{"id":4752,"date":"2015-12-06T11:50:44","date_gmt":"2015-12-06T10:50:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hydorgol.de\/?p=4752"},"modified":"2015-12-06T13:14:03","modified_gmt":"2015-12-06T12:14:03","slug":"schreiben-ist-schreiben-bochok-und-der-flow-oder-der-nanowrimo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hydorgol.de\/?p=4752","title":{"rendered":"Schreiben ist Schreiben, BIC HOK und der Flow, oder der NaNoWriMo."},"content":{"rendered":"<p>Mein letzter <a href=\"http:\/\/www.hydorgol.de\/?page_id=2325\" target=\"_blank\">\u201eSchreiben ist Schreiben\u201c<\/a>-Beitrag liegt schon eine ganze Weile zur\u00fcck und das hat seine Gr\u00fcnde. Denn wie man meinen letzten beiden Beitr\u00e4gen entnehmen konnte, haderte ich mit meinem letzten Werk.<\/p>\n<p>Ich bin da in die Falle gelaufen, die Andreas Eschbach in seinem Wort zum <a href=\"http:\/\/nanowrimo.org\/\" target=\"_blank\">NaNoWriMo 2015<\/a> so sch\u00f6n geschildert hat: Ich habe meine Rohfassung nicht zu Ende geschrieben und bin nochmal von vorne angefangen. Und nochmal und nochmal. Und nat\u00fcrlich: Die Anzahl der W\u00f6rter bis zum Abbruch wurden jedes Mal rapide weniger.<\/p>\n<p>Der ber\u00fchmt, ber\u00fcchtigte innere Kritiker hatte zugeschlagen. Ja genau der, diese innere Stimme, die einem sagt: \u201eDas geht aber besser, an der Stelle passt was nicht, das kannst du besser.\u201c Perfiderweise hat er nat\u00fcrlich recht. Besser geht &#8211; genauso wie schlechter &#8211; immer.<\/p>\n<p>Nun, nachdem dieser kleine, fiese und innerlich frustrierte M\u00f6b dem Kreativen, also dem kreativen Teil von mir, erfolgreich in die Schreibblockade gemoppt hatte, stand das Projekt mal wieder.<\/p>\n<p>Perfiderweise lie\u00dft man sich die vorherigen Versuche noch mal durch und stellt fest: So schlecht waren die gar nicht. Also, was tun?<\/p>\n<p>Genau das, was die einzige richtige L\u00f6sung in dem Falle ist: \u201eMan setzt sich auf den verdammten Stuhl und blutet\u201c, um mal ein Zitat aus einer Serie zu bringen. Abgek\u00fcrzt \u201eBIC HOK &#8211; Butt in chair, hands on keyboard\u201c.<\/p>\n<p>Eine Gelegenheit, die sich mir genau passend geboten hatte, war dann der <a href=\"http:\/\/www.hydorgol.de\/?page_id=4755\" target=\"_blank\">NaNoWriMo<\/a>. 50.000 W\u00f6rter in 30 Tagen, also ein knackiges Tagessoll von 1667 W\u00f6rtern pro Tag. Da bleibt keine Zeit f\u00fcr den inneren Kritiker, Internetrecherchen oder, in der Phase der Rohfassung so unn\u00f6tiger Dinge, wie einer automatischen Rechtschreibpr\u00fcfung. Also auf zum letzten Anlauf f\u00fcr dieses Romanprojekt. Vorbereitet war ich und was ich nicht wollte, dass hatte ich schmerzhaft herausgefunden, also hie\u00df es: hinsetzen und die Handlung fliegen lassen.<\/p>\n<p>Vorbereitet in dem Sinne, dass ich eine Umgebung habe, in der ich agieren kann, in der sich das eine aus dem anderen ergibt. Von daher hatte der innere Kritiker recht, es ging besser. Und vielleicht geht es gerade beim Schreiben darum: nicht den inneren Kritiker zu fesseln und zu knebeln, sondern ihm mit guten Argumenten den Mund zu stopfen. Das ist so, weil es sich aus dem Vorherigen zwangsl\u00e4ufig so ergibt.<\/p>\n<p>\u201eAber, Aber &#8230;\u201c Wenn diese Antwort vom inneren Kritiker zur\u00fcckkommt weis man, man ist auf dem richtigen Weg. Genau an dieser Stelle gilt es dem inneren Kritiker zu sagen: \u201eLass dir Zeit, die Rohfassung macht sich gut und deine Zeit kommt in der \u00dcberarbeitungsphase, da kannst du dich dann nach Herzenslust austoben.&#8220;<\/p>\n<p>Genau das passiert, wenn man im Flow ist. Man ist gefordert. Im genau richtigen Ma\u00dfe, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Flow mag man jetzt spotten, ein wahrer Autor wartet nicht auf den Flow. Und was soll ich sagen? Ja, ihr habt recht: Na schreibt nicht, wenn der Flow da ist, sondern der Flow kommt, wenn man schreibt. Quasi automatisch und nach einer gewissen Zeit. Deswegen ist es meiner Meinung nach wichtig zwei oder besser drei Stunden am St\u00fcck zu schreiben, und zwar konstant und kontinuierlich. Da hat Herr King vollkommen recht, wenn er sagt: Mach es richtig oder lass es. Der Mann weis, wovon der redet!<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich geht das nicht immer, aber Mal ehrlich: Es mangelt nicht an B\u00fcchern, die man sich schenken kann, ebenso das Fernsehen oder so manche Serie. Wenn die eigene Geschichte spannender ist, als die Zeitfresser um einen herum, dann ist man auf dem richtigen Weg. Den mal ehrlich, das Leben ist zu kurz, um noch ein Buch zu produzieren, das einem nicht vom Hocker reist, weil du meinst, du m\u00fcsstest schreiben. Es geht nicht darum seine Pflicht zu tun, sondern es geht darum, die Geschichte mit Herzblut zu schreiben. F\u00fcr alles andere ist die eigene Lebenszeit einfach zu kostbar.<\/p>\n<p>Wenn du deinen Spa\u00df bei der Geschichte hast und die Handlung dich einfach mitreist, dann wird das dem Leser auch passieren. Und darum geht es schlie\u00dflich, oder?<\/p>\n<p>In dem Sinne: Keep on writing!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein letzter \u201eSchreiben ist Schreiben\u201c-Beitrag liegt schon eine ganze Weile zur\u00fcck und das hat seine Gr\u00fcnde. Denn wie man meinen letzten beiden Beitr\u00e4gen entnehmen konnte, haderte ich mit meinem letzten Werk. 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