Welten an Drähten und wahre Namen 171, Thorsten Küpers Fantasylesung bei Roleplayern: „Blutroter Stahl“ in Amazonien

Die hervorragende Anthologie „Blutroter Stahl. Sword&Sorcery-Geschichten für brachiale Helden“ hatte ich schon rezensiert und von daher war mir die Geschichte nicht ganz unbekannt, die Thorsten Küper gestern bei den Amazonen in SL gelesen hat.

Was aber nicht heißt, dass ich mich dort gelangweilt hätte, ganz im Gegenteil! Thorsten Küper hat der Geschichte mit Können und Einsatz jede Menge Leben eingehaucht. Wer es verpasst hat, sollte sich unbedingt das kurze Lesungsvideo anschauen.

Der Ort der Lesung war dieses Mal die Rollenspiel SIM Amazonien. Ich fand die Sim sehr atmosphärisch und es gab im Anschluss an die Lesung noch eine spannende Diskussion und eine Führung über die Sim.

In Summe also ein rundherum gelungener Abend – zu Mal man mit dem freundlichen und sehr aufgeschlossenen Völkchen der Amazonen in Kontakt kam.

Klasse!

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Perry Rhodan 2896 gelesen …

Perry Rhodan 2896 gelesen … und was soll ich dazu sagen? Ich hatte mir beim Titel „Maschinenträume“ mehr und anderes erhofft.

Schön war, das und wie Michael Marcus Thurner die Auswirkungen der Beeinflussung der „Seele“ der Völker Orpleyds durch den Schnitter gezeigt hat. Sowohl in die eine, als auch nachher in die andere Richtung. An dieser Stelle kann man nicht ernsthaft über diesen Roman sprechen ohne einen der Kernpunkte zu spoilern. Kurz, auf jede Aktion folgt eine Reaktion. Wir haben es hier mit den Helfern eine Superintelligenz zu tun, die gezeigt haben, dass sich auch ein Perry Rhodan anstrengen muss, wenn er gegen diese bestehen will. Also folgt, was folgen muss, wenn man den Job nicht zu Ende bringt: Die Gegenseite dreht den Spieß um und der Schnitter arbeitet ab dann wieder für seine ursprünglichen Herren und das sogar noch verbessert.

Dann folgt eine Sache, die natürlich folgen muss, wenn man einfach etwas anstößt, ohne dabei auf die Konsequenzen zu achten: Man selbst wird auch vom Schnitter beeinflusst. Gut fand ich an der Stelle, das hier wirkliche Science-Fiction ins Spiel kam: wie kann ich mit Medizintechnik dieser Beeinflussung entgegenwirken? Für die Besatzung war das dann halbwegs glaubwürdig gelöst. Seit den frühen Anfängen der Serie sind dann natürlich auch Maschinen mit biologischen Komponenten mit beeinflusst. An dieser Stelle wird es dann allerdings schräg. Warum entkoppeln diese Maschinen nicht ihre biologische Komponente, wenn sie merken, dass sie beeinflusst werden? Nicht dass dieses in der Serie gang und gäbe wäre. Schließlich hat man Jahrtausende lange Erfahrungen mit Schiffsgehirnen wie z.B. SENECA, der Hamiller-Tube um mal nur die Klassiker zu nennen.

Somit macht diese ANANSI Episode nur bedingt Spaß. Es war einfach nicht glaubwürdig ausgeführt, warum das Schiffsgehirn jetzt – trotz aller seit Jahrtausenden gekannten Gegenstrategien – so derartig beeinflusst ist. An dieser Stelle haben meiner Meinung nach einfach die Zeit und der Platz im Heft gefehlt, um diesen Aspekt in der nötigen Tiefe auszubauen. Natürlich kann man argumentieren, dass die Beeinflussung durch den Schnitter bei den Völkern Orpleyds hier schon genug Vorarbeit geleistet hat, aber genau das sehe ich nicht, denn dann hätte die Besatzung der RAS TSCHUBAI viel stärker beeinflusst sein müssen und es wäre eine Geschichte Mentalstabilierte und das geschützte Schiffsgehirn gegen die gegen die Beeinflussung durch den Schnitter ungeschützte Mehrheit der Besatzung gewesen.

An der Stelle wird das Konstrukt nicht bis ins Letzte durchdacht – was leider eine Schwäche unserer aktuellen Expotarchen ist. Schön ungesetzt fand ich dagegen das moralische Dilemma im Gespräch zwischen ANANSI und Perry Rhodan, denn – seien wir ehrlich – einige Aspekte stimmen und sind schon von Perry Rhodan in den Anfängen des 2700. Zyklus als Problem erkannt worden. Das Projekt SAN wäre hier das Stichwort.
In Summe ein Roman, der leider knapp an dem Potenzial vorbei geschrappt ist, das er hätte bieten können. Etwas weniger Redundanz bei der Schilderung der Auswirkungen auf die Bewohner Orpleyds hätte hier mehr Platz für den Ausbau des ANANSI-Teils geschaffen. Zudem suggeriert der Titel „Maschinenträume“ träumende Maschinen – was in dem Roman definitiv nicht stattgefunden hat …

Gut, mit den genannten Abstichen.

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ®  sind eingetragene
 Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Welten an Drähten und wahre Namen 170, Christian Günther liest live aus „Die Aschestadt“

Beim heutigen Lesungs-Event der Brenndenden Buchstaben lass Christian Günter im Brennenden Theater aus seinem ersten Fantasy-Roman „Die Aschestadt“.

Vom Autor selbst hervorragend gelesen entführte uns die Geschichte in das ferne Reich Faar, beziehungsweise in dessen Hauptstadt die Aschestadt Alaris. Das Reich der Menschen wird von der strengen Bruderschaft beherrscht und steht im Konflikt mit den Meermenschen, die aber wie die Menschen auch von unterschiedlichen Strömungen beherrscht werden.

So ganz mit rechten Dingen scheint es nicht im Reich Faar zuzugehen. Neben den typischen Fantasy-Elementen wartet also eine etwas diffizilere Geschichte auf den Leser.

Ich denke, man sollte dem Buch mal einen intensiveren Blick gönnen. Mir hat die Lesung jedenfalls gut gefallen, auch wenn ich jetzt wissen will, was denn nun wirklich in Faar gespielt wird.

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Welten an Drähten und wahre Namen 169, Thorsten Küpers SL Theaterstück „Fäden weben im dunklen Netz“

Ich gebes es ja zu: ich bin spät dran mit meinem Bericht. Denn das fulminate SL Live-Theaterstück liegt jetzt schon eine ganze Woche in der Vergangenheit.

Es gibt also schon einiges an Berichten.

Aber ganz unter den Tisch fallen lassen kann und will ich das Event jetzt auch nicht. Dafür hat es mir  zu viel Spaß gemacht. Die Idee hinter der Geschichte hat mir gut gefallen und natürlich war es eine Ehre mit so stimmgewaltigen und ausdruckstarken Kollegen, wie Frederic Brake, Rubeus Helgerud, Bernhard Giersche und natürlich Kirsten Riehl und Thorsten Küper, einer Figur Leben einzuhauchen.

Leider kann ich dieses Mal nicht mit Bildern vom Event dienen – die hat wohl der Aether geholt …

[Quelle Thorsten Küper]

 

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Perry Rhodan 2895 gelesen …

Perry Rhodan 2895 gelesen … und der erste Teil des Romans hat mir hervorragend gefallen, leider zeigt der Roman dann ab Seite 43 Schwächen, die ihn dann zum Schluss hin gewaltig einbrechen lassen.

Bis zum Wendepunkt des Romanes hin, jenem Zeitpunkt an dem Rhodan seinen Gedankensprung hat, haben wir ein komplexes und reichhaltiges Umfeld, in dem die Charaktere gut zusammen spielen. Es macht Spaß zu sehen, wenn etwas richtig funktioniert. Natürlich geht nicht alles vollkommen reibungslos vonstatten. Es gibt immer mehrere Lösungen für ein Problem, wichtig ist, dass man sich nachher auf eine funktionierende Lösung einigt. Und das natürlich auch bei gegensätzlichen Meinungen, Ansichten und Temperamenten.

Man merkt hier ist die Elite der LFT auf ihrem Flagschiff unterwegs. Wenn es jemanden gelingt, Unmögliches möglich zu machen, dann dieser eingeschworenen und eingespielen Gemeinschaft von herausragenden Individuen, denen es vor allem darauf ankommt Dinge zu bewegen, anstatt sich selbst zu profilieren. Eine solch positive Utopie hat mich überrascht und ich finde, das war wirklich gelungen. Wenn etwas den Geist von dem geatmet hat, von dem das diese Serie nun seit fast 2900 Heften und damit auch von fast 2900 Wochen, dann war es genau dieses Zusammenspiel von Individuen, die man sich getrost zum Vorbild nehmen kann.

Aber dann scheint Hubert Haensel ab Seite 43 die Kraft zu verlassen, diese gelungene Mischung Komplexität und Spannung aufrechtzuerhalten. Die Richtung stimmt noch, aber mich überzeugt der unsterbliche Serienheld an der Stelle nicht, an dem er sagt „Wir holen uns Unterstützung bei den …“. Vom Aufbau her wäre auch ein „wir nutzen die Stärke/Waffen des Gegners für uns“ möglich gewesen. Das hätte Perry Rhodans Gedankensprung an der Stelle für seine Zuhörer nachvollziehbarer gemacht. Natürlich wäre es an der Stelle auf genau die gleiche Lösung herausgelaufen, aber meines Erachtens nach ist das der Punkt, an dem die Geschichte den Pfad der Tugend verlässt.

Die Handlung wird immer widerstandsloser und entgleitet in Simplizität. Der absolute Tiefpunkt der Handlung ist dann denn die RAS TSCHUBAI einen ganzen Planeten für ein reines Ablenkungsmanöver zerstört. Ernsthaft, war das nötig? Solche Aktionen passen nicht in den Duktus des bis dorthin überzeugenden Romans. An dieser Stelle hat eine gedankenlose Albernheit der Expokratur einen herausragenden Roman vollkommen zerstört. Solche sinnlosen Grausamkeiten sollte man sich für die Antagonisten aufheben, dort gehören sie hin. Genau so eine sinnlose Grausamkeit macht einen Antagonisten erst zu einem Antagonisten. Zumal ein Ablenkungsmanöver vollkommen unnötig war.

In Summe hätte das mit einer der besten Romane der aktuellen Serie werden können. Ich wünschte, da hätte der Autor seine Vision aufrechterhalten können, es hätte sich gelohnt. So bleibt nur die Hoffnung, dass diese Kritik nicht umgehört verhallt.

* PERRY RHODAN ®, ATLAN ® und Mausbiber Gucky ®  sind eingetragene
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