Perry Rhodan 2916 gelesen …

Perry Rhodan 2916 gelesen … und ich denke, Kai Hirdt ist ein Glücksgriff für die Serie. Der Roman hat mir ausgesprochen gut gefallen. Als Roman gesehen ist er ein in sich stimmiges Kleinod der Serie.

Das Kernthema des Romans ist hervorragend umgesetzt – auch wenn das Gemen Physiotron vollkommen anders wirkt als die Zelldusche von ES. Letzteres konserviert den aktuellen Zustand, während die Version der Gemen einem Jungbrunnen gleicht. Als Konzept empfinde ich es aber als stimmiger. So, wie es beschrieben wird, ergibt es mehr Sinn als eine reine Konservierung und eröffnet schöne gestalterische Spielräume.

Und genau mit diesem Thema spielt der Roman. Dieser Teil hat mir außerordentlich gut gefallen.

Es gibt natürlich noch eine Welt außerhalb der Spross KYLLDIN, schließlich muss noch etwas mehr Aktion in einen Perry Rhodan, als es das vielleicht etwas zu philosophische Grundthema bietet. Das Thema finde ich ebenfalls gut umgesetzt, bis auf einen Aspekt, auf den ein Rainer Castor vielleicht deutlich mehr Zeit aufgewendet hätte.

Es geht um die „Heimatflotte“ der Sternenbaronie. Für eine Baronie, die halb M13 beherrscht, fällt die doch etwas klein aus. Auch wenn ich den Einsatz von Söldnern als Hilfskräfte für stimmig halte, wurde hier doch etwas die Stimmigkeit des Umfeldes dem Schlussbonbon des Romanes geopfert.

Das Bonbon verrate ich natürlich nicht, aber es ist dieses Mal ein wirklicher Leckerbissen, der noch einiges an Potenzial bietet. Ich hoffe, er kommt zum Zuge und wird nicht wieder schnellstmöglich marginalisiert.

Es hat Spaß gemacht einen hervorragend geschriebenen Roman zu lesen, der zudem noch neue Räume für eigene Phantasie schafft.

Hervorragend. An diese Qualität kann man sich gewöhnen.

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Perry Rhodan 2915 gelesen …

Perry Rhodan 2915 gelesen … und es war ein starker Roman.

Im ersten Anlauf hat er mir gut gefallen. Es geht gleich in Media Res – frei nach dem alten  Motto fang gleich mit dem Weltuntergang an und mach dann alles noch viel schlimmer.

Nach dem „James-Bond“esken Einstieg geht es dann etwas ruhiger, aber nicht langweilig weiter. Wir erfahren einiges über die arkonidische Gesellschaft ohne das alles beherrschende Arkon. Die Abkehr vom absolutistischen Modell zu einer etwas föderaleren Adelsstruktur tut meiner Meinung nach Thantur-Lok gut. Auch wenn man das Reich vielleicht in viele Baronien, mit einem gemeinsamen, baronieübergreifenden, Rat für das ganze ehemalige arkonidische Reich, hätte versehen können. Da wäre eine ganze Menge Platz für ein lebendiges politisches Leben geboten worden.

Aber ich denke, die Richtung stimmt. Sowohl im Aufbau der nacharkonidsichen arkonidschen Gesellschaft als auch im Aufbau des Romans selbst. Es gibt mit der Kralasenin Kiroan eine starke Figur, die den kompletten Roman trägt und einrahmt. Das erlaubt ein Eintauchen in die neue Welt der Kristallbaronie ohne von einer zweiten konkurrierenden Handlung aus dieser Welt wieder herausgerissen zuwerden.

Natürlich gibt es noch ein romanübergreifendes Thema, das dieser Roman verarbeiten muss, die Gemen und ihr Spross KYLLDIN. Verena Themsen versteht es allerdings alle Fäden zu einem harmonisch interagierenden Ganzen zuverweben.

Somit haben wir eine, aus vielen Facetten bestehende, lebendige Geschichte. Mir gefällt solche eine harmonisierende Handlung deutlich besser als zwei Handlungsstränge, die sich gegenseitig kannibalisieren. Die Handlung um das Springermädchen Kylldin erreicht zwar nicht ganz die Qualität von Michael Marcus Thurners Yeto aus PR2906, integriert sich aber gut in das Gesamtbild.

Etwas Kritik gibt es natürlich auch. So sind mir im zweiten Anlesen die schmerzenden Rippen der Arkonidin Kiroan auf Seite 6 aufgefallen. Wäre was Thema Brustplatte anstatt Rippen nicht noch mal explizit später im Roman behandelt worden, könnte man diese Anmerkung jetzt etwas kleinlich finden, so aber trübt dieser unnötige Fehler doch etwas den Gesamteindruck. Aber man muss ja nicht alles im Serienkanon in sich stimmig finden.

In Summe hat mich Verena Themsens Roman überzeugt. Klasse.

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Perry Rhodan 2914 gelesen …

Perry Rhodan 2914 gelesen … und zum Ende hin hat mich der Roman dann doch überzeugt.

Vom Anfang kann ich das leider nicht ganz behaupten. War Sichu Dorksteigers Albtraum noch erfrischend – so irritiert war ich vom Gebaren am Hof des Thronfolgers Puoshoor. Wenn ich ehrlich bin, hat mich das schon in den vorhergehenden Romanen nicht wirklich interessiert. Der einzige Lichtblick war, dass es dann anscheinend irgendwann doch noch um den Galakt-Transferer gehen sollte.

Rückblickend war das vielleicht etwas hart und vorschnell geurteilt, aber in dem Moment stellte sich mir die Frage ob ich hier einer Mogelpackung aufgesessen bin. Wenn ich Beziehungsdramen, an welchen Höfen auch immer, lesen möchte, würde ich im Zeitschriftenhandel eines der überreichlich vorhandenen Konkurrenzprodukte kaufen.

Aber glücklicherweise kam dann doch noch Perry Rhodan Feeling auf. Die Handlung auf dem Galakt-Transferer spitzte immer mehr zu, um dann am Ende dem Idealbild eines Weltraum-Aktion- und Abenteuerromans sehr sehr nahe zu kommen. Waren die ersten Seiten des Romans noch quälend langsam dahin geschlichen, so verwandelte er sich auf auf dem letzten Viertel in einem wahren Pageturner. Bei mir flogen die Seiten förmlich vorbei.

Aber auch der Abschluss des Ghuogondu-Hof-Damas hatte was. Rückblickend war das etwas, dem man eine hellsichtige und düstere Prämisse nicht absprechen kann. Für sich gesehen war es ein Strang, der das goldene Reich und besonders den Hof des Thronfolgers hautnah miterleben lässt. Ein Roi Danton, Ronald Tekener wären an dieser Stelle eine ideale Besetzung gewesen, um in dieses goldene Reich erfolgreich einzutauchen.

Perry Rhodan dagegen steht für eine mehr nüchterne und bodenständige Sicht der Dinge, was beim Galakt-Transferer-Handlungstrang auch gut zur Geltung kommt.

In Summe waren das Mal wieder zwei Romane in einem. Meiner Meinung nach hätte man das Hofdrama, auch wenn es eine schöne Parabel war, komplett weglassen können und dafür ausführlicher schildern, wie es Sichu Dorksteiger gelingt den Galakt-Transferer zu finden und schlussendlich Perry Rhodan zu retten.

Das hätte der Figur Sichu Dorsteiger, der Handlung und auch der Serie Perry Rhodan meiner Meinung nach gut getan.

Wie hätte man diesen Zyklus-Abschnitt besser gestalten können?

Eine Möglichkeit wäre es gewesen Perry Rhodan und ein paar Begleiter gleich in Band 2900 durch die Terrakotta-Arme auf dem Merkur in das goldene Reich entführen zulassen. Das hätte Perry Rhodan und seine Begleiter gezwungen sich wirklich auf das goldene Reich einzulassen und hätte uns den Schweinsgalopp in den Folgebänden erspart. Später wäre dann noch Zeit genug für die RAS TSCHUBAI gewesen. Das hätte zudem noch die Notwendigkeit eröffnet, dem Widerstand gegen das goldene Reich mit mehr Substanz zu unterfüttern. Der Handlung hätte das nur gut getan.

Möglichkeiten über Möglichkeiten, die nun vertan sind. Leider. Mir blutet etwas das Herz, wenn ich überlege, was für ein Pressfutter aus den Grundkonzepten gemacht wird.

Zum Schluss aber hat Michelle Stern mit ihrem letzten Viertel mich als zufriedenen Leser aus diesem Roman entlassen. Der war wirklich gelungen.

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Perry Rhodan 2913 gelesen …

Perry Rhodan 2913 gelesen … und am Anfang habe ich so meine Probleme mit dem Roman von Michael Marcus Thurner.

Die ersten Sätze lassen Fair aufkommen, das dann gleich von einem etwas arg genervten Perry Rhodan wieder vom Tisch gewischt wird. Gut er hat nicht ganz unrecht damit, aber etwas Stimmung benötigt man als Leser schon, um in die Welt des Romans abtauchen zu können.

Die Ausgangslage des Verhöres auf dem Galakt-Transferer der Vanteneuer finde ich persönlich etwas befremdlich und in sich schon nicht stimmig. Es ist keiner der eigentlichen Herren des Schiffes anwesend und mir persönlich fehlt an der Stelle eine wirklich schlüssige Erklärung, warum das so ist. Zumindest hinter dem halbdurchsichtigen Spiegel hätte ich mir da etwas Interaktion mit den Leuten gewünscht, auf dessen Hoheitsgebiet wir uns befingen. Da fehlt meiner Meinung nach einiges an Drumherum. Ebenso überzeugt mich die Figur Perry Rhodan im Zusammenspiel mit Penelope Assid nicht. Dieser Perry Rhodan macht nicht den Eindruck, das er ein über 3000 jähriger Unsterblicher ist – bis auf eine gelungene Ausnahme.

Ab dem Punkt, an dem man dann mit Gi Barrs Erzählung in den Gründungsmythos des Zweiten Solaren Imperiums eintaucht, bessert sich das dann ungemein. Das Setting und die vorhanden Protagonisten bieten meiner Meinung nach eine hervorragende Ausgangsbasis für einen hervorragenden Roman. Leider fehlt etwas der Platz und auch Exklusivität, die diese Geschichte benötigt hätte, um sich voll entfalten zu können. Potenzial war genug vorhanden. Es sind alle klassischen Element für eine gute Geschichte und eine gute Legende vorhanden – was uns zur Ebene hinter der Legende führt.

Der besondere Twist an der Erzählung des Gefangenen Gi Barrs ist natürlich hinter die Legende zu schauen und die Geschichte selbst auf Plausibilität und Stimmigkeit zu überprüfen. Schön vorbereitet natürlich an der Stelle im ersten Kapitel an der sich Perry Rhodan selbst ermahnt nicht der schwach ausgeprägten Paragabe Penelope Assids zu unterliegen.

In Summe haben die Expokraten hier eine pfiffige und sehr ambitionierte Vorlage geliefert. Eine Vorlage die, wie des Öfteren, den Rahmen dessen sprengt, was sich in einen einzelnen Roman von der Länge eines Perry Rhodan Romans in voller Ausprägung packen lässt. Michael Marcus Thurner hatte erkennbar Schwierigkeiten mit der möglicherweise überambitionierten Vorlage. Meiner Meinung nach wäre es sinnvoller gewesen das Exposee so aufzubauen, das MMTs Stärke, das epische und stimmungsvolle Erzählen, eine Chance hat. Vom Aufbau hätte die Rahmenhandlung etwas mehr Kammerspielartiges erfordert, was die Erzählung des Gründungsmythos natürlich weiter drastisch reduziert und deutliche mehr Gewicht auf das Verhör selbst gefordert hätte. Das hätte man natürlich machen können, aber ich persönlich bin kein Fan von Kammerspielen. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Auch wenn es nicht MMTs bester Roman in der Serie war, interessiert es mich dennoch brennend, wie die Geschichte des Zweiten Solaren Imperiums weitergeht.

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Perry Rhodan 2912 gelesen …

Perry Rhodan 2912 gelesen … und jawohl – genau das erwarte ich, wenn ich mir einen Perry Rhodan Roman kaufe.

In seinem Doppelband hat Robert Corvus etwas geschafft, das ich nicht zu hoffen gewagt hatte: Es ist ein guter und spannender Roman geworden, in dem auch die leisen und lustigen Nuancen ihren Teil zu einem Gesamtkunstwerk beitragen. Und alles atmet nicht nur das Flair der Serie Perry Rhodan, es war fast schon einen Hauch zu viel des Guten. Bei Perry Rhodan erwartet man keine Lyrik, sondern gute und fesselnde Unterhaltung und genau das haben wir hier bekommen.

Schon der Anfang zeigt, wo es lang geht, wir steigen gleich mitten ins Geschehen ein. Der Level an Aktion ließ sich leider nicht durchhalten, aber es fing schon mal viel versprechend an. Mir hat dieser Einstieg hervorragend gefallen, auch wenn es in der Intensität nur ein Strohfeuer war.

Der Antagonist war dann doch etwas schnell und unaufgeregt verschunden – an der Stelle hätte eine weitere Szene nicht geschadet. Der Gäone Gi Barr konnte überzeugen, wobei ich ihn etwas überlegener eingeschätzt hätte. Die große Enthüllung verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht, aber es könnte noch interessant werden. Im goldenen Reich ist einiges faul und das auf allen beteiligten Seiten.

Mit dem gestrandeten Schiff AN-ANAVEUD dem letzten Galakt-Transferer der Vanteneuer kam einiges an Sense-of-Wonder auf. Die Idee fand ich sehr charmant. Wobei man vielleicht noch etwas tiefer in die Technologie und Gesellschaft des Schiffes hätte abtauchen können. Die Vanteneuer sind nicht unbedingt Sympathieträger, aber in ihrer Fremdartigkeit geht das meiner Meinung nach in die richtige Richtungen, auch wenn man das vielleicht noch etwas runder hätte machen können.

Robert Corvus Fokus lag aber eindeutig auf Perry Rhodans Einsatzteam, wobei besonders der Oxtoner Báron Danhuser und die Xenosemiotikerin Penelope Assid zur Geltung kamen. An Schluss ging alles etwas einfach, aber es war kein Ende, das nicht nachvollziehbar oder nicht stringent gewesen wäre. Die Idee mit den doppelten Verneinungen als besonderes Merkmal der Vanteneuer war charmant, hätte aber auch bei den Schlüsselsätzen des Kommandanten angewendet werden dürfen. Das hätte die Mentalität der Schiffsbewohner weniger martialisch aber dafür glaubhafter wirken lassen.

In Summe war das der „Perry Rhodan-ischte“ Roman seit einer langen Zeit. Sehr schön, es freut mich, das es Robert Corvus gelingt das Feuer der Perry Rhodan Tradition mit frischem Brennstoff zu versorgen, ohne alles in alter Asche zu ersticken.

Klasse!

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