Perry Rhodan 3052 gelesen …

… und ich weiß nicht so recht, ob ich die 4er Zerozonen Serie so würdigen kann wie gedacht.

Der Symbolismus Sonnensystem – Mond – Erde – Mars verstehe ich zwar, muss mir aber gestehen, das mir die Feinheiten dieses Romans wohl etwas durch die Lappen gegangen sind und ich da eher den Titel „Homers Träume in der Suspension“ gewählt hätte. Der Roman dümpelt etwas vor sich hin, um dann am Ende noch mal richtig Fahrt auszunehmen. Und richtig: der TLD mal wieder mit heruntergelassenen Hosen.

Short: Perry betritt nach der Überprüfung durch Nathan die Erde wieder. Homer träumt weiterhin in der Suspension; nicht ahnend, dass man ihm ans Leder will und die Topsider lauern an der Grenze zum Sonnensystem.

Ich bin jetzt weit davon entfernt den doch etwas unglaubwürdigen Über-Perfektionsmus der Ära Scheer zurückzufordern, aber etwas weniger Dilettantismus wäre nett. Natürlich verstehe ich, dass es mit der Handlung spannend weitergehen soll und ehrlich gesagt freue ich mich auf den Roman der nächsten Woche. Der verspricht Spannung im Hier und Jetzt des Handlungszeitraums.

So ganz glaubwürdig wirkt das Gesamtkonstrukt aber leider nicht. Hätte man Adams nicht einfach auf dem Mond unter Nathans Obhut lassen sollen? Mir fehlt da etwas der Weitblick von Unsterblichen, den Adams z.B. als Anführer der Widerstandsorganisation Widder mehr als ausreichend erworben haben sollte. Wie auch so des Öfteren, schließlich wird die Milchstraße mit schöner Regelmäßigkeit invasioniert und die Erde samt Mond in die Weiten des Universums entführt.

Wobei dann mit schöner Regelmäßigkeit Völker in tiefste Vergangenheit zurückkonstruiert werden. Die ganzen Invasoren müssen sich ja langsam gegenseitig auf die Füße steigen, oder ziehen die eine Marke? Gibt es da ein kosmisches Wartezimmer? Hm, wäre was für eine Kurzgeschichte 😉

Wobei zugegeben das Atopische Tribunal da noch die glaubwürdigste Ausrede hatte, schließlich reisen die durch eine weitere Zeitdimension aus der Zukunft an.

Auf der anderen Seite fehlt mir etwas das organische Umfeld, wie es z.B. ein Konstrukt wie die Stadt Allerorten geboten hat. Die bietet glaubwürdige Begrenzungen, nicht zu knapp Sense-of-Wonder und genügend Einfalltore für weitere Geschichten. Und wenn es denn sein muss, auch mal das eine oder andere Kammerspiel. Und nein, Rico reißt es aktuell nicht raus.

Wohl an, harren wir dem Roman der nächsten Woche, der verspricht einiges an Aktion …

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Perry Rhodan 3051 gelesen, sowie der 13. OWL Stammtisch „Wanderer“ und das „Terrestrische Trio“: Werner Zillig, Karl-Ulrich Burgdorf und Hartmut Kasper

In dieser Woche gab es eine Menge Perry Rhodan und andere SF. Zum ersten natürlich der sehnlichst erwartete zweite Teil des Zero-Zonen Viererblocks von Christian Montillon.

Short: Perry Rhodan besucht Nathans Spielwiese auf dem Mond und Homer G. Adams schwelgt in der Suspension in Erinnerungen.

Wenn ich ehrlich sein soll haben mir die Erinnerungen Homer G. Adams in der Suspension an die Zeit zwischen dem CEE und dem auftauchen Perry Rhodans besser gefallen, als die Besichtigungstour Perry Rhodans auf dem Mond. Ein gewisser Sense-of-Wonder war vorhanden, allerdings war die so groß aufgebauschte Gefahr durch die Topsider eher marginal. Von der Seite her hätte ich aus dem letzten Roman kommend mehr erwartet.

So ganz erschließt sich mir nicht, was Nathans Ylanten darstellen sollen, außer eines etwas spleenigen Experiments des Großrechners.

Homer G. Adams Erinnerungen an die Zeit nach dem Übergang in das Dyoversum und besonders das Wirken des thesanischen Lasha Jathao Vanoth, waren an der Stelle spannender.

In Summe war der Roman durchaus les- und genießbar, auch wenn der Cliffhänger des Vorgängerromans doch etwas verloren im Raum herumhing. Dafür gibt es meiner Meinung nach jetzt eigentlich keine Ausrede.

Spannender war der 13. Wanderer Stammtisch, auch wenn es dieses Mal eine kleine, fast schon exklusive Runde war. Wir haben gut gegessen, getrunken und uns über Perry Rhodan und die Welt unterhalten. Es war ein sehr entspannter Abend unter Freunden der Serie und der SF in welcher Form auch immer.

Unterhaltsam war auch der gestrige Abend in Haus Nottbeck wo wir in der Reihe „Aliens Welcome“ dem „Terrestrischen Trio“: Werner Zillig, Karl-Ulrich Burgdorf und Hartmut Kasper lauschten.

Professor Walter Gödden führte durch den Abend und alle drei Autoren haben mir gut gefallen. Werner Zillig und Karl-Ulrich Burgdorf brauchen sich nicht vor dem Showtalent eines Hartmut Kaspers zu verstecken. Die SF war anspruchsvoll, hatte aber auch ein paar humoristische Elemente. Besonders witzig fand ich dass das Publikum bei Karl-Ulrich Burgdorf Dramulett aktiv als Pudel miteingebunden war.

In Summe war diese Woche also eher in kleineren Rahmen, dafür aber schön.

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Perry Rhodan 3050 gelesen …

… und es war ein Wechselbad der Gefühle

Wer meinen Blog verfolgt, wird vielleicht mitgekommen haben, dass ich mich etwas auf den Expokraten Christian Montillon eingeschossen habe. Ob zu Recht oder nicht, mag jeder selbst beurteilen, aber eins meiner Vorurteile wurden bestätigt.

Gleich vorweg: Die Christian Montillons Perrys aus seiner Vor-Expokraten Phase habe ich besonders wegen seines Humors sehr gerne gelesen und viele Romane von ihm gefallen mir immer noch gut. Sein Sinn für Humor skaliert auf die Ebene der Expokratur leider nicht ganz so gut. Da wird es dann eher komisch komisch. Ein bisschen so wie Gucky als Großadministrator. Was aber nichts daran ändert, das ich ihn (CM) für einen hervorragenden Autor halte und ihn (Gucky) als besonders menschliche und auch tragische Figur sehr mag.

Zurück zum eigentlichen Gegenstand dieses Beitrags: Christian Montillons „Solsystem“ ist ein gewaltiger Meilenstein im aktuellen Zyklus. Und ich muss sagen, ich habe den PR 3050 zwar mit Unterbrechungen belesen aber mich selbst auf der Arbeit dabei erwischt, wie meine Gedanken zu dem Roman hin abschweiften. Das ist mir lange nicht mehr passiert. Das spricht also für den Roman.

Short: Perry Rhodan findet nach dem Übergang aus der Zero-Zone in das Dyoverum die Erde wieder. Vom Kommandanten des sie aus Raumnot rettenden Erdenschiffs erfährt er, das auf der Erde viel passiert ist und Perry nicht mit dem damals auf der Erde gebliebenem Homer G. Adams sprechen kann.

An der Stelle schwant dem versierten Leser Böses. Was hat Homer G. Adams getan, um auf der Abschussliste der Expokraten zu landen? Wird er jetzt so vollkommen ohne Not geTekenert? Mit einem grimmigen „Das wagt er jetzt nicht wirklich?“ lese ich weiter und finde mich mit dem wohl Unvermeidlichen ab.

Um dann festzustellen, wenn ein ZA-Träger schon in die ewigen Jagdgründe eingehen muss, dann bitte mit soviel Empathie wie es Christian Montillon bei der Schilderung von Homers Zeit, die er auf der ins Dyoversum gewechselten Erde verbracht hat, an den Tag gelegt hat.

Das war richtig, richtig gut. Aber ein Hauch von Unsicherheit bleibt trotz der Ergebenheit in das schlussendlich für jeden Unvermeidliche. Das Leben endet nun mal mit dem Tod. Zwangsläufig sonst wäre es nicht das Ende. Ohne jetzt das Ende des Romans zu spoilern, stellt sich immer noch die Frage nach dem „WARUM?“. Die kurze Antwort auf Neudeutsch ist: CM ist einfach ein kleiner Clickbaiter ;). Und die Serie lebt nun mal von und mit ihren Cliffhangern, aber das ist jetzt ein anderes Thema.

So ganz nebenbei erfährt man noch, wie das Leben im Dyoversum so tickt und was das überhaupt ist. Es gibt Unfälle, veränderte Rahmenbedingungen und neue Gefahren.
So ganz neu ist das Thema seit den toten Zonen und der Hyperimpedanz-Erhöhung nicht, aber immer noch spannend.

Und es bleibt spannend.

In Summe ist PR3050 also ein sehr gut geschriebener und spannender Roman, der auch den erfahrnen Perry Rhodan Leser fordert und begeistern kann. Ich bin jedenfalls auf die direkte Fortsetzung in „Luna“ gespannt!

Erstklassig!

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Perry Rhodan 3049 gelesen …

… und diesen grauen Weg musst du gehen.

Was für eine Metapher. Man quält sich durch öde, graue Lande, um dann irgendwann eine Insel oder Oase im Meer der Trostlosigkeit zu finden, auf der es sich dann aushalten lässt. Susan Schwartzs „In der Zerozone“ habe ich schon am Donnerstag bekommen und auch fast vollständig gelesen, aber ich muss zugeben, ich drücke mich etwas vor dieser Rezension, denn der Roman transportiert das Grau der Zero-Zone recht gut (und ich war am Freitag auf der Beerdigung von Peter Glasmacher im grau-kalten Werl).

Short: Das Einsatzteam um Donn Yaradua und Iwan/Iwa Mulholland betreten die Zero-Zone, um den Weg zur Erde auszukundschaften. Dort treffen sie im guunpaischen Metronetz Padfuur auf ein altes Volk der Vecuia, die Luruparushe. Diese verweisen auf eine Maschine der Superintelligenz MATUY, dem Trajekt-Registrator.

Während Donn, Mulholland und Bru Shaupaard, der den Sextadim-Span der Superintelligenz VECU trägt, mit der Maschine verhandeln schlagen sich draußen die Galaktiker um Perry Rhodan mit dem ihnen, im Auftrag des Advokat Synn Phertosh, nachstellenden Phersunen herum.

Man merkt der Handlung an, dass hier mehrere Fäden durch ein enges Nadelöhr müssen. Wobei ich an dieser Stelle nachvollziehen kann, warum die Expokraten die Handlung und Rahmenbedingungen so gesetzt haben wie sie sind. Das passt eigentlich.

Trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden, obwohl ich ehrlich gesagt immer noch grüble, wie Susan Schwartz das hätte anders machen sollen. Die Expedition in die Zero-Zone kann definitiv für sich alleine stehen, das ist genug Stoff für einen oder gar mehrere Heftromane. Die Nachstellungen durch die Phersunen ergeben auch Sinn und schaffen zudem den nötigen Druck, um sich durch die Zero-Zone abzusetzen. An der Stelle fällt mir auf, was mich stört: Niemand verschwendet auch nur einen Gedanken an die Bewohner des Planeten Khaiguna, die Guunpai.

An der Stelle hätte man nochmal ansetzten können, besonders da im Vorgängerroman Kai Hirdt die Guunpai besonders hervorgehoben hat. Ich verstehe zum Schluss hin warum die Expokraten die Begrenzungen so gesetzt haben, aber ich kann es nicht ganz nachvollziehen, wenn vorher das komplette guunpaische Metronetz Padfuur irgendwie in die Zero-Zone gelangt sein muss. Bei dem Aspekt hätten ein, zwei Wörter der Erklärung wahrscheinlich Wunder bewirkt, zumal das auch ein großes moralisches Dilemma bereit hält.

In Summe war es aber ein guter Roman, auch wenn vielleicht noch ein Ticken zur Perfektion gefehlt hat. Zudem stellt sich die Frage, was erwartet unsere Helden auf der anderen Seite der Zero-Zone?

Ich bin gespannt.

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Perry Rhodan 3048 gelesen …

… und hier fühlt man sich als Alien willkommen.

Kai Hirdt hat schon eine ganze Reihe hervorragender Romane zur Serie beigesteuert, aber dieser hier, „Die Fäden, die die Welt bedeuten“, wird mir als ein ganz besonderer Roman in Erinnerung bleiben.

Zum einen als ein besonders gelungener Roman, der mit viel Menschlichkeit und einer Geschichte zum Wohlfühlen und Entspannen überzeugt. Es müssen nicht immer bombastischen Raumschlachten und der Untergang ganzer Zivilisationen sein, manchmal reicht eine gute Geschichte mit interessanten Charakteren in einer Umgebung voller Sense-of-Wonder.

Short: Die Einsatzgruppe unter Leitung von Donn Yaradua sucht auf der Welt Khaiguna nach dem Zugang zur Zerozone um die Erde wieder zu finden. Die Kultur der einheimischen Guunpai kennt keine schriftlichen Aufzeichnungen, sondern übermittelt ihre Geschichten in Theaterstücken. Und die spielen nun mal bei Spinnenähnlichen auf den Fäden, die die Welt bedeuten.

Wir tauchen also in eine fremde Welt ab, die zudem noch in der Welt des Theaters spielt. Der junge guunpaische Mime Ebdowakrot bietet sich hier natürlich als Perspektivfigur an, um sowohl in die Welt der Guunpai als auch in die Welt des Theaters hineinzuschnuppern. Das ausdrucksstarke Cover lässt vermuten, das es in Richtung Horror gehen würde, aber genau das Gegenteil ist der Fall, ich empfand die Welt der Guunpai als warmherzig und vor allem faszinierend. Es mag damit zu tun haben, das mir schon die Arcoana im Ennox-Zyklus oder die einheimischen Arachna in Vernor Vinges „Eine Tiefe am Himmel“ ausgesprochen gut gefallen haben. So exotisch und fremd diese Welten und Aliens auch sein mögen, hier werden die Aliens von der Erde neugierig willkommen geheißen und in die noch viel exotischere Welt des Theaters entführt.

Schön, dass es auch mal so gehen kann. Natürlich gibt es auch dort Spannungen und unterschiedliche Ansichten, was legitim und zulässig ist. Darüber wachen mit Argusaugen die Netzwächter, die die Sicherheit und das Weiterbestehen der gewebten Spinnenstädte im Auge haben, aber fast noch vehementer bei dem Theaterschaffenden selbst. Das erscheint alles dann doch sehr menschlich.

Menscheln tut es dann auch beim terranischen Einsatztrupp, denn Donn Yaradua hadert mit sich selbst und ist unsicher. Das schafft noch eine weitere Konfliktebene innerhalb des Einsatzteams.

In Summe hat mir der Roman also gut gefallen und es war eine angenehme entspannte Lektüre, die mit leisen Tönen arbeitet.

Sehr gelungen!

PS:

Als aktiverer Perry Rhodan Fan steht man natürlich im Austausch mit anderen Fans, sei es in den sozialen Medien oder auch auf dem Stammtisch „Wanderer“ der seine Bahn meistens in Ostwestfalen zieht. Ein besonders pointierter und unverstellter Fan, Peter Glasmacher, kann leider zu diesem Roman nichts mehr sagen, da er unerwartet verstorben ist. Mir wird seine vielleicht ruppige erscheiende, aber sehr herzliche Art fehlen. Peter, grüß die Sterne von uns …

Ein schöner Nachruf auf Peter Glasmacher ist hier zu finden: https://www.warp-core.de/peter-glasmacher_nachruf/

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