Perry Rhodan 3044 gelesen …

… und dieses Mal war die Fortsetzung besser

Nach dem etwas schwächelnden Auftakt zum Geschehen auf Trakarat nimmt die Handlung Fahrt auf. Aber so richtig gefesselt war ich vom Roman nicht. Es mag an den Sprüngen in den Handlungsabschnitten vorher gelegen haben. Spannend war das Thema künstliche Wesen und Michelle Stern hat hier einige Details schön ausgearbeitet, wobei ich gerne noch ein paar Details mehr über die Wesen erfahren hätte.

Short: Der TARA-PSI, Spinoza Godaby und die Tefroderin Ydio-Do gehen auf der Welt der Antis in den Einsatz. Die Cairander wollen hier das Supramentum erschaffen.

Das Verhältnis des Trios aus TARA-PSI, Spinoza Godaby und Ydio-DO ist harmonisch bis knisternd. Hier prallen Gefühle und unterschiedliche Moralvorstellungen aufeinander. An und für sich eine gelungene Mischung, die mir hier wie schon im Vorgängerroman von Michael Marcus Thurner gut gefallen hat.

Gut gefallen hat mir auch das Wesen Klicker. Es scheint eine Art Prototyp für das Wesen zusein, das die Cairaner zusammen mit Báalols, Shenpadri, Kuokoa und Olubfaner zum Leben erwecken wollen. Klicker ist eine Art Simplizissimus, aus dessen Perspektive wir einige Momente miterleben und im Zusammenspielt mit seinem Konsul einen differenzierten Blick auf die Cairaner werfen können. Eine sehr interessante Perspektivfigur, die zudem ein bisschen Humor mit in die Geschichte einbringt.

In Bezug auf die übergeordnete Zyklushandlung tut sich etwas, ein weiteres Puzzlesteinchen tut sich mit dem Supramentum auf, auch wenn nicht ganz klar ist was die Cairener, außer der Unterjochung der gesamten Milchstraße, damit bezwecken wollen. Atlan scheint in den Plänen der Cairaner eine wichtige Rolle zu spielen, ist aber noch auf freiem Fuß. Zu Auflösung dieses Rätsels werden wir wohl noch ein paar Hefte warten müssen.

Positiv ist auch, dass es dieses Mal eine Überleitung zum nächsten Roman gibt, die sich aus der Handlung ergibt. Es geht also doch.

In Summe ein interessanter Roman, der vieles aus dem gegebenen Stoff herausholt. Auch wenn der Doppelroman aus einer Feder etwas konstanter und stimmiger geworden wäre.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht …

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ® sind eingetragene
Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

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Perry Rhodan 3043 und „Das Andromeda-Backup“ gelesen …

… und erster war ein netter Agentenroman für zwischendurch.

Job, Weihnachtsfeier und dann noch die vierte Staffel „The Expanse“, da hat es der kleine, wöchentliche Heftroman nicht leicht. Vor allen, da er etwas aus der übergeordneten Zyklushandlung herausfällt. Es war mal wieder was anders.

Short: Der TARA-PSI, Spinoza Godaby gehen auf der Welt der Antis in den Einsatz. Da die Antis mit Hilfe der Cairaner sämtliche lokalen Geheimdienstposten ausgehoben haben sind die auf die Hilfe der Tefroderin Ydio-Do und einiger zwielichtiger lokaler Gangster angewiesen, um hinter die Machenschaften der Cairaner auf Trakarat zu kommen.

Mich bringen die Sprünge bei der Art der Geschichten und unterschiedlichen Einbettungen in die Zyklushandlung etwas aus dem Tritt. Da fehlt mir etwas der Flow in der Serie. Ich mag Fortsetzungsgeschichten, den großen Überbau, die eine stringente Haupthandlung, die aber auch mal einen Blick nach links und rechts erlaubt. Wie man das richtig macht kann man aktuell ganz gut bei „The Expanse“ beobachten, die mich nicht vor Ende der aktuellen vierten Staffel losgelassen hat. Diese Art von durchgängigem Fluss fehlt aktuell leider etwas bei Perry Rhodan.

Als Einzelroman dagegen habe ich den Roman zusehends mit steigendem Vergnügen gelesen. Die Idee mit den Glasha hatte ihren Charme, ebenso die Tatsache, das der Terraner und die Tefroderin zusammen arbeiten müssen, wobei es eher eine Beziehungskiste zwischen Spinoza Godaby und Ydio-Do wird.

Was genau die beiden mit Unterstützung des ungewöhnlich geschwätzigem TARA-PSI herausfinden erschließt sich mir nicht ganz, aber es muss ja noch ein bisschen was für den nächsten Roman bleiben …

Ich bin jedenfalls gespannt, was es mit diesem mysteriösen SUPRAMENTUM auf sich hat.

***

Nicht ganz klar worum es eigentlich geht und trotzdem spannend verbindet der TCE Fan-Roman „Das Andromeda-Backup“ von Michael Pfrommer und Kurt Kobler etwas mit der aktuellen Handlung in der Hauptserie.

Hier geht es zurück in die Zeit direkt nach dem Sieg über die Meister der Insel. Die beiden Autoren stellen sich die Frage, wie konnten die Terraner die Meister der Insel trotz überwältigender Machtmittel, wie Zeitreisen und Multiduplikatoren, besiegen? Und ist mit dem Tod von Faktor 1 wirklich alles ausgestanden? Wir erleben die Geschichte aus Sicht des entführten Archäologen Ron Fox, der in den Wirren des zu Ende gehenden Krieges zwischen MdI und den Terranern aus dem Tiefschlaf erwacht. Und ebensoverwirrt wie der Leser herauszufinden versucht, was hier genau gespielt wird.
Was das genau zwischen Zellaktivatoren, Syntromädchen, Zeitreisen und Multiduplikatoren ist verrate ich an der Stelle natürlich nicht, wobei ich die Wendung am Schluss für wirklich gelungen halte. Eine große menschliche Geste in einer Welt, die der Menschlichkeit keinen Stellenwert einräumt.

Für Fans der Epoche definitiv einen Blick wert, wobei man handwerklich den ambitionierten Fan erkennen kann. Aber wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen 😉

— kleines Update —

Das Andromeda-Backup ist der erste Roman einer (Fan)Serie. Im Januar erscheint Band 7

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Gelesen: John Barnes „Eine Million offener Tore“

Zugegeben das Buch ist schon etwas älter, von 1996, um genau zu sein und ich habe es schon ein paar Mal gelesen. Nicht oft aber ab und zu, lohnt es sich, einen Blick ins eigene Bücherregal zu werfen und mal einem der Werke aus der eigenen Bibliothek einen erneuten Besuch abzustatten.

Es liebt noch einiges auf den Stapeln der ungelesenen und angefangenen Bücher, aber beim Umsortieren meines Bücherregals ist mir das Buch in die Hände gefallen und hat Erinnerungen geweckt. Es hat seine Ecken und Kanten, aber vielleicht war es genau dieses Buch, das mich dazu ermutigt hat das heimische Ostwestfalen zu verlassen und an den südlichsten Rand der Republik zu ziehen um dort einen neuen Job anzunehmen. Wer weiß?

Worum geht es in dem Roman?

Wir erleben die Geschichte aus der Perspektive des Ich-Erzählers Giraut Leones, eines Jovent von Planeten Wilson. Unter dem roten Leuchten des Muttergestirns Arcturus hat sich eine künstlich erzeugte Mantel- und Degen-Gesellschaft angesiedelt, die Kunst, Kultur, Wein, Weib und Gesang frönt. Zumindest ihn ihren jungen Flegeljahren. Das geht soweit, dass die Frauen ihren Platz als möglichst repräsentative Staffage in Form einer Donzelha zu finden haben. Duelle und Raufereien gehören zum guten Ton und so kommt es, dass der ein oder andere dann auch mal nicht wiedererweckt werden kann.

Was als interessante Staffage beginnt, wandelt sich dann in eine ganz andere Geschichte, als einer von Giraunts Freunden der schon etwas ältere und zugewanderte Aimeric auf eine interstellare Mission als Diplomat in seine ursprüngliche Heimat entsandt wird. Giraunt schließt sich schießlich aus verletztem Stolz der Mission an, als er erkennt, das seine eigene Herzensdame zu den Interstellaren übergelaufen ist.

In Aimerics Heimat Kaledonien stehen durch die bevorstehende Öffnung des interstellaren Sprungtorverkehrs gravierende Umstellungen in der dortigen puritanisch-mathematischen Gesellschaft bevor. Hier prallen dann okzitanische Galanterie und Großzügigkeit auf eine feinst austarierte Theokratie, die glaubt durch eine feinstgraduierte Marktökonomie Rationalität und Glück erzwingen zu können. So skurril sich das anhört, es macht Spaß mit zubekommen, wie sich das System mit Finesse und Geschick austricksen lässt und Giraunt den Einheimischen seine Kultur näher bringt, während er die ihre kennenlernt.

Um dem Ganzen mehr Würze zu verleihen, kommt es zu einem Putsch besonders verbohrter religiöser Fanatiker, die das System übernehmen. Mit viel Glück und Rückhalt der übergeordneten interstellaren Behörden geht die Truppe irrationaler Romantiker dagegen an.
Diese Geschichte ist also atmosphärisch, phantastisch, faszinierend und spannend. Manchmal wirkt es durch den degenschwingenden Erzähler in der ersten Person doch etwas übertrieben skurril, aber trotz einiger, etwas prüder Anwandlungen und unsympathischer Herabsetzungen, macht es Spaß, dem leichtfüßigen Helden durch dieses Abenteuer zu folgen. Auch und gerade, weil es einige Beteiligte dann realistischerweise hart trifft. Das steht dann schon einen harten und manchmal herben Kontrast zur leichtfüßigen Prahlerei des Helden.

Was man dem Roman vielleicht noch ankreiden könnte, ist das Fehlern aller anderen offenen Tore, die in dem Roman eindeutig etwas zu kurz kommen. Es gibt ein paar Erwähnungen, aber richtiges Multikulti Flair kommt nicht auf. Was auf der einen Seite schade ist und etwas nach Etikettenschwindel riecht, erlaubt auf der anderen Seite eine rasante Geschichte die sich auf das Wesentliche konzertiert, durchaus ihre Momente hat und ganz ihrem Erzähler treu bleibt.

In Summe, ein gut unterhaltender Roman mit einigen schön ausgearbeiteten SF-Elementen, der aber noch etwas Luft für mehr Tiefe und Facettenreichtum hätte.

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Perry Rhodan 3042 gelesen …

… und äh … ja.

Das Cover wirft mich in meine Anfänge bei Perry Rhodan zurück. Eine offensichtliche Collage, die im Gegensatz zu früher sogar was mit der Handlung zu tun hat. Zu behaupten das wäre ein vielversprechender Anfang für mich, wäre jetzt etwas übertrieben.

Dem entsprechend zäh beginnt der Einstieg in den Roman. Gucky ist dabei etwas zutiefst Verrücktes zu tun: Er will mit den Gegenspielern reden und erfahren, ob man sich den nicht auch so einigen kann. Den Typen, der ihn dafür auf die Pelle rückt, hätte Gucky an der Decke kreisen lassen sollen. Gucky wird alt …

Short: Gucky reist mit der THORA zur Treffen mit dem Sternenkonsul Taorto Gaazkin. Dort bekommt er die Heranwachsende Neseese Gaazkin als Aufpasserin. Die Tochter des Sternenkonsuls ist ebenfalls auf mindestens eine Art und Weise PSI-begabt. Es wird also ein Roman in dem des guckyt.

Ich muss zugeben: Ich mag Gucky. Nicht unbedingt den Clown, aber den Hofnarren, der an keine Konventionen gebunden ist und einfach mal das macht, was richtig ist. Der auch seine Ecken und Kanten hat, selbst wenn die weich gepolstert sind. Wenn wir ehrlich sind, ist Gucky perryiger als Perry Rhodan selbst.

Die Frage ist, kommt das in diesem Roman zur Geltung? Ich würde behaupten ja, auch wenn es etwas dauert, bis sich aus dem Skurrilen das Handfeste herauskristallisiert.

Der Roman hat etwas von einem Krimi, bei dem man erst herausfinden muss, worum es überhaupt geht. Wenn man sich darauf einlässt, macht das Spaß. Wie schon im letzten Roman bekommt man zum Schluss noch einen weiteren Puzzlestein für den Zyklus mit, die Zyklusrelevanz ist also gegeben, auch wenn sich die Enthüllung eher beiläufig ergibt.

Was mir gut gefallen hat, ist das etwas bittere Ende für einen der Beteiligten. In der beiläufig verkündeten Art lässt dass viel Raum für Interpretation, ohne dem Thema zu viel Gewicht einzuräumen. Sehr elegant gelöst.

In Summe also ein schöner Roman, bei dem es unter der Oberfläche das eine oder andere Bonbon zu entdecken gibt.

Man braucht etwas Zeit dafür, aber ich finde, es lohnt sich!

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Perry Rhodan 3041 gelesen …

… und dieses Mal in einem Rutsch.

Hatte ich mich im letzten Roman noch über den rabiaten und sich nicht aus der Handlung erschließenden Schauplatzwechsel aufgeregt, so zeigt der aktuelle Roman von Susan Schwartz, dass man auch eine Geschichte erzählen kann, die auf den ersten Blick erstmal nichts mit der aktuellen Handlung zu tun hat, wenn man es denn versteht eine glaubwürdige und in der Handlung verankerte Überleitung zu schaffen.

Short: Altan lauscht während des laufenden Ultimatums der Cairaner der Erzählung der Erbtochter Chariklis Kavali und wartet auf die Enthüllung der hermetischen Botschaft.

Der Roman selbst wäre in früheren Zeiten wohl einer der heißgeliebten Füllromane geworden. Es geht hier primär um die Lebensgeschichte der Erbtochter Chariklis Kavali. Tochter der Expeditionsleiterin Taherem Kavali und Kapitän Abulom Ma-Anlaan auf dem Forschungsraumer CHARIKLIS, welche sich auf einer Mission um die »Welt des Ewigen Lebens« zu suchen, befindet. Ganz wie die alten AETRON von Chrest und Thora. Ein Schelm wer hier ES, oder eine andere SI, in Hintergrund homerisch lachen hört.

Die Frage ob es sich hierbei um einen nicht zyklusrelevanten Füllroman handelt, hat sich mit dem kosmischen Hintergrund dann auch schon erledigt: Altan soll von höherer Seite aus eine wichtige Nachricht zugestellt werden. Um es spannend zuhalten kommt die natürlich erst ganz zum Schluss des Romans.

Bis wir zur Nachricht kommen, erfahren wir die Lebensgeschichte der Botin. Dabei wird nicht mit einer etwas unmotivierten Raumschlacht gespart, einer Bruchlandung und dann einer Begegnung der besonderen Art. Hier geht das Ganze dann in eine Art kosmische Robinsonade über. Wobei bei dem gewählten Konzept mir persönlich etwas mehr Tiefe und Konflikt ganz gut gefallen hätte, das kommt zwar seit Band 3000 als nützliches Element vor, aber leider ohne das damit verbundene volle Potenzial auszunützen. Romane wie diesen hätte es gerne auch schon etwas früher geben können.

In Summe war es ein kurzweiliges Lesevergnügen, das perfekt in die aktuelle Handlung und Umgebung eingebettet war.

Gerne mehr von diesen Romanen!

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