{"id":2765,"date":"2014-09-27T17:38:47","date_gmt":"2014-09-27T15:38:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hydorgol.de\/?p=2765"},"modified":"2014-09-29T19:24:16","modified_gmt":"2014-09-29T17:24:16","slug":"die-10-buecher-die-mich-geflasht-haben-challenge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hydorgol.de\/?p=2765","title":{"rendered":"Die 10 B\u00fccher die mich geflasht haben Challenge &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Na, da bin ich doch glatt nominiert worden, und zwar vom <a href=\"http:\/\/kueperpunk2012.blogspot.de\/2014\/09\/zehn-bucher-die-mich-teilweise-uber.html\" target=\"_blank\">Thorsten K\u00fcper<\/a>.<\/p>\n<p>Die 10 B\u00fccher, die mich geflasht haben. Leider habe ich ein f\u00fcrchterliches Namensged\u00e4chtnis und so ist von vielen, vielen gelesenen B\u00fcchern nur des Pudels Kern h\u00e4ngen geblieben, wie hei\u00dft es doch so sch\u00f6n: Namen sind Schall und Rauch.<\/p>\n<p>Ich geh die Sache mal chronologisch an, man macht schlie\u00dflich eine Entwicklung durch nun nicht jedes Buch flasht einen in jedem Alter, entweder ist man dem Buch entwachsen oder man ist noch nicht bereit daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Geschichten habe ich schon immer geliebt und so war der erste Flashmoment, als ich kaum des Lesens m\u00e4chtig in der Stadtbibliothek auf folgendes Buch stie\u00df:<\/p>\n<p>1. Mark Brandis: Bordbuch Delta VII<\/p>\n<p>Ab dem Moment war Klein-Markus f\u00fcr die Menschheit verloren. Die Kinderabteilung war in puncto SF schnell ausgelesen, dann kam die richtige SF Abteilung ein Stockwerk h\u00f6her an die Reihe. Wobei ich mich, wie ein S\u00fcchtiger durch alles gelesen habe, was ich in der Bibliothek an SF und Fantasy in die Finger kriegen konnte. Es war viel und schnell gelesen. Asimow mit seinen Robotergeschichten ist als Name h\u00e4ngen geblieben, aber auch Lem weil er mich damals \u00fcberfordert hat oder die Gebr\u00fcder Strugatzki, besonders geliebt habe ich auch die amerikanischen Kurzgeschichten aus den sp\u00e4ten 50ern und fr\u00fchen 60ern. Und dann der n\u00e4chste Flashmoment:<\/p>\n<p>2. Karlheinz &amp; Angela Steinm\u00fcller: Andymon<\/p>\n<p>Die meisten B\u00fccher liest man nur einmal, das habe ich bestimmt 6 Mal am St\u00fcck gelesen. Nat\u00fcrlich in der Westversion, die sich zumindest im meiner Erinnerung doch von der 1989 DDR-Version unterscheidet, die ich sp\u00e4ter gebraucht erstanden habe. Der Roman hat wohl einen Nerv beim pubertierenden Jugendlichen getroffen.<\/p>\n<p>Dann nat\u00fcrlich der Meilenstein, der f\u00fcr lange Zeit mein absoluter Lieblingsroman war:<\/p>\n<p>3. Frank Herbert: Der W\u00fcstenplanet.<\/p>\n<p>Habe ich mich vorher mit 60 Seiten die Stunde durch Berge von Papier gefr\u00e4st, so hat mich dieses Buch das langsame Lesen gelehrt. Fr\u00fch am Anfang wurde einem schnell klar wer diesen Roman nicht aufmerksam und voll konzentriert liest, der ist hier schnell verloren. Und so ging es dann mit gem\u00fctlichen 20 bis 25 Seiten die Stunde durch dieses epochale Meisterwerk. Und nat\u00fcrlich durch die folgenden 5 weiteren B\u00e4nde. Band 2 \u201eDer Herr des W\u00fcstenplaneten\u201c, d\u00fcnn aber ok. Band 3 \u201eDie Kinder des W\u00fcstenplaneten\u201c definitiv unglaubliches Geschwafel. Band 4 \u201eDer Gottkaiser des W\u00fcstenplaneten\u201c definitiv ein Kandidat f\u00fcr die Top 10, aber es kommen ja noch ein paar B\u00fccher mehr. Band 5 \u201eDie Ketzer des W\u00fcstenplaneten\u201c und Band 6 \u201eDie Ordensburg des W\u00fcstenplaneten\u201c, ebenfalls gut und mehrmals gelesen.<\/p>\n<p>Und nun der Kandidat, der den W\u00fcstenplaneten von Platz eins verdr\u00e4ngt hat:<\/p>\n<p>4. Vernor Vinge: Ein Feuer auf der Tiefe.<\/p>\n<p>Ein Werk, das den Rahmen des bisher Bekannten gesprengt hat. Wer nicht verstanden hat wie das Internet funktioniert, hier bekommt er es erkl\u00e4rt. Dann nat\u00fcrlich das Zonenmodel: Die Gedankenlehren Tiefen, das Langsam, das Jenseits und schlussendlich das Transzenz. Die Pest, die sich aus dem Transzenz in die Tiefe frisst und dabei jede Zivilisation auf ihrem Weg \u00fcberrollt. Topfpflanzen als stahlharte Raumschiffskapit\u00e4ne. Ein abgesandter Apparat, der von seinem Sch\u00f6pfer, einer Superintelligenz, mit g\u00f6ttlicher Weisheit vollgestopft wird. Und das w\u00e4hrent selbige Superinteligenz von der Pest bei lebendigem Leib verschlungen wird. Dann nat\u00fcrlich die Klauen, Rudelwesen kurz vor dem Langsam in ihrer mittelalterlichen Welt. Nie war es sch\u00f6ner wenn das Universum zum Teufel geht. Klasse.<\/p>\n<p>Dann ein Werk, das es geschaft hat noch mal einen Flashmoment zu erzeugen in dem es das Bekannte sprengt:<\/p>\n<p>5. M. John Harrison: Licht.<\/p>\n<p>Ein Roman wie ein Quanteneffekt. Mit herk\u00f6mmlicher Konvention nicht zu erkl\u00e4ren. Man navigiert sich mit W\u00fcrfeln durch Raum und Zeit. Gestern ist mit heute und Morgen verschr\u00e4nkt. Klasse.<\/p>\n<p>Dann mal was ganz anderes: eine Biografie. Eine die aus dem Meer von Selbstbeweihr\u00e4ucherung mit Witz und gesunder Selbstironie heraussticht:<\/p>\n<p>6. Linus Torvalds: Just for Fun.<\/p>\n<p>Als Linux-Fan nat\u00fcrlich ein Muss, aber auch ein Vergn\u00fcgen.<\/p>\n<p>7. John Scalzi: Krieg der Klone.<\/p>\n<p>Wer hat diesen Buchtitel verbrochen? Spoilert der doch gleich den ersten Twist an fr\u00fchst m\u00f6glicher Stelle. Gut \u201eKrieg der alten M\u00e4nner\u201c h\u00e4tte mich jetzt nicht umbedingt zum Kauf animiert. Was schade gewesen w\u00e4re, denn hier entsteht durch Witz und ein Augenzwinkern ein neues Genre: intelligente Military-SF, die sich nicht unter der Bettdecke verstecken muss. Wobei man die folgenen drei B\u00e4nde fairerweise mit hinzurechnen muss.<\/p>\n<p>8. Charles Stross, Singularit\u00e4t.<\/p>\n<p>Ja \u201eSingularit\u00e4t\u201c, nicht \u201eAccelerando\u201c. Eine wilde Reise in das Land, in dem es Telefone vom Himmel regnet und f\u00fcr eine Geschichte die wildesten W\u00fcnsche erf\u00fcllt. Klasse. \u201eGlashaus\u201c vom selben Autor hat es auch fast in die Top 10 geschafft. Ein toller Perspektivwechsel und ein Sprung zur\u00fcck in die sp\u00e4ten 50er, fr\u00fchen 60er Jahre.<\/p>\n<p>9. Richard Morgen: Das Unsterblichkeitsprogramm<\/p>\n<p>Gnadenlose, knallharte Aktion. Gut mit den richtigen Spielzeugen kann jeder den Rambo raush\u00e4ngen lassen, aber ein Envoi der Quell zitiert? Den sollte man besser nicht auftauen, wenn man selbst keine reine Weste hat, besonders nicht wenn man zu den obersten 10.000 geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>So und nun das letzte Buch f\u00fcr die Top 10<\/p>\n<p>10. J.R.R. Tolkin: der Herr der Ringe<\/p>\n<p>Klar das Buch geh\u00f6rt auf eine solche Liste. Wobei man sagen muss: der Anfang, der na wie soll ich es sagen, der geht so gar nicht. Ich habe mich tapfer durch die erste H\u00e4lfte des ersten Buches gequ\u00e4lt und das Buch dann in die Ecke gepfeffert. Und das ist w\u00f6rtlich zunehmen. Erst Jahre sp\u00e4ter habe ich es, durch die Behauptung das es danach besser wird, doch noch mal in die Hand genommen. Und ja sobald die Kurzen durch die Hecke waren, ab da war es dann eine Erleuchtung.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Und dann gibt es da noch ein paar B\u00fccher, die mich vielleicht nicht geflasht haben, aber doch einen so tiefen Eindruck hinterlassen haben das sie doch irgend wie mit in die Liste geh\u00f6ren. Wobei man sagen muss, das das Ergebniss wohl nicht wirklich im Sinne des Autors liegt:<\/p>\n<p><del>Erich von D\u00e4niken: Wir alle sind Kinder der G\u00f6tter<\/del><\/p>\n<p>Meine Eltern haben sich ernsthafte Sorgen gemacht, als ihr Filius dieses Machwerk gelesen hat. Aber das war\u00a0 vielleicht meine wichtigeste Erkenntnis in meinem Leben: Man darf nicht alles glauben, was man so lie\u00dft. Selberdenken sollte man sich von Niemandem abnehmen lassen. Etwas gesunder Menschenverstand entlarft dann doch so manchen haneb\u00fcchenden Unsinn &#8230;<\/p>\n<p>Und dann sollte man noch die B\u00fccher erw\u00e4hnen, die nicht nur nicht gut waren, sondern so mittelm\u00e4\u00dfig, das in mir der Verdacht aufkeimte: Sowas wird verlegt und gedruckt? Das kriegst du besser hin. Na einen Versuch ist es wert.\u00a0 Wobei das jetzt durchaus ernst gemeint ist: Man lernt mehr aus Fehlern als aus Erfolgen. Wobei das auch nicht immer klappt.<\/p>\n<p>Nominierungen folgen &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Na, da bin ich doch glatt nominiert worden, und zwar vom Thorsten K\u00fcper. Die 10 B\u00fccher, die mich geflasht haben. 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