{"id":6439,"date":"2017-04-02T11:38:29","date_gmt":"2017-04-02T09:38:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hydorgol.de\/?p=6439"},"modified":"2017-04-02T11:38:29","modified_gmt":"2017-04-02T09:38:29","slug":"perry-rhodan-2902-gelesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hydorgol.de\/?p=6439","title":{"rendered":"Perry Rhodan 2902 gelesen &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Perry Rhodan 2902 gelesen &#8230;\u00a0 und mir hat der Roman sowohl sehr gut gefallen, als auch so gar nicht gefallen.<\/p>\n<p>In Summe \u00fcberwiegt das Positive, allerdings gibt es auch einen Punkt, den ich seit 2700 kritisiere und der mir immer noch nicht gef\u00e4llt.<\/p>\n<p>Aber erst mal die guten Nachrichten. Oliver Fr\u00f6hlich hat einen bodenst\u00e4ndigen, spannenden und guten Roman abgeliefert. Das interne Konstrukt des Romans ist in sich stimmig, die Charaktere glaubw\u00fcrdig und die Umgebung tr\u00e4gt die Geschichte. So weit, so gut. Das hat mir gefallen und hinterl\u00e4sst einen insgesamt positiven Eindruck.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es in der Geschichte an sich Elemente, die nicht passen. So sind es am Ende dann doch wieder Parakr\u00e4fte, die einige Leser &#8211; in diesen Fall vollkommen zu Recht &#8211; maulen lassen, das sei mehr Fantasy als Science-Fiction. Besonders bedauerlich, weil sich die gleichen Effekte mit Elementen der Science-Fiction spannender und glaubw\u00fcrdiger h\u00e4tten umsetzen lassen. Ohne Kenntnis des Expos\u00e9s, ist es an der Stelle nat\u00fcrlich m\u00fc\u00dfig, dem Autor oder dem Expos\u00e9 die Schuld geben zu wollen. Ich pers\u00f6nlich tippe hier aber zu mindestens teilweise auf die Bequemlichkeit des Autors f\u00fcr diese eher maue Umsetzung an den Stellen. Das h\u00e4tte sich mit einer etwas anderen Gestaltung der Umgebung vielleicht besser umsetzen lassen. Zum Beispiel mit einem Feld das Parakr\u00e4fte auf der ganzen Station ged\u00e4mpft h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Nun, das ist das normale Gejammere des Kritikers, die einfach zu jeder Rezension eines halbwegs guten Romans einfach dazugeh\u00f6rt &#8211; irgendwas ist schlie\u00dflich immer &#8230;<\/p>\n<p>Kommen wir nun zum Teil, der mir wirklich nicht gef\u00e4llt. Und das ist der Punkt wie mir von der Ausgangslage in PR 2900 zu der Lage in PR 2902 gekommen sind. W\u00e4re Perry Rhodan eine Heftromanserie, in der sich lose irgendwelche Geschichten mehr oder weniger wahllos aneinanderreihen, dann k\u00f6nnte ich diesen Artikel an dieser Stelle beenden. Sch\u00f6ne Geschichten mit ein paar Punkten zum Kritisieren, was will der Rezensent mehr?<\/p>\n<p>Genau keine mehr oder weniger wahllose Aneinanderreihung von irgendwelchen Geschichten, so gut diese auch seinen m\u00f6gen. Sonst w\u00e4re ich bei den gro\u00dfen amerikanischen SF-Serien, die genau dieses tun, und nicht eben bei der Serie Perry Rhodan. Es gibt einen Grund, warum diese Serie die gr\u00f6\u00dfte SF Serie aller Zeiten ist und warum die Serie seit einer so langen Zeit l\u00e4uft: Es gibt eine sehr wichtige Metahandlung, die die einzelnen Romane zu einem Zyklus zusammenf\u00fchren. Und Zyklen zu einem Gro\u00dfzyklus!<\/p>\n<p>Das Fehlen einer solchen Vision ist das Letzte, was ich den Expokraten unterstellen m\u00f6chte; ebenso wenig wie die F\u00e4higkeit gute Spannungsb\u00f6gen im Zyklus und wirklich exzellente Einzelromane abzuliefern.<\/p>\n<p>Woran es harkt, ist der ber\u00fchmt ber\u00fcchtigte rote Faden. Gab es im atopischen Tribunal noch ein wildes Kn\u00e4ul aus roten, gelben, gr\u00fcnen und blauen F\u00e4den, so bekommen wir hier abgerissene Fetzen eines roten Fadens. Die Spr\u00fcnge sind einfach zu gro\u00df, wir holpern ohne glaubw\u00fcrdige \u00dcberg\u00e4nge von einem Setting zum n\u00e4chsten. Das, was hier stattfindet, ist kein sanftes Korrigieren von Schwachpunkten, das ist das Umschwenken von einem Extrem in das andere nicht funktionierende Extrem.<\/p>\n<p>Habe ich mal behauptet das Atopische Tribunal w\u00e4re mit 175 B\u00e4nden hoffnungslos \u00fcberzogen worden? Wahrscheinlich habe ich das sogar mal getan. R\u00fcckblickend und in Summe h\u00e4tte der Stoff des atopischen Tribunals locker und mehr als ausreichend f\u00fcr den gesamten Gro\u00dfzyklus bis zum Heft Nr. 3000 gereicht.<\/p>\n<p>Es war nicht der Mangel an Ideen, der den Zyklus hat straucheln lassen, es war das Zuviel an parallelen Handlungskonzepten und -Ideen, die in einen Zyklus gequetscht worden sind. Es ging alles zu schnell und zu hektisch. Das ganze schlummernde Potenzial der Grundidee und des Settings hatten keine wirkliche Chance sich zu entfalten. Es w\u00e4re f\u00fcr jeden etwas dabei gewesen. H\u00e4tte man dem Ganzen die Zeit und den Platz gegeben, die die Geschichte ben\u00f6tigt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>In Summe bleibt das ungute Gef\u00fchl, das dieser Zyklus nicht die Schachpunkte der vergangen besser macht, sondern, dass die guten Dinge des letzten Zyklus weggelassen werden. Und sich ein Teufelskreis entwickeln wird, in dem noch mehr das Tempo in der Zyklushandung angezogen wird.<\/p>\n<p>Man verstehe mich hier nicht falsch, ich meine damit nicht die einzelnen Romane, die sollen schnell und spannungsreich sein. Was ich m\u00f6chte, ist das die \u00fcbergeordnete Zyklushandlung zu der Gr\u00f6\u00dfe und kosmischen Weitl\u00e4ufigkeit der Vision der Expokraten passt. Ich h\u00e4tte gerne ein gro\u00dfes Gesamtkunstwerk und kein Geschredertes. So vergrault man Leser, Autoren und auch die Expokraten. Das ist f\u00fcr alle frustrierend und demotivierend.<\/p>\n<pre>* PERRY RHODAN \u00ae, ATLAN \u00ae und Mausbiber Gucky \u00ae \u00a0sind eingetragene\r\n Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Perry Rhodan 2902 gelesen &#8230;\u00a0 und mir hat der Roman sowohl sehr gut gefallen, als auch so gar nicht gefallen. 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