FDL Countdown – noch 4 Tage

Noch 4 Tage bis zum FDL. Bei diesen Interview stand mir ein ungewöhnlicher Avatar gegenüber: der von Frederic Brake. Bei dem Anblick kam mir der Verdacht, das wird wohlmögliche kein Kuschelinterview. Nun ich wurde da nicht enttäuscht: mit Frederic Brake erwartet mich ein scharfer – in Kosmologie und Quantenphysik bewanderter – Geist.

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Hydors Golem: Vielen Dank Frederic das du Zeit für ein Interview gefunden hast

FredericB: Gerne.:)

Hydors Golem: Als erstes fällt einem dein Avatar auf, ist das eine Figur aus einer deiner Geschichten ?

FredericB: Nee. Das Hemd ist das Cover des ersten Bandes der Armageddon-Reihe. Als ich damals meinen Ava entwickelt habe, wollte ich etwas mit Unverwechselbarkeitscharakter, dass einen Wiedererkennungswert hat. Den Rückmeldungen nach hat das geklappt.:)

Ich passe ihn gelegentlich an die Lokation oder die Lesung an. Bei einer Zombielesung habe ich doch etwas … angenagt ausgesehen. Auf meinem Blog siehst du ein paar Bilder davon.

Hydors Golem: definitiv. Fangen wir gleich mit der ersten (FDL)Frage an: Was ist dir besonders wichtig am/beim FDL?

FredericB: Besonders wichtig ist mir, dass ganz verschiedene Kunstströmungen und Interessensgruppen zusammen kommen. Dazu kommt, dass ein Fest für alle ist. Keine Eintritte, keine Grenzen. Spaß einfach.

Uud ich bin froh, mit meinen kleinen Geschichten etwas dazu beitragen zu können. Das Medium SL fasziniert mich, weniger als Bewohner, mehr als Kommunikationsplattform, wobei Kommunikation hier als Wort nicht ausreicht.

Nenn es ein ganzheitliches Erleben, wenn du so willst.;)

Hydors Golem: Ja, es ist eine Welt voller Möglichkeiten

FredericB: Welten. Es sind Welten völler Möglichkeiten. SL, Metropolis oder wie sie alle heißen sind Blasen im Metaversum WWW

Hydors Golem: Einige würden jetzt sagen sie ragen dreidimensional darüber hinaus.

FredericB: Mhm, ich wage mal einen Ausflug in die Dimensionstheorie. Wenn sie darüber hinausragen, in was ragen sie dann?

FredericB: ?

Hydors Golem: Gut gekontert. In das Netz aus Netzwerken.

FredericB: Aber wäre das nicht Analog zum Metaversum? Seit ich mir bei der M-Bran-Theorie das Hirn verknotet habe, mache ich meistens einen großen Bogen um Multidimensionale Metaphysik. 😀

Hydors Golem: Hm, ein spannendes Thema. Vor allen, da es im Gegensatz zur klassischen Urknalltheorie, das Universum eher ein Unfall – d.h. ein Zusammenstoss zweier Branen ist

FredericB: Stimmt, Da könnte man stundenlang philosophieren. Spätestens, wenn dann noch die String Theorie dazu kommt, wird es unübersichtlich. Faszinierend, besonders für SF-Autoren, ist es allemal. Ich bin damit durch die Bücher von Hawking in Kontakt gekommen.

Von da habe ich mich über Quantenschaum und Quantenloops bis hin zum Spiegeluniversum vorgearbeitet.

Hydors Golem: Ja, ein spannendes Thema, bei mir waren es ein paar Parallelwelt-Kurzschichten aus den 70ern

FredericB: Aldiss? Niven? Sturgeon?

Hydors Golem: Hm ich weis es nicht mehr ganz genau, ich habe damals die Bücher, ohne auf Autor und Titel zu achten, inhaliert.

FredericB: Lol, kenne ich. Wir kommen ein wenig vom Interview ab, oder? 😉

Hydors Golem: ja etwas, aber nicht schlimm, wenn du mir verrätst was du auf dem FdL liest 😉

FredericB: Klar. „Rein gewaschen“ aus „Enter Sandmann“ und „Ortegas verschwinden“ gerade im Sternwerk erschienen,. Die sogar 2x, einmal in SL in einer Briefform und in Metropolis als Erzählung. Was ich als zweites in Metropolis lese, weiß ich noch nicht, Ist auch davon abhängig, wann die Megafusion-Antho erscheint, Kommt sie zeitnah, dann meine Story daraus. Sonst vielleicht „Flüchtige Gedanken“, mein 3. Platz beim William-Voltz-Award

FredericB: Der Slot ist, soweit ich weiß 20 Minuten, das passt dann.

Hydors Golem: hört sich spannend an, was außer Mutlidimensionaler Metphysik ist ist dein Hauptthema, oder bis du da eher breit gestreut?

FredericB: Ich bin da ganz breit aufgestellt. Wobei Dystopien überwiegen. Ganz selten Humor. Mir geht es eigentlich immer um die Charaktere, dann erst um die Handlung.

FredericB: Ich mag es, meine Protas in Extremsituation zu beobachten.

Hydors Golem: nun extrem Situationen zwingen sie dann zu handeln und bis an ihre Grenzen zu gehen

FredericB: Genau. Da kann man am besten den Charakter und Wandlungen desselben zeigen.

Hydors Golem: also ein Dialog zwischen Umgebung und Charakter?

FredericB: Eher im Charakter. Meine Charaktere sind eigentlich immer ein wenig gebrochen und nie mit sich zufrieden.

Hydors Golem: nun niemand kommt ganz ohne Schrammen durchs Leben. Wie bist du zu den virtuellen Welten gekommen und was reizt dich persönlich besonders daran?

FredericB: Küper hat mich verschleppt. *lach* Er ist „Schuld“, das ich hier bin. Was mich besonders fasziniert ist, dass viele die reale Welt versuchen zu kopieren, statt sich auszutoben.

FredericB: Ich experimentiere gerne. Die Möglichkeiten der virtuellen Welten werden immer noch unterschätzt. Das habe ich nicht zuletzt beiden Lesungen oder auch der Theateraufführung des Drachenblues gesehen oder bei Konzerten erlebt.

Sky is the Limit gilt hier mehr als anderswo.

Hydors Golem: ein guter Satz, dem man eigentlich nicht viel hinzufügen kann. Vielen Dank für das spannende Interview, ich hoffe wir können das Gespräch über die String-Theorie auf dem FdL fortführen 😉

FredericB: Gerne. Vielleicht das nächste mal mit Voice? Wenn meine Stimme wieder im Lot ist.:) Ich danke dir für das wirklich gute Gespräch und wünsche einen schönen Abend.

 

 

 

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FDL Countdown – noch 5 Tage

Heute ist wieder jemand Besonderes im Interview:

Wanda Shigella!

Eine helfende Hand im Hintergrund und damit eine der Stützen, die Metropolis zu einer der Anlaufstellen macht, die man sich definitiv ansehen sollte, wenn man sich mit den freien Sims – sprich OpenSim – beschäftig. Die beste Gelegenheit ist da natürlich gleich Tag 1 des FdLs, das am Donnerstag in Metropolis startet. Aber nun will ich euch nicht länger auf die Folter spannen und hier ist das (Email)-Interview mit Wanda :

Hallo Markus,

vielen Dank für die Einladung zum Interview. Ich freue mich dich kennenzulernen.

 

1. Wer oder was ist Metropolis Metaversum?

Metropolis ist ein OpenSim Grid welches nicht an SL angeschlossen ist. Trotzdem pendeln viele von uns zwischen offenen Welten und SL hin und her und genießen die Vorzüge aller Welten. Das war auch der Grund warum Küperpunk und ich über eine Zusammenarbeit nachdachten. Wir lernten uns damals im Rahmen des „Summer of Arts 2012“ in Metropolis näher kennen. Metropolis beschäftigt sich viel mit Kunst und Kultur im virtuellen Raum und so waren wir uns schnell einig, dass eine Zusammenarbeit äußerst sinnvoll erscheint. Wir freuen uns sehr darauf und möchten uns an dieser Stelle auch für das außerordentliche Engagement von Küperpunk bedanken. Und nun stehen wir hier und freuen uns auf das erste FdL was über Gridgrenzen hinweg stattfindet.

Für visuelle Eindrücke aus Metropolis:

http://metropolis.hypergrid.org/

Für mehr Informationen zu Metropolis:
http://www.hypergrid.org/metropolis/wiki/de/index.php/GRID

 

2. Wie komme ich zu Metropolis Metaversum?

Der Zugang zu Metropolis ist genauso unkompliziert wie der Login in SL.

Der Login erfolgt mit einem Viewer deiner Wahl (Firestorm, Singularity, Imprudence etc.) Alle relevanten Informationen sowie ein Kurztutorial findest du hier: http://www.hypergrid.org/metropolis/wiki/de/index.php/Zugang

Der Login erfolgt auf der Startregion *Metropolis*. Du gehst durch die Teleporttür und erreichst als erstes das Teleportcenter mit den wichtigsten Freebie-Regionen zur Avatargestaltung. Alle weiteren Informationen zum FdL sowie ein Direktteleport zur Region „FdL-2013“ sind auf der Startregion zu erhalten. Ebenso empfiehlt sich ein Eintrag in die Metropolis Gruppe. (Auch auf der Startregion erhältlich.)

Wir freuen uns sehr auf alle Besucher und ebenso auf die Veranstaltungen in SL.

3. Was ist dir besonders wichtig beim FdL?

Mir liegt die Erhaltung und Förderung von Kunst und Kultur im digitalen Raum am Herzen. Wir leben in einer vernetzten Welt die so schnell geworden ist, dass ich selbst manchmal kaum mitkomme mit Anfang 30. Ich finde Kunst ist es heute oft schon geworden, selektieren zu können wieviel man selbst aufnehmen möchte und wieviel man eben NICHT mehr aufnehmen möchte. Veranstaltungen wie das FdL oder die Kunstfestivals in Metropolis die ich mit betreue, dienen dazu inne zu halten und einfach mal wirken zu lassen. Die Regionen sind nicht nur 2 Tage online, jeder erhält so die Zeit, die er benötigt um sich mit den Themen auseinander zu setzen. Den Luxus haben wir, stehen zu bleiben und wirken zu lassen. Ebenso bieten sie die Möglichkeit die Grenzen zwischen digitaler und realer Kunst verschwimmen zu lassen. Sie lassen sich verbinden und ergänzen sich auf eine ganz spannende Weise. Sich darauf einzulassen ist ein großartiges Experiment und ich freue mich jeden Tag über neue Kreativität.

4. Wie bist du zu virtuellen Welten gekommen, was reizt dich daran?

Oh was für ein Thema. Ich sagte dir ja schon bei unserem ersten Gespräch dass ich von SL relativ wenig Ahnung habe, weil ich mit OpenSim begann. Mir erzählte damals ein Bekannter von so einer virtuellen Welt wo man seinen Avatar wie eine Puppe anziehen könne. Für mich als Mädchen – erstmal interessant! Hehe. Ja und dann gings los, Metropolis war damals ganze 3 Regionen stark und um meinen Ruth-Avatar war nichts außer grünem Rasen und ein paar Bäume. Und während in SL schon seit ca. 2-3 Jahren der Boom in vollem Gange war, stand ich mit meinem Ruth-Avatar auf einer leeren Region und war total aus dem Häuschen.

Wie grandios! Fragt man sich warum das für mich so interessant war damals. Schließlich gingen in SL ganz andere Sachen ab von denen ich gar nichts wusste. Ich wusste nicht mal etwas über SL damals. Aber was für ein Wahnsinn für mich, die Möglichkeit der freien Interaktion war für mich total überwältigend. Die Neugier, die Freiheit, die Möglichkeiten … eine Kiste zu setzen und zu sehen was sich daraus entwickelt. Mich haben diese Möglichkeiten seither nicht mehr losgelassen. Und immer wenn ich heute noch eine Kiste aufsetze oder eine leere Region betrete, fühle ich dieses Gefühl der Neugier und die Lust Dinge zu erschaffen und meinen Avatar nach Lust und Laune zu verändern. Virtuelle Welten sind für mich wie ein großes Überraschungs-Ei. Jeden Tag eine neue Überraschung – großartig!

 

Ich bin sehr gespannt was die Künstler des diesjährigen FdL aus ihren Kisten erschaffen!

 

Vielen Dank für das Gespräch Markus, es hat mich gefreut dich kennen zu lernen.
Zur Person Wanda Shigella:

Wanda Shigella ist im Bildungsbereich tätig und beschäftigt sich seit 2007 zudem mit virtuellen Welten. Insbesondere die Förderung von Kunst und Kultur sowie der Einsatz immersiver Lernszenarien im digitalen Raum gehören zu ihren Schwerpunkten. Neben der Organisation der Kunstfestivals „Summer of Arts“ und  „IMAB – Intergrid Metaverse Art Biennial“ liegt ihr besonders der Transfer von digitaler und realer Kunst am Herzen.

Wanda ist weiterhin eine der Admins im größten europäischen OpenSim Weltenverbund Metropolis Metaversum. www.hypergrid.org

 

Für mehr Eindrücke ihrer Arbeit:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=zqC4JakYlqE

http://intergrid-metaverse-art-2012.hypergrid.org/

 

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Metropolis - StartRegion for Metropolis Grid

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[ Quelle aller Bilder Wanda Shigella / Metropolis ]

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FDL Countdown – noch 6 Tage

Für die heutige Folge des FdL Countdowns konnte ich eine weitere bekannte SL-Entität gewinnen. Das Interview konnte ich mit Heidi Hensges abgesandten Hamster Violetta Miles an Violettas Blumenlädchen (direkt neben dem Kafé Krümelkram) führen. Nach ein paar technischen Kommunikations-Problemen auf Layer 8 meinerseits wurde es dann ein lustiges und charmantes Interview.

Violetta Miles: Leg los 😉

Hydors Golem: klar gerne, erstmal vielen Dank, das du dich für ein Interview – trotz tieffliegender halber Hähnchen – bereit erklärt hast.

Violetta Miles: Haha, ich sehe, du folgst mir auf Twitter und liest aufmerksam mit 😉

Hydors Golem: so langsam werde ich mit Twitter etwas vertrauter. Ich denke ich hab das Prinzip verstanden, aber noch nicht dessen Auswirkungen …

Violetta Miles: Das kommt mit der Zeit. Du schaffst das ;))

Hydors Golem: ich bemühe mich jedenfalls ;). Ich lege dann einfach mal mit der ersten Frage los: Was ist Dir besonders wichtig am/beim FDL?

Violetta Miles: Zuerst mal, dass ich meine neue Geschichte bis dahin fertig habe, damit ich was zum Vorlesen habe ;))

Besonders wichtig … hm … da fehlen mir ja fast die Worte. Denn das FdL ist insgesamt ein wichtiges Event für die Kulturlandschaft in SL. Jeder, der daran teilnimmt und es organisiert, ist wichtig, um so etwas überhaupt auf die Beine zu stellen.

Mein größter Respekt dabei geht natürlich an Kirsten Riehl und Thorsten Küper und alle Helferlein in Bezug auf Technik, Gestaltung, Terminkoordination und Organisation.

Ich hoffe, dass die beiden das wie jedes Jahr einigermaßen unbeschadet überstehen *g*

Hydors Golem: hehe ja, so ein Mixer tut bestimmt weh.

Violetta Miles: Ganz bestimmt sogar. Und ich als Hamsteravatar würde sogar hineinpassen!

Hydors Golem: Autsch – unerfreuliche Vorstellung … Du erwähntes du schreibst extra für das FDL eine neue Geschichte. Wird es eine größere Geschichte oder liest du mehrere kleinere?

Violetta Miles: Das steht noch gar nicht fest. Geplant ist eine längere Geschichte – und da kommt es darauf an, ob sie lang genug wird. Irgendwie muss ich schließlich eine halbe Stunde lang entertainen. Singen kann ich nicht, also muss ich irgendwas lesen 😉

Hydors Golem: Na wäre bestimmt interessant, Küper erwähnte – meine ich mich zu erinnern – er stamme aus einer Opernsängern Dynastie.

Violetta Miles: Tatsächlich? Das haut mich jetzt aber um. Er hat es erfolgreich vor mir verheimlicht. Ich bestehe darauf, dass er etwas zum Besten gibt, richte ihm das mal aus, wenn du ihn zufällig siehst ;)))

[12:22] Kueperpunk Korhonen ist online.

Hydors Golem: ups ich glaube er hat das gehört …

Violetta Miles: Das macht nichts höhö

Hydors Golem: hm mal so von Autor zu Autor gefragt: Das niederrheinischen Grenzland zu Holland scheint voller Inspiration zu sein oder?

Violetta Miles: Ich drücke es mal so aus: Man kann sich letztlich auch vom Beobachten einer Spinne inspirieren lassen, die einen Weberknecht verspeist. Hier in der Region passiert nicht viel Spektakuläres. Mein Blick für die kleinen Dinge hat sich geschärft, seit ich auf dem Land wohne. Man muss ja nehmen, was man kriegen kann 😉

Hydors Golem: also ich fand das Gedicht mit der Kuh klasse

Violetta Miles: Hihi, das freut mich. Das freut mich sogar ganz enorm. Lyrik liegt mir nicht so, weißt du. Ein ehemaliger Kollege sagte einst: „Was man nicht verstecken kann, das muss man betonen.“ Das Gedicht reimt sich einigermaßen und es ist wohl ganz lustig. Mehr wollte ich nicht erreichen 🙂

Hydors Golem: es war auf jeden Fall sehr stimmig vorgetragen und als halbes Landei hat man da vielleicht eine besondere Beziehung zu der Scene

Violetta Miles: Meinst du, ich sollte mich aufs Reimen spezialisieren?

Hydors Golem: na nicht nur , die Fusspflegerin ist auch Klasse, bzw besonders hängen geblieben

Violetta Miles: Oha, ja, die Fußpflegerin. Wellness auf dem Lande, da kann man was erleben. Ich möchte allerdings betonen, dass dieses Erlebnis ein absoluter Ausnahmefall war. Und natürlich habe ich alle Fußpflegerinnen dieser Welt ganz schrecklich lieb.

Hydors Golem: wie du zu der Fusspflegerin gekommen bis hast du ja in der Geschichte ausführlich geschildert, was mich dann auch gleich zu meiner heimlichen Lieblingsfrage führt: wie bist du zu den virtuellen Welten gekommen und was reizt dich persönlich besonders daran?

Violetta Miles: Aus Neugier bin ich hergekommen und aus Interesse geblieben.Ich habe sehr tolle Kontakte geknüpft in den – äh – 5? 6? 7? 25? Jahren, die ich inzwischen in SL unterwegs bin. Die meisten sind durch das Schreiben für diverse SL-Magazine entstanden, und die meisten sind bis heute geblieben. SL entwickelt sich immer weiter, ich kann einem Hamster ein lustiges, langes Leben verschaffen 😉 Und ich kann in meiner ollen Jogginghose am PC sitzen und Lesungen oder Konzerte von Menschen hören, die in Norddeutschland, Berlin oder Dingenskirchen wohnen oder in Australien oder sonstwo. Das ist großartig.

Hydors Golem: Ja das war auch mein Einstieg in SL – Lesungen in Pölter (nicht im 😉 ohne großen Aufwand hören zu können ist eine klasse Sache

Violetta Miles: HA! Hahahaha! Heeheehee! Hee-heeee! Pölter? Auf jeden Fall. Wenn dann die Kontakte noch über SL hinausgehen, ist es perfekt.

Hydors Golem: wie zum Beispiel auf dem Pixel-Grillen

Violetta Miles: Zum Beispiel, ja 😉 Idealerweise ergeben sich durch solche Kontakte aber auch gemeinsame RL-Projekte. Oder RL-Jobs. Wenn nicht sofort, dann manchmal später. Ich wurde mal von einem Münchner Journalisten kontaktiert, den ich für ein SL-Print-Magazin interviewt hatte. Er fragte, ob ich Interesse an einem RL-Projekt für einen Schweizer Verlag habe. Natürlich hatte ich 😉

SL ist also nicht nur Spaß.

Es hilft auch tatsächlich im echten Leben weiter. Wobei das natürlich Twitter auch tut und Facebook wahrscheinlich auch, aber da bin ich ja nicht 😉

Hydors Golem: das erklärt vielleicht warum ich auf Facebook keine Antwort gekommen habe 😉

Violetta Miles: Wen hast du im Himmelswillen gefragt? ;)))

Hydors Golem: hm, das frage ich mich jetzt auch

Violetta Miles: *ggggggggg* Nun, womöglich gibt sich da jemand als meine Person aus. Solche Sachen solle es ja geben. Bleib dran!

Hydors Golem: mach ich 😉 Aber auf jeden Fall schon mal vielen Dank für das Interview, es hat eine Menge Spaß gemacht

Violetta Miles: Ich danke dir! Und an dieser Stelle möchte ich alle grüßen, die mich kennen. Darf ich? ;)))

Hydors Golem: klar

Violetta Miles: Okay. Ich grüße alle, die mich kennen!

Hydors Golem: hehe ich hab schon eine LANGE Liste befürchtet

Violetta Miles: Möchtest du eine Liste? Wie lange hast du Zeit? Bis November? 😉

Hydors Golem: ne passt scho

Violetta Miles: Fein, das spart enorm Zeit ein. Und mein Gedächtnis ist ja auch nicht mehr das allerbeste. Stell dir vor, man vergisst jemanden! Nicht auszudenken.

Hydors Golem: uh ja, das kann Verwicklungen auslösen

Violetta Miles: Ich möchte nicht verwickelt werden. Jedenfalls nicht wissentlich 😉

Hydors Golem: ne besser nicht – ob wohl es gerüchteweise Leute gibt die drauf stehen 😉

Violetta Miles: Ach du meine Güte, tatsächlich? So im richtigen Leben? Da kann man mal wieder sehen. Im real life findet man offensichtlich doch immer noch die besten Geschichten 😉

Hydors Golem: definitiv

Violetta Miles: Da ich nun schon alle gegrüßt habe und mich gerade eine Mücke in den Fuß gepiekst hat, würde ich jetzt wohl sehr gerne wissen, ob das Interview beendet ist. Ist es das?

Wahrscheinlich war es auch gar keine Mücke. Wahrscheinlich wieder so eine gemeingefährliche Landfliege.

Hydors Golem: oh ja dann beenden wir das Interview lieber

Violetta Miles: Prima. Morgen früh tanze ich nämlich Zumba. Im RL 😉

Hydors Golem: oh ja dann viel Erfolg und Danke fürs interviewen lassen

Violetta Miles: Haha danke. Es ist ein spezieller Kursus für angehende Seniorinnen, um es charmant auszudrücken.

Hydors Golem: uh Recherche für die nächste Geschichte ?

Violetta Miles: Ich lasse mich inspirieren. Mal gucken, was das für eine Geschichte ergibt. Mist, du hast es erraten.

Hydors Golem: na darauf bin ich gespannt

Violetta Miles: ;))) Vielen Dank, dass ich interviewt werden durfte. Ich grüße alle, die mich kennen. Ach, ich wiederhole mich. Das Alter. Ich wäre dann mal offline, wenn du nichts dagegen hast 😉

Hydors Golem: ich wünsche noch einen schönen Abend und gutes Gelingen morgen beim Tanzen 😉

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FDL Countdown – noch 7 Tage

Das heutige Interview ist heute in zweifacher Weise etwas Besonderes: Erstens fand es zur Abwechslung mal nicht in SL, sondern in Metropolis statt. Und zweitens hatte ich die Ehre dort den rechtschaffend entspannten ChapTer Kornfeld anzutreffen. Nach diesem Interview verließ ich die virtuelle Welt um einiges an Erkenntnis, Wissen und einem wichtigen Baustein für mein eigenes Projekt reicher. Na fast schon erleuchtet – ok fast.

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Hydors Golem: Hallo ChapTer, vielen Dank das du Zeit für ein Interview hast, du steckst wahrscheinlich mitten in den Vorbereitungen für das FDL ?

ChapTer Kronfeld: Danke, das du mich zum Interview eingeladen hast und ich darf dich hier im Metropolis auf meiner Regin begrüßen, auf der ich zu 60% meine RL Arbeiten und zu 40% meine in den virtuellen Welten produzierten Objekte, zeige.

Zu deiner Frage: Ja, ich stecke auch in Vorbereitungen zum FdL und andererseits auch in laufenden Verwirklichungen von den Ideen, die einem so tagtäglich durch den Kopf geistern.

Hydors Golem: Beschäftig dich im Moment ein Thema besonders?

ChapTer Kronfeld: Ich werde dem Thema des diesjährigen Festivals ‚Pixelgedanken‘, in den zwei virtuellen 3D Plattformen, SL und Metropolis, je eine weiträumige Kunstpräsentation widmen. Diese 3D Installationen werden sich in Größe und Interpretation,in den beiden Grid’s, unterscheiden. Inmitten der beiden künstlerischen Werke werde ich auch Lesungen, meiner Prosa und Lyrik, life in Voicetechnik, vortragen.

… diese Vorbereitungen laufen zeitlich mal intensiver und auch mal langsamer …

Hydors Golem: du nutzt also alle Möglichkeiten die dir die virtuellen Welten bieten? Was ist dir besonders wichtig am/beim FDL ?

ChapTer Kronfeld: Ja, denn als ich zu Beginn 2007 in einer TV-Reportage im Rahmen der damaligen CeBit ,von einem ‚‚Spiel‘‘ mit Namen Second Life hörte, schnupperte ich dort mal so rein … . Das erste Jahr war geprägt von Staunen und ‚learning by doing‘. Mehr und mehr erkannte ich hier Möglichkeiten audiovisueller Gestaltungen. Seit diesen Anfängen nutze ich diese Plattform als wunderbar kreatives Werkzeug.

Die virtuellen Welten generell, und im speziellen das FdL, in dem ich mich diesen Herbst zum dritten mal einbringe, gibt mir , die Möglichkeit, mich als Veranstalter, selbst zu kuratieren >grinz> . Also als Kunstschaffender nutze ich das FdL, gleich wie auch den übrigen virtuellen Gesamtrahmen, zu allen Tages- und Jahreszeiten, um mich der Öffentlichkeit wahrlich zu öffnen. Das oberste Gebot für einen Künstler ist es ja, sich innen- und außenwändig mit allen Fasern zu präsentieren. Und hier bietet mir das 3D-Web, ähnliche Bedingungen, wie in dem realen Leben. Zweifellos bin ich bei dieser fünftägigen Mammutveranstaltung auch ein Besucher der wesentlichen, sehr spannungsreichen Programmpunkte. Vielleicht habe ich soviel Sitzleder, das ich alle Veranstaltungen mitbekomme 😉

Hydors Golem: ja dieses Mal geht das FdL ja über 5 Tage und zwei Virtuelle Welten. Du hast ja schon angeschnitten was du uns so alles als Teilnehmer zeigst, hast du dennoch einen Schwerpunkt?

ChapTer Kronfeld: Ja, ich werde dem Thema des diesjährigen Festivals ‚Pixelgedanken‘, in den zwei virtuellen 3D Plattformen, SL und Metropolis, je eine weiträumige Kunstpräsentation widmen. Diese 3D Installationen werden sich in Größe und Interpretation,in den beiden Grid’s, unterscheiden. Inmitten der beiden künstlerischen Werke werde ich auch Lesungen, meiner Prosa und Lyrik, life in Voicetechnik, vortragen.

In SL findet dieses Gesamtwerk auf einer Dreiecksfläche in Größe einer sechstel Region statt, so lala zehntausend Quadratmeter. Es besteht aus einer Menge an Mauerstücken, den ‚Pixeln‘, die wie vom Himmelgefallen über- und durcheinander herumliegen und dennoch manchen Durchgang den Besuchern lassen. Bei Annäherungen an bestimmten Punkten, werden die wahren ‚Helden‘ der virtuellen Welt gerezzt. Es sind dies die minimalsten Elemente, die Pixel, ohne Textur, durchsichtig und nur zusammengehalten von geometrischen Linien (je in den drei Farben RGB), die die kleinsten Flächen andeuten.

In Metropolis zeige ich eine komplette begehbare Region, Ca. 65000qm², auf der ich für eine andere Veranstaltung im Frühjahr dieses Jahres, zehntausend Würfel mit je einer Kantenlänge von 2,55m gebaut habe. Diese Hexaeder, als Pixel, liegen mathematisch exakt aneinander, in der Anordnung 100 x 100 Stück. Alle Kuben sind einfarbig coloriert. Nur aus der Vogelperspektive auf die gesamte Regionsfläche ergibt sich ein erkennbares gepixeltes Bild.

Hydors Golem: Wow das hört sich nach einer Menge Arbeit an!

ChapTer Kronfeld: Na gut, die Arbeit hier in Metropolis, habe ich ja schon im Frühjahr erledigt (haha) , und in SL, ist diese Installation auch so gut wie fertig .. in SL habe ich schon alles in einer größeren Höhe aufgebaut und brauche es dann nur noch zum Eröffnungstag, auf die Besucherebene in der Gänze zu verschieben … Aber alles in allem: jedes Projekt frisst sehr sehr viele reale Lebenszeit in der man aber aufgehen kann.

Hydors Golem: ja die Zeit fliegt beim Bauen, das hat mir mein eigenes kleines Experiment mit OpenSim gezeigt, aber es macht eine Menge Spaß.

ChapTer Kronfeld: Genau, es ist diese deine Erfahrung, das ‚Brot‘, der Motor, das eine Region mit Leben erfüllt und so die Grenzüberschreitung zwischen Realem Leben und Virtuellem Schaffen in beiden Richtungen zu der Verwirklichung des Individuums führen kann, bzw. sollte.

Und ich muss dir ergänzen, ich hätte vor sieben Jahren, als ich in einer Fernsehreportage über die damalige Cebit von einem Spiel namens Second Life hörte, nie dran gedacht , das ich als alter Knabe noch heute, jede Zeiteinheit in SL oder Metro, nie als verlorene Lebenszeit empfinde.

Das erste Jahr war geprägt von Staunen und ‚learning by doing‘. Mehr und mehr erkannte ich hier Möglichkeiten audiovisueller Gestaltungen. Seit diesen Anfängen nutze ich diese Plattform als wunderbar kreatives Werkzeug.

Hydors Golem: was reizt dich besonders an den virtuellen Welten das Zusammenspiel aller Aspekte? Es scheint ja eine Verschiebung/Erweiterung hin zum Ton gegeben zu haben …

ChapTer Kronfeld: diesen verwendeten Begriff „audiovisuell“, sehe ich mehr global, als er definitiv in der Kommunikation offiziell verwendet wird. Für mich ist die schwingende Leinwand, das Leinen selbst, als Malgrund, bedeutender , als das fertige Bild in Struktur und Aussage, wenn ich in Inspiration mit dem nachgebenden Pinsel die pastose, puddinggleiche Ölfarbe auf den Malgrund auftrage und so durch die Schwingung des Leinen eine Kommunikation über den ganzen Malprozess in Gang halten kann. Auch ist für mich das gesprochene Wort eine Kommunikation, gleich dem vorbesagten Beispiel , wenn es auf eine Basis trifft, also auf das Trommelfell des Hörenden , der mir durch körperlichen Emotionen, gleich der schwingenden Leinwand , das Gefühl der Verwirklichung gibt.

Also , mein Wortbeitrag, ist für mich das Gleiche, wie mein Mal- oder Zeichenbeitrag … und hier mache ich im Grunde keine Unterscheidung, zwischen der virtuellen Welt und der realen Welt.

Um es nochmal auf einen Punkt zu bringen, Bevor es Computertechnik gab, habe ich schon gemalt und gezeichnet und war bei diesem Prozess in meiner ‚eigenen‘ Welt der Phantasie. Was kann es anderes sein, wenn ich anstelle dieser Kopfwelt mit Worten oder mit Formen und Farben oder mit Tätigkeiten in den heutigen 3D Welt meine Phantasie als Kommunikation, ausdrücke.

Hydors Golem: also fast eine Form von Zen in der Kunst? (Der Weg ist das Ziel).

ChapTer Kronfeld: Genau… der Prozess des Verwirklichen, das Tun an sich, ist das Ziel

Hydors Golem: Wow ich glaube dem kann man nicht viel hinzufügen. Vielen Dank für das Interview und ich bin auf deine Performance auf dem FDL gespannt!

ChapTer Kronfeld: Ich möchte mich auch bedanken für deine guten Fragen, die mir diese sechzig Minuten, wie ein paar Sekunden erscheinen lassen … Genau das zeigt mir wieder meine These, es gibt keinen Trennung und keinen Unterschied des Lebens allgemein, zwischen der sogenannten realen Welt und der Virtuellen… Leben ist geprägt von Geist … Geist ist erfüllt von Phantasie … Phantasie ist virtuell .. ergo Leben ist Lebn, egal wo du gerade mit deinem Körper oder Geist bist 🙂

Und damit sollten alle Avatare eine kleine Argumentationshilfe haben, wenn sie inworld sind und dann von nervigen Ehepartnern oder Freunden mit dem stereotypen. ’sitzt du schon wieder an dem unrealistischen Püppchenspiel‘ … >lacht> bedacht werden ..

Hydors Golem: wenn man hier so kreativ ist wie du, auf jeden Fall!

ChapTer Kronfeld: Jeder ist kreativ… das historische Statement von Beuys gilt auch abgewandelt hier:

Jeder ist Kreativer, wenn er einen Kubus gerezzt hat …

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FDL Countdown – noch 8 Tage

Das heutige Interview fand mit der netten und erfrischend unkomplizierten Künsterin Sina Souza in ihrer Galerie statt. Damit das Interview nicht so kurz ausfällt, habe ich was vom Vorgespräch mit drin gelassen …

Sina Souza: schicke Idee mit den Interviews, gefallen mir gut!

Hydors Golem : das freut mich, wenn du magst würde ich dich auch gerne interviewen.

Sina Souza : wenn dir noch jemand fehlt, wieso nicht. Das mit den „Verzählen“ ist mir übrigens auch heute aufgefallen als Kueper in FB von 11 Tagen gesprochen hat und du gestern schon bei 11 warst ^^

Hydors Golem : ja … kommt vom programmieren, Computer zählen die Null mit …

Sina Souza : hehe ok, aber 10,5 tut es ja auch.

[Teleport]

Sina Souza: Herzlich Willkommen. Du, ich geh mal kurz in die Küche mir einen Tee kochen, die Zeit muss sein ;P

Hydors Golem : Kein Problem, mein Viewer läd eh gerade noch … sieht toll aus.

Sina Souza : danke schön 🙂

Hydors Golem : Ich fang einfach mal mit der ersten Frage an:

Sina Souza : ok

Hydors Golem : ah noch eine Vorfrage: bist du auch „Gastgeberin“ ? D.h. stellt du Platz für die FdL Veranstallungen?

Sina Souza : Nein, ich habe zwei Ausstellungen beim FDL. Eine große bei Claire und Oli in SL Stuttgart und eine kleinere Ausstellung bei Quan Lavender in der Art India Galerie.

Hydors Golem : Dann jetzt aber: Was ist Dir besonders wichtig am/beim FDL als Teilnehmerin?

Sina Souza : Mir ist wichtig, dass man die ganzen kreativen Variationen in SL zu sehen bekommt. SL besteht aus viel mehr, als das was uns die Medien immer wieder versuchen in den Kopf zu hämmern. Es gibt Machinimas, in SL erstellte Bilder, großartig gebaute Sims, Ausstellungen, Vorlesungen, Musiker und vieles mehr. Es ist quasi ein riesiger Spielplatz für kreative Köpfe und denen, die sich sowas gerne anschauen.

Und ich hoffe natürlich auf viele Besucher 🙂

Hydors Golem: Ja es gibt ja eine ganze Menge beim FDL zusehen, was zeigst du uns denn als Teilnehmerin?

Sina Souza: Ich zeige zwei Ausstellungen meiner in SL erstellten Bilder. SL ist meine Basis, mein Werkzeug für die Bilder. Ich werde einige Bilder zeigen, die von mir, meiner Vergangenheit, meinen Gedanken und Gefühlen erzählen. Manchmal sogar ein bisschen Gesellschafts kritisch! Jedes Bild erzählt sozusagen seine eigene Geschichte.

Hydors Golem : Ah ok hast du vielleicht ein Bild, was du uns heute schon zeigen und uns vielleicht etwas dazu sagen kannst?

Sina Souza : Sicher, sehr gerne. Dann folge mir mal unauffällig ^^

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Das hier ist eins meiner Lieblingsbilder. Ich nenne es „The Forgotten Victims“(Die vergessenen Opfer). Es handelt davon, dass wir oft nur unser Mitgefühl und unsere Trauer zeigen, wenn etwas aktuell ist. Zum Beispiel, wenn gerade in den Medien davon erzählt wird, dass zwei Flugzeuge in die World Trade Center geflogen sind und dabei tausende von Menschen gestorben sind. Es ist keine andauernde Trauer und nach einer Zeit wieder vergessen als wäre es nie passiert.

Hydors Golem: Ja, das passiert schnell, es passiert ja fast andauernt etwas

Sina Souza: Genau

Hydors Golem: hast du das Bild komplett online in SL erstellt oder auch externe Mittel dazu benutzt?

Sina Souza : Also ich schiesse die Rohversionen immer in SL. Danach bearbeite ich die Bilder meistens mit Photoshop. Bei manchen etwas mehr, bei anderen etwas weniger. Kommt immer darauf an, was ich so in SL nicht hinbekomme XD.

Das Bild sah als Rohversion z.b. echt scheisse aus ^^

Hydors Golem : na das vorletzte Wort werde ich raus pipen müssen 😉

Sina Souza : ok sry ^^ ersetze es durch schlecht ^^

Hydors Golem: Arbeitest du dann viel mit Texturen in SL?

Sina Souza: Hauptsächlich arbeite ich mit Texturen in SL. Ich habe z.b. einen Sci-Fi Cyborg Avatar bei dem ich oft meine Bilder als Textur für den Körper benutze. Das hat manchmal einen ziemlich tollen Effekt. Ich versuche mich zwar auch oft mal ans bauen, wenn ich z.b. eine Location für ein Bild baue, aber das kommt nicht sooo oft vor.

Hydors Golem: also steht bei dir eher der Avatar im Mittelpunkt? Avatar/Mensch.

Sina Souza: Ja, würde ich schon sagen! Mein Avatar kommt in so gut wie jeden Bild von mir vor, aber halt immer in einer anderen Variation. Je nachdem was ich gerade für das entsprechende Bild brauche. Mein Inventar ist auch mit allen möglichen Krims Krams voll, das ich miteinander kombinieren kann. Er ist also ein ziemlich wichtiger Bestandteil meiner Arbeit in SL. Natürlich brauche ich auch gute Posen, Objekte und Umgebungen für die Bilder.

Hydors Golem: Damit wäre ja fast schon die nächste Frage beantwortet: Wie bist du zu den virtuellen Welten gekommen und was reizt dich persönlich besonders daran?

Sina Souza: Also ich bin jetzt anderthalb Jahre in SL. Ich habe zwar schon vor 4 oder 5 Jahren von SL gehört, aber dachte eher SL wäre so eine Art Online-Wirtschaftssimulation. Ich glaube an dem Tag, als ich mich hier angemeldet habe, hatte ich extreme Langeweile =) Die ersten zwei Wochen wusste ich auch gar nicht was ich überhaupt hier machen kann und wie was geht. Aber nach der Hilfe von einigen sehr freundlichen Leuten hier, habe ich mit der Zeit immer mehr dazu gelernt und bin durch einen Fotografen hier in SL selber dazu gekommen, damit anzufangen. Mich reizt einfach, dass man sich hier so kreativ austoben kann. Es gibt eigentlich nichts, was man nicht machen kann.

Hydors Golem: Ja, das kommt mir gekannt vor 😉

Sina Souza: Ich denke, so ging es vielen Leuten anfangs ^^

Hydors Golem: Vielen Dank für das Interview Sina, ich bin dann mal auf deine anderen Bilder auf dem FdL gespannt

Sina Souza: Ich danke dir für das nette Interview und bis bald auf dem FDL 🙂

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