Perry Rhodan 3080 und noch vieles andere gelesen …

und der Perry Rhodan 3080 von Christian Montillon und Susan Schwartz fällt wieder etwas aus meinem Beuteschema heraus, zumindest am Anfang.

Was eigentlich schade ist, den rückblickend mag ich beide Arten von Geschichten sehr gerne. Einmal das bodenständige Perry-Abenteuer auf dem dyoversischen Gatas, wobei ich auf Susan Schwartz als Autorin tippen würde und die Generationsraumschiffgeschichte der Blues (mein Tipp als Autor ist Christian Montillon). Letzter Teil hat mich durch eine sehr schöne, mitnehmende und auch traurige Geschichte überzeugt. Mich fasziniert das Thema Generationenraumschiff und auch besonders, wenn es dort noch einen interessanten Kniff an der Geschichte gibt, wie in diesem Fall.

Short: Perry, die Jinirali Obyn verschlägt es mit den beiden Begleitern Rico und Iwan/Iwa Mulholland auf das dyoversiche Gatas. Dort finden sie bis auf große Bluesstatuen nur totes Land vor. Es gelingt dann doch noch, die Geschichte des gatasischen Siedlerschiff CHYLLITRISS zu erfahren.

Was stört mich dann nun am Roman? Die kurze Version ist: zwei sich gegenseitig kanabalisierende Geschichten. Wobei das vollkommen unnötig ist, den der Perry Teil der Handlung eignet sich wunderbar als Rahmenhandlung. Ich hätte mit der Generationsraumschiffsgeschichte gerne bis zu der Stelle gewartet, an der Rico die Geschichte erzählt. Hier mögen sich natürlich die Geister streiten, zerteilt war es natürlich kurzweiliger und man fragt sich voller Spannung, wann den nun endlich der Anknüpfungspunkt kommen mag. Wobei ich eher ein Fan der ganz klassischen Aufteilung Rahmenhandlung/Kerngeschichte/Rahmenhandlung bin, so wäre die Immersion in beide Geschichten besser geworden. Zumal der Perry Anteil ja noch mit einem tollen Cliffhanger schließt.

In Summe war es eine schöne, tieftraurige Geschichte. Schön, aber nicht unbedingt reine Entspannungslektüre.

Hier die youtube Rezension: https://youtu.be/ynFYdKabD-k

Wobei youtube-Rezensionen ein schönes Stichwort ist. PR 3075, 3078 und 3079 gibt es aus zeitlichen Gründen nur als Youtube Version, was vielleicht etwas schade ist, aber in der Form mir auch liegt und für mich eine angenehme Art der „Rezension“ ist.

Mission SOL 2, Kai Hirth „Der Chaopressor“

Dann habe ich die Tage den letzten Roman der zweiten Miniserie über die SOL gelesen. Und muss sagen, das war genau mein Ding! Beide SOL Serien sind hervorragend geschrieben und super spannend. Evolux, die Terminale Kolonne TRAITOR, Superintelligenzen, Kosmokraten wer da Sense-of-Wonder vermisst, dem ist, glaube ich, nicht wirklich zu helfen.

Genau so mag ich Perry Rhodan, da könnte sich die EA vielleicht viele Scheiben von abschneiden …

Perry Rhodan NEO

Nach zähem Ringen durch die 50. und 60. Bände von Perry Rhodan NEO habe ich beschlossen Arkoniden Arkoniden sein zu lassen und einen größeren Zeitsprung zum Band 100 gemacht.

Und ich muss sagen es hat sich gelohnt!

NEO 101 und 102 waren beide hervorragend geschrieben und in einem Rutsch durchgelesen. 103 war mit dem Permazorn an Anfang doch etwas anstrengend, aber nahm gegen Ende doch noch Fahrt auf. In Moment lese ich 104 und der gute Dr. Dr. Leyden ermüdet doch etwas, aber ich bin gespannt was es mit den Goldenen, Bestien, Maarks usw auf sich hat. Dieses Mal könnte ich am Ball bleiben, auch wenn es mich wurmt, die NEO-Version der Lemurer vielleicht verpasst zuhaben.

In Summe macht das Perry-Lesen also wieder deutlich mehr Spaß. Mal sehen ob ich es hinbekomme, abseits der Serie nach mal wieder ein paar klassische Rezension zur SF hinzubekommen.

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Perry Rhodan 3077 gelesen …

… und es wird von Seite zu Seite besser.

Es hat etwa gedauert in den Roman hineinzukommen. Ich habe etwas Zeit gebraucht, mich auf die Charaktere einzulassen. Der Roman wurde aber von Seite zu Seite besser, bis er schließlich fesselnd wurde.

Short: Das Einsatzteam, betehend aus den Cyborg-Mutanten Dancer, Schlafner und dem TARA-PSI und den beiden Wissenschaftlern Chione McCathey und Lionel Obioma erkunden weiterhin das Sternenrad der Cairaner.

Die Frage nach der Zyklusrelevanz stellt sich eigentlich nicht. Wir sind im Sternenrad der Cairaner und entdecken dort neue Details.

Wie in der Youtube-Version etwas ausführlicher beleuchtet, hat es eine Weile gedauert, mit den Figuren und dem Roman warm zu werden. Zum einen fängt der Roman mit zwei konkurrierenden Handlungen an, zudem brauchen Figuren wie Dancer und Schlafner deutlich mehr Screentime, um ihren Charakter entwickeln zu können.

In Summe kommt der Roman nicht an Arndt Ellmers 3076 heran, wartet aber mit schönen Charakterisierungen und einem kleinen Highlight am Ende des Romans auf.

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Perry Rhodan 3076 gelesen …

… und welcome back!

Arndt Ellmer hat lange keinen Roman mehr zur Serie beigesteuert und dem entsprechend gespannt war ich auf sein Comeback in die Serie. Gespannt und befürchtend, dass er seinen Flow verloren haben könnte. Aber ich muss und darf mit Freude feststellen, die Serie hat den Autor zurück, der ganz am Anfang meiner Perry Rhodan „Karriere“ meinen Einstiegsroman Roman PR1646 „Finale im Sheokorsystem“ geschrieben hat. Ich habe damals nicht viel verstanden, aber war dennoch ab da verloren. Viele weitere sehr, sehr gute Romane folgten und legten das Fundament, das mich durch die eine oder andere Trockenperiode in der Serie gebracht hat.

Wie hat mir nun „Inmitten der Lichtfülle“ gefallen? Es war wie nach Hause kommen. So fühlt sich Perry Rhodan an. Immersiv, mitnehmend, bunt und sehr, sehr menschlich. Ich glaube wieder, dass ich in einer spannenden Geschichte bin. Nicht so schockierend wie Leo Lukas PR 3072 „Der Ilt muss sterben!“, dafür sehr entspannend und was für Genießer. Wenn ich irgendwo hin aus meiner Realität flüchten will, dann genau dorthin. Das funktioniert.

Manchmal merkt man erst, was einem gefehlt hat, erst wenn man es zurückbekommt.

Short: Das Einsatzteam, bestehen aus Dancer, Schlafner, dem TARA-PSI und neu unterstützt durch die beiden Wissenschaftler Chione McCathey und Lionel Obioma lassen sich von den Cairaniern an Board des geborgenen naatischen Schiffes FONAGUR mit ins neu aufgetauchte Sternenrad der Cairaner mitnehmen und versuchen herauszufinden, was es denn mit dem Sternenrad so auf sich hat.

So Zyklusrelevanz? Aber Hallo! Endlich kommt mal „Butter bei die Fische“, die vorher 75 Hefte trocken vor sich hingeschmockelt haben. Es könnte glatt noch spannend werden, nachdem man 75 Hefte sich um den eigentlichen Kern der Geschichte herumgedrückt hat wie die Katze vor dem sprichwörtlichen heißen Brei. Ich bin da jetzt mal einfach froher Hoffnung, dass das jetzt mal so bleibt.

Den Autor habe ich ja schon am Anfang lobend erwähnt und ich muss sagen das vollkommen zurecht. Genau so stelle ich mir Perry Rhodan vor und ich muss sagen, Arndt Ellmer scheint wirklich verstanden zuhaben, was unser Expokrat Wim Vandemaan mit seiner Gesichte eigentlich ausdrücken wollte. Das funktioniert im kleinen (im Roman), wie im Großen (im Zyklus).

Ich bin begeistert! Super!

In Summe ist das so ziemlich genau das einzige Perry Rhodan Heft, das ich ruhigen Gewissens einem neugierigen Interessenten an der Serie in die Hand drücken würde. Das ist Perry Rhodan, zumindest für mich.

In froher Erwartung auf die nächste Woche!

Und hier geht es zu Youtube-Version (Fortsetzung)

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Die Perry Rhodan Online Woche (PROW) 2020

Corona bedingt, fallen so ziemlich alle Cons und Treffen im Jahr 2020 in der realen Welt aus und so war die von Roman Schleifer organisierte Perry Rhodan Online Woche ein Lichtblick in der Con-freien Zeit.

Das Programm war eines Cons, zumindest in puncto Hauptpanel, würdig und mit vielen hochkarätigen Gästen geschmückt. Der Einfachheit halber fasse ich das Programm etwas zusammen. Man sieht mit solch einer Liste an Autoren und Gästen muss man sich auch vor großen, realen Cons nicht verstecken.

PR-Fanzentrale & das Fandom stellt sich vor
Im Gespräch mit Hartmut Kasper. Mythos Erde – Offene Rechnungen
Uschi Zietsch und das Dyoversum
Mission SOL: Expokrat Kai Hirdt und Autorenteam
PERRY-Comic: Michael Das, Olaf Brill
Videointerview mit Christian Montillon
Alte Eisen auf Reisen – Micheal Marcus Thurner
Im Gespräch mit Uwe Anton, Michelle Stern, Dennis Mathiak.
Eine Einführung ins PR-Sammelkartenspiel
PR-NEO-Expoteam – Rainer Schorm & Autorenteam
Videointerview mit Klaus N. Frick
Rainer Nagel – Was wir schon immer über RHODAN wissen wollten
Verena Themsen – Die Physikerin an Rhodans Seite
RZ-Team – Wie eine Risszeichnung entsteht
Im Gespräch mit Andreas Eschbach
PR-Redakteur Olaf Brill – Wie man eine STELLARIS-Story schreibt
Im Gespräch mit Leo Lukas

Die Mischung aus Panel und privaterem Kaffeeklatsch war sehr angenehm. Für den Zweck war das Tool Zoom sicherlich genau das Richtige. Und es gab Gesprächsbedarf ;).

Abseits des Hauptchannels gab es natürlich keine weiteren Punkte, dort stößt man an die Grenzen des Tools und mehr ist mit einem Gastgeber natürlich nicht zu stemmen. Wenn man mehr Con-Feeling mit Leben abseits der Hauptbühne möchte, wäre vielleicht Discord eine Alternative, das hat sich z.B. auf dem Darmstädter Stammtisch mit seinen vielen Räumen/Tischen bewährt. Für große Panels wäre live streamen nach Twitch oder Youtube eine Alternative, bei der man per Chat noch Fragen aus dem Publikum bekommt. Dass sowas sehr gut funktioniert, sieht man z.B. an den Livestreams von Robert Corvus oder den Lesungen der Brennenden Buchstaben mit Thorsten Küper.

In Summe war es eine Veranstaltung, die mit einer Woche doch recht lang war, dafür mit maximal 4 Stunden pro Abend das Sitzfleisch nicht überforderte. So ein FdL der Brennenden Buchstaben ist da schon eine andere Hausnummer. „Nur“ 3 Tage, dafür fast den ganzen Tag.

Aber fürs erste Mal war das schon sehr, sehr gut!

Vielen Dank an den Organisator und Gastgeber Roman Schleifer. Ein leuchtendes Vorbild.

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Perry Rhodan 3074 gelesen …

… und ich weiß noch nicht, was soll es bedeuten …

Das Cover verspricht schon mal einiges. Eine Mischung aus Kathedrale und Raumschiff, da geht zumindest bei mir die Phantasie auf Reisen. Da ist es fast schon abzusehen, dass der reale Roman da nicht ganz mithalten kann. Und mit Tennisplätzen, endlosen Tennisplätzen, hätte ich beim besten Willen nicht gerechnet. Der Roman selbst war temporeich geschrieben und durchaus fesselend. Und sei es nur, weil man herausfinden will, ob der Autor das jetzt wirklich ernst meint oder ob es da noch eine Auflösung gibt.

Short: Das Mutantengeschwisterpaar Dancer und Schlafner schleichen sich mit Hilfe des TARA-PSI an Board des naatischen Raumjers BAILNOOD. Das Schiff dringt mit Hilfe der Hyperraum-Quanten-Positronik in die Bleisphäre ein.

Es wird einiges angeschnitten, was man für durchaus zyklus- oder für die weitere übergeordnete Handlung für relevant halten könnte. Wir treffen auf Tormanac da Hozarius, bzw. eine virtuelle Instanz des Herrschers des Messingimperiums. Wir erfahren wohin die schwindenden Ressourcen hin abfließen. Und das die Cairaner ihn nicht unbedingt mit eingeladen haben.

Allerdings kommt der Sense-of-Wonder nicht wirklich zu Geltung. Dafür müsste man den Stoff ernster nehmen. Ich bin zugegeben kein Fan von Funny-SF, obwohl ich auch mal nicht so dezenten Humor in Romanen durchaus zu schätzen weiß. Es erinnert mich etwas an Frank Herberts „Ein Cybort fällt aus“ (Wer wissen will, warum im „Wüstenplaneten“ keine Computer vorkommen, mag einen Blick in das Buch riskieren).

Wie, fast schon durchgängig in diesem Zyklus, eiert die Handlung weiträumig um das herum, was ich als wirkliche Schauplätze des Geschehens ansehen würde. Wir rasen nachts im Auto durch Wälder und Dörfer. Ab und zu läuft uns ein Cairaner oder ein Phersune vors Auto und wir erhaschen das eine oder andere Schlaglicht auf einen der Dorfbewohner. Mittendrin und vor allem mit dabei, fühlt sich anders an.

Der Roman selbst ließt sich leicht und flüssig weg, hinterlässt aber das eine oder andere Fragezeichen bei mir. Es ist nicht die erhoffte Kathedrale des Sense-of-Wonders, aber auch kein schwedischer Stinkefisch. Der Roman hängt etwas zwischen den Stühlen.

In Summe, eine etwas skurrile Unterhaltung, aber Unterhaltung.

Schauen wir mal das der Uwe Anton in der nächsten Woche so bringt …

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