Die Perry Rhodan Online Woche (PROW) 2020

Corona bedingt, fallen so ziemlich alle Cons und Treffen im Jahr 2020 in der realen Welt aus und so war die von Roman Schleifer organisierte Perry Rhodan Online Woche ein Lichtblick in der Con-freien Zeit.

Das Programm war eines Cons, zumindest in puncto Hauptpanel, würdig und mit vielen hochkarätigen Gästen geschmückt. Der Einfachheit halber fasse ich das Programm etwas zusammen. Man sieht mit solch einer Liste an Autoren und Gästen muss man sich auch vor großen, realen Cons nicht verstecken.

PR-Fanzentrale & das Fandom stellt sich vor
Im Gespräch mit Hartmut Kasper. Mythos Erde – Offene Rechnungen
Uschi Zietsch und das Dyoversum
Mission SOL: Expokrat Kai Hirdt und Autorenteam
PERRY-Comic: Michael Das, Olaf Brill
Videointerview mit Christian Montillon
Alte Eisen auf Reisen – Micheal Marcus Thurner
Im Gespräch mit Uwe Anton, Michelle Stern, Dennis Mathiak.
Eine Einführung ins PR-Sammelkartenspiel
PR-NEO-Expoteam – Rainer Schorm & Autorenteam
Videointerview mit Klaus N. Frick
Rainer Nagel – Was wir schon immer über RHODAN wissen wollten
Verena Themsen – Die Physikerin an Rhodans Seite
RZ-Team – Wie eine Risszeichnung entsteht
Im Gespräch mit Andreas Eschbach
PR-Redakteur Olaf Brill – Wie man eine STELLARIS-Story schreibt
Im Gespräch mit Leo Lukas

Die Mischung aus Panel und privaterem Kaffeeklatsch war sehr angenehm. Für den Zweck war das Tool Zoom sicherlich genau das Richtige. Und es gab Gesprächsbedarf ;).

Abseits des Hauptchannels gab es natürlich keine weiteren Punkte, dort stößt man an die Grenzen des Tools und mehr ist mit einem Gastgeber natürlich nicht zu stemmen. Wenn man mehr Con-Feeling mit Leben abseits der Hauptbühne möchte, wäre vielleicht Discord eine Alternative, das hat sich z.B. auf dem Darmstädter Stammtisch mit seinen vielen Räumen/Tischen bewährt. Für große Panels wäre live streamen nach Twitch oder Youtube eine Alternative, bei der man per Chat noch Fragen aus dem Publikum bekommt. Dass sowas sehr gut funktioniert, sieht man z.B. an den Livestreams von Robert Corvus oder den Lesungen der Brennenden Buchstaben mit Thorsten Küper.

In Summe war es eine Veranstaltung, die mit einer Woche doch recht lang war, dafür mit maximal 4 Stunden pro Abend das Sitzfleisch nicht überforderte. So ein FdL der Brennenden Buchstaben ist da schon eine andere Hausnummer. „Nur“ 3 Tage, dafür fast den ganzen Tag.

Aber fürs erste Mal war das schon sehr, sehr gut!

Vielen Dank an den Organisator und Gastgeber Roman Schleifer. Ein leuchtendes Vorbild.

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ® sind eingetragene
Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

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Perry Rhodan 3074 gelesen …

… und ich weiß noch nicht, was soll es bedeuten …

Das Cover verspricht schon mal einiges. Eine Mischung aus Kathedrale und Raumschiff, da geht zumindest bei mir die Phantasie auf Reisen. Da ist es fast schon abzusehen, dass der reale Roman da nicht ganz mithalten kann. Und mit Tennisplätzen, endlosen Tennisplätzen, hätte ich beim besten Willen nicht gerechnet. Der Roman selbst war temporeich geschrieben und durchaus fesselend. Und sei es nur, weil man herausfinden will, ob der Autor das jetzt wirklich ernst meint oder ob es da noch eine Auflösung gibt.

Short: Das Mutantengeschwisterpaar Dancer und Schlafner schleichen sich mit Hilfe des TARA-PSI an Board des naatischen Raumjers BAILNOOD. Das Schiff dringt mit Hilfe der Hyperraum-Quanten-Positronik in die Bleisphäre ein.

Es wird einiges angeschnitten, was man für durchaus zyklus- oder für die weitere übergeordnete Handlung für relevant halten könnte. Wir treffen auf Tormanac da Hozarius, bzw. eine virtuelle Instanz des Herrschers des Messingimperiums. Wir erfahren wohin die schwindenden Ressourcen hin abfließen. Und das die Cairaner ihn nicht unbedingt mit eingeladen haben.

Allerdings kommt der Sense-of-Wonder nicht wirklich zu Geltung. Dafür müsste man den Stoff ernster nehmen. Ich bin zugegeben kein Fan von Funny-SF, obwohl ich auch mal nicht so dezenten Humor in Romanen durchaus zu schätzen weiß. Es erinnert mich etwas an Frank Herberts „Ein Cybort fällt aus“ (Wer wissen will, warum im „Wüstenplaneten“ keine Computer vorkommen, mag einen Blick in das Buch riskieren).

Wie, fast schon durchgängig in diesem Zyklus, eiert die Handlung weiträumig um das herum, was ich als wirkliche Schauplätze des Geschehens ansehen würde. Wir rasen nachts im Auto durch Wälder und Dörfer. Ab und zu läuft uns ein Cairaner oder ein Phersune vors Auto und wir erhaschen das eine oder andere Schlaglicht auf einen der Dorfbewohner. Mittendrin und vor allem mit dabei, fühlt sich anders an.

Der Roman selbst ließt sich leicht und flüssig weg, hinterlässt aber das eine oder andere Fragezeichen bei mir. Es ist nicht die erhoffte Kathedrale des Sense-of-Wonders, aber auch kein schwedischer Stinkefisch. Der Roman hängt etwas zwischen den Stühlen.

In Summe, eine etwas skurrile Unterhaltung, aber Unterhaltung.

Schauen wir mal das der Uwe Anton in der nächsten Woche so bringt …

Hier geht es zu Youtube-Version.

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Perry Rhodan 3073 gelesen …

… und meine Gebete wurden scheinbar erhört.

Die erste Frage lautet immer: Hat mir der Roman gefallen? Die Antwort ist kurz und knackig: Ja, aber Hallo!

Es muss der Nach-Gucky-Schock sein, aber es war, als ob bei Michael Marcus Thurners Perry Rhodan 3073 „Auf der grünen Welt“ meine Gebete in puncto Perry Rhodan Romanen erhört worden sind.

Short: Es geht hier nicht um Gucky. Der Flottentender OMAR HAWK ist auf dem Weg zum Rendezvous mit der THORA, um diese wieder instand zu setzen. Unterwegs müssen noch von Landonen überfallene Barniter versorgt werden und Birge Schik wird ausgesandt ein auf der grünen Welt abgestürztes Schiff der Barniter, bzw. dessen Besatzung zu retten.

Es ist an dieser Stelle fast schon schade sich auf die Zyklusrelevanz zubeziehen, aber es gibt ein sehr wichtiges Puzzlesteinchen, das ich an dieser Stelle nicht genau ausführen kann, ohne zu spoilern.

Es gibt alte Geheimnisse, Sense-of-Wonder, faszinierende Welten mit super ausgearbeiteten Bewohnern.

Man merkt dem Roman an, das Michael Marcus Thurner mit Herzblut bei der Sache war.

Der Roman hat Substanz!

Es musste vielleicht viel „weggeworfen“ werden, aber dieses viele „überzählige“ Material gibt dem Roman und vor allem der Umgebung eine unglaubliche Tiefe. In Vergleich dazu wirken andere Perry Rhodan Romane, als ob die Autoren durch Pappaufsteller ohne Substand wandeln. In diesem Roman ist es so, das man sich sicher ist, egal, an welcher Stelle ich bohre, dahinter ist noch was. Und dahinter. Und dahinter.

Mir gefällt das ausgesprochen gut. Die Umgebung ist stimmig und in sich konsistent, die Darstellung von Technologie in der Serie hat sich ungemein verbessert. Die Figuren leben. Die Handlung lebt, auch wenn es ganz am Anfang bei mir einen kurzen Abbruch der Immersion durch einen Schauplatzwechsel gab, aber das hatte sich sehr schnell erledigt. Es wurde einiges an Sense-of-Wonder geboten und lange vermisste Elemente aus den Anfängen des Zyklus kamen hier zum Vorschein.

In Summe war das ein ganz klassischer „Wir retten Raumfahrer in Not“-Roman, wie ich ihn liebe.

Super.

Wer mehr erfahren möchte, den möchte ich an dieser Stelle auf die youtube-Rezension verweisen, dort geht es nach einer spoilerfreien Einleitung deutlich mehr in Details. Gut, vielleicht hätte ich vorher mein Hirn mit Sauerstoff fluten sollen, mit Heftnummern habe ich es nicht ganz so und ein Mal habe ich Perry Gucky genannt, aber ich glaube, man versteht den Kern der Aussagen dennoch.

In dem Sinne freue ich mich auf die nächste Woche, denn dort scheint sich ein anspruchsvoller Science-Fiction Roman anzukündigen.

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Perry Rhodan 3072 gelesen …

… und alea iacta est!

Normalerweise schreibe ich meine Rezension zum aktuellen Perry Rhodan sonntags vormittags, aber ich befürchte, das ist dieses Mal zu spät – oder zu früh je nachdem, wie man es nimmt.

Fakt ist jedenfalls, mit diesem Roman wurde der Rubicon überschritten – und die Perry Rhodan-Fans auf Facebook, Twitter und im Forum gehen steil.

Short: Altan versucht auf einer der Ausweglosen Straßen der Cairaner Gucky aus den Fasern der beiden Tomopaten Ly und Genner zu befreien.

Ob zum Gute oder zum Schlechten: Wer würde sich noch an Caesar, oder besser noch, an einen Oktavian erinnern, wenn Caesar den Rubicon nicht überschritten hätte? In dem Sinne ist das schon mal ein vollends gelungener PR-Stunt. So viel los war schon lange nicht mehr. Und wenn ich ehrlich bin, mich hat es voll mitgenommen. Mit „Der Ilt muss sterben!“ von Leo Lukas wurde das volle Gefühlspektrum bei mir getriggert.

Donnerstags massive Unlust auf Grund der ersten Seite. Massive Unruhe und dann erlag ich doch der Faszination des Grauens und habe den Roman dann noch am Donnerstagabend durchgelesen – nicht am Stück, aber auch das mit einem wilden Potpori der Gefühle. Gefolgt von Unglauben, Entsetzen, dem dringenden Bedürfnis, das Heft zu zerreißen, öffentlich mitsamt allen Heften ab 2700 auf einem großen Scheiterhaufen zu verbrennen. Und natürlich: mein Abo möglichst öffentlichwirksam zu kündigen. Und im, einsam vor sich hin denkenden, Planhirn die Erkenntnis, der Roman selbst war wirklich gut geschrieben und Leo Lukas ist im Herzen kein kaltblütiger Gucky-Killer. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob er das wirklich übers Herz gebracht hätte, wenn es nicht gleich auf der ersten Seite ein festes, unumstößliches Faktum gewesen wäre. Er hat, emotionslos betrachtet, einfach nur die Frage beantwortet „Wie konnte das nur passieren“?

Also ging ich an einem Donnerstagabend mit einem ganz dicken Hals zu Bett. Freitag war dann ein ganz normaler Arbeitstag, zwar Homeoffice, aber mit dickem Hals – was eigentlich nicht schlecht war, ich habe an dem Tag einiges über die Bühne bekommen. Manchmal hilft es doch, wenn mal mit einem nicht gut Kirschenessen ist.

Zurück zum Roman. Hier gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

a) Das ist echt und somit ist die Kacke am Dampfen. Was nicht schlecht wäre, so lebendig hat sich die Serie seit einer sehr, sehr langen Zeit nicht mehr angefühlt. Weniger als Vollgas und vollste Konzentration wäre in dem Falle fatal.

b) Das ist der x-te, ich habe aufgehört zu zählen, PR-Stunt. Dann ist auch die Kacke am Dampfen, von den Machern gewollt und geplant natürlich, aber nichtsdestotrotz, hoffe ich, das den Machern da eine verdammt gute Erklärung dafür einfällt.

Das Tafelsilber kann man nur einmal verscherbeln, wenn das komplette Set jeden Monat verkauft wird, sollte selbst der Begriffsstutzigste hellhörig werden.

Aber wie im täglichen Leben: Es ist kein gutes Zeichen, wenn man an das Familiensilber muss. Dann ist im Vorfeld gewaltig was schiefgelaufen, der Karren ist aus der Spur gelaufen und man sollte sich grundlegende Gedanken manchen. Der 3000. Zyklus fing noch schlimmer an als die vorhergehenden. Mal wieder eine grandiose Idee, mal wieder grandios verstolpert. Wer mag, kann sich meine beiden Geisterspiegel-Artikel durchlesen, ich habe keine Lust, das nochmal alles zu wiederholen, es ist irgendwie wie Steine auf einen Berg hinaufzurollen und sie dann wieder herunterkullern zusehen. Irgendwie sinnlos … es ändert sich nicht wirklich was.

„Der 2700er-Zyklus … oder warum ich mein Schweigen brach“: https://www.zauberspiegel-online.de/index.php/zauberstern-kolumnen-mainmenu-75/perry-rhodan-und-wir-mainmenu-456/24925-der-2700er-zyklus-oder-warum-ich-mein-schweigen-brach

„Alles »Rhodankohl«? Der 2700er-Zyklus zum Zweiten“: https://www.zauberspiegel-online.de/index.php/zauberstern-kolumnen-mainmenu-75/perry-rhodan-und-wir-mainmenu-456/24959-alles-rhodankohl-der-2700er-zyklus-zum-zweiten

Verena Themsen hat in Roman Schleifers Interview zu ihrem Roman PR 3069 quasi die Vertrauensfrage gestellt. Für mich persönlich möchte ich das mit einem Zitat eines Kommilitonen aus dem Studium beantworten „hinten kackt die Ente“. Es ist egal, mit welchen Intentionen man an eine Sache herangeht, entweder die Brücke hält, oder sie hält nicht.

Die bisherigen Zyklen waren nicht so überzeugend, dass ich die bisherigen Brücken im realen Leben (d.h. die Zyklen ab 2700 bis einschließlich den aktuellen) für nichts ahnende und nicht lebensmüde Mitbürger freigeben würde. Das riecht alles nach einem ersten Entwurf, der noch mal eine Runde in der Überarbeitung drehen sollte. Bei einem einzelnen Roman kann man das machen, bei einem ganzen Zyklus hat man nur einen Schuss und der muss sitzen. Perfekt.

In Summe. Die Perry Rhodan Macher haben den Rubicon überschritten, jetzt müsst ihr auch liefern. Es ist nicht meine Aufgabe, das schön zu reden.

In dem Sinne ich bin gespannt und mein Abo kann ich später immer noch kündigen. Irgendwann vielleicht …

— Update, hier geht es noch weiter : https://youtu.be/sy137sEee9g

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Perry Rhodan 3071 gelesen …

… und das am Stück

Michelle Sterns PR3071 „Xirashos Tiefen“ habe ich am Stück gelesen, so schlimm konnte es also nicht gewesen sein. Im Ernst: Es war ein guter Michelle Stern.

Anstatt stumpfer Durchhalteparolen , gab es eine realistischere, glaubwürdigere und symatische Protagonistin. Die beiden Tomopathen Ly und Genner wurden plötzlich klar. Es sind noch Kinder, zumindest Ly. Es erinnert, besonders in Rückblick auf vergangene Schilderungen der Tomopathen stark an Amisch, die ihre Pubertierenden auch in die Welt entlassen, um als Rumspringer ihre Hörner abzustoßen. So ergibt es mehr Sinn.

Atlans Kommandounternehmen war schon wie im Vorgängerroman eine wahre Freude. Spannend, temporeich und gut durchdacht.

Short: Altan jagt hinter dem entführten Gucky und seiner, ebenfalls entführten Enkelin Jasmyne da Ariga her und versucht sie aus den Fängen der Tomopathen Genner und Ly zu befreien. Die Spur führt ihn dabei in die Tiefen des Gasplaneten Xirashos.

Ich denke dieses Mal sind wir auf der richtigen Spur, die uns dann endlich zu den Cairanern und ihren sagenumwobenen Sternrädern führt.

Dieser Roman hat mir bedeutend besser gefallen als der Vorgängerroman. Er war mit feiner Feder und viel Feingefühl gezeichnet. Die Figuren und ihre Handlungen waren realistisch und auch die Technik auf dem Gasplaneten wirkte sehr ausgeklügelt und in sich stimmig.

In Summe war es ein mitnehmender Roman, an dem mich nur eine Stelle kurz aus dem Takt gebracht hat. An der Stelle, an dem Atlan und Tomopathen plötzlich verhandeln. Wobei die Begegnung dann doch erhellend war und bei mir einen Schalter in Bezug auf die Tomopathen umgelegt hat.

Rückwirkend stelle ich mir die Frage, ob meine vorhergehende Kritik am Vorgängerroman etwas zu hart oder harsch war. Wobei der Vorgänger doch einige Schwächen hatte, die mich dermaßen aus dem Lesefluss geworfen haben, dass es für mich eher eine Tortur, den Vergnügen war. Vielleicht stehe ich einfach nach einer harten Arbeitswoche nicht auch komische Spielchen …

In dem Sinne bin ich gespannt, was die nächste Woche so für den armen Ilt Gucky bringen wird.

Wer mag kann sich die Video-Version der Rezension auch auf Youtube ansehen.

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