{"id":1911,"date":"2014-04-21T07:30:33","date_gmt":"2014-04-21T05:30:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hydorgol.de\/?p=1911"},"modified":"2014-04-16T14:12:23","modified_gmt":"2014-04-16T12:12:23","slug":"der-bb-ebook-event-countdown-2014-guido-seifert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hydorgol.de\/?p=1911","title":{"rendered":"Der BB Ebook-Event Countdown 2014 \u2013 Guido Seifert"},"content":{"rendered":"<p>Heute im Interview: Guido Seifert.<\/p>\n<p>Gut Ding will Weite haben. Um etwas aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen zu plaudern: Der Tag, an dem ich dieses Interview zum Ver\u00f6ffentlichen fertig schreibe, fing mit einem etwas gr\u00f6\u00dferem Aufreger an: &#8222;Du Markus, XY hat meines Wissens niemals in Nova ver\u00f6ffentlicht &#8211; Nicht sein Genre&#8230;&#8220;. Da ging der Blutdruck kurzfristig doch etwas in die H\u00f6he &#8211; kein Kaffee k\u00f6nnte so wach machen, wie der eisige Schauer, der mir \u00fcber den R\u00fccken lief, als mir klar wurde: der aufmerksame Leser hat recht &#8211; oh Sch&#8230;.!<\/p>\n<p>Um so erfreulicher die Antworten &#8211; fast schon unerwartet &#8211; von jemandem zu bekommen, der wirklich in <a href=\"http:\/\/nova-sf.de\/wp\/\" target=\"_blank\">Nova<\/a> ver\u00f6ffentlicht hat. Ein sch\u00f6ner Ausklang des Tages!<\/p>\n<p>Wenn man das Interview liest wird man feststellen, das der Satz &#8222;Gut Ding will Weile haben&#8220; seine Berechtigung hat &#8211; hier ist jemand, der viel Zeit und M\u00fche investiert, damit am Ende was Gutes dabei heraus kommt.<\/p>\n<p>Am <strong>11.05.2014<\/strong> um <strong>20:00\u00a0<\/strong>sollte man sich dann in <a href=\"http:\/\/maps.secondlife.com\/secondlife\/Kreativdorf\/235\/73\/22\" target=\"_blank\">Michael Iwoleits World Culture Hub <\/a>selbst davon \u00fcberzeugen!<\/p>\n<p>&#8211; Was ist das BB E-Book Event (f\u00fcr dich)? Warum organisiert ihr das \/ warum nimmst du teil?<\/p>\n<p>Mit der Organisation habe ich nun gar nichts zu tun &#8211; Thorsten K\u00fcper aka Kueperpunk Kohonen war so freundlich, mich als virtuellen Rhapsoden einzuladen. Ich befinde mich ein wenig in der Verlegenheit, gar nicht so recht etwas zum BB E-Book Event sagen zu k\u00f6nnen, denn ich bin schlicht ein Neuling im Second Life. Die Idee einer virtuellen Lesung finde ich aber reizvoll &#8211; lustigerweise habe ich als Science-Fiction-Autor recht h\u00e4ufig mit virtuellen Welten zu tun, w\u00e4hrend ich dagegen kaum Erfahrung mit *tats\u00e4chlich* existierenden virtuellen Welten habe. Mit meiner Lesung werde ich mein Vers\u00e4umnis vielleicht ein wenig korrigieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8211; Wie siehst du das Medium E-Book im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Pers\u00f6nlich, philosophisch aber auch kommerziell.<\/p>\n<p>Eine philosophische Position zum Medium E-Book habe ich nicht &#8211; und frage mich gerade, wie denn eine solche aussehen k\u00f6nnte . Eine kommerzielle Beurteilung traue ich mir nicht zu, da ich weder aktuelle\u00a0 Wirtschaftsdaten noch Entwicklungslinien kenne. Pers\u00f6nlich aber sch\u00e4tze ich das E-Book immer mehr &#8211; aus ganz unterschiedlichen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Da ist einmal das E-Book als Arbeitsmedium des Autors. Ich muss gestehen, dass ich ein beinahe schon besessener Material-Sammler bin &#8211; wissend, dass ich immer mehr Material herbeischaufeln werde, als ich nutzen k\u00f6nnte . Ich arbeite mit einer Anzahl von Datenbanken, eigentlich lokalen Wikis (der Software WikidPad, um noch genauer zu sein), und diese wollen gef\u00fcllt werden. In meiner Science&amp;Fiction-Wiki beispielsweise sind zu den verschiedensten Themen und Gegenst\u00e4nden ganze Passagen aus den Romanen etlicher Science-Fiction-Autoren anzutreffen (dies weniger, um die gesch\u00e4tzten Herren und Damen zu beklauen, sondern eher, um mir Inspiration zu verschaffen und mir bewusst zu halten, wie\u2019s die \u00bbAnderen\u00ab denn gemacht haben). Um diese Texte nun in den Computer zu bekommen, w\u00e4re der \u00bbklassische\u00ab Weg via Scanner und OCR zu aufwendig und nur in wenigen F\u00e4llen zu rechtfertigen &#8211; w\u00fcrde ich ausschlie\u00dflich auf diese Methode angewiesen sein, bliebe es wohl bei Verweisen auf Buch und Seite, wobei ich den daraus sich ergebenden anderweitigen Nutzen, n\u00e4mlich das Autoren-Ges\u00e4\u00df des \u00d6fteren aus dem Autoren-Sessel hieven zu m\u00fcssen, gar nicht leugnen will. Das E-Book nun gestattet mir, die begehrten Passagen in Sekundenschnelle zu markieren und in eine Textdatei zu \u00fcberf\u00fchren, die flott auf dem PC ge\u00f6ffnet ist und datenbanktechnisch weiterverarbeitet werden kann. Wie gesagt &#8211; am Ende mehr Material, als zu bew\u00e4ltigen ist, aber die Augen des Datensammlers leuchten, was nicht das kleinste Gl\u00fcck ist.<\/p>\n<p>Einen weiteren gro\u00dfen Vorteil bieten Ebook-Reader bei der Lekt\u00fcre fremdsprachlicher Texte. Die ladbaren W\u00f6rterb\u00fccher sind nur einen Fingertipp entfernt, und wenn man die gew\u00e4hlte Fremdsprache nicht geradezu perfekt beherrscht, wird man auf diese komfortable und das fl\u00fcssige Lesen kaum hemmende Methode kaum mehr verzichten wollen. In meinem Fall sind es in der Hauptsache englischsprachige Texte, die ich mir in dieser Weise recht bequem erschlie\u00dfe, mit der h\u00fcbschen Nebenwirkung, dass die passive Sprachkompetenz peu \u00e0 peu w\u00e4chst. Die zum Teil ziemlich gr\u00e4u\u00dflichen \u00dcbertragungen angloamerikanischer SF-Romane ins Deutsche lassen mich mehr und mehr auf die originalsprachlichen Texte zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p>Was ich schlie\u00dflich noch an Ebooks sch\u00e4tze, ist die frei w\u00e4hlbare Schriftgr\u00f6\u00dfe, welche die Reader bieten. Mir sind die Schrifttypen in Print-B\u00fcchern oftmals zu klein. Diese freie Formatierbarkeit hat allerdings auch einen Nachteil (der in Zukunft vielleicht behoben werden wird): Der Satzspiegel sieht oftmals arg zerhackt aus, da die Software -zumindest bei meinem Reader &#8211; die Worttrennung nicht beherrscht und aus diesem Grunde ab und an den Blocksatz aufgibt, wohl, um das Schriftbild nicht *noch* unansehnlicher zu machen.<\/p>\n<p>Nun liebe ich durchaus auch sch\u00f6n gemachte Print-B\u00fccher, mit festem Einband und &#8211; wichig! &#8211; Fadenheftung. Stelle ich mir aber einen sowohl gro\u00dfen als auch leichten Tablet-Reader mit gestochen scharfem, augenfreundlichen Farbdisplay vor, der mir die Initialen einer Luther-Bibel bunt ins Auge spielt oder die Seiten eines Mehrspaltenromans von Arno Schmidt perfekt reproduziert, k\u00f6nnte ich wohl auch zum Ketzer werden &#8230; zumal ich weder Staub noch Staubwischen mag (ich sage dies hinter vorgehaltener Hand, denn meine mehreren tausend B\u00fccher in ihren Billy-Behausungen d\u00fcrfen\u2019s nicht h\u00f6ren).<\/p>\n<p>&#8211; Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen\/normalen Welt? Was h\u00e4ltst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?<\/p>\n<p>Wie gesagt &#8211; ich bin ein Frischling im SL, und die meine Lesung ausstaffierenden Kulissen kenne ich noch gar nicht. Augenblicklich sage ich mir eher Dinge wie: Vergiss nicht rauszukriegen, wie man einen Avatar sich setzen l\u00e4sst &#8211; ich will nicht die ganze Zeit stehen!<\/p>\n<p>&#8211; Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?<\/p>\n<p>Augenblicklich bin ich v\u00f6llig gelassen. Wenn\u2019s dann aber so weit ist, werde ich sicherlich Lampenfieber bekommen. Ich habe in meinem Leben erst zwei Lesungen abgehalten, eine im halb\u00f6ffentlichen und eine im privaten Rahmen. Ich bin also alles andere als ein Routinier in diesen Dingen, und ein wenig Herzklopfen wird mir wohl nicht erspart bleiben.<\/p>\n<p>Lesen werde ich meine nicht ganz so kurze Kurzgeschichte \u00bbDie silberne Dose No 2\u00ab, die in der aktuellen Ausgabe des Science-Fiction-Magazins NOVA (Nr. 22) erschienen ist. Eine recht eigenwillige Form des Second Life wird hierin \u00fcbrigens eine nicht kleine Rolle spielen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hydorgol.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/GuidoSeifert.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1914\" alt=\"GuidoSeifert\" src=\"http:\/\/www.hydorgol.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/GuidoSeifert-768x1024.jpg\" width=\"640\" height=\"853\" srcset=\"https:\/\/www.hydorgol.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/GuidoSeifert-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.hydorgol.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/GuidoSeifert-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.hydorgol.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/GuidoSeifert.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/http:\/\/kueperpunk2012.blogspot.de\/p\/e-book-event-2014.html\" target=\"_blank\">[Quelle Thorsten K\u00fcper &#8211; Kueperpunk BB eBook Event]<\/a><\/p>\n<p><a title=\"BB Ebook Event 2014, die Interviews\" href=\"http:\/\/www.hydorgol.de\/?page_id=1615\">zu den anderen Interviews<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute im Interview: Guido Seifert. 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