{"id":6344,"date":"2017-01-29T11:09:39","date_gmt":"2017-01-29T10:09:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hydorgol.de\/?p=6344"},"modified":"2017-01-29T12:18:18","modified_gmt":"2017-01-29T11:18:18","slug":"perry-rhodan-2893-gelesen-und","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hydorgol.de\/?p=6344","title":{"rendered":"Perry Rhodan 2893 gelesen und &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Perry Rhodan 2893 gelesen und &#8230; \u00fcber den Roman musste ich erstmal eine Nacht schlafen, bevor ich dazu etwas sagen kann. Einige Dinge haben mir gut gefallen, bei anderen habe ich mich etwas \u00fcberrollt oder vielleicht sogar \u00fcberfordert gef\u00fchlt.<\/p>\n<p>Der Roman an sich bordet vor Leben \u00fcber und das ist etwas, was ich in der Serie wirklich vermisst habe. Das, finde ich, hat Leo Lukas sehr gut hinbekommen. Er hat sich dar\u00fcber Gedanken gemacht, wie den so eine Expedition mit einem Raumschiff mit \u00fcber drei\u00dfigtausend Besatzungsmitgliedern ablaufen soll. Das ist die Bev\u00f6lkerung einer Kleinstadt. Da gibt es \u00fcber drei\u00dfigtausend Individuen mit einem eigenen Leben und einer eigenen Geschichte und nicht nur eben die Hauptcharaktere und drei\u00dfigtausend belanglose Statisten. Von daher sollte es gerade auch um das Leben und Miteinander in der RAS TSCHUBAI selbst gehen.<\/p>\n<p>Gut eingefangen hat Leo Lukas auch, dass es gerade keine nat\u00fcrlich gewachsene homogene Kleinstadt ist, sondern eine bunt zusammengew\u00fcrfelte (Zweck)-Gemeinschaft aus Individuen, die irgendetwas besonders haben oder k\u00f6nnen m\u00fcssen, um es auf ein Schiff wie die RAS TSCHUBAI zu schaffen.<\/p>\n<p>Sehr gut hat mir auch gefallen, dass hier zusammengearbeitet wird, um im Team die anstehenden Probleme zu l\u00f6sen. Und besonders auch das man dem Roman anmerkt, das sich Leo Lukas mit dem Problem selbst und der dahinterstehenden Technik intensiv besch\u00e4ftig hat. Als jemand der selbst SF schreibt, weis ich, das ist anstrengend! Da liegt die Versuchung immer nah, schnell, schnell dr\u00fcber hinwegzuhuschen und sich ausschlie\u00dflich auf Handlung und Aktion zu st\u00fcrzen. Von daher bin sich sehr angetan von dem, was ich gelesen habe.<\/p>\n<p>Leo Lukas w\u00e4re nicht Leo Lukas wenn es nicht humorig dabei zugehen w\u00fcrde. Humor ist immer so eine Sache, mal passt es, mal passt es nicht. Da hat der Autor nicht immer Einfluss auf die Rezeption beim Leser. Neben dem einen oder anderen gelungenen Schmunzler, war da aber auch die eine oder andere Stelle, die etwas \u00fcberdreht wirkte.<\/p>\n<p>Aber kommen wir nun zum \u201eAber\u201c am Roman im zweiten Teil des Romans. Diese Sache ist mir schon in den letzten Vorl\u00e4ufer-Romanen negativ aufgefallen: Es gibt zu viele Charaktere an zu vielen gleichzeitigen Baustellen. Ich pers\u00f6nlich verliere hier schlicht und ergreifend die \u00dcbersicht. Wer macht wo was? So etwas ist t\u00f6dlich f\u00fcr die bei einer Geschichte naturgem\u00e4\u00df angestrebten Immersion in die Geschichte. Im besten Fall bleibt die Geschichte oberfl\u00e4chlich, im schlimmsten Fall ist es einem irgendwann egal, wer wo was macht! Ich muss gestehen in diesem Roman habe ich da die geistige Notbremse gezogen und nicht versucht Leo Lukas zu folgen. Es war nicht langweilig, es war gut und mit viel Herzblut geschrieben, aber es war \u201etoo mutch\u201c.<\/p>\n<p>Hier w\u00e4re eine Reduktion auf eine Gruppe oder die Feldherren-Perspektive meiner Meinung nach besser gewesen. Da wir hier im Perryversum uns in einer Science Fiction-Umgebung aufhalten, w\u00e4re es durchaus m\u00f6glich gewesen aus der Zentrale &#8211; oder einem Missionsoperationszentrum &#8211; heraus das Ganze mit zu erleben und trotzdem ganz nah mit dabei zu sein. Besser w\u00e4re nat\u00fcrlich eine kleine \u00fcberschaubare Gruppe gewesen, die auf eine Mission geht. Aber daf\u00fcr h\u00e4tte es ein viel kleineres, aber daf\u00fcr \u00fcberlegenes Schiff gebraucht. Eines wie Taurecs SYZZEL oder das Dreizackschiff TARFALA des Nakken Paunaro. Die STARDIVER aus 2700 h\u00e4tte da Potenzial in der Richtung geboten. Aber lassen wir das Thema, bevor ich mich wieder \u00fcber das sinnlose Verschlei\u00dfen von Potenzial in dem Zyklus aufrege.<\/p>\n<p>Die RAS TSCHUBAI ist ein gutes und faszinierendes Schiff und Leo Lukas hat uns in diesem Roman gezeigt, wie man dem Schiff Charme und Leben entlockt.<\/p>\n<p>Gerne mehr von diesem bunten \u00fcberbordenden Leben und dann auch bei den Charakteren bleiben, um als Leser die Chance zu haben mit diesen Charakteren mitfiebern zu k\u00f6nnen. Gerne auch mal im Zusammenspiel mit der Zentrale und dem Mutterschiff.<\/p>\n<p>Klasse, mit den aufgef\u00fchrten Abstrichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Perry Rhodan 2893 gelesen und &#8230; \u00fcber den Roman musste ich erstmal eine Nacht schlafen, bevor ich dazu etwas sagen kann. Einige Dinge haben mir gut gefallen, bei anderen habe ich mich etwas \u00fcberrollt oder vielleicht sogar \u00fcberfordert gef\u00fchlt. 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