{"id":6043,"date":"2016-10-15T11:24:29","date_gmt":"2016-10-15T09:24:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hydorgol.de\/?p=6043"},"modified":"2016-10-15T12:35:26","modified_gmt":"2016-10-15T10:35:26","slug":"perry-rhodan-2878-gelesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hydorgol.de\/?p=6043","title":{"rendered":"Perry Rhodan 2878 gelesen &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Perry Rhodan 2878 gelesen &#8230; und ich h\u00e4tte mir da mehr erwartet &#8211; bzw. weniger.<\/p>\n<p>Das klingt jetzt auf den ersten Blick paradox, ist aber meiner Meinung nach des Pudels Kern, warum dieser Roman bei mir definitiv nicht gez\u00fcndet hat.<\/p>\n<p>Da soll der arme Uwe Anton mal eben zwei Jahre Entwicklung in der Milchstra\u00dfe, die komplette Restaurierung der kl\u00e4glichen Reste der RAS TSCHUBAI, die Reise von der Milchstra\u00dfe zur weit, und damit meine ich wirklich weit, entfernten Galaxie Orpleyd beschreiben, gerade angekommen die Lage auskundschaften und dann nat\u00fcrlich gleich ein paar Einheimische vor den lokalen Unterdr\u00fcckern retten. Und das dann nat\u00fcrlich noch zusammen mit der Bildung der neuen \u201efantastischen Vier\u201c bestehen aus den beiden Identifikationsfiguren des letzten Atlan-Handlungsstrangs, Lua Virtanen und Vogel Ziellos, Perrys Enkelin Farye Sepheroa und nat\u00fcrlich Gucky. Das Ganze dann noch bitte in den gesellschaftlichen und \u00f6konomischen Kontext einer Postkatastropengesellschaft eingebettet. Und dabei Sende-of-Wonder, Abenteuer und einen Hauch von tiefgr\u00fcndiger Tragik verspr\u00fchen.<\/p>\n<p>Schwirrt der Kopf? Es bisschen viel auf einmal, nicht wahr?<\/p>\n<p>Uwe Anton hat sich dabei f\u00fcr eine strikt chronologische Abhandlung der Geschehnisse entschieden. M\u00f6glicherweise war die auch vom Expos\u00e9 vorgeschrieben. Nat\u00fcrlich h\u00e4tte man das auch mit R\u00fcckblenden in einer geschlossenen Rahmenhandlung versuchen k\u00f6nnen, aber das h\u00e4tte den Wust von zu vermittelnden Aspekten auch nicht verringert.<\/p>\n<p>Dieser Roman ist einer der SF-Geschichten, die mich zum Selber-Schreiben gebracht haben. Jede Menge Denkanreize, aber was wirklich entscheidend ist &#8211; die Frage, ob man das nicht irgendwie anders besser hinbekommen h\u00e4tte. Die Frage ist unfair, irgendeinen Tod muss man schlie\u00dflich doch sterben, aber dennoch eine gute Frage. Die Figur Vogel Ziellos war, meiner Meinung nach, ein guter Aufh\u00e4nger f\u00fcr die Geschichte, h\u00e4tte aber viel konsequenter und mitdenkender sein m\u00fcssen, um dem Roman ein festes Fundament zu liefern.<\/p>\n<p>Der Wechsel zwischen Gucky und Vogel Ziellos als Perspektivfiguren hat verhindert, das man wirklich in die Geschichte eintauchen konnte. Ja, es ist sehr, sehr viel passiert, aber es fehlte das eine Grundthema, das den roten Faden durch die Geschichte bilden konnte. Das Thema war mit dem Schiff als Heimat schon angerissen, es h\u00e4tte aber konsequenter als Hauptkonflikt ausgebaut werden k\u00f6nnen &#8211; mit den ganzen Expos\u00e9-Punkten als Wegmarken. Alle Pusselsteine waren vorhanden.<\/p>\n<p>Hier wurde eine ganze Menge Potenzial verschenkt. Das ist leider das Thema, das sich seit 2700 konsequent und in Perfektion durch die Serie zieht. Ja, es gab und gibt Lichtblicke &#8211; eine ganze Menge sogar &#8211; aber es fehlt dem Ganzen die Vision, das Grundthema. Der konzeptionelle rote Faden, der verhindert, dass es im Mittelbau derma\u00dfen knartscht und das ganze Potenzial wirkungslos verpufft. Es fehlt die Verd\u00e4mmung, die aus dem schnell verbrennenden Schie\u00dfpulver die gewaltige Explosion werden lassen, die es eigentlich geben sollte, wenn man das eigentliche Potenzial mal abwiegt.<\/p>\n<p>Als Maschinenbauer stellen sich mir bei den Verlusten die Zehenn\u00e4gel auf. Es liegt nicht am Einsatz, sondern viel mehr daran, das vom Einsatz wenig effektiv ankommt. Eine Sache, die ich mir sehr frustrierend vorstelle.<\/p>\n<p>Es reicht nicht, lauter tolle Pusselsteine in den Ring zu werfen und dann auf das Beste zu hoffen. Nach Antoine de Saint-Exupery: \u201eWenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht M\u00e4nner zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die M\u00e4nner die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.\u201c<\/p>\n<p>Das ist vielleicht etwas hochgegriffen und m\u00f6glicherweise unfair, aber es trifft meiner Meinung nach des Pudels Kern. Hinter jeder guten Geschichte steht eine gro\u00dfe Frage, wenn nicht sogar eine Sehnsucht.<\/p>\n<p>Und sei es Vogel Ziellos Frage: \u201eWo geh\u00f6re ich hin?\u201c<\/p>\n<pre>* PERRY RHODAN \u00ae, ATLAN \u00ae und Mausbiber Gucky \u00ae \u00a0sind eingetragene\r\n Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Perry Rhodan 2878 gelesen &#8230; und ich h\u00e4tte mir da mehr erwartet &#8211; bzw. weniger. 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