{"id":7028,"date":"2018-10-14T13:29:50","date_gmt":"2018-10-14T11:29:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hydorgol.de\/?p=7028"},"modified":"2018-10-14T14:34:51","modified_gmt":"2018-10-14T12:34:51","slug":"perry-rhodan-2981-und-2982-gelesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hydorgol.de\/?p=7028","title":{"rendered":"Perry Rhodan 2981 und 2982 gelesen &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Perry Rhodan 2981 und 2982 gelesen &#8230; und jede Medaille hat zwei Seiten.<\/p>\n<p>Beide Romane haben mehrere Gemeinsamkeiten. Erstens geht es nat\u00fcrlich darum eine fremde, ja fast schon exotische Welt an zufliegen und dort die Eiris zu bergen. Soweit so gut. In beiden Romanen spielt zudem Sichu Dorksteiger eine, wenn nicht tragende, so doch eine entscheidende Rolle.<\/p>\n<p>Die wirklichen Unterschiede liegen dabei im Detail, der geschilderten mehr oder weniger exotischen Gesellschaft und leider auch in der Ausf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Fairerweise, muss ich zugeben, bin ich kein Fan von Romanen, in dem von vorneherein klar ist, was dort passieren wird. Ein Silo wurde in PR2980 bereits entdeckt und die Eiris geborgen. Was einen in etwa dort erwartet, war zudem schon seit PR2972 bekannt. Es erinnert stark an das Durchexerzieren der Spindel-Bergungen im, bezeichnender Weise, \u201eDie gro\u00dfe Leere\u201c genannten Zyklus. Meine Begeisterung hielt sich damals in Grenzen.<\/p>\n<p>In Punkto Fortschritt der Zyklushandlung m\u00f6chte ich sinngem\u00e4\u00df aus Kai Hirdts \u201eVernichtungsvariable\u201c zitieren: \u201eMehr Flei\u00df als K\u00f6nnen\u201c. Mir pers\u00f6nlich reicht es, wenn das Prinzip verstanden ist und man zum n\u00e4chsten kniffeligen Punkt kommen kann. Nun mit vier besuchten (nicht geborgenen) Silos h\u00e4lt sich die Wiederholung des Themas im \u00fcberschaubaren Rahmen.<\/p>\n<p>Da keine gro\u00dfen \u00dcberraschungen in der Zyklushandlung zu erwarten sind, kommt es nun darauf an, wie der jeweilige Autor\/Autorin den Freiraum nutzt, den er\/sie zur Verf\u00fcgung hat. An der Stelle wird es dann interessant.<\/p>\n<p>\u201eIm Bann der Erkenntnis\u201c hatte Verena Themsen ein nicht zu \u00fcbersehendes Anliegen: Zusammenarbeit statt Konflikte. Was auf der einen Seite verst\u00e4ndlich und lobenswert ist, auf der anderen Seite aber die drei goldenen Regeln der Spannung verletzt, als da w\u00e4ren Konflikt, Konflikt und richtig: Konflikt. Da ist es schwierig, die richtige Balance zwischen Anliegen und der Geschichte selbst zu finden. Meiner Meinung ist das Pendel in diesem Roman zu weit in Richtung Anliegen ausgeschlagen und das trotz der sch\u00f6n ausgearbeiteten Konflikte.<\/p>\n<p>Bei Kai Hirdts \u201eVernichtungsvariable\u201c dagegen ging die Rechnung auf. Was auf den ersten Blick sehr durchkonstruiert und berechenbar wirkt, bietet einiges an \u00dcberraschungen. Auch besonders f\u00fcr den jenigen, der meint sich ausrechnen zu k\u00f6nnen, was als N\u00e4chstes passiert; zumindest ging es mir so. Es gab einige Wendungen, die ich nicht berechnet habe, die aber, um das b\u00f6se Wort in den Mund zu nehmen, vollkommen probabel waren. Ich fand das Spiel mit Erwartung, Berechenbarkeit und \u00dcberraschung erfrischend. Leider f\u00e4llt mir der Vergleichroman nicht ein, der ebenfalls das Thema durchberechnete Gesellschaft enth\u00e4llt. Kai Hirdt geht hier aber deutlich tiefer und bietet eine tolle Aufl\u00f6sung der gro\u00dfen Gleichung.<\/p>\n<p>Was mir in beiden Romanen gut gefallen hat, ist, das Sichu Dorksteiger aus dem Schatten tritt und handelt. Wobei ich die Umsetzung von Kai Hirdt hier um einiges effektvoller wirkt. Sichu \u00fcberzeugt mit angewendetem K\u00f6nnen, nicht mit Wollen und angeh\u00e4uften Meriten. Die Szenen in der sie den Aufschneider Atlan alt aussehen l\u00e4sst, waren gro\u00dfes Kino. Diese Sichu Dorksteiger kann als eigenst\u00e4ndige Person \u00fcberzeugen und ich hoffe inst\u00e4ndig, dass sie nicht wieder als Anh\u00e4ngsel Perry Rhodans in der Belanglosigkeit verschwindet.<\/p>\n<p>Nicht unter den Tisch fallen lassen m\u00f6chte ich die in allen Silogeschichten auftretenden Einschr\u00e4nkungen bei dem Einsatz von Technik. W\u00e4hrend Christian Montillon in PR2980 etwas brachial mit St\u00f6rfeldern arbeitet, haben sowohl Verena Themsen als auch Kai Hirdt eine M\u00f6glichkeit gefunden, diese Einschr\u00e4nkungen etwas eleganter in die Umgebung, bzw. die Handlung einzubetten. Der Einsatz von Technik ist problemlos m\u00f6glich, sorgt aber f\u00fcr Missfallen bei den einheimischen Gegebenheiten. Also l\u00e4sst man es, um nicht aufzuf\u00e4llig zu werden. Das wirkt eleganter als die Serientechnik jedes Mal mit physikalischer Gewalt auszuhebeln.<\/p>\n<p>Gut gefallen haben mir auch die Seiteneffekte auf die RAS TSCHUBAI. Diese entsch\u00e4rfen das etwas l\u00e4stige Suspensions-Problem. Wobei man nat\u00fcrlich in Anlehnung an ESCHER und die Messinghauben mehr aus dem Thema h\u00e4tte herausholen k\u00f6nnen als ein paar schlechte Tr\u00e4ume.<\/p>\n<p>In Summe habe ich deutlich mehr an Unterhaltung bekommen als erst bef\u00fcrchtet und mit Kai Hirdts Bearbeitung des Themas sogar einen richtig guten Roman, der auch einem Leser noch \u00fcberraschen kann, der erschreckenderweise auch schon seit \u00fcber 25 Jahren in der Erstauflage mit dabei ist.<\/p>\n<p>Klasse!<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend bin ich mal gespannt, in welchen Tempo und welcher Schrittgr\u00f6\u00dfe die Zyklushandlung bis Band 3000 voranschreitet &#8230;<\/p>\n<h6>* PERRY RHODAN \u00ae, ATLAN \u00ae und Mausbiber Gucky \u00ae sind eingetragene<br \/>\nWarenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Perry Rhodan 2981 und 2982 gelesen &#8230; und jede Medaille hat zwei Seiten. Beide Romane haben mehrere Gemeinsamkeiten. 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