{"id":2321,"date":"2014-06-15T19:53:59","date_gmt":"2014-06-15T17:53:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hydorgol.de\/?page_id=2321"},"modified":"2014-06-15T20:18:25","modified_gmt":"2014-06-15T18:18:25","slug":"schreiben-ist-schreiben-und-5-tipps-fuer-autoren","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hydorgol.de\/?page_id=2321","title":{"rendered":"Schreiben ist Schreiben und &#8230; : 5 Tipps f\u00fcr Autoren"},"content":{"rendered":"<p>Da ist sie wieder, die leere, wei\u00dfe Seite, das Schreckgespenst des Autors. Man tippt etwas drauf, liest es sich durch und l\u00f6scht es wieder. Schrecklich nicht war?<\/p>\n<p>Was nun? Guter Rat muss da nicht teuer sein, es gibt jeden Menge Hilfe. Eine M\u00f6glichkeit ist unter anderem das Projekt <a href=\"http:\/\/www.anja-bagus.de\/2014\/05\/21\/5-tipps-f%C3%BCr-autoren\/\" target=\"_blank\">&#8222;5 Tipps f\u00fcr Autoren&#8220; von Anja Bagus<\/a>. Ein, denke ich, guter Ansatz, denn hier kommen hoffentlich eine Menge guter und vor allem unterschiedlicher Ratschl\u00e4ge und Meinungen zusammen, aus dem sich dann jeder nehmen kann was ihm dann am Ende weiterhilft. Es m\u00fcssen auch nicht genau 5 sein. Mehr oder weniger spielt keine Rolle. Hauptsache es funktioniert.<\/p>\n<p>Mein Name ist Markus Gersting und ich versuche mich mit dem Schreiben, seitdem ich in der Schule war &#8211; und ich gewinne nicht immer \ud83d\ude09 Wirkliches Schreiben im Sinne von SCHREIBEN, betreibe ich aber erst seit 2008. Da zwischen liegt eine ganze Menge Zeit und vergebliches M\u00fchen. Aber eins nach dem anderen.<\/p>\n<p>Mein bisher ver\u00f6ffentlichtes Werk ist <a title=\"Der Alpha Centauri Aufstand\" href=\"http:\/\/www.hydorgol.de\/?page_id=6\" target=\"_blank\">&#8222;Hydorgol. Der Alpha-Centauri-Aufstand&#8220;.<\/a> Ein zweites Buch ist fertig geschrieben und das dritte in Angriff genommen. Ein paar <a title=\"Kurzgeschichten und Leseproben\" href=\"http:\/\/www.hydorgol.de\/?page_id=237\" target=\"_blank\">Kurzgeschichten<\/a> haben auch schon das Licht der Welt erblickt.<\/p>\n<p>Aber nun genug der Vorrede, hier sind meine f\u00fcnf:<\/p>\n<p><strong>1. Eins nach dem anderen<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Selbst eine Reise von 10.000 Li beginnt mit dem ersten Schritt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Tolles chinesisches Sprichwort, oder? Also, auf geht&#8217;s und los legen?<\/p>\n<p>Jein. Von der wagen Idee bis zum Leser ist es wirklich ein weiter Weg und den sollte man nicht ganz unvorbereitet beginnen. Denn die Gefahr ist gro\u00df, das man auf halber Strecke liegen bleibt. Ja, auch und ganz besonders f\u00fcr die Entdecker unter den Schreibern. Ich versuche mal die einzelnen Phasen zusammen zu bekommen:<\/p>\n<ul>\n<li>Lesen, Lesen, Lesen!<\/li>\n<li>sich \u00fcber das Gelesene Gedanken machen<\/li>\n<li>eigene Ideen, Versionen entwickeln<\/li>\n<li>den Entschluss fassen seine eigene Idee umzusetzen<\/li>\n<li>das Handwerk erlernen (ja, Schreiben ist ein Handwerk und man kann es lernen!*)<\/li>\n<li>die Idee ausformulieren und das R\u00fcstzeug zusammen suchen:<\/li>\n<li><strong>wo<\/strong> spielt meine Geschichte?<\/li>\n<li><strong>wer<\/strong> spielt mit?<\/li>\n<li><strong>was<\/strong> wird gespielt?<\/li>\n<li>Schreiben, Schreiben, Schreiben!<\/li>\n<li>Pause! Erstmal durch schnaufen und die Geschichte sacken lassen<\/li>\n<li>\u00dcberarbeiten, K\u00fcrzen , \u00dcberarbeiten, K\u00fcrzen!<\/li>\n<li>Testleser<\/li>\n<li>\u00dcberarbeiten, ggf zur\u00fcck zum Testleser<\/li>\n<li>Verlag suchen oder Selbstverlegen?<\/li>\n<li>Netzwerken, den Leser suchen und finden.<\/li>\n<li>Lesen, Lesen, Lesen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine verdammt lange Liste, ja ich wei\u00df. Und genau darum immer einen Schritt nach dem anderen. Solange man sich bewegt ist alles gut. Egal wie lange es dauert, irgend wann ist man dann am Ziel.<\/p>\n<p><strong>2. Free your Mind!<\/strong><\/p>\n<p>Was? Nach der langen Liste aus Punkt 1? Ja, genau deswegen. Immer einen Schritt nach dem anderen. Was hier hilft liegt wieder an jedem selbst.<\/p>\n<p>Aber eine ruhige, saubere Umgebung ohne Ablenkung, ein Tee und ggf. was zu Knabbern hilft ungemein. Musik kann auch helfen. Ich habe da meine Speed-Up Muke wenn&#8217;s voran gehen soll. Wichtig ist: jetzt wird geschrieben und nichts anderes!<\/p>\n<p><strong>3. Concentraci\u00f3n !<\/strong><\/p>\n<p>Ja, auch wie in Punkt 2, aber noch spezieller auf die Geschichte bezogen. Man kann nur einen Weg auf einmal gehen und nur ein Ziel auf einmal erreichen. Da ist weniger dann mehr.<\/p>\n<p>Selbst wenn man einen Epos wie George R. Martins Lied von &#8230; Ups, ja genau! Geiles Teil, aber kein Ende in Sicht. Also ernsthaft: Konzentration auf das Wesentliche.<\/p>\n<p><strong>4. Gute Testleser sind Gold wert<\/strong><\/p>\n<p>Wobei die Betonung hier auf \u201egut\u201c liegt. Wenn man sich nach der Kritik nicht verpr\u00fcgelt und geschreddert vorkommt, sollte man misstrauisch werden. Kein Werk ist perfekt und man wird beim Schreiben einfach betriebsblind.<\/p>\n<p>Ja, es tut weh, aber nur das hilft. Meistens haben die Testleser recht, wenn man etwas l\u00e4nger dr\u00fcber nachdenkt. Mit etwas Abstand (PAUSE, s.o.) sollte man das eigene Werk dann noch mal in Ruhe betrachten und einfach ehrlich zu sich selbst sein.<\/p>\n<p>Am Ende ist das aber immer noch das eigene Werk und nicht das des Testlesers! Wenn du dir wirklich ehrlich sicher bist, bleib dabei.<\/p>\n<p><strong>5 . Laut lesen und alles raus was keine Miete zahlt!<\/strong><\/p>\n<p>Ok. Streng genommen sind das zwei Dinge, aber es geh\u00f6rt doch irgendwie zusammen.<\/p>\n<p>Irgendwie? Ja genau, das Wort &#8222;irgendwie&#8220; ist schon mal \u00fcber. Den Satz einfach mal mit und ohne das Wort &#8222;irgendwie&#8220; laut vorlesen. Ohne kling das gleich viel pr\u00e4gnanter, bestimmter. Und genau so was f\u00e4llt vor allem beim lauten Vorlesen auf.<\/p>\n<p>Und wenn wir schon mal dabei sind: &#8222;doch&#8220;? Ja, auch das geht besser. <a title=\"Kurz und b\u00fcndig \u2013 Die Kurzgeschichten-Werkstatt an der BA Wolfenb\u00fcttel\" href=\"http:\/\/www.hydorgol.de\/?p=1071\" target=\"_blank\">\u00d6konomischer Umgang mit Sprache<\/a> ist hier der Fachbegriff.<\/p>\n<p>Eine Nummer sch\u00e4rfer wird das, wenn man Publikum vor sich hat. Wer vor Publikum lesen will und das sollte man definitiv, denn:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Lesungen sind die Rockkonzerte der Schriftsteller!<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>sollte es einfach tun. Ich mache an dieser Stelle einfach mal etwas Werbung f\u00fcr Second Life \/ OpenSim. Einen halbwegs ordentlichen Computer voraus gesetzt, hat man hier ein Live-Publikum vor sich, das nur mit <a title=\"Nachschlag zur Lesung im Januar\" href=\"http:\/\/www.hydorgol.de\/?p=1398\" target=\"_blank\">virtuellen Tomaten<\/a> werfen kann.<\/p>\n<p>Scherz bei Seite, am Anfang geht auch hier einem das Muffen-sausen und jede Textstelle die nicht passt, sticht hier besonders deutlich hervor. Aber es ist ein tolles Gef\u00fchl wenn man die Lesung \u00fcberstanden hat. Applaus ist dann doch das eigentliche Brot des K\u00fcnstlers &#8211; Geld braucht man nur zum \u00dcberleben &#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n<p>* meine Empfehlung w\u00e4re hier <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/einen-verdammt-guten-Roman-schreibt\/dp\/3924491321\/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1402856253&amp;sr=1-1&amp;keywords=james+n+frey\" target=\"_blank\">der Frey<\/a>, die meisten Ratgeber im Internet schreiben hier flei\u00dfig ab &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ist sie wieder, die leere, wei\u00dfe Seite, das Schreckgespenst des Autors. Man tippt etwas drauf, liest es sich durch und l\u00f6scht es wieder. Schrecklich nicht war? Was nun? 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