und natürlich voller Hinweise auf die Serie selbst.

Eine gewisse Selbstbefruchtung der Serie lässt sich nicht leugnen, das in diesem Fall aber zu einem der Kernelemente der Science-Fiction führt, der Frage nach dem „Was-Wäre-Wenn?“ Mir hat das Spiel der alternativen Zeitabläufe sehr gefallen. Sehr klassisch war das Aufgreifen der Zeitschleifen, das ja das Grundelement des alten, allwissenden ES und natürlich auch von THEZ war, bzw. ist.

Neben so viel Philosophie möchte der Leser dann natürlich noch unterhalten werden. Für das Spannungselement ist dann ein doch etwas sparsam eingesetzter, dafür aber übermächtiger Antagonist zuständig: Adam von Aures. An dieser Stelle passt die Mischung dann leider nicht ganz – verweist aber auf ein anderes bisher ungelüftetes Geheimnis.

Ob man die aktuellen Exposé-Autoren nun Expokraten oder Expotarchen nennen mag kommt möglicherweise auf die Perspektive und den Abstand zum aktuellen Großzyklus an. Fakt ist das sich die losen Enden aus den Anfängen des 2700er-Zyklus langsam aber sicher zu einem Gesamtbild zusammenfügen, das doch größer ist als zu erwarten war.

In Summe besticht der Roman durch seine Wichtigkeit für die Zyklushandlung, den hervorragenden Schreibstil von Wim Vandemann und den Spaß des Autors die Weiten des Genres auch zu nutzen.

Ein Meilenstein!

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Perry Rhodan 2918 gelesen …

Perry Rhodan 2918 gelesen … und es war eine kurzweilige und entspannende Lektüre. Und das ist genau das, was ein Perry Rhodan Heftroman bieten soll.

Die Kleinfamilie, bestehend aus Reginald Bull, Tolo Zindher und Töchterchen Shinae mit ihrem Haushaluter Icho Tolot, erlebt ein Abenteuer um den Spross SHINAE. Ebenso wie im Vorgängerroman von Hubert Haensel hat Oliver Fröhlich das Thema Familie gut umgesetzt. Im Prinzip hat mir die Geschichte gut gefallen, auch wenn mir ein paar Dinge aufgefallen sind.

Bullys Befürchtungen der dunken, sprich chaotarchischen, Seite anheim zufallen, mögen etwas übertrieben wirken, wären aber ein durchaus glaubhaftes Element – wenn sich Anzeichen und Effekte einer Veränderung hätten beobachten lassen. Hier reichen meiner Meinung nach reine Andeutungen nicht aus.

Die Gemeni finde ich gut umgesetzt und besonders das Verhalten der Tefroder unter der Herrschaft von Vetris-Molaud finde ich in sich stimmig. Das Vorgehen basiert auf dem Wissen dessen, was auf Terra und möglicherweise auch in der Kristallbaronien Girmomar, geschehen ist. Es war rabiat und grob, aber in sich stimmig.

An einer Stelle wird es allerdings unglaubwürdig. Ein Zellaktivator-Chip ist bei weitem nicht so auffällig wie ein hühnereigroßer Zellaktivator, aber auch er dürfte nicht durch eine strenge Überprüfung schlüpfen. An dieser Stelle wirkt es etwas, als ob einige Kapitel aus dem Roman gekürzt worden wären und das unbedingt gerade gezogen werden musste – zumal eine Enttarnung Reginald Bulls im Hauptpersonen-Kästchen am Anfang des Romans angekündigt wurde.

In der Situation hätte eine doppelte Täuschung deutlich mehr aus der Geschichte machen können. Alle Anlagen dafür waren vorhanden und es hätte die Reaktion Vetris-Molauds am Schluss des Romans glaubwürdiger erscheinen lassen.

Kürzen eines Romanes ist immer ein schmerzhafter Prozess, er sollte aber nie auf Kosten der Geschichte selbst gehen. Ob die vier mageren Seiten der LKS genug Platz für die fehlenden Kapitel geboten hätten? Wahrscheinlich nicht. Ich muss gestehen für mich persönlich hat die LKS seit dem Anbruch des Internet-Zeitalters ihre Bedeutung verloren, die sie in den Anfängen meiner Perry Rhodan Begeisterung für mich hatte. Aber ich denke, es gibt mehr als genug Fans, für die diese Seite immer noch ein wichtiger Teil des wöchentlichen Perrys ist. Zumal diese doppelte Täuschung genug Stoff für einen eigenen Roman geboten hätte. Aber niemand hat behauptet der Job eines Autors oder gar eines Exposé-Autors wäre leicht …

In Summe ist der Roman aber ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Mir hat Oliver Fröhlichs Roman gefallen, auch wenn mich diese Situation auf andere Wege geführt hätte. Aber das ist eine ganz andere Baustelle und lässt sich leicht behaupten, wenn man keinen engen Zeitplan hat und keinen Zyklus, an dem ein ganzes Autorenteam schreibt, auf Kurs halten muss. Bei aller Kritik an einzelnen Aspekten ist die Serie Perry Rhodan eine epochale Erfolgsgeschichte, das kann ihr keiner nehmen.

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Perry Rhodan 2917 gelesen …

Perry Rhodan 2917 gelesen … und er hat mir atmosphärisch hervorragend gefallen.

Der Titel des Romans fasst ihn recht zutreffend zusammen, verrät aber wenig über die eigentlichen Qualitäten des Romans. Huber Haensel gelingt etwas auf das ich seit einer langen Zeit sehnsüchtig gehofft habe: Atmosphäre und Glaubwürdigkeit – zumindest in den ersten zwei Dritteln des Romans.

Es ist ein sehr menschlicher Roman, der sehr einfühlsam den Menschen hinter dem ZAC-Träger Reginald Bull beschreibt und ihm ein paar glückliche Jahre gönnt. Er hat Schwierigkeiten und Probleme zubewältigen, aber gerade das erzeugt ein glaubhaftes Bild der Figuren und der Umgebung, in der der Roman spielt.

Ein paar Kleinigkeiten stören das Gesamtbild aber dann doch. Zum einen wurde Bully meines Wissens nach bei der Rückkehr mit Atlan aus dessen Exil in ES aus der Stadt Allerorten verbannt. Und das gerade wegen seiner chaotarischen Aura. Diese wird meistens nur erwähnt, entpuppt sich aber dann mehr als Schatten, vor dem sich der Held fürchtet, als eine wirkliche Gefahr.

Dieser Roman legt seinen Schwerpunkt mehr auf Bull glückliches Exil als auf das Abenteurelement. Am manchen Stellen wirken die Gefahren nicht ganz schlüssig. Ich denke, bei diesem besonderen Roman kann man das verschmerzen, da er durch seine Menschlichkeit überzeugt. Zudem legt er ein sehr solides Fundament für den Folgeband. Der Twist am Ende dürfte niemanden überraschen, der die bisherigen Romane der Milchstraßen-/Gemeni-Ebene gelesen hat. Vielleicht könnte man diese Kuckuckseier zur Abwechselung mal bei nicht Lemurer-Nachfahren ablegen. Immerhin kamen in diesem Roman Haluter in einer ernstgemeinten Ausführung vor, was einen interessanten Nebenschauplatz eröffnen könnte.

In Summe war es ein hervorragender Roman, den ich – trotz kleinerer Schwächen – mit besonderem Vergnügen gelesen habe.

Super!

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Perry Rhodan 2916 gelesen …

Perry Rhodan 2916 gelesen … und ich denke, Kai Hirdt ist ein Glücksgriff für die Serie. Der Roman hat mir ausgesprochen gut gefallen. Als Roman gesehen ist er ein in sich stimmiges Kleinod der Serie.

Das Kernthema des Romans ist hervorragend umgesetzt – auch wenn das Gemen Physiotron vollkommen anders wirkt als die Zelldusche von ES. Letzteres konserviert den aktuellen Zustand, während die Version der Gemen einem Jungbrunnen gleicht. Als Konzept empfinde ich es aber als stimmiger. So, wie es beschrieben wird, ergibt es mehr Sinn als eine reine Konservierung und eröffnet schöne gestalterische Spielräume.

Und genau mit diesem Thema spielt der Roman. Dieser Teil hat mir außerordentlich gut gefallen.

Es gibt natürlich noch eine Welt außerhalb der Spross KYLLDIN, schließlich muss noch etwas mehr Aktion in einen Perry Rhodan, als es das vielleicht etwas zu philosophische Grundthema bietet. Das Thema finde ich ebenfalls gut umgesetzt, bis auf einen Aspekt, auf den ein Rainer Castor vielleicht deutlich mehr Zeit aufgewendet hätte.

Es geht um die „Heimatflotte“ der Sternenbaronie. Für eine Baronie, die halb M13 beherrscht, fällt die doch etwas klein aus. Auch wenn ich den Einsatz von Söldnern als Hilfskräfte für stimmig halte, wurde hier doch etwas die Stimmigkeit des Umfeldes dem Schlussbonbon des Romanes geopfert.

Das Bonbon verrate ich natürlich nicht, aber es ist dieses Mal ein wirklicher Leckerbissen, der noch einiges an Potenzial bietet. Ich hoffe, er kommt zum Zuge und wird nicht wieder schnellstmöglich marginalisiert.

Es hat Spaß gemacht einen hervorragend geschriebenen Roman zu lesen, der zudem noch neue Räume für eigene Phantasie schafft.

Hervorragend. An diese Qualität kann man sich gewöhnen.

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